Neues aus der Presse: Die Sünden der Öko-Lobby

(30.12.2014) "Die Ökobewegung frisst ihre Ableger" beginnt der Essay in "Der Welt" vom 30.12.2014.

Der Autor prangert darin den Mißstand an, daß sich einige Umweltverbände mittlerweile von ihren ursprünglichen Zielen, wie z.B. dem Umweltschutz, weit entfernt haben und im Begriff sind - quasi totalitär - die öffentliche Meinungsfindung zu beeinflussen.

Dabei habe sich das Blatt gewendet, denn mittlerweile ginge es nicht mehr um Arten- und Biotopschutz, sondern vielmehr um den Schutz der Bevölkerung vor der Politik und der Wirtschaft und - allem übergelagert - dem Klimaschutz.

In der ganzen Diskussion würde dann auch die sogenannte "Große Transformation" der Gesellschaft mitschwingen (der gute klimaneutrale Bürger).

Es sei mittlerweile egal, ob sich die Mais-Monokulturen ausweiten, es gehe um Biosprit und Bioenergie. Da diese eben für die Erreichung der Klimaziele notwendig seien, haben andere Belange, wie z.B. der Arten- und Biotopschutz, zurückzustecken.

Getoppt wird das ganze dadurch, daß man auf Biegen und Brechen versucht, Kernkraft und Kohle zu verbannen, um ja regenerativen Energien alleine wirken zu lassen. So nimmt der Autor Bezug auf ein Interview mit Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, der überhaupt nichts dagegen habe, wenn Windräder in Naturschutzgebieten oder in Sichtweite von Biosphärenreservaten aufgestellt werden. Hauptsache das Ziel, die regenerativen Energien als alleinseligmachende Energielieferanten zu haben, wird dabei erreicht.

Der Autor schließt mit dem Hinweis, daß eine solche Kritik an Politik und Wirtschaft eigentlich eine unterschwellige Wachstumskritik sei, die zunehmend eine ausgeglichene Diskussion um die Klimapolitik zunichte macht und dessen Opfer vor allem die Naturschutzpolitik sei.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel

(Stefan Höpfel)


Vielen Dank für Euer Engagement

Wir sagen allen unseren Mitgliedern, Unterstützern und Jenen, die die neue Kreisgruppe Augsburg mitgestaltet haben, ein herzliches DANKESCHÖN!

Wir zählen 1.111 Mitglieder. Insgesamt schafften wir in 2014 stolze 22 Einsätze (Pflege- oder Arbeitsgruppen) - mit einer Rekordbeteiligung von bis zu 35 Mitgliedern an nur einem einzigen Einsatz! Unser Jahresausflug stieß auf breites Interesse und wird auch im kommenden Jahr wieder stattfinden. 

 

Laßt uns 2015 ähnlich erlebnis- und abwechslungsreich gestalten, unterhaltsam und freundschaftlich angehen, um so unserem Verein die Möglichkeit zu geben, für den Arten- und Biotopschutz sich einzusetzen.

(Euer Vorstand)


"Winter" am Burghofweiher

(21.12.2014) - Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen, weihnachtliche Stimmung will bei der schneelosen Zeit und den hohen Temperaturen nur schwer aufkommen, aber selbst in Tagen wie diesen kommt der Hobbyornithologe auf seine Kosten.

 

Fön und Abendrot

Sieht man die Bilder, könnte man meinen, der Photograph hätte die rosa Brille aufgehabt. Nur: es war so. Rosarote Bergketten und flammendes Abendrot. Dazu ein überaus kräftiger Wind. Die Silberreiher verharrten dabei dennoch auf den Bäumen. 

 

Teiche leer

Der sogenannte Lehmweiher ist derzeit abgelassen. Das lockt natürlich alle an, die nach Sämereien derzeit vergeblich suchen. So konnte der ruhige Spaziergänger Stieglitze und Rotkehlchen bei der Nahrungssuche beobachten. Blieb man dann längere Zeit ganz ruhig stehen, zeigte sich auch noch die Bekassine beim Stocher im Schlamm.

 

Stock-, Krickenten und Gänsesäger

Der Obere Weiher beherbergt derzeit nur noch eine Handvoll Silberreiher, ca. zwei dutzend Graureiher und dann eine Armada an Stockenten. Ein solcher Anblick muß sich der napoleonischen Flotte bei Cadiz geboten haben, als sie auf die Schiffe Nelsons trafen. Eine solche Gründelente erinnert im Aufbau dann doch an ein entmastetes Schlachtschiff.

 

Eisvogel schrillt und der Damm des Bibers schwillt

Da, wo der Bach in den Oberen Weiher fließt, kann man zu jeder Jahreszeit jenen blauen Pfeil durch die Luft schnellen sehen, dessen Bild das Logo unseres Vereines ist - der Eisvogel. Auch hat der Biber hier kräftig verbaut, so daß sich eine Begehung als erschwerlich erweist. Dennoch lohnt das Verweilen auf einem Baumstamm, da die Stille wunderbar erholsam ist und so der Eisvogel innerhalb einer halben Stunde gleich viermal zu sehen war.

 

Ein Dutzend Rehe

Leider war es unmöglich - trotz vorsichtiger Gangart - das Wild, das sich im Ufersaum und am Waldrand aufhielt, nicht aufzuscheuchen. So konnte man auf einer Strecke von 2 Kilometern alleine ein Dutzend Rehe zählen. 

 

 

Im Frühjahr geht es weiter

So sagen wir für dieses Jahr diesem herrlichen Fleckchen Erde Adé und freuen uns auf den ersten Einsatz in 2015.

(Stefan Höpfel)

 

 

wenn es nicht so kitschig aussähe. Ammergauer Alpen vor Zugspitze
wenn es nicht so kitschig aussähe. Ammergauer Alpen vor Zugspitze
Baumpilze
Baumpilze
2 Krickentenmännchen (hinter der Stockente)
2 Krickentenmännchen (hinter der Stockente)
2 Krickentenweibchen
2 Krickentenweibchen
Höckerschwäne auf dem Oberen Weiher
Höckerschwäne auf dem Oberen Weiher
Gegenlichtimpression
Gegenlichtimpression
Silberreiher, Kormoran und Enten
Silberreiher, Kormoran und Enten
Silberreiher (leider durchs Schilf hindurch)
Silberreiher (leider durchs Schilf hindurch)
Hochspannungsleitung
Hochspannungsleitung
Abendidyll
Abendidyll
Abendrot - der Himmel in Flammen
Abendrot - der Himmel in Flammen
Bachimpression
Bachimpression
die Kätzchen treiben schon, ob der Wärme
die Kätzchen treiben schon, ob der Wärme
Auch hier wurde nicht zu Photoshop gegriffen
Auch hier wurde nicht zu Photoshop gegriffen
Schwabmühlhausen Richtung Tegelberg blickend
Schwabmühlhausen Richtung Tegelberg blickend
Rotkehlchen
Rotkehlchen
juveniler Stiglitz
juveniler Stiglitz
juvenile Stiglitze
juvenile Stiglitze
Rotkehlchen
Rotkehlchen
Langerringen
Langerringen
Kormoran
Kormoran
Kormoran
Kormoran
Zugspitze mit Wolkenbank
Zugspitze mit Wolkenbank
Auf Wiedersehen - es war ein schönes Jahr
Auf Wiedersehen - es war ein schönes Jahr

Winterbeobachtung in Glon

(13.12.2014) Glon - Gen Süden sind die meisten Vögel mittlerweile gezogen. Aus der Schweiz kam die verläßliche Meldung von Fönsturm und 16°C im Tal von Chur. Auch bei uns waren es gute 10°C und nur die leichte Eisschicht auf den Gewässern in Glon ließ noch vermuten, daß es die vergangene Nacht recht kalt gewesen war. 

 

Ruhig und wenig los?!

Verdächtig ruhig war es in Glon. Dem gemeinen Beobachter in Glon sehen die meisten Wasservögel argwöhnisch entgegen - und wie ruhig und langsam man auch immer gehen mag, sie verlassen irgendwann dann doch alle fluchtartig das Gewässer. Schade, jedoch bedeutet das andererseits, daß man eine gute halbe Stunde Zeit hat, sich einzurichten, Stativ und Spektiv sauber auszurichten und zu warten.

 

Der Grünspecht grüßt

Unser Vogel des Jahres 2014, der in Glon seinen festen Sitz hat, lachte dann irgendwann herüber und war gut in den Bäumen zu beobachten. Er wird das ganze Jahr über bleiben und so ist seine Beobachtung ein fast sicherer Treffer.

 

Jäger in der Grube

Plötzlich taucht ein Feldsperling ins Röhricht ab. Weshalb nur? Pfeilschnell kommt eine Kornweihe herabgeschossen, dreht fast auf der Stelle, greift nach unten - ins Leere. Der Spatz war schneller. Es handelte sich um ein adultes Männchen.

Nach dieser mißlungenen Attacke landet das Männchen auf einem Ast um sein Gefieder ausgiebig zu putzen. Keine 5 Minuten dauert es jedoch, bis die Platzhirsche der Grube, ein Schwarm Rabenkrähen, dem Vogel tatsächlich auf dem Ast selber zu Leibe rücken, so daß dieser die Flucht ergreifen muß.

 

Baden im Schilf

Die Kornweihe fliegt Richtung Schilf und läßt sich dort nieder. Nur seine herrlich leuchtenden Augen sind jetzt noch durchs Fernglas sichtbar. Durchs Spektiv erkennt man dann, was es da unten zu tun gibt: Das Männchen nimmt ein "Vollbad", zumindest lassen die Bewegungen des Vogels und die sichtbaren Spritzer keinen Zweifel daran. Dabei sichert der Vogel ständig.

Im Anschluß geht es nochmals die Grubenränder entlang - beinahe 2 Minuten streicht der herrlich graublaue Vogel die Ränder entlang, hin und her, bis es sich an einer sonnigen Stelle niederläßt. Diese Sequenz konnte gefilmt werden und ist hier zu sehen (Kornweihe im Flug).

 

Bussard auf dem Ast

Auf einem der Büsche am oberen Nordrand der Grube hat sich mittlerweile ein Bussard niedergelassen. Interessanterweise lassen ihn die Rabenkrähen in Ruhe.

Die Mittagszeit naht und ein Schwarm durchziehender Bluthänflinge, erkennbar an dem stark gegabelten Schwanz, belebt die Bäume in Glon.

 

Daten, Daten, Daten

Erstmals war unsere neue Liste zur Beobachtung im Einsatz und bewährte sich hervorragend.

Schnell sind die Strichlein bei den entsprechenden Beobachtungen gemacht. Diese Liste kann hier heruntergeladen werden. Wir bringen allerdings Kopien auch noch am kommenden Vereinsabend mit und verteilen diese.

Einer der Beweggründe, weshalb wir im kommenden Jahr jedes Mitglied bitten, Beobachtungen auf unseren Gebieten zu vermerken und zu melden, ist, daß wir die leidvolle Erfahrung machen mußten, auf Behördenanfragen nicht ausreichend Antwort geben zu können. Aus diesem Grund sollte 2015 vermehrt unter dem Beobachtungs- und Meldeaspekt angegangen werden, denn: jede Maßnahme wird heutzutage nur noch mittels einer sogenannten Datengrundlage entschieden und untermauert.

Aus diesem Grund bitte ich alle, Aktive und Passive, Euch hier einzubringen.

(Stefan Höpfel)

Fön und 10°C
Fön und 10°C
durchziehende Bluthänflinge
durchziehende Bluthänflinge
durchziehende Bluthänflinge
durchziehende Bluthänflinge
durchziehende Bluthänflinge
durchziehende Bluthänflinge
Bussard
Bussard
von weitem gut erkennbar - ein Bussard
von weitem gut erkennbar - ein Bussard
Kornweihe
Kornweihe
Kornweihe
Kornweihe
Kornweihe im Röhricht - stark herangezoomt
Kornweihe im Röhricht - stark herangezoomt
Kornweihe im Röhricht - kaum zu erkennen
Kornweihe im Röhricht - kaum zu erkennen
Kornweihe, adultes Männchen
Kornweihe, adultes Männchen
Kornweihe, adultes Männchen
Kornweihe, adultes Männchen
Grünspecht
Grünspecht
Der Grünspecht - leider sehr kontrastarm
Der Grünspecht - leider sehr kontrastarm
Kenner wissen, was man hier machen kann
Kenner wissen, was man hier machen kann
Die Zugspitze, deren Konturen aufgrund der flirrenden Luft verwischen
Die Zugspitze, deren Konturen aufgrund der flirrenden Luft verwischen
durchziehende Bluthänflinge
durchziehende Bluthänflinge
 


Neues aus der Presse: Wenn die Umwelt der Ökologie zum Opfer fällt

(16.11.2014) Im Essay der Tageszeitung "Die Welt" vom 10.11.2014 schreibt die Präsidentin der Deutschen Unesco-Kommission e.V., Frau Verena Metze-Mangold, über ein offensichtliches Vorhaben, Windkraftanlagen im Biosphärenreservat Pfälzerwald zu errichten.

Dabei nimmt sie Bezug auf einen Artikel des Tübinger Oberbürgermeisters, Boris Palmer (Die Grünen), in derselben Zeitung vom 13.08.2014, in welchem dieser fordert, daß dem Ausbau der Windenergie gesellschaftliche Belange, wie z.B. Ästhetik, untergeordnet werden müssten.

