LOGO - DER BUS - neues Design - neuer Auftritt

 

Am Donnerstag, den 10.Oktober 2013, erglänzte der nunmehr 14 Jahre alte LBV Bus unserer Kreisgruppe in seinem neuen Design.

 

Aufmerksamkeit sollte der Wagen erregen - zeitgemäss sollte der Auftritt sein

und gleichzeitig informativ.

Dieser Logik folgend entfallen die gewohnten Kommunikaitonsmedien, wie Telefon, Fax und e-mail.

Somit entstand ein einfaches, klares und knappes Design.

Da die Abkürzung „LBV“ nicht wirklich zum Grundwissen der meisten Bürger gehört, wurde der komplette Namenszug auf den Bus aufgeklebt mit dem deutlich sichtbaren Hinweis, daß es sich um AUGSBURG dreht.

Schrift und Logo wurden mit einer gut lesbaren Schrift (Futura) einfach in weiß gehalten.

 

Modern gibt sich nicht nur der LBV in Bayern, wir wollen es auch selber sein! So fand denn auch der selbst erstellte QR Code unseres Mitglieds, Bernd Achtnicht, direkt neben der Internetadresse seinen Platz. Fotografiert man ihn mittels einer SmartPhone Applikation (APP), gelangt man direkt auf unsere Augsburger LBV WEB-Seite. Hoffen wir auf viele Neugierige.

 

Unserer Zentrale in Hilpoltstein gebührt ebenso ein ganz großer Dank, da der Rat von Alf Pille und die graphischen Arbeiten an den Logos von Birgit Helbig uns halfen rasch und im Rahmen des Budgets ans Ziel zu kommen.

Stefan Höpfel

 

 


Der Flußregenpfeifer am nördlichen Lech

Flußregenpfeifer (Charadrius dubius)
Flußregenpfeifer (Charadrius dubius)


Am 3.7., zum monatlichen Treffen der LBV Kreisgruppe Augsburg, konnte diese den Gebietsbetreuer des „Lebensraum Lechtal e.V.“, Herrn Stephan Günther, begrüßen.

Das Thema seines kurzweiligen Vortrags war das Vorkommen des Flußregenpfeifers auf den Kiesbänken des Lechs und die Maßnahmen, die der „Lebensraum Lechtal“ ergreift, um die Besucherlenkung und somit die Interessenlagen von Mensch und Natur, in Einklang zu bringen.

Lebensraum Lechtal e.V.

Der „Lebensraum Lechtal e.V.“ stellt einen Zusammenschluß der Landkreise und einiger Kommunen entlang des bayerischen Lechs dar. Der Verein engagiert sich insbesondere bei gebietsübergreifenden Naturschutzthemen und in der Umweltbildung.

Der Verein geht aus einem ehemaligen Großprojekt gleichen Namens hervor, das schon damals das Ziel hatte, typische Lebensräume am Lech zu pflegen und somit die Funktion des Flusses als Biotopbrücke zwischen Alpen und Jura weitestgehend zu erhalten.

Günther, ein gebürtiger Bamberger und gelernter Diplom-Forstwirt, bekleidet sein Amt seit 2011 und hat ein nicht unerhebliches Gebiet, nämlich 168 Kilometer Flusslandschaft von Füssen bis zur Lechmündung bei Donauwörth, zu betreuen. Die Gebietsbetreuung in Bayern wird kofinanziert vom Bayerischen Naturschutzfond und dem Europäischen Sozialfonds.

Die insgesamt 36 bayerischen Gebietsbetreuer erfüllen folgende Kernaufgaben:

  • Naturschutzmaßnahmen initiieren, planen und betreuen
  • Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung, Kontakt zu den Leuten vor Ort
  • Monitoring seltener Arten

Der Flußregenpfeifer

Der Lech war noch nicht begradigt und der Flußregenpfeifer war einer von vielen, typischen Arten, im mäandernden Lechflußbett. Neben Triel, Flußuferläufer und Flußseeschwalbe war er nur einer unter vielen.