Die Autorin vermerkt, daß bereits heute mehr als ein Viertel des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Sie weist jedoch darauf hin, daß es eine gefährliche Hypothese darstelle, wenn keinerlei Abwägungen hinsichtlich planerischen Entscheidungen mehr getroffen werden würden.

Dabei betont sie darauf, daß Biosphärenreservate vor allem unter dem Gesichtspunkt der "außergewöhnlichen unversellen Werte", die ein Gebiet haben müsse, vergeben werden. Ein solcher Gesichtspunkt könne unter anderem auch der Schutz der "visuellen Integrität" eines Gebietes sein. Sollte diese beeinträchtigt sein, könne die Unesco dem Gebiet den Status entziehen.

Gerade der Pfälzer Wald, als eines der größten grenzüberschreitenden Waldgebiete Westeuropas, besitze einen besonders ökologischen Wert.

Sie schließt mit der Forderung nach einem Dialog auf internationaler Ebene, um die kulturelle Substanz, die Grundlage für Erbe und Identität einer Gesellschaft darstelle, innerhalb einer nachhaltigen Entwicklung der regenerativen Energien, zu berücksichtigen und einzubeziehen.

Den gesamten Artikel findet der geneigte Leser hier: "Wenn die Umwelt der Ökologie zum Opfer fällt"

Als Ergänzung sei hier auch noch auf das Positionspapier zur Windkraft des Landesbunds für Vogelschutz in Bayern e.V. verwiesen.

Zu guter Letzt folgt ein Verweise auf einen LBV-Artikel von Andreas von Lindeiner, der die besondere Gefahr für Vögel ("Vogelschlag") ausgehend von Windrädern thematisiert: "Windkraft und Vogelschutz".

(Stefan Höpfel)


Bus fachmännisch begutachtet - für sehr gut befunden

Hubert untersucht gewissenhaft und fachmännisch
Hubert untersucht gewissenhaft und fachmännisch
Dabei erläutert er verständlich (auch wenn es hier anders aussieht)
Dabei erläutert er verständlich (auch wenn es hier anders aussieht)
Ich gestehe es frei ein - ich liebe unseren Bus!
Ich gestehe es frei ein - ich liebe unseren Bus!

(14.11.2014) Königsbrunn - Nachdem unser 15 Jahre alter Bus seinen letzten Werkstattaufenthalt vor rund 4 Wochen hatte (und wir uns entschieden hatten, diese sehr teure Reparatur zu übernehmen), war unser Mitglied, Hubert Bauer, so nett und begutachtete das blaue Gefährt nochmals eingehend.

Als Mann des Fachs fuhr der den Bus auf die Hebebühne und untersuchte desen von außen, innen und unten. Wir staunten wir nicht schlecht, was man da alles so herauslesen kann.

 

Fazit

Unser Bus ist in einem 1a Zustand - bezogen auf das Alter. Allerdings müsse man sich letzterem bewußt sein und bei der nächsten fälligen Reparatur genau überlegen, ob hier nicht ein Ersatz sinnvoller wäre. 

Der Vorstand wird eine entsprechende "Taskforce Bus" ins Leben rufen, um hier gewappnet zu sein.

(Stefan Höpfel)


November von seiner schönsten Seite

(02.11.2014) Hoffentlich konnte jeder dieses herrliche Wochenende genießen. Ein November mit Spitzenwerten von bis zu 19°C! Wider die Vergänglichkeit mit Sonnenschein! Die Bäume waren dennoch schon merklich kahl und auch in der Vogelwelt tat sich nicht mehr allzuviel.

Umso schöner, das Wochenende nochmals Revue passieren zu lassen und ein paar Eindrücke von unseren Gebieten in Glon und Schwabaich mit in die neue Woche zu geben.

(Stefan Höpfel)

Morgen in Glon - Morgenstille
Morgen in Glon - Morgenstille
...und dann wurde es bald recht kühl
...und dann wurde es bald recht kühl
Nur noch Saatkrähen - die Milane sind weg
Nur noch Saatkrähen - die Milane sind weg
Mäusebussard - JK ??
Mäusebussard - JK ??
Kahle Bäume - Silhouette eines Buntspechts
Kahle Bäume - Silhouette eines Buntspechts
Abendrot in Schwabaich
Abendrot in Schwabaich
Abendrot
Abendrot
Abendstimmung
Abendstimmung
Schwabaich
Schwabaich
Schwabaich
Schwabaich
Zebraspinne
Zebraspinne
Zebraspinne in Glon - leicht erkennbar: das Zick-Zack Netz
Zebraspinne in Glon - leicht erkennbar: das Zick-Zack Netz
Nochmals die vermeintliche Schnatterente
Nochmals die vermeintliche Schnatterente
Wahrscheinlich eine Schnatterente
Wahrscheinlich eine Schnatterente
Bekassine in Glon - man beachte die Maserung des Gefieders
Bekassine in Glon - man beachte die Maserung des Gefieders
Bekassine in Glon
Bekassine in Glon
Bekassine in Glon
Bekassine in Glon
4 Bekassinen verbergen sich hier
4 Bekassinen verbergen sich hier
Der Mond ist aufgegangen
Der Mond ist aufgegangen
 
 

Licca Liber Abschlußveranstaltung IHK Augsburg

Staustufe 23 bis Sohlschwelle 1
Staustufe 23 bis Sohlschwelle 1
Weitmannsee bis Sohlschwelle 2
Weitmannsee bis Sohlschwelle 2
Sohlschwelle 3-5
Sohlschwelle 3-5
Auensee bis Stauwurzel Hochablass
Auensee bis Stauwurzel Hochablass
Stadtgebiet Augsburg
Stadtgebiet Augsburg

(21.10.14) Augsburg - Das Projekt "Licca Liber", der freie Lech, feierte heute nach eineinvierteljähriger Konsultation unter Einbeziehung von Experten, Laien, Interessengruppen und Bürgern den Abschluß der ersten Phase, den sogenannten Entwicklungsprozeß. Dieser bestand immerhin aus 5 Workshops mit rund 90 Teilnehmern und der in Augsburg und Umgebung sicher gut erinnerlichen Online-Befragung.

Hernach soll es dann in den Entwicklungsplan 2015 gehen.

Herr Neumeier vom Wasserwirtschaftsamt Donauwörth führte zusammen mit der österreichischen Agentur "Tatwort" durch die Veranstaltung.

 

Umfassende Betrachtung

Bei der Evaluierung mußten unterschiedliche, teilweise sich widersprechende, Interessen unter einen Hut gebracht werden. Offensichtlich gelang dieses, so daß die Felder

  • Grundwasserversorgung
  • Naturschutz
  • Nutzer und Anrainer
  • Wasserkraft
  • Freizeit & Erholung

 abgedeckt wurden.

 

Online Befragung

Gegen Ende der Phase der Workshops wurde dann in Augsburg, Mering, Kissing und Königsbrunn die Bevölkerung mittels einer wohldurchdachten Online-Befragung nach ihrer Meinung gefragt.

Dabei betonten die Planer der Umfrage, daß rund 7.000 Teilnehmer mit einer Rückläuferquote von knapp 4% als sehr gut betrachten - sie hätten bei vergleichbaren Projekten in anderen Städten selten höhere Ergebnisse erzielt.

Aus Sicht des LBV seien hier zwei Zahlen erwähnenswert: 88% der Befragten sprachen sich für ein Zonierungskonzept, als ein Areal, das zeitlich beschränkt betretbar ist, aus.

54% der Teilnehmer, unabhängig ob zu den Naturverbundenen oder den Naherholungssuchenden zugerechnet, lehnten ein Wasserkraftwerk innerhalb des Naturschutzgebietes ab. >>>hier geht es zu den Ergebnissen der Online Befragung.

 

Man darf davon ausgehen, daß Fachwörter oder Fachsprache innerhalb dieser Online Befragung von den Teilnehmern verstanden worden sein müßte, zumal zu jeder Frage je eine Erklärung via Mouse-over Funktion angezeigt wurde.

 

Vorschläge zur Veränderung

Die Vorschläge werden in Kürze auf Homepage von flussdialog-liccaliber.de veröffentlich.

Hier seien die Interessantesten Aspekte in aller Kürze hervorgehoben. Unterhalb der Lechstaustufe 23 soll die heutige Solschwell knapp hinter den Austritt des Wassers gelegt werden und das Ostufer aufgeweitet werden (siehe Bild 02).

Da der Weitmannsee leider nicht in das Konzept mit einbezogen wird (als Grund wird hier der Brunnen Kissings genannt), wird die Uferausweitung auf der Westseite geschehen (siehe Bild 03) 

Der Abschnitt zwischen Weitmannsee und Auensee stellt die größte Herausforderung dar, zumal hier im Osten Kissing nahe an den Lech angrenzt und im Westen der Fassungsbereich der Augsburger Trinkwasserbrunnen sich befindet. Insofern ist an eine Aufweitung des Westufers gedacht, jedoch muß dieses hinsichtlich seiner Auswirkungen auf das Trinkwasser noch untersucht werden (siehe Bild 04).

Vom Auensee abwärts bis zum Hochalass gibt es ebenso Herausforderungen, wie z.B. die Tatsache, daß der Kies im Flußbett (Flußkilometer 50,4) nicht mehr vorhanden ist und das Wasser, auf eine Strecke von rund 300 Metern, direkt an der Flinzschicht nagt. Eine Aufweitung der Ufer im Osten ist angedacht, eine Einbindung des Kuhsees, immerhin ein Altwasserarm des Lech, leider nicht möglich (siehe Bild 05).

 

Ausblick

Bis Ende 2014 wird seitens des WWA Donauwörth Aspekte, wie z.B. der Geschiebetransport, untersucht werden. Dann, das ganze Jahr 2015 hindurch, soll der Entwicklungsplan geschmiedet werden. Danach ist der Lech zwar immer noch so, wie wir ihn kennen, aber dann steht hoffentlich alles und es kann endlich losgehen.

Herr Neumeier betonte, daß während aller weiteren Phasen sowohl die Interessengruppen als auch die Bevölkerung eng eingebunden und informiert werden.

Der Autor, der in mehreren Workshops mit dabei war, empfand die Vorgehensweise stets als offen und konstruktiv.

(Stefan Höpfel)


Große Reparatur am Bus - Wieder einsatzbereit!

Wagen aufgebockt; Reifen entfernt der Motor liegt frei
Wagen aufgebockt; Reifen entfernt der Motor liegt frei
Der Einbau des Motorblocks nahm mehr Zeit in Anspruch als gedacht
Der Einbau des Motorblocks nahm mehr Zeit in Anspruch als gedacht
5 Mann waren nötig beim Einbau mitzuhelfen
5 Mann waren nötig beim Einbau mitzuhelfen
Nahaufnahme der Antriebswelle mit deutlich sichtbaren Abnutzungsspuren
Nahaufnahme der Antriebswelle mit deutlich sichtbaren Abnutzungsspuren
Anblick der Antriebswelle
Anblick der Antriebswelle
Die Kupplung vor der Öffnung
Die Kupplung vor der Öffnung
Einmal der gesamte Anblick - kaum zu glauben, daß man das wieder zusammensetzen kann
Einmal der gesamte Anblick - kaum zu glauben, daß man das wieder zusammensetzen kann
Die Ölwanne ist abmontiert und fertig zum Abdichten
Die Ölwanne ist abmontiert und fertig zum Abdichten
Motorblock mit gut sichtbarer Kupplung
Motorblock mit gut sichtbarer Kupplung
Die Ursache allen Übels - die Kupplung
Die Ursache allen Übels - die Kupplung
Motorblock am Mini Kran
Motorblock am Mini Kran
Der Wagen ohne Motor
Der Wagen ohne Motor
Der Motorblock kurz vor dem Ausbau
Der Motorblock kurz vor dem Ausbau
...das muß jetzt alles raus
...das muß jetzt alles raus
Kühler und Front sind abmontiert
Kühler und Front sind abmontiert
Panorame während des Einbaus
Panorame während des Einbaus
 
 

(09.10.14) Was wäre ein Verein ohne seine Mitglieder? Was wäre ein Verein ohne seine Aktiven, die von Einsatz zu Einsatz eilen und nur beim gemeinsamen Essen zum Abschluß verweilen? Aber, mal ehrlich: was wären wir ohne unser blaues Schnauferl?


Unserem 15 Jahre alter Bus versagte die Kupplung während des letzen Arbeitseinsatzes in Schwabaich.

 

Aufwandsrelation Kosten zu Restwert

Nun gut, nach 203.000 Kilometern darf so etwas passieren, nur stellte sich sofort die Frage der Relation zwischen Reparaturaufwand zu den Kosten.

Es herrschte allerdings sehr schnell Einigkeit während unserer letzten Vorstandssitzung, daß wir dieses Mal die Reparatur durchführen lassen müssen. Der Restwert unseres Busses beträgt noch runde 4.000 EUR. Die Reparatur wurde auf 2.000 EUR veranschlagt. Das ist schon ein starker Brocken.

Die Schäden

Die Kupplung war komplett am Ende. Sie mußte ausgewechselt werden. Das Problem dabei war, daß es sich um einen Syncro handelte. Das bedeutet für die Werkstatt, daß der Motor komplett ausgebaut werden muß. DAS machte die Sache teuer und langwierig.

Danach wurden die Leckagen am Getriebe und an der Servolenkung abgedichtet. 

Dann entdeckte die Werkstatt, daß unsere Pedale im Führerhaus angebrochen waren. Herr Sturm, der Besitzer des Autohauses, löste dieses Problem pragmatisch und schweißte die bestehenden Pedale wieder in richtiger Position.

Zum Abschluß wurde noch das Gebläse für die Fahrgastzelle untersucht und wieder aktiviert.

Unser Dank an das Autohaus Sturm

Dem Autohaus Sturm gebührt hier unser Dank, da sich Herr Sturm wirklich intensiv um das Fahrzeug gekümmert hat. Mit seinen drei Söhnen schaffte er die Reparatur innerhalb von 2 Arbeitstagen. Außerdem dürfen wir hinsichtlich der Kosten recht froh sein, da wir hier vom Autohaus Sturm sehr fair behandelt wurden.

Wer übrigens einmal eine herrliche Traktorausstellung sehen möchte, der begebe sich in den Schauraum des Autohauses Sturm in der Gebrüder Frisch Straße 7 in Kissing.

(Stefan Höpfel)


Herbstimpressionen 2014

Melancholie. Herbst ist die Zeit, in der uns diese Stimmung wieder und wieder befällt. Erinnerungen an den Sommer, an warme Tage, an den im Gang befindlichen Rückzug unserer Zugvögel - all das dürfte dem Einen oder Anderen derzeit passieren.

Antworten wir mit ein paar Bildern unserer Vereinsmitglieder und mit den Zeilen von Joseph von Eichendorff

"Der Abschied"  

 

O Täler weit, o Höhen,

O schöner, grüner Wald,

Du meiner Lust und Wehen

Andächt'ger Aufenthalt!

Da draußen, stets betrogen,

Saust die geschäft'ge Welt,

Schlag noch einmal die Bogen

Um mich, du grünes Zelt!

 

Wenn es beginnt zu tagen,

Die Erde dampft und blinkt,

Die Vögel lustig schlagen,

Daß dir dein Herz erklingt:

Da mag vergehn, verwehen

Das trübe Erdenleid,

Da sollst du auferstehen

In junger Herrlichkeit!

 

Da steht im Wald geschrieben

Ein stilles, ernstes Wort

Von rechtem Tun und Lieben,

Und was des Menschen Hort.

Ich habe treu gelesen

Die Worte, schlicht und wahr,

Und durch mein ganzes Wesen

Wards unaussprechlich klar.

 

(Die letzte Strophe fehlt absichtlich)

(Stefan Höpfel)

 

 


Unsere Klimaschutzpolitik wird zur Hauptgefahr für die biologische Vielfalt

 

(Die Welt, 19.8.14)  Im Essay der Tageszeitung "Die Welt" geht der Autor, Fritz Vahrenholt, auf einen kürzlich in derselben Zeitung erschienenen Artikel ein, der die Zerstörung der Natur durch die Energiewende beschrieb.

Dabei geißelt er die einseitige Parteinahme des grünen Oberbürgermeisters von Tübingen, Boris Palmer, pro Energiewende. Der Autor führt - Vermaisung der Landschaft und Flächenverbrauch durch regenerative Energien flankiert - die Auswirkungen auf die Artenvielfalt an. So nennt er den sehr hohen Rückgang an Brutvogelarten in den letzten 20 Jahren als eine der direkten Auswirkungen (von den 115 häufigsten Brutvogelarten verzeichneten 51 einen signifikanten Rückgang).

Er zitiert den Leiter des Biosphärenreservats Schorfheide, Martin Flade, der von einem "Biodiversitäts-Desaster" spricht. Monokulturen verhindern ein ausreichendes Nahrungsangebot an Insekten, Feldbearbeitungen in rascher Folgen lassen keine Aufzuchtzeiten zu und der Flächenverbrauch von Windkraftanlagen zerschneide Lebensräume bzw. gefährde fliegende Tiere. So stellt er am Beispiel von Fledermäusen dar, daß diese zwar intelligent genug seien, zwischen zwei Rotorblattdurchgängen den richtigen Augenblick abpassen könnten, jedoch durch den Unterdruck, der sich hinter einem solchen Blatt bildet, mit zerfetzten Lungen krepieren müssen. 200.000 tote Fledermäuse an Windkraftanlage habe man jährlich aufgefunden.

 

Er bezieht sich im letzten Teil seines Artikels auf die Wirkungslosigkeit von CO2 Emissionen in Europa, die börslich frei gehandelt werden und das Problem der Emissionen lediglich in andere Länder verlagern würden, die diese "grünen" Zertifikate dann kauften. Er schließt mit der Fragwürdigkeit des ansteigenden Temperaturmodells und warnt vor weiterer Zerstörung der Umwelt, insbesondere des Waldes, im Namen der Energiewende. Den vollständigen Artikel lesen Sie hier. 


Zahnpastaperlen als Giftschwämme

 

Die Tageszeitung "Die Welt" enthält in ihrer Ausgabe vom 19.August 2014 zwei lesenwerte Artikel. Der eine Artikel aus der Rubrik "Wissen" befaßt sich mit der Zunahme an Mikropartikeln aus Plastik in Gewässern und somit in Lebewesen . Dabei wird eine Studie benannt, die entlang der Donau stattfand. Hier seien teilweise mehr Plastikpartikel (317) als Fischlarven(275 je 1000 Kubikmeter Wasser festgestellt worden. Weiters benennt der Artikel die Poblemetik von Klärschlamm, der als Trockenmasse auf die Felder ausgebracht wird und Nanopartikel in erheblichem Umfang enthält.

Diese Kunststoffpartikel seien hydrophob und somit im Verhalten der eines Schwammes ähnlich. Eine ideale Ausgangssituation um Pestizide, wie DDT, polychlorierte Biphenyle und polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe anzuziehen und zu speichern.

 

Im letzten Drittel des Artikels geht es um die Problematik der betroffenen Tierarten. Hier seien vorrangig Organismen betroffen, die filtrierend Nahrung zu sich nähmen. So seien Entzündungsreaktionen oder Reizungen gerade bei Muscheln erklärlich.

 

Der Artikel schließt mit der unbekannten, jedoch langen, Zersetzungszeit von Kunststoffen und dem Fehlen von verläßlichen Daten, die dieses zunehmende Problem quantifizieren könnten. Den kompletten Artikel lesen Sie hier.


AK Flächenbetreuung

Gasthof Deutsches Haus in Langerringen
Gasthof Deutsches Haus in Langerringen
Gennach: Feuchtmulden und Galloway Rinder
Gennach: Feuchtmulden und Galloway Rinder
Uwe Görtz erklärt "sein" Schutzgebiet
Uwe Görtz erklärt "sein" Schutzgebiet
Eine illustre Gruppe - 26 Vertreter aus ganz Bayern
Eine illustre Gruppe - 26 Vertreter aus ganz Bayern
Höhepunkt: ein Schwarzstorch!!
Höhepunkt: ein Schwarzstorch!!
Das Gebiet Schwabaich nach Westen
Das Gebiet Schwabaich nach Westen
kurzer Aufenthalt im Schatten auf dem Weg zum oberen Weiher
kurzer Aufenthalt im Schatten auf dem Weg zum oberen Weiher
der nördlichste Weiher - vor einem Jahr erst wieder hergerichtet
der nördlichste Weiher - vor einem Jahr erst wieder hergerichtet
Exkursion nach Schwabaich zum Burghofweiher
Exkursion nach Schwabaich zum Burghofweiher
Herr Hotzy referiert über Landschaftspflege und Möglichkeiten des Grunderwerbs
Herr Hotzy referiert über Landschaftspflege und Möglichkeiten des Grunderwerbs
Martin Trapp präsentiert die Schutzgebiete der KG Augsburg
Martin Trapp präsentiert die Schutzgebiete der KG Augsburg
Frau Römhild, Hilpoltstein, begrüßt die Gäste
Frau Römhild, Hilpoltstein, begrüßt die Gäste
Dank und abschließende Worte bei 30 Grad im Schatten
Dank und abschließende Worte bei 30 Grad im Schatten

Am 19.07.2014 fand das diesjährige Treffen des AK Flächenbetreuung in Langerringen im Landkreis Augsburg statt.

Aus 11 Kreisgruppen waren 26 Teilnehmer zu der Tagung mit anschließender Exkursion angereist.

Auf der Tagesordnung standen aktuelle Informationen zur Agrarpolitik und Landschaftspflege, sowie der Grunderwerb des LBV durch Ralf Hotzy. Dr. Martin Trapp, Vorsitzender der Kreisgruppe Augsburg, gab einen Überblick über die Aktivitäten im Landkreis Augsburg und Josef Willy stellte die Aktivitäten im nahegelegenen Breiten Moos vor. Am Nachmittag fand die Exkursion in die LBVGebiete "Teichanlage Schwabaich" und ins "Gennachmoos" statt.

 

Aktuelles aus dem Referat

Ralf Hotzy berichtete über den Stand der Agrarreform und die Auswirkungen auf die Arbeit der Flächenbetreuer. Zahlreiche Nutzungsvereinbarungen und Pachtverträge mit Landwirten müssen Ende des Jahres voraussichtlich neu abgeschlossen werden. Hingegen könnte es Erleichterungen bei der Landschaftspflegerichtlinie geben. Positiv aufgenommen wurde die Genehmigungspflicht für Grünland in Bayern, die seit Anfang Juni 2014 gilt. Ralf Hotzy wies auch auf die Möglichkeit hin, Projekte und Ankäufe über Ausgleich und Ersatzgelder der Landkreise zu finanzieren. So könnten bis zu 100% Förderung möglich sein. In der Diskussion ging es unter anderem darum, ob auf LBV-Flächen eine Festmistdüngung möglich ist. Diese wäre nach Einschätzung einiger Flächenbetreuer oftmals notwendig, um die Artenvielfalt zu erhalten und nicht durch Ausmagerung artenarmen Großseggenrieder und Feuchtbrachen zu erhalten. Ralf Hotzy bestätigte dies und empfiehlt diese Thematik im Einzelfall mit der Unteren Naturschutzbehörde zu klären. Auch gilt Beweidung nicht als Düngung und kann daher unter Umständen eine Lösung sein. Anschließend wurden die aktuellen Ankäufe des LBV vorgestellt. Unter anderem sollen im Lkr. Dillingen im Rahmen einer Flurneuordnung bis zu 30 ha Moorfläche erworben werden.

 

Aktivitäten der Kreisgruppe Augsburg

Dr. Trapp erklärte in seinem Vortrag die neue Arbeitsstrategie und die Schwerpunkte der Augsburger Kreisgruppe. Ein Streifzug durch die LBVGebiete im Landkreis zeigte besonders eindrucksvoll die Vielfalt der Aktivitäten z.B. im Amphibienschutz in der Tongrube Glon oder die geplante Wasserbüffelbeweidung in Allmanshofen.

Aber auch die Schwierigkeiten der Pflege und Betreuung wurden nicht verschwiegen, so wird nun z.B. die in Vergessenheit geratene Sandgrube Bachern wieder in die Pflege aufgenommen und Zug um Zug freigestellt. Besonders hervorzuheben ist das Pflegeprojekt an den Lechdämmen der Staustufe 21 im Landkreis Landsberg/Lech.

Diese Flächen werden seit vielen Jahren von der KG Augsburg in mühevoller, aber aus Artenschutzsicht erfolgreicher, Streifenmahd gepflegt. Bemerkenswert ist die gute Beteiligung von ca. 30 Aktiven an den Pflegeeinsätzen. Diese Pflegefläche kann nun auf einem weiteren ca. 2 km langen Dammabschnitt ausgedehnt werden.

 

Flächenmonitoring im Breiten Moos

Josef Willy von der Kreisgruppe Landsberg/Lech stellte den Teilnehmern das LBVGebiet Breites Moos vor. Hier besitzt der LBV knapp 24 ha Eigentumsflächen im Moor und Streuwiesen im Umkreis. Seit 1995 engagiert sich die Kreisgruppe Landsberg/Lech in dem Gebiet. Mit dem Artenhilfsprogrammes Hochmoorgelbling konnten die Optimierungsmaßnahmen und der Grunderwerb verstärkt werden. Seitdem ist das Gebiet ein erfolgreicher Arbeitsschwerpunkt der Kreisgruppe, die regelmäßig PflegeEinsätze zur Entbuschung der Moorflächen und Mahd der Streuwiesen durchführt. Aktuell wird im Rahmen eines GlücksSpiraleProjektes ein Monitoring zur Anpassung des Pflegemanagements bzw. zur Erstellung eines differenzierten Pflegekonzeptes für die LBVGrundstücke im Breiten Moos erstellt.