Das änderte sich sukzessive, als Ende des 19. Jahrhunderts der Lechkanal mit Kraftwerkanlagen in Gersthofen, Langweid und Meitingen angelegt wurden, gleichwie die Begradigung des Lech ab dem Jahre 1907 begann. So wurde aus einem 2 bis 7 km breiten Flußbett der heute knapp 80 m breite kanalartige  Fluß.

Die Folgen waren ein verengtes Flußbett und einige wenige übriggebliebene Kiesbänke, die den natürlichen Lebensraum dieses Vogels darstellen.

Interessanterweise findet der Flußregenpfeifer ausgerechnet in dem Bereich, der als erster der Veränderung durch den Menschen unterlag, seine besten Lebensbedingungen. Da der parallel verlaufende Kanal nördlich Augsburgs rund 120 qm³ Wasser pro Sekunde schluckt, bleiben dem Lech gerade noch rund 10 qm³ Wasser pro Sekunde übrig. Dadurch kommt das alte Mutterbett des Lechs – zwar eingefaßt – wieder wie vor mehr als 100 Jahren zum Vorschein. Die verbliebenen Kiesbänke bieten dem Flußregenpfeifer an deren Rändern mit der Mischung aus organischem Schwemmmaterial und kleinen Insekten eine ideale Nahrungsgrundlage. Die Kiesbänke werden zum Brüten genutzt. Der Vogel, dessen durschnittliche Brutzeit bei 22 Tagen liegt und dessen Jungvögel bereits im Juli flügge sind, ist ein Jahresbrüter. Von geschätzten 500 Brutpaaren in ganz Bayern nisten am Lech nördlich Augsburg alleine 10-12 Brutpaare, also mehr als 1% der Gesamtpopulation.

Damit besteht eine besondere Verantwortung, diese hier noch im Primärlebensraum vorkommende Flussregenpfeifer-Population zu schützen!

Besucherlenkung und Schutzzonen

Ein Lechbett mit Kiesbänken und einem nicht allzu schnell dahinfließenden Fluß zieht natürlich nicht nur Vögel, sondern auch freizeitsuchende Menschen an. Kiesbänke sind nun einmal für beide interessant.

Der Flußregenpfeifer ist dabei ein äußerst störungsanfälliger Vogel. Längere Unterbrechungen jedweder Art werden entweder mit dem Fortzug oder aber mit dem Abbruch der Brut quittiert.

Aus diesem Grund erarbeitete man schon im Großprojekt "Lebensraum Lechtal" in Abstimmung mit der Regierung von Schwaben und den örtlichen Kommunen ein Schutzzonenkonzept, welches recht pragmatisch vom Ansatz und einfach von der Forderung her ist:

Das Zonierungskonzept teilt den Lechabschnitt zwischen Gersthofen und Meitingen in "Schutzzonen" und "Erholungszonen" ein. Während in letzteren die Naherholungssuchenden nicht eingeschränkt werden, wird darum gebeten, dass während der Brutsaison im Zeitraum 1.4. bis 30.6. die in den Schutzzonen gelegenen Kiesbänke nicht betreten werden.

  • Flußkilometer 35,5 bis 33 (nördlich Gersthofen)
  • Flußkilometer 31,8 bis 30,2 (nördlich Stettenhofen)
  • Flußkilometer 28,6 bis 25,4 (nördlich Langweid)

Der Pragmatismus ergibt sich aus der Tatsache, daß bei der Festlegung die Orte am Lech, die heute schon über einen Parkplatz erreichbar sind, von vorneherein als Schutzzone ausschieden. Das Problem, so Stephan Günther, liege nicht in der Festlegung, vielmehr in der Einhaltung bzw. im Verständnis der Naherholungssuchenden. Letztere würden nur allzuoft, Hinweisschilder etc. nicht beachten. Die einzige Abhilfe sei hier das direkte Gespräch mit den Leuten, um überhaupt erst einmal ein Bewußtsein zu schaffen. Die so angesprochenen Menschen zeigen sich hernach eigentlich immer sehr aufgeschlossen und wollen weitere Störungen vermeiden. Aber auch über die Medien, mit einem mobilen Infostand und über Facebook versucht der Gebietsbetreuer, um Verständnis für den Schutz des Vogels zu werben.