 

Beweidungsprojekt Schwarzachwiesen

Über das Finanzierungsinstrument GlücksSpirale konnte 2013 eine Machbarkeitsstudie für ein Beweidungsprojekt realisiert werden. Es wurden die Hintergründe erläutert, die zur Planung der Beweidung führten. So hat der LBV in der Talaue der Schwarzach (Lkr. Neumarkt i.d.Opf. und Roth) seit den 80er Jahren im Rahmen eines Projektes ca. 50 ha Grunderwerb getätigt. Das Gewässer wurde in diesem Bereich umfassend neu gestaltet, Flussmäander und Uferabflachungen angelegt. Aber auch die Optimierung der gesamten Aue durch Anlage von Seigen für Wiesenbrüter war ein Aspekt. Im Laufe der Jahre kam es jedoch durch die Pflege zu einer Artenverarmung der Wiesen und das Freihalten der Flutmulden gestaltete sich zu einem finanziellen und organisatorischen Problem. Als langfristige Lösung wurde in Absprache mit den Naturschutzbehörden die Beweidung der Talaue geplant. Nach Vorliegen der Machbarkeitsstudie kann noch 2014 mit dem Aufbau der Weideinfrastruktur begonnen werden, damit 2015 der Weideauftrieb stattfinden kann.

 

Exkursion (Dr. Martin Trapp, Uwe Görtz)

Das erste Exkursionsziel war die Teichanlage Schwabaich, die der LBV KG Augsburg von der der Gemeinde Langerringen 1994 übernahm. Der dortige Flächenbetreuer Uwe Görtz erklärte die Historie und die aktuellen Besonderheiten der Teichanlage, die noch vor 20 Jahren nahezu baumfrei war und intensiv bewirtschaftet wurde. Auch die Ornithologen kamen hier voll auf ihre Kosten, so konnten neben Rostgans, Graureiher, Grauschnäpper, Schwarzmilan auch ein Schwarzstorch beobachtet werden.

Trotz der drückenden Hitze von ca. 30°C wurde noch ein zweiter Exkursionspunkt, das Gennachmoos, angefahren. Dieses Extensivwiesengebiet wird durch den Landschaftspflegeverband betreut und wird mit Gallowayrindern beweidet.

(Julia Römheld, LBV Hilpoltstein)


Jedem Dorf seinen Weiher und weiteres aus der Presse

(14.07.2014) Die Wochenzeitung "Die ZEIT" hatte in ihrer Ausgabe No. 28 gleich 3 LBV-relevante Themen zu bieten.

Unter dem Titel "Jedem Dorf seinen Weiher" wurde die Forderung nach Biodiversität des mittlerweile emeritierten Professor Berthold erinnert. Den beständigen Artenrückgang vor Augen faßte er Ende der 80er Jahre den Plan neue Lebensräume für Flora und Fauna zu schaffen. Unterstützt wurde er dabei durch seinen Freund Heinz Sielmann. Der Artikel geht auf den Artenrückgang, den Plan zum Bau eines Biotopverbundes, Kosten eines bundesdeutschen Konzepts und die heutige Situation rund um den ersten Weiher in Billafingen am Bodensee. >>>Hier geht's zum Artikel

 

Rettung der Feldlerche - möglich?

Biomasseproduktion und Landwirtschaft gegen den Artenschutz. Erstere obsiegt gegen letztere. 15 von 20 typischen Vogelarten, die sich in landwirtschaftlichen Nutzräumen ansiedeln, seien im Rückgang befindlich. Es werde, so der Artikel weiter, allerdings auch erforscht, ob sich intensive Nutzung mit Artenschutz arrangieren kann. Dabei wird ein ernüchternder Schluß gezogen: Maßnahmen, um bestimmte Arten zu schützen seien bekannt und - teilweise bestens - beschrieben. Die Umsetzung jedoch scheitere an Geld, Personal und vor allem Halbherzigkeit. Hier der Link auf den ganzen Artikel.

 

Neonicotinoide - das Gift, das Vögel verhungern lässt

Der Artikel nimmt Bezug auf das Moratorium der EU zum Einsatz von Neonicotinoiden, um die Auswirkungen auf Bienen zu untersuchen. Gleichzeitig jedoch thematisiert der Artikel die verheerenden Auswirkungen dieser - bereits im Saatgut eingebeizten - Insektizide auf die Vogelwelt. >>>Den ganzen Artikel gibt es hier.  

 

Sex in der Zone

Der Artikel beschreibt die Trennung der Arten Corvus Corone und Covus Cornix in hie (=Westen & Süden) und dort (=Ost & Nord) .

Dabei gebe es eine engumgrenzte Hybridzone, in der sich beide Arten, teilweise sogar mit fruchtbaren Hybriden, paaren würden. Der Artikel versucht eine Erklärung zu geben, weshalb die Unterarten sich nicht viel stärker miteinander vermengen. Letztlich schließt der er damit, daß es sich bei dieser "assortativen Partnerwahl" wohl um einen Prozess handelt, der die Grenze (oder Abgrenzung) eher noch verstärken anstelle aufweichen wird. >>>Hier der Link zum kompletten Artikel.

(Stefan Höpfel)


Gebäudebrüterkongress in München

Der Mauerseglerturm
Der Mauerseglerturm
Vorbildlich! Ein solcher Hinweis schafft Bewußtsein
Vorbildlich! Ein solcher Hinweis schafft Bewußtsein
Auch direkt über einem Fenster stellen diese Einfluglöcher kein Problem für die Hausbewohner dar
Auch direkt über einem Fenster stellen diese Einfluglöcher kein Problem für die Hausbewohner dar
Frau Weber erklärt den vorherigen Zustand
Frau Weber erklärt den vorherigen Zustand
Gemeinsam mit einem Vertreter der Wohnungsbaugesellschaft wird das Projekt erläutert
Gemeinsam mit einem Vertreter der Wohnungsbaugesellschaft wird das Projekt erläutert
Karl Lipp Straße - Mauerseglerkästen unter dem Putz
Karl Lipp Straße - Mauerseglerkästen unter dem Putz
Die Exkursionsteilnehmer zusammen mit Herrn Kaiser
Die Exkursionsteilnehmer zusammen mit Herrn Kaiser
unauffällig und gut gemacht - neue Bleibe für die Vögel
unauffällig und gut gemacht - neue Bleibe für die Vögel
Hedwigstraße - von weitem sind die Einfluglöcher nicht zu sehen
Hedwigstraße - von weitem sind die Einfluglöcher nicht zu sehen
und mit einer Akkustikanlage versehen
und mit einer Akkustikanlage versehen
10 Meter Höhe
10 Meter Höhe
....ist da auch was drin?
....ist da auch was drin?
LBV in Zusammenarbeit mit der Wohnungsbaugesellschaft
LBV in Zusammenarbeit mit der Wohnungsbaugesellschaft

 

(12.07.2014) Der LBV Kreisgruppe München lud am 04.07.14 zu einem bayernweiten Gebäudebrüterkongress im Ökologischen Bildungszentrum ein. Dieser vermittelte den Teilnehmern neben rechtlichen Grundlagen des Gebäudebrüterschutzes auch die Besonderheiten der Gebäudebrüter, mögliche Schutzmethoden sowie gestalterische und technische Umsetzungen von Maßnahmen zu Erhalt, Ersatz und Neuschaffung von Lebensraum. Eingeladen waren neben aktiven Naturschützern auch Architekten und Behördenvertretern.

 

Was ist machbar?

In seiner Begrüßung äußerte sich der stellvertretende Vorsitzende des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern, Professor Leppelsack, daß sich die Stadtökologie in immer stärkerem Maße sich der Herausforderung stellen muß, Lebensgrundlagen zu schaffen im Spannungsfeld von energetischer Haussanierung und "Beliebtheitsskalen" der jeweiligen Gebäudebrüter.

Also heißt das Motto: was ist eigentlich möglich?

 

Rechtliche Grundlagen

Gebäudebrüter, wie z.B. Schleiereule, Hausrotschwanz, Haussperling, Mauersegler, Schwalben und Storch sind durch das Bundesnaturschutzgesetz mittels eines besonderen Artenschutzes geschützt.

Hierbei gibt es den Tierschutz am Bau, den Tierschutz durch die Flora-Fauna-Habitat (FFH) Regelungen und dem allgemeinen Vogelschutz. Dabei besteht ein Tötungs-, Störungs- und Schädungsverbot. Doch bereits hier stellt sich die Frage, was denn eigentlich eine "erhebliche" Störung sein kann? Das wäre zum Beispiel, wenn der Fortpflanzungserfolg, einer große Population oder einer wiederkehrend genutzte Fortpflanzungsstätte gefährdet ist.

Somit kommen sogenannte Vermeidungsmaßnahmen ins Spiel. Das bedeutet, daß eine Einrüstung eines Gebäudes ab den letzten Wochen im April bis - auf jeden Fall - Ende Juli untersagt ist und somit eine Sanierung oder ein Neubau nicht zulässig ist.

Als Abhilfe können sogenannte Continous Ecological Functionality (CEF) Maßnahmen, wie z.B. Schaffung von Mauernischen vor Beginn der Sanierungen (festgelegt im §44 Abs. 5 Satz 3 des BNatSchG) geltend gemacht werden oder aber, bei der Sanierung öffentlicher Gebäude ein sogenannter Favourable Conservation Status (FCS) Maßnahmen, wie z.B. die Nutzung des Kirchturmes der Nachbargemeinde oder die Schaffung von künstlichen Nestern.

Dabei kommt den Naturschutzverbänden beratende, der Unteren Naturschutzbehörde ahndende und der oberen Naturschutzbehörde genehmigende Bedeutung zu. Geahndet werden können unterlassende Maßnahmen auch für alle, die einen Verstoß billigend in Kauf nehmen.

Leider ist jedoch der Artenschutz eigenverantwortlich vom Bauherrn zu beachten, wobei man sich denken kann, daß Vielen schlichtweg das Bewußtsein hierzu fehlt.

 

Was tun für Gebäudebrüter?

In ihrem sehr fundierten Vortrag, ging Frau Sylvia Weber vom LBV KG München, im Anschluß auf die konkreten Maßnahmen für Gebäudebrüter ein. Gebäudebrüter sind Kulturfolger, die nur im Zusammenhang mit menschlicher Besiedelung möglich sind und sich durch eine ausgewiesene Ortstreue auszeichnen. Sie beklagte einen schleichenden Rückgang an Quartieren, der insbesondere durch die energetische Sanierung und die zunehmende Aversion gegen Tiere im und am Bau hervorgerufen wird.

Grundlage eines jeden Projektes sind Daten. Also konkrete Kartierungen und das Wissen um Brutstätten. Unerläßlich dabei auch, die Bekanntheit bei und der Austausch mit den jeweiligen Behörden. Weiß man rechtzeitig Bescheid, so Frau Weber weiter, kann man Einfluß auf den Bauverlauf nehmen und z.B. eine Baumaßnahme zeitlich so legen, daß die Sanierung quasi von oben nach unten (komplett anders, als dieses normalerweise erfolgen würde) geschieht. Auch könnte man mit den Behörden Sonderbauten planen, die dann als Ausgleichsmaßnahmen, realisiert werden.

Als Beispiel nannte sie Schwalbentürme (vorhanden in München und Nürnberg) oder den Bau einer sogenannten Schwalbenwand, einer "falschen" Dachwand an einer glatten Hauswand.

Grundsätzlich jedoch - vor allem aufgrund der Ortstreue der Tiere - gelte: Erhalt vor Ersatz. Sollte ausschließlich ein Ersatz möglich sein, dann sollte dieser etwa doppelt soviel Raum bieten, als dieses ohne Ersatz nötig wäre.

 

Die Sicht des Architekten - energetische Sanierung

Aus Sicht des Architekten stellt der Einbau eines Mauernistkastens eine Herausforderung dar. So ist er doch eine künstliche Wärmebrücke dar. Erschwerend für den Architekten käme eine fehlende Normierung hinzu, die dann im Zweifel dazu führen könnte, daß Gewährleistungen hinsichtlich möglicher Bildung von Schwitzwasser etc. zum Streit führen. Es gibt allerdings sehr wohl Lösungen, die im gesamten betrachtet, aufgrund ihrer geringen Fläche (bezogen auf die gesamte Sanierung), keine wirkliche Beeinträchtigung einer energetischen Sanierung darstellen.

 

Der Mauersegler - Kaiser

Höhepunkt des Tages war eindeutig der Vortrag des sogenannten Kaisers der Mauersegler, Herrn Kaiser aus dem hessischen Kronberg. So befinden sich an seinem Haus alleine 47 Nistkästen für Mauersegler.

Er hob die enorme Ortstreue der Vögel hervor, aber auch deren Schwierigkeiten, als spät ziehende Art, des öfteren einen Staren im Kasten vorzufinden.

So konnte er über 17 Jahre hinweg beobachten, daß ein und derselbe Vogel in sein Vorjahresnest zurückkehrte. Deshalb empfiehlt er den Einbau einer einfach herzustellenden Starensperre am Eingang des Kastens.

Diese hat die Maße: L: 10 cm; B: 10 cm; H: 33 mm (!). Weiters hob er hervor, daß entgegen landläufiger Meinung, Mauersegler beim Einflug nicht koten und keine Schmelzspuren hinterlassen.

Zu beachten ist auch eine gute Belüftung des Nistkastens. Der Nistkasten sollte möglichst nicht dem prallen Sonnenlicht ausgesetzt sein und soll eine maximale Innentemperatur von 31° nicht übersteigen.

Sein Haus mit so vielen Nistkästen ist sicherlich die absolute Ausnahme - hat unter anderem schon den Bayerischen Rundfunk dazu gebracht, bei ihm Film- und Tonaufnahmen zu machen - jedoch zeigt es, daß es durchaus eine gute, friedliche Koexistenz von Mensch und Gebäudebrüter gibt.

 

Exkursion

Den Abschluß des Tages machte dann eine gemeinsame Exkursion an 3 ausgewählte Stellen in München, die als herausragendes Beispiel dienen können, wie man Gebäudesanierung und Erhalt des Lebensraumes der Tiere bewerkstelligen kann.

 

Der Mauerseglerturm

Zunächst ging es zum ehemaligen Olympia Reitstadion, das bis zu seinem Abriß im Jahr 2008 gerade Mauerseglern ein hervorragendes Heim bot. Mittels des Baus eines eigenen Mauerseglerturms konnte dieses Heimstätte erhalten bleiben und wird seitdem durch die Vögel sehr gut angenommen. Um zu gewährleisten, daß die Tiere bei ihrer Wiederkehr im nächsten Frühjahr die neue Bleibe finden, wurde eigens eine Akkustikanlage als Lockmittel eingebaut. Das half und so konnte diese bereits schon im nächsten Jahr bereits wieder abgeschaltet werden.

 

Hedwigstraße 19

Während der energetischen Dachsanierungsarbeiten wurde unter der Traufe eine Blechverblendung mit Einflugöffnungen für Mauersegler eingebaut. Wird man nicht explizit hierauf hingewiesen, so übersieht man diese gelungene Maßnahme vollständig. Beim Bau wurde besonders die Einrüstung beachtet, so daß hier tatsächlich von oben nach unten gearbeitet wurde.

 

Karl-Lipp Straße 10

Das letzte Glanzstück einer gelungenen Zusammenarbeit zwischen Hausverwaltung, Hausbewohnern und LBV wurde den Exkursionsteilnehmern an einer Komplettsanierung einer Wohnanlage gezeigt.

Hier war Überzeugungsarbeit und Information offensichtlich der Schlüssel zum Erfolg, denn die eingebauten Mauerseglerkästen - ebenfalls unter der Traufe - sind nicht nur kaum ersichtlich, sondern unter dem energetischen Mauerputz angebracht.

Eine Verunreinigung, weder am Putz noch auf den Simsen konnten wir entdecken. Das gute Verhältnis zwischen Naturschutz und Wohnungsbauverwaltung wurde dadurch unterstrichen, daß ein Vertreter der Wohnbaugesellschaft mit vor Ort war und die Maßnahmen erläuterte.

 

Weitergehende Informationen

Sollten Fragen zum Gebäudebrüterschutz anfallen, so bietet die Homepage des LBV Kreisgruppe München mit der Leiterin des Arbeitskreises Gebäudebrüter, Frau Sylvia Weber, Information und Beratung. Hier der Link auf die Homepage.

(Stefan Höpfel)

Präsentation - rechtliche Grundlagen
Präsentation - rechtliche Grundlagen
Präsentation - Artenschutz an Gebäuden
Präsentation - Artenschutz an Gebäuden

Horror vom Himmel - Saatkrähenkolonien erscheinen als Plage

Saatkrähenkolonie - im Englsischen "a crow parliament"
Saatkrähenkolonie - im Englsischen "a crow parliament"

(29.06.2014) In der heutigen Ausgabe der Welt am Sonntag wird die, in manchen Städten als Plage empfundene, Zunahme der Saatkrähen thematisiert.

Dabei geht der Artikel auf die konkrete Situation in Laupheim ein, um sich später auf Abschreckungsmaßnahmen mittels Drohne & Co. - wie in Soest eingesetzt - zu beziehen.

Eine Stellungnahme des Landesbundes für Vogelschutz wird ebenso erwähnt, als auch Franz Bairlein, Leiter der Vogelwarte auf Helgoland und gebürtiger bayerischer Schwabe, zitiert.

Der Artikel geht auf die Zunahme der Rabenvögel in den Städten ein, versucht diese Zunahme zu erklären und schließt mit der sagenhaften Intelligenz dieser Vögel.

Bei Interesse kann man diesen Artikel in der Onlineausgabe hier nachlesen.

(Stefan Höpfel)


Der Mann und der Müll

Kadaver eines Albatros, der offensichtlich Plastik für Futter hielt
Kadaver eines Albatros, der offensichtlich Plastik für Futter hielt

(24.04.2014) In einem kurzen und knapp gehaltenen Artikel in "DIE ZEIT" wird ein Segeltörn beschrieben, der, im Abstand von 10 Jahren zum zweiten Mal durchgeführt, den Autor von der Westküste der USA nach Melbourne, Japan und Retour führte.

Er beschreibt darin, wie sehr ihn bei seiner zuletzt durchgeführten Reise die Stille bedrückte, die er so vorher noch nicht erlebte.

Dabei bezieht er sich auf die vielen Seevögel, die ihn auf seiner Überfahrt begleiteten.

Bei dieser Reise machte er Bekanntschaft mit Unmengen von im Meer treibenden Müll, mit Fischern, die auf Thunfisch gehen, jedoch alles andere als ungewollten Beifang tot über Bord werfen und mit offensichtlicher Wasserverschmutzung, die sogar den Lack seines Bootes angriff.

 

Da wir Artikel nicht 1:1 kopieren, Die Zeit jedoch ihr Archiv frei zugänglich gemacht hat, findet der geneigte Leser hier einen Weiterführenden Link auf den Artikel der Ausgabe No. 18 vom 24.04.2014

(Stefan Höpfel)


Pfingsten beim Adler

(16.06.2014) Am Ende war es dann doch sehr still im Bus geworden und der Vorstandsvorsitzende lenkte den alten blauen Bus einsam gen Augsburg. Stellt Euch vor, es gab weder Klagen noch Blessuren, nur das eine oder andere Muskelpaketchen machte sich am darauffolgenden Tag bei Manchem bemerkbar.

 

Doch gehen wir der Reihe nach.

 

Wir kündigten unseren Jahresausflug Anfang Mai an und kaum war das geschehen, sahen wir uns mit einem viel früheren Exkursionstermin konfrontiert, als ursprünglich geplant.

Der Grund hierfür liegt in der Verfügbarkeit unserer beiden LBV Betreuer, Brigitte Kraft und Henning Werth. Umso mehr sind wir froh, daß beide ihr Pfingstwochenende für uns opferten und sich zur Führung bereiterklärten.

 

Das auserkorene Ziel war die Adlerhütte des LBV im Hintersteiner Tal und dann - in der Folge - Beobachtung von Schneehuhn & Co auf dem Weg über das Koblat zum Nebelhorn.

In der recht kurzen Anmeldezeit vor unserem Ausflug sagten dann insgesamt 17 Mitglieder der Kreisgruppe zu.

 

Giebelhaus - Adlerhütte

Den Jahresausflug unserer Kreisgruppe spannten wir bewußt über die Dauer von zwei Tagen. Somit konnte der erste Tag von allen Mitgliedern besucht werden, da er bequem per Bus und asphaltierter Straße bis Giebelhaus erreichbar war und man am selben Tag am späten Nachmittag retour fahren konnte.

Der Termin war offensichtlich gut gewählt. Wie bereits in mittelalterlichen Legenden und Sagen oft geschildert, fanden die ersten großen Feiern am Pfingstfest statt. Auch dieser Pfingstsonntag zeigte sich von bester Seite, denn es hatte Kaiserwetter und mit dem Sonnenschein kletterten die Temperaturen in ungeahnte Höhen.

Brigitte Kraft, die Leiterin unserer Bezirksgruppe Schwaben und herzlich der Kreisgruppe Augsburg zugetan, begrüßte uns an der Adlerhütte und führte uns durch die kleine, aber inhaltsreiche Ausstellung. Diese steht - und das sollte man betonen - in der Sommersaison jedem Wanderer offen, kostet keinen Eintritt und ist in aller Einfachheit sehr informativ.

 

Der König der Lüfte

Was wäre eine Adlerhütte ohne den Namensgeber in ihrer Nähe. Die Spektive waren rasch aufgebaut, aber die Augsburger konnten den Horst einfach nicht finden. So mußte Brigitte bei Jedem zunächst einmal das Spektiv entsprechend anvisieren. So markant der Horst auch bei der Geierwally parat steht, so versteckt und unübersichtlich ist er hier. Er liegt auf einem Felsband, das mit einer Menge Äste ausgelegt ist und in dem zwei Adlerjunge als winzige Punkte erkennbar waren.

Die Alt-Aare waren derweil unterwegs auf Futtersuche und konnten, Kreise ziehend, durch uns beobachtet werden. Brigitte versah uns währenddessen mit vielen Hintergrundinformationen. Als Grifftöter rammt der Adler seine Beute. Dabei durchschlagen seine Fänge auch Knochen, wie man eindrucksvoll an einem ausgestellten Schädel einer jungen Gemse sehen kann.

In der Regel schafft es der Steinadler ein Junges großzuziehen. Sollten dennoch einmal zwei Junge im Horst schlüpfen, ist es für das Überleben des Nachwuchses vorteilhafter, wenn zuerst ein Weibchen und dann ein Männchen schlüpft, da es ansonsten zu sogenanntem Kainismus kommen kann, an dessen Ende dann nur das Kräftigere übrigbleibt.

Die Bestände der Steinadler seien mittlerweile wieder gut, jedoch leide der stolzeste Aar Deutschlands Hungers, da er während der Winterszeit oft nur ein mangelhaftes Nahrungsangebot vorfindet. Sommers wiederum setzen dem Vogel mit Schrot versetzte Innereien oder Aas zu. So sei erst vor wenigen Jahren ein geschwächter Adler in eine Aufzuchtstation gekommen, der unter einer akuten Bleivergiftung litt. Exkursion ins Bärgündeletal Auf der Fahrstraße stiegen wir eine gute Stunde Richtung Talboden auf. Die Gruppe kam kaum voran, was nicht orthopädisch begründet, sondern der Flora geschuldet war. Knabenkraut, Frauenschuh, seltene Flechten konnte Brigitte uns an vielen Stellen zeigen.

Ein Highlight war dabei ein Baumstamm, der mit horizontalen Ringen in regelmäßigen Abständen an der Rinde "perforiert" war. Dieses ist das Werk des Dreizehenspechts, der sich vom Saft dieses Baumes ernährt.

Weiter hinten im Tal konnten wir hoch oben im Schatten der Bäum ein Rudel Hirsche im Bast beobachten, die die LBV Gruppe sicherlich kopfschüttelnd beobachteten, da die Hitze mittlerweile enorm zugenommen hatte.

Ausklang des ersten Tages

Ein ganz Eifriger wanderte mit Spektiv und Fototasche bis hinter zur Bärgründeles Alpe. Alle anderen trafen sich im Giebelhaus wieder und ließen den Tag auf der Terasse bei einem kühlen Bier ausklingen. Wir bedanken uns bei Brigitte Kraft für ihre ausführlichen Erläuterungen und ihre wunderbar geführte Exkursion.

 

Aufstieg zur Schwarzenberghütte

Winkend verabschiedeten wir unsere Heimkehrer. Diese wiederum waren so gut und fuhren unseren LBV Bus gleich nach Oberstdorf an die Nebelhornbahn, um ein "einstiegsoptimiertes Abfahren" der Heimkehrer am nächsten Tag zu ermöglichen. Vielen Dank an Werner und Sylvia für die geleistete Hilfe.

Die Hütte liegt mit prächtiger Aussicht auf Hochvogel und Prinz Luitpold Haus auf etwas über 1.300 Meter ü.M. Bald schon saßen 11 Hungrige ohne Salzkruste am Tisch und genossen vor der Hütte ein umfängliches Abendessen und vor allem kühlten die Kehlen mit Braumeisters Allerlei.

Die Sorge vieler vor schnarchenden Bettnachbarn bzw. eigenen Schnarchgeräuschen ist sicherlich eine sehr rücksichtsvolle, jedoch unbegründete. Wo viele Menschen zusammen sind, da gibt es eben keine vollkommene Stille. Die Nacht so kam und ging und - wirklich - pünktlich und sehr diszipliniert stand die gesamte Gruppe als erste des gesamten Hauses vor dem Frühstücksbüffet, um bei satten 15°C um 6:30 Uhr zu frühstücken. 

 

Auf geht's zum Nebelhorn

Kurz nach 7.00 Uhr traf unser Leiter, Henning Werth, auf der Hütte ein. Er hatte Mitleid mit uns und den zu erwartenden Temperaturen. Henning Werth ist der Gebietsbeauftragte des LBV für die Allgäuer Hochalpen und Wolf-Beauftragter. Langsam und gleichmäßig stiegen wir zu neunt auf zum Engratsgrundsee.

 

Vogelparadies

Ein Bild in einem Museum entfaltet meist erst dann seine Pracht, wenn man es mit wissenden und sehenden Augen betrachtet. Somit konnten wir uns glücklich schätzen, mit Henning Werth einen Kenner seines Gebiets dabeizuhaben. Kein Vogelgezwitscher ging ihm verloren und er gab seine Beobachtung gleich an die hinter ihm laufende Gruppe weiter. Nie hätte - zumindest der Autor - die Ringdrossel hoch droben am Grat brütend gesehen, oder wäre an der Klappergrasmücke vorbeiglaufen und hätte den Bluthänfling über unseren Köpfen in den Latschen schlicht übersehen. Je nach Höhenlage bekamen wir dann noch Gartengrasmücke und Bergpieper zu hören.