Ausblick

Das starke Hochwasser, das dieses Jahr mit bis zu 700 qm³ pro Sekunde den Lech herunterrauschte, vernichtete wahrscheinlich die komplette Brut der Flußregenpfeifer. Ob eine nochmalige Brut dieses Jahr zu beobachten sein wird, ist mehr als fraglich. Zu hoffen bleibt, daß die Besucherlenkungsmaßnahmen greifen und weitreichend auf Verständnis stoßen. Um hier noch mehr tätig zu werden, wurde dieses Jahr eigens eine  400-Euro Kraft eingestellt.

Das ganze Projekt des Flußregenpfeifers ist mit einem Jahresbudget von € 2.500,-- sicher alles andere als üppig ausgestattet. Umso mehr muß man die bisherigen Leistungen würdigen.

Stephan Günther schloß seinen Vortrag mit dem Appell an alle LBV’ler, sie mögen aktive werben und mithelfen, diesem inzwischen seltenen Vogel eine dauerhafte Bleibe zu ermöglichen.

 Stefan Höpfel



Deutschlands wilde Vögel

 

Das neue Kinoprogramm im Liliom beschert uns nun auch in Augsburg die sehr empfehlenswerte Naturdokumentation 

Deutschlands wilde Vögel”.

Vom 24.10. bis 30.10., in Augsburg, Kino Liliom, täglich 18:45 Uhr

Der Tierfilmer Hans-Jürgen Zimmermann hat bereits über 170 Filme für das Fernsehen produziert, mit “Geheimnisse des Waldes” ging er 2012 erstmals in die Kinos. “Deutschlands wilde Vögel” ist eine Entdeckungsreise zu 10 interessanten Vogelbeobachtungsgebieten in Deutschland. Vorgestellt wird

  • die Westerwälder Seenplatte mit Silberreiher, Rothalstaucher und Dorngrasmücke,
  • das Havelland mit Großtrappe und Grauammer,
  • der Sangweiher in der Eifel mit Haubentaucher und Schwarzkehlchen,
  • Wiesbaden mit Halsbandsittich und Dohle,
  • das Steinhuder Meer mit Löffelente, Kampfläufer und Bekassine,
  • das Zwillbrocker Venn mit Flamingo, Knäkente und Rotschenkel,
  • die Wedeler Marsch mit Säbelschnäbler, Steinwälzer, Austernfischer und Stelzenläufer,
  • der Federsee mit Bartmeisen,
  • Groß Mohrdorf mit Kranich und Blässgans,
  • die Feldberger Seen mit Seeadler und Fischadler.

Der Film dauert 98 Minuten und lohnt bestimmt mal wieder einen Kinobesuch. Es wäre doch schön, lauter bekannte Gesichter im Kinosaal zu entdecken!



Digiskopie-Workshop des LBV am Altmühlsee

Swarowski Spektiv mit Kameraadapter
Swarowski Spektiv mit Kameraadapter

 

Das Zusammentreffen von zwei Entwicklungen in den 1990er Jahren hat dieses Aufnahmeverfahren ermöglicht. Auf der einen Seite war es die optische Verbesserung der Monokulare, insbesondere die größeren Austrittspupillen dieser Fernrohre, die auf der anderen Seite mit der Digitalisierung der Aufnahmegeräte, insbesondere in der Kompaktkameraklasse, einherging.

 

Beim Digiscoping wird also eine Digitalkamera am Spektiv befestigt und liefert so Brennweiten von bis zu 7000 Millimeter. Dadurch können auch mehrere hundert Meter entfernte Objekte noch in erstaunlich guter Qualität fotografiert werden. Die Natur wird nicht gestört und der Digiscoper kann in Ruhe beobachten und fotografieren. Es ist – so darf man sagen – die logische Weiterentwicklung des herkömmlichen Teleobjektivs.

 

Der Workshop findet in Muhr am Altmühlsee an der LBV Umweltstation statt und bietet mittels beigestellter Spektive unter fachkundiger Anleitung beste Voraussetzungen, um einen fundierten Einblick und – vielleicht - auf den Geschmack zu kommen. >> Zur Anmeldung

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
zum Anfang
Mitglied werden
LBV Naturshop
LBV QUICKNAVIGATION