Aber - keine falsche Schlußfolgerung: wir hatten durchaus wirklich sehr versierte Vogelkenner unter uns, aber jemand, der das Gelände kennt und weiß, was er erwarten darf, ist unvergleichlich schneller in der Bestimmung.

 

Schneehuhn zeige Dich!

Am Engratsgrundsee angekommen sahen wir, daß die Schneefelder doch noch recht zahlreich waren und der See selber erst vor ein paar Tagen eisfrei geworden sein dürfte. Die erhoffte Beobachtung eines Schneehuhns gelang uns auch, als Henning Werth genau am Grat den Kopf eines solchen hervorlugen sah.

Das Huhn selber befand sich bereits im Sommerkleid und tat uns dann auch den Gefallen von seiner hohen Warte auf einen Stein hinunterzufliegen. Hier wurden wir Zeuge, wie gut die Tarnung dieser eigentlich nur auf ihre Tarnung vertrauenden Raufußhühnervögel funktioniert. Wer nicht wußte, wo es sich befand, der hatte so gut wie keine Chance, es zu entdecken.

Auf relativ ebenem Weg ging es dann, von Schneefeldern immer wieder unterbrochen, weiter zum Koblat.

Dort angekommen sahen wir gut sichtbare, nicht duftende, Hinterlassenschaften eines Schneehuhns, sogenannte Kotwalzen.

Wenig weiter, sozusagen zwischen Dohle und Gemse saß auf einem Stein ein Steinschmätzerpaar. Es war gut zu beobachten, trotz der flirrenden Luft. Bedenkt man, daß der Steinschmätzer in Bayern auf der roten Liste steht, freut man sich doppelt.

Ein Birkhuhn zu beobachten blieb uns verwehrt. Das war vielleicht sogar gut so, denn ein Blick in den Himmel zeigte eindeutig eine zunehmende Gewitterneigung und so marschierten wir stante pede zur Seilbahnstation am Edmund Probst Haus. Als abschließendes Schmankerl wartete auf uns eine mächtige Wächte, die noch vom vergangenen Winter herrührt. Sie versperrte uns den Weg und so war eine kleine Kraxelei noch notwendig, bevor es zur Station ging.

 

Ende mit Gewitter und Schlagobers

Als wäre es im Märchen, so hatten wir gerade noch einige Minuten Zeit, um die Umgebung der Station zu beobachten (Steinschmätzer und Gams mit Kitz) aber letztendlich trieben uns das zunehmend widrig werdende Wetter in die Station.

Kaum fuhren wir von "Höfatsblick" hinunter in die Talstation, erlebten wir einen ordentlichen Guß verbunden mit einer saftigen Abkühlung, dazu Blitz und Donner.

Die Betreiber der Seilbahn setzten kurzfristig den Betrieb aus, da die Heftigkeit des Gewitters offensichtlich stärker war, als vorgesehen.

Unten angekommen wartete unser blauer Bus direkt am Ausgang. Besser geht es wirklich nicht mehr.

Wir bedanken uns bei Henning Werth für seine ausführliche und ruhige Exkursion. Sie wurde dadurch nur noch schöner. 

Er zeigte uns noch ein sehr angenehmes Restaurant in Sonthofen. Hier war noch die pralle Sonne und Hitze vorhanden - und das nur wenige Kilometer von Oberstdorf entfernt. 

Umso besser schmeckten die Torten, Eisbecher, Paninis und Eiscafés.

Augsburg erreichten wir Pfingstmontag gegen halb neun Uhr abends.

 

Dankeschön

Der Autor dieser Zeilen möchte die Gelegenheit nutzen, sich noch bei Allen zu bedanken. Sowohl bei Martin Trapp, der entschied, daß unsere Kreisgruppe die Busgebühren trägt, bei den beiden Betreuern, Brigitte Kraft und Henning Werth, da sie je einen Feiertag opferten und bei allen Teilnehmern, da sie interessiert, diszipliniert, froh und freudig sind und eine wunderbare Gruppe bildeten.

(Stefan Höpfel)

Blick hinunter auf 800 Höhenmeter Aufstieg
Blick hinunter auf 800 Höhenmeter Aufstieg
hervorragend getarnt in der flirrenden Hitze
hervorragend getarnt in der flirrenden Hitze
.
.
.
.
.
.
wir hatten auch Photogene im Sommerkleid
wir hatten auch Photogene im Sommerkleid
kein Fluß, sondern nur der Rand des Koblatsees
kein Fluß, sondern nur der Rand des Koblatsees
Der Koblatsee
Der Koblatsee
da sitzt es...
.
.
Gipfel des Hochvogels
Gipfel des Hochvogels
.
Der Engratsgrundsee
Der Engratsgrundsee
Schnee vom MAI (letzte Schlechtwetterperiode)
Schnee vom MAI (letzte Schlechtwetterperiode)
Wir befinden uns auf dem richtigen Weg
Wir befinden uns auf dem richtigen Weg
Endlich - ein Schneehuhn im Sommerkleid
Endlich - ein Schneehuhn im Sommerkleid
nochmals dasselbe Schneehuhn, wie es Henning Werth entdeckte
nochmals dasselbe Schneehuhn, wie es Henning Werth entdeckte
rasten und beobachten
rasten und beobachten
Da fliegt es....
Wandern, schauen und photographieren
Wandern, schauen und photographieren
Das Koblat
Das Koblat
Großer Wilder und die Höfats
Großer Wilder und die Höfats
die Wächte hoch
die Wächte hoch
Alpendohle mit Apfel
Alpendohle mit Apfel
Aurikel und Enzian
Aurikel und Enzian
Aurikel und Enzian
Aurikel und Enzian
blühender Enzian
blühender Enzian
Die Höfats
Die Höfats
ein Murmeltier
ein Murmeltier
Ricke mit Kitz
Ricke mit Kitz
Ab in die Bahn...
...draußen schüttete es
...draußen schüttete es
geführt von Henning Werth
geführt von Henning Werth
Einer nach dem Anderen
Einer nach dem Anderen
Die Hinterlassenschaften des Schneehuhns hier
Die Hinterlassenschaften des Schneehuhns hier
und so viele Interessierte dort
und so viele Interessierte dort
Gemse
Gemse
Gemse
Gemse
Steinschmätzer
Steinschmätzer
Letzter Gruß vom Winter - eine Wächte versperrt den Weg
Letzter Gruß vom Winter - eine Wächte versperrt den Weg
Blick zurück zum Hochvogel
Blick zurück zum Hochvogel
geschafft 1
geschafft 1
Erleichterung 2
Erleichterung 2
und so kamen sie...
und NUR zufrieeeeedene Gesichter
und NUR zufrieeeeedene Gesichter
.
Ankunft in Hinterstein
Ankunft in Hinterstein
Lichtimpression
Lichtimpression
Nächster Adler-Blick-Punkt
Nächster Adler-Blick-Punkt
Ein Jeder schaut....
....und schaut....
....und sieht hoffentlich den weißen kleinen Knubbel
....und sieht hoffentlich den weißen kleinen Knubbel
Manches mal ist das Fernglas dann doch leichter zur Hand
Manches mal ist das Fernglas dann doch leichter zur Hand
Lungenflechte
Lungenflechte
Knabenkraut (Orchis militaris)
Knabenkraut (Orchis militaris)
stiebendes, gischtendes Naß
stiebendes, gischtendes Naß
Frauenschuh (Cypripedium calceolus)
Frauenschuh (Cypripedium calceolus)
Die Spuren des Dreizehnspechts im Bergwald
Die Spuren des Dreizehnspechts im Bergwald
Aufmerksame Genießer!
Aufmerksame Genießer!
An der Bushaltestelle - der große Parkplatz war schon komplett belegt!
An der Bushaltestelle - der große Parkplatz war schon komplett belegt!
Willkommen in der Adlerhütte!
Willkommen in der Adlerhütte!
Adler's Mahl - inkl. eines Gemsenschädels mit durchschlagenem Knochen
Adler's Mahl - inkl. eines Gemsenschädels mit durchschlagenem Knochen
Adlersuche per Fernglas - schlecht
Adlersuche per Fernglas - schlecht
Adlersuche per Spektiv - besser, aber auch schwierig
Adlersuche per Spektiv - besser, aber auch schwierig
Originale Spannweite eines Steinadlerweibchens.
Da oben kreist er!
Da oben kreist er!
Ein "echter" Rüsselkäfer
Ein "echter" Rüsselkäfer
Die Adlerhütte des LBV vom Giebelhaus aus
Die Adlerhütte des LBV vom Giebelhaus aus
Auf Exkursion mit Brigitte
Auf Exkursion mit Brigitte
Der Wasserfall von weitem
Der Wasserfall von weitem
ruhende Hirsche
ruhende Hirsche
ruhelose Beobachter
ruhelose Beobachter
Der nächste Morgen
Der nächste Morgen
Puh! Das wird ja wohl eine gute Wanderung!
Puh! Das wird ja wohl eine gute Wanderung!
Letzter Blick zum Adler - auch für ganz junge
Letzter Blick zum Adler - auch für ganz junge
Der Horst (mit Kringel)
Der Horst (mit Kringel)
nochmals der Horst (ca. 1 km Luftweg)
nochmals der Horst (ca. 1 km Luftweg)
Steinadlerjunges reckt sich ....
Wo ist mein Maultier?
Wo ist mein Maultier?
Brütende Ringdrossel
Brütende Ringdrossel
Brütende Ringdrossel (Entfernung ca. 400 Meter)
Brütende Ringdrossel (Entfernung ca. 400 Meter)
Enzian
Enzian
Ankunft am frühen Abend
Ankunft am frühen Abend
Eine Sennerei
Eine Sennerei
weit weit droben über den Köpfen der Wanderer
weit weit droben über den Köpfen der Wanderer
Giebelhaus
Giebelhaus
.
.
Blick ins Obertal
Blick ins Obertal
Aufstieg zur Schwarzenberghütte
Aufstieg zur Schwarzenberghütte
Eine steile Asphaltstraße....
....war glücklicherweise of im schattigen Wald
....war glücklicherweise of im schattigen Wald
Blick zum Giebel
Blick zum Giebel
Das Prinzregent Luitpold Haus im Abendlicht vor Hochvogel
Das Prinzregent Luitpold Haus im Abendlicht vor Hochvogel
Hochvogel
Hochvogel

Jahresausflug der KG Augsburg ins Hintersteiner Tal

(25.05.2014) Unsere Kreisgruppe lebt, die Teilnehmerschar wird immer größer, und die Ideen sprießen. Hier eine neue Idee, nein, der Beginn einer künftigen Tradition:

Einmal im Jahr wollen wir künftig das Vereinsleben in den Mittelpunkt stellen und auf einem Kreisgruppenausflug Naturbeobachtung und geselliges Zusammensein verbinden.

Die Adlerhütte des LBV im Hintersteiner Tal ist ein Renner im LBV-Führungsprogramm, und mit einem eigene Gebietsbetreuer Allgäuer Hochalpen ist der LBV in der Region bestens aufgestellt.

Und die Experten nehmen sich extra Zeit für uns!

Fest zugesagt haben freundlicherweise unsere Bezirksgeschäftsstellenleiterin und Betreuerin, Frau Brigitte Kraft, und der LBV Gebietsbetreuer "Allgäuer Hochalpen", Herr Henning Werth.

Einen verbindlichen Termin haben wir auch schon vereinbart - das Pfingstwochenende und zwar von

 

Sonntag, den 08.06.2014 auf (optional für die "Wanderer")

Montag, den 09.06.2014.

 

An der Adlerhütte im Hintersteiner Tal erhalten wir durch Brigitte Kraft eine fachkundige Führung und sehen hoffentlich den König der Lüfte, den Steinadler, seine Kreise ziehen.

Der Tag wäre dann gegen 17.00 Uhr für diejenigen unter uns, die nur einen Tagesausflug machen wollten und heimkehren möchten beendet, da der letzte Bus nach dem Parkplatz Hinterstein gegen 17.00 Uhr fahren wird.

Weiters soll es für ganz Eifrige noch einen zweiten Tag geben, an dem wir auf der Schwarzenberghütte nächtigen, am nächsten Tag zum Nebelhorn wandern und auf dem Weg dorthin Schneehuhn & Co beobachten werden. Hier hat sich Henning Werth angeboten uns zu führen.

Da das Pfingstwochenende sicherlich nicht gerade wenig Touristen in diese schönste Region unserer Allgäuer Hochalpen bringen wird, bitte ich um verbindliche Anmeldung bis

spätestens Donnerstag, den 29.05.2014 an

stefan@hoepfel.de oder aber telefonisch 0821 8 15 63 19.

Ein detailliertes Programm folgt - zunächst geht es um die Anzahl der Interessenten.

Eine Erläuterung der Wegroute ist hier abrufbar. In der Hoffnung auf rege Teilnahme! 

(Stefan Höpfel)

 

 


Mücken und Machos

Führung mit Wolfgang Weiner durch Kleingartenanlagen an der Wertach

 

Um es gleich vorwegzunehmen: der vogelkundliche Rundgang mit Wolfgang Weiner war keineswegs so abenteuerlich wie der Titel vermuten lässt. Dafür erhielten die 15 Teilnehmer aber bei unerwartet schönem Wetter Einblicke in die vielseitige Vogelwelt dieser Naturoasen inmitten der Stadt.

 

Neben typischen gefiederten Kleingartenbewohnern wie Kohlmeise, Sperling („Spatz“) und Buchfink konnten auch seltenere Vogelarten wie der Hausrotschwanz in den Anlagen am Rosenaustadion und der Uhlandstraße gehört und beobachtet werden. Dazu gab es reichhaltige Informationen über den Lebensraum, die Besonderheiten und Erkennungsmerkmale der gefiederten Bewohner.

 

Einige Nester des Zaunkönigs an äußerst ungewöhnlichen Orten (z. B. über einem Billiardtisch) waren bei einem Zwischenstopp mit Informationsmaterial zum Mitnehmen in der Freizeitanlage beim Rosenaustadion zu bestaunen. Wie Wolfang Weiner erklärte, bereitet der männliche Zaunkönig als „Macho“ unter den Vögeln während der Balz gleich mehrere Nester vor und verführt damit auch nicht nur ein Weibchen. Leider lässt er diesen Elan dann bei der Aufzucht des Nachwuchses vermissen, weshalb das Weibchen oftmals die Jungvögel alleine großziehen muss.

Das Selbstbewusstsein dieses Winzlings unter den Vögeln (Gewicht: zehn Gramm) unterstreicht auch sein Ruf, der mit einer Lautstärke von bis zu 90 Dezibel teilweise noch in 500 m Entfernung hörbar ist.

 

Eine Besonderheit in den besichtigten Kleingartenanlagen Augsburgs war für alle Teilnehmer sicherlich der seltene Gartenrotschwanz (auf der Vorwarnliste der Roten Liste in Bayern, insgesamt 43 Brutpaare in Augsburg davon 5 in den beiden besichtigten Anlagen) der gut sicht- und hörbar für alle Teilnehmer auf einer sonnigen Baumspitze seinen Gesang präsentierte. Zum Verwechseln ähnlich ist das Lied des Gartenrotschwanzes mit dem Gesang der scheuen und meist hinter Blättern versteckten Klappergrasmücke wie die Teilnehmer mehrmals beim gleichzeitigen Auftreten beider Vogelarten hören konnten.

 

 

Bei dem Rundgang wurde die Bedeutung dieser vielfältigen städtischen Rückzugsräume mit kurzen Rasenflächen (wichtig z. B. für viele Spechtarten als Ameisen-Nahrungsquelle), Gebüschen, Obstbäumen und teilweise auch altem großen Baumbestand für alle Teilnehmer erfahrbar und der ein oder andere wird vielleicht wieder zurückkehren, um die Oasen in der Stadt nochmals zu erleben. (Bernd Achtnicht)

Vorstellung bekannter Gartenbewohner
Vorstellung bekannter Gartenbewohner
Da oben ist ein Buchfinknest
Da oben ist ein Buchfinknest
Reichhaltiges Informationsmaterial
Reichhaltiges Informationsmaterial
Zaunkönig-Nest über dem Billiardtisch
Zaunkönig-Nest über dem Billiardtisch
Gartenrotschwanz
Gartenrotschwanz
Aufmerksame Zuhörer
Aufmerksame Zuhörer

Vogelkundlicher Abendspaziergang in der Wolfszahnau

Treffpunkt der Führung: die ehemalige Großbunkeranlage "Arno"
Treffpunkt der Führung: die ehemalige Großbunkeranlage "Arno"
Wertvoller Lebensraum für viele Vögel: eine alte Weide in der Wolfszahnau
Wertvoller Lebensraum für viele Vögel: eine alte Weide in der Wolfszahnau
Immer wieder sehenswert: Wasserkraftwerk Wolfszahnau aus dem Jahr 1902
Immer wieder sehenswert: Wasserkraftwerk Wolfszahnau aus dem Jahr 1902

 

15. Mai 2014: Unser Treffpunkt zum vogelkundlichen Abendspaziergang in der Wolfzahnau ist die ehemalige Großbunkeranlage „Arno“, die heute von der MAN als Parkplatz genutzt wird.

 

Bei etwas wolkenverhangenen Abendwetter treffen sich 16 interessierte Teilnehmer. Die alte Bauernregel: „Die kalte Sophie, die bringt zum Schluss, ganz gern noch einen Regenguss“ hat sich glücklicherweise an diesem letzten Tag der Eisheiligen nicht bewahrheitet.

 

Herr Bernd-Ulrich Rudolph, unser vogel(stimmen)kundiger Leiter des Abendspaziergangs, bringt zur „Begrüßung“ einen auf dem Weg zum Treffpunkt aufgefundenen, toten Buchfink mit. Einer von den vielen unzähligen Vögeln, die „Kollissionsopfer“  glatter Glasflächen an Gebäuden sind. Wie Bernd-Ulrich Rudolph erklärt, könnten solche häufigen Vogelopfer durch ganz einfache Maßnahmen (z.B. Streifenmuster an den Glasflächen und uvm.) vermieden werden. Auch plädiert er in dieser Sache für mehr „Sensibilisierung“ von Architekten und Bauherrn.

 

Kaum sind wir ein paar Meter in den Auwald spaziert, hören wir ein „Gezeter“ von Jungvögeln. Mit dem Fernglas entdecken wir junge Gebirgsstelzen. Etwas ungewöhnlich im Wald, aber unser Vogelspezialist vermutet, dass sie im nahen Bunkerbereich ihr Nest haben. Auch die nächsten Vogelstimmen sind von einem eher nicht hier erwarteten Gast: einem Dompfaffpärchen (=Gimpelpärchen). Ihr Lebensraum ist gewöhnlich eher in Nadelwäldern zu finden.

 

Auf dem schmalen Pfad zur Lechkiesbank hören wir über uns die geselligen Mauersegler - unverkennbar an ihrem schrillen "swir-rir"-Ruf. Bei kalten Wetter kann man sie oft direkt über Wasseroberflächen im virtuosen Flug ihre Inseketenbeute fangen sehen. Immer wieder hören wir Mönchsgrasmücke, Zilpzalp, Buntspecht und der charakteristische 2–4 mal wiederholende, melodische Gesang der Singdrossel begleitet uns auf dem ganzen Abendspaziergang. Auch die Schwanzmeise, eine typische Auwaldbewohnerin, können wir mit Hilfe von Herrn Rudolph aus dem Konzert heraushören.

 

In gebührlichem Abstand beobachten wir auf der Lechkiesbank ein Gänsesägerweibchen mit ihren 8 Jungen.  Der noch bis in die zweite Hälfte des vorigen Jahrhunderts oft gnadenlos gejagte schöne Höhlenbrütervogel steht nach wie vor auf der Roten Liste unter der Kategorie "gefährdet“. In ganz Bayern gibt es noch ca, 350 Brutpaare und ein großer Teil davon brütet in Augsburg am Lech und an der Wertach. Die Dunkelheit setzt schon ein, als wir auf unserem Rundweg zurück zum Ausgangspunkt, auch noch die ersten Fledermäuse am Abendhimmel entdecken.

 

Den Pirol haben wir zwar an diesem Abendspaziergang nicht gehört und gesehen - aber es war ein rundum interessanter und vogelstimmenreicher Abendspaziergang!


Blütenpracht - Tipp zum Ausgehen, Genießen und Bestimmen

Helmknabenkräuter (Orchis militaris)
Helmknabenkräuter (Orchis militaris)
Hummelragwurzen (Ophrys holoserica)
Hummelragwurzen (Ophrys holoserica)
Fliegenragwurzen (Ophrys insectifera)
Fliegenragwurzen (Ophrys insectifera)
Kugelblumen (Globularia)
Kugelblumen (Globularia)
Karthäuser-Nelken
Karthäuser-Nelken
Küchenschelle
Küchenschelle
gemeines fleischfressenden Fettkraut (Pinguicula vulgaris)
gemeines fleischfressenden Fettkraut (Pinguicula vulgaris)
Mehlprimel (Primula Farinosa)
Mehlprimel (Primula Farinosa)

 

(14.05.14) Wer derzeit entlang der Ostseite des Lechstaus 21 Richtung Norden geht, der kann ein herrliches Blumenbouquet erleben.

Es blühen schon die Helmknabenkräuter (Orchis militaris) zu hunderten, auch Hummelragwurzen (Ophrys holoserica), Kugelblumen (Globularia), Karthäuser-Nelken sind en masse vorhanden und die Samenstände von vielen Küchenschellen sind nach wie vor noch zu sehen.

 

Auf der Prittrichinger Heide blühen die Mehlprimeln, so daß die Wiesen voll davon sind. Besucher der Siebenbrunner Quellflur sehen blühende Fliegenragwurzen (Ophrys insectifera), die Mehlprimeln haben dort noch gut zugelegt und blühen schön zusammen mit dem fleischfressenden Fettkraut (Pinguicula vulgaris) - und das sogar auf den verbrannten Flächen des diesjährigen Waldbrandes.

(Marianne Fromm / Stefan Höpfel)


Buntspecht - alltägliche Beobachtungen

Eine Mitteilung, die es eigentlich nicht wert wäre, wenn der Augenblick nicht so schön gewesen wäre.

Hinter dem Lochbachkraftwerk  bei Martini kann man - wie an so vielen anderen Plätzen auch - gerade herrlich den Buntspecht beobachten. 

Hier: Morgens, der Vogel fühlte sich vollkommen ungestört und turnt bei seiner Suche nach Futter übermütig wie eine Meise an den Ästen herum.

(Stefan Höpfel)

 
 

Pflegeaktion Hohltauben in Thierhaupten

(18.04.2014) Im November des vergangenen Jahres vereinbarten die Kreisgruppen Augsburg und Aichach-Friedberg, sich die Betreuung Hohltaubenkästen im nördlichen Landkreis Augsburg aufzuteilen. Dabei fiel der Kreisgruppe Augsburg der Teil rund um Thierhaupten zu. Hier gibt es einige Örtlichkeiten, die geradezu ideal für die Hohltaube sind.

 

Hohltauben mögens hoch 

Das wären Hügel mit steil abfallenden Hängen in Kombination mit hochstämmigen, wenig Unterholz führenden Waldabschnitten, die auf diese Art und Weise direkt angefolgen werden können. Neben diesem - sozusagen - direkten Ein- und Ausgang, wird der Luftraum oberhalb dieser Waldfläche als Balzflugrevier benutzt.

Den Kasten selber hängt man in Höhen von 4-5 Metern über dem Boden auf. Gut geeignet sind natürlich alle Glattstämme, die schön gerade nach oben wachsen. Als LBV'ler sollte man jedoch immer auch den Wald als Wirtschaftsfaktor sehen und so eher die weniger schönen, astigen Glattstämme nutzen, da diese nicht als Wertholz gelten. So hilft man beiden Seiten: dem Revierförster und den Vögeln.

 

Die Hohltaube brütet früh im Jahr und hat bis zu 2 Bruten.

 

Nistkästen aus den Ulrichs-Werkstätten

Unsere Nistkästen wurden in den Ulrichs-Werkstätten in Augsburg in Auftrag gegeben. Diese kamen in einer "Edel"-Ausführung mit Blechdach, da die vor 10 Jahren aufgehängten Kästen vor allem an den Dächern morsch und durchlässig geworden sind.

 

Späte Pflegeaktion

Wir waren uns bewußt, daß unsere Aktion wahrscheinlich in die beginnende Brutsaison fällt. Aufgrund der warmen Witterung waren wir allerdings schon mitten in der Brut.

Die Kästen waren seit Jahren nicht mehr besucht, gesichtet und gewartet worden. So war es nicht verwunderlich, daß wir eine gehörige Zeit mit der Suche verbringen mußten, letztlich jedoch 2 der 3 Standorte wiederfanden. Der erste Standort war mittlerweile mit hohem Unterholz zugewuchert und scheidet als Brutplatz aus.

Martin Trapp, Vorstandsvorsitzender der Kreisgruppe Augsburg, beobachtete im Vorfeld und konnte Tauben sowohl balzend als auch Futterflüge durchführend ausmachen. Umso umsichter mußte dann in der Folge gearbeitet werden.

Ein vermeintlich defekter und somit nicht bebrüteter Nistkasten, dessen seitliche Reinigungsklappe offenstand, wollten wir noch reinigen. Dieser war jedoch bebrütet und so wurde lediglich die Verschlußschraube ausgewechselt und dann der gesamt Platz von uns aus geräumt um die Brut ungestört zu lassen.

 

Neuer Nistkasten - Austausch der alten

In der Folge konnte ein neuer Nistkasten an einem dafür geeigneten Ort angebracht werden. Einige der jetzt an den Bäumen befindlichen Kästen sollten im Herbst dieses Jahres ausgetauscht werden.

In Thierhaupten dürften mittlerweile genügend Brutmöglichkeiten für die Hohltaube bestehen. Somit sollten unsere neuen Nistkästen, an anderer Stelle im Landkreis gut und sinnvoll angebracht werden.

 

Vorschläge erbeten!

Wer hat Kenntnis von einem vermeintlich sinnvollen Ort für die Anbringung der neuen Nistkästen im Landkreis Augsburg?

Wir freuen uns über jeden Vorschlag, der eingeht. 

Für Hinweise sind wir dankbar - diese können hier als e-mail oder aber direkt an 0821-81514241

 

DANKE den Helfern 

Zu guter letzt gilt noch unser Dank allen Helfern, die dieses Mal mit dabei waren. Es war ein kurzweiliger Tag mit anschließendem Ausflug nach unserem Biotop bei Baindlkirch. 

(Text: Stefan Höpfel)

wohlausgerüsteter Hänger mit den relativ großen Hohltaubenkästen
wohlausgerüsteter Hänger mit den relativ großen Hohltaubenkästen
Taubenbeton - wir hatten noch andere Ausdrücke...
Das dürfte wohl der Blick der künftig hier brütenden Hohltaube auf die Welt sein
Das dürfte wohl der Blick der künftig hier brütenden Hohltaube auf die Welt sein
Dokumentation
Dokumentation
Der neue Kasten hängt
Der neue Kasten hängt
Blick in den vermeintlich leeren Kasten (trotz vorheriger Beobachtung) - wir sind zu spät dran
Blick in den vermeintlich leeren Kasten (trotz vorheriger Beobachtung) - wir sind zu spät dran
eine nicht ganz lässige Sache auf der Leiter
eine nicht ganz lässige Sache auf der Leiter
jetzt passt es
jetzt passt es
- zu kurz. Neues Segment einfügen...
Leiter halten und anbringen -
Leiter halten und anbringen -
Leiter aufstellen...
...die Kästen hängen in 4-5 Metern Höhe
...die Kästen hängen in 4-5 Metern Höhe
Die Standorte waren bald gefunden....
Untersuchung eines alten Kastens, den Wetter und Wind vom Stamm rissen
Untersuchung eines alten Kastens, den Wetter und Wind vom Stamm rissen
 
 

Frühlingserwachen - Impressionen

 

Er ist's

Frühling läßt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte;
süße, wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!

 

(Eduard Mörike)

 

Passend dazu die Impressionen unseres Mitglieds, Susi Botsch, aus dem Botanischen Garten in Augsburg, Thalheim und entlang der Wertach.

(12.04.2014; Photos: Susi Botsch / Stefan Höpfel)

Botanischer Garten Augsburg
Botanischer Garten Augsburg
"Wurzelstier" - sehen Sie ihn?
"Wurzelstier" - sehen Sie ihn?
"Astkunst" bei Thierhaupten
"Astkunst" bei Thierhaupten
im Siebentischwald
im Siebentischwald
im Siebentischwald
im Siebentischwald
..entlang der Wertach
..entlang der Wertach
bei Thalheim
bei Thalheim
Tulpenblüte im Botanischer Garten Augsburg
Tulpenblüte im Botanischer Garten Augsburg
Apfelbaumblüte an der Wertach
Apfelbaumblüte an der Wertach
Magnolienblüte im Botanischer Garten Augsburg
Magnolienblüte im Botanischer Garten Augsburg
Magnolienblüte im Botanischer Garten Augsburg
Magnolienblüte im Botanischer Garten Augsburg
Kirschblüte im Botanischer Garten Augsburg
Kirschblüte im Botanischer Garten Augsburg
Buntspecht in der Mertinger Höll
Buntspecht in der Mertinger Höll
Buntspecht in der Mertinger Höll
Buntspecht in der Mertinger Höll
Traubenhyatinthen
Traubenhyatinthen

Ausflugstipp - Kissinger Heide

Gentiana Clusii - Clusius Enzian
Gentiana Clusii - Clusius Enzian
Küchenschelle
Küchenschelle
Clusius Enzian
Clusius Enzian
Gentiana Clusii
Gentiana Clusii
Clusius Enzian
Clusius Enzian
Heideröschen
Heideröschen
Am Auensee
Am Auensee

(12.04.2014) Wohin soll es am Wochenende gehen? Weit? Weitfahren? Sie müssen nicht, denn vor Ihrer Haustüre, zwar auf der "anderen" Seite des Lechs - so die Augsburger, nein auf der richtigen Seite des Lechs - so die Kissinger - liegt die Kissinger Heide.

Derzeit blüht auf diesem kleinen Fleckchen zwischen Auen und Weitmannsee so einiges. Das lädt ein sich auf den dortigen Wegen die Flora und die Fauna näher zu betrachten. Unser Mitglied, Marianne Fromm, hat dieses getan. Sehen Sie selbst. Getreu dem Motto - warum in die Ferne schweifen, wenn das Schöne liegt so nah.

(Marianne Fromm)


Monatstreffen der Mitglieder im April

- - - - - Einladung für April / Archiv - - - - 

Unser nächstes Monatstreffen findet am

 

Mittwoch, den 2.4.2014 um 19:30 Uhr

 

im Nebenzimmer des Bayerischen Löwen, Augsburg-Oberhausen, Ulmer Str. 30 statt.

Eines der Themen dieses Abends: die Vogelbestimmung.

Anhand einer Präsentation, die beim LBV im Rahmen eines Einführungskurses für beginnende Ornithologen gehalten wurde, wird das Thema vorgestellt. Ein Überblick über die Bestimmungsliteratur soll diese Einführung abrunden, die besonders für unsere vielen neuen Teilnehmer des Monatstreffens gedacht ist, aber auch zu einem Gespräch mit unseren erfahrenen Vogelbeobachtern anregen soll.

 

Mit vielen Tipps gut gerüstet starten wir umso besser in die Kartiersaison und können uns an den nach und nach eintreffenden Zugvögeln erfreuen. Wir wollen aber auch einen aktuellen Blick auf unsere Homepage werfen und haben Neuigkeiten zum geplanten Flächenerwerb und zu weiteren Projekten. Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen - wie immer für Mitglieder und Interessierte!


Frühling wird’s am Altmühlsee

(21.03.2014) Frühlingsanfang - Am Altmühlsee geben sich die alljährlichen Durchzügler ihr Stelldichein.

Ganz besonders erfreut es den Besucher dieses netten Fleckchens Erde, wenn er den Beobachtungsturm auf der Vogelinsel besteigt und einige hundert Meter entfernt wirkliche Raritäten zu sehen bekommt. 

So geschehen heute, am 21.03.14, als man 20 Brachvögel auf dem Durchzug wenige hundert Meter vom Ufer aus beobachten konnte.

Die Fahrt zum See lohnt auf jeden Fall. Mit dem Zug ist man vom Augsburger Hauptbahnhof aus in weniger als 1 ½ Stunden vor Ort in Muhr am Altmühlsee.

In den nächsten Wochen dürfte der für Vögel attraktive Rastplatz noch richtig voll werden. See- und - nach Hörensagen - auch der Fischadler seien vor Ort. In jener interessanten Gegend, in der die schwäbische mit der fränkischen Mundart verschmilzt, hält der Frühling auch eher Einzug, als auf dem Lechfeld.

Also - wenn Sie an einem Wochenende noch nicht wissen, was Sie unternehmen könnten - kaufen Sie sich ein Bayern Ticket, beobachten Sie in bester Umgebung den Vogelzug, besuchen Sie die Umweltstation des LBV und kehren hernach mittags beim Jägerluck ein.

(Stefan Höpfel)


Der Grünspecht – Vogel des Jahres 2014

Führung mit Bernd-Ulrich Rudolph durch die Wolfszahnau am 17.03.2014.

 

Wolfs-Zahn-Au.

 

Vermutlich ist der Name auf die Geometrie des heutigen Landschaftsschutzgebietes innerhalb der Stadtgrenzen von Augsburg zurückzuführen. Und doch gibt der Klang des ca. 76 ha großen Gebietes auch einen Eindruck von der naturbelassenen "Wildnis" als wertvollen Lebensraum für bedrohte Pflanzen und Tiere.

 

Unter den vielen Bewohnern der Wolfszahnau befinden sich auch zwei Paare des Grünspechts, Vogel des Jahres 2014. Dies nahm Bernd-Ulrich Rudolph für den LBV zum Anlass für eine interessante und kurzweilige Führung, bei der die knapp 25 Teilnehmer einen Einblick nicht nur in die Vogelwelt dieser faszinierenden Oase im Stadtgebiet erhielten.

 

Der scheue Namensgeber der Führung konnte leider nur aus der Ferne im Flug gesichtet werden, jedoch war sein typisches "Lachen" mehrfach zu hören und auch eindeutig zwei Individuen zuzuordnen. Während Rotkehlchen und Sumpfmeise aus der Nähe beobachtet werden konnten, waren durch die einsetzende Dämmerung unter anderem Buntspecht, Buchfink, Zilpzalp, Singdrossel und eine Schlafkolonie Dohlen nur noch vorwiegend akkustisch vernehmbar, was durch die reduzierte Wahrnehmung aber seinen ganz eigenen Reiz hatte. Die feinen, immer wieder wechselnden, Strophen der Singdrossel standen dabei in eigenwilligem Kontrast zur Geräuschkulisse der vielen Dohlen auf Schlafplatzsuche.

 

Auffallend während der gesamten Führung war das viele Totholz als charakteristisches Merkmal eines naturnahen Waldes. Durch das bewusste Liegenlassen abgestorbener Bäume oder Teile davon entsteht wichtiger Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Wie Bernd-Ulrich Rudolph erklärte, zeigt sich dies auch bei den Spechten: Neben dem auf der Wolfzahnau ausgesprochen häufigen Buntspecht und zwei Paaren des Namensgebers der Führung beheimatet die Wolfzahnau auch den Mittel- und Kleinspecht.

 

Auch die Veränderung des Lechs innerhalb des letzten Jahrhunderts war für alle Teilnehmer erfahrbar: Eschen als Hauptbestandteile des Baumbestandes in der Wolfzahnau und Weiden geben noch einen Hinweis auf den ehemaligen Auwald, der früher noch von Lechhochwässern überflutet wurde -  Lech und Auwald hatten fast das gleiche Niveau. Heute hat sich das Flussbett als Folge der Begradigung und des mangelnden Kiesnachschubes wegen der Staustufen um gut acht Meter einvertieft und verläuft nun tief unterhalb des Wolfzahnauwaldes.

 

Unerwartete Entdeckungen wie blühender Seidelbast, Kopfweiden oder Erdkröten auf Wanderung zum Laichgewässer rundeten die Führung ab und unterstreichen die Bedeutung dieses wertvollen Landschaftsschutzgebietes.

(Bernd Achtnicht)


Jahreshauptversammlung 2014

Eröffnung der ordentlichen JHV
Eröffnung der ordentlichen JHV
Martin Trapp berichtet über das vergangene Jahr
Martin Trapp berichtet über das vergangene Jahr
Unsere Jubilare: Christine Dietl, Holle Drivas-Kapfelsperger, Martin Trapp, Anne Bertuleit, Manfred Lang (v.l.n.r.)
Unsere Jubilare: Christine Dietl, Holle Drivas-Kapfelsperger, Martin Trapp, Anne Bertuleit, Manfred Lang (v.l.n.r.)
Nochmals Manfred Lang, den man zum beweglichen Inventar des Vereins zählen darf
Nochmals Manfred Lang, den man zum beweglichen Inventar des Vereins zählen darf
Nikolas Liebig während seines Vortrags WasSerLeben
Nikolas Liebig während seines Vortrags WasSerLeben
Brigitte Kraft blickt auf den Wahlmarathon
Brigitte Kraft blickt auf den Wahlmarathon
"Nehmen Sie die Wahl an?"
"Nehmen Sie die Wahl an?"
Der neue Vorstand: Stefan Höpfel, Brigitte Kraft, Claudia Weißschädel, Martin Trapp, Wolfgang Weiner (v.l.n.r.)
Der neue Vorstand: Stefan Höpfel, Brigitte Kraft, Claudia Weißschädel, Martin Trapp, Wolfgang Weiner (v.l.n.r.)

 

Am 11.03.2014 fand die ordentliche Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe Augsburg des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) e.V. im Pfarrsaal zur heiligsten Dreifaltigkeit in der Ulmer Straße in Augsburg statt.

Es kamen knapp 50 Mitglieder zusammen. Martin Trapp eröffnete den Abend

Vorweg rief er allen Anwesenden nochmals den Zweck unseres Vereins ins Gedächtnis: 

"Ziel und Zweck des LBVs ist der umfassende Schutz der Natur, insbesondere die Förderung des Arten- und Biotopschutzes."

 

Jahresrückblende 

Zunächst ein kurzer Rückblick aufs vergangene Jahr mit der Betonung, daß sich der Verein mitten in einem Wandlungsprozess, nämlich hin zu einem neuen, schwungvollen, offenen und lebendigen Verein befindet. Erwähnt wurden die Projekte und Maßnahmen in Glon für die Erhaltung des Lebensraums der Wechselkröte, die Baumfällungen in Bachern, um die Sandgrube wieder in einen lichten Zustand zu versetzen und die besonderen Leistungen unseres Gebietsbetreuers, Uwe Görtz, um die Teichanlage in Schwabaich herum. Darüberhinaus würdigte Martin Trapp die bisher erworbenen Verdienste der Wasseramselgruppe um Hermann Oberst herum und stellte die Aktivitäten der nunmehr stark verjüngten Gruppe vor. Zu guter Letzt kam er auf die Gruppe um Manfred Lang, Arnulf Wambach und Gerhard Höret zu sprechen, die kontinuierlich über die vergangenen 30 Jahre hinweg die Gebäudebrütergruppe formieren und durch ihre Aktivitäten lebendig halten.

 

Die Arbeit des Vorstands

Der Vorstand hielt insgesamt 5 Sitzungen - teilweise auch mit dem BN - ab, nahm 7 Termine wegen Licca Liber wahr, besuchte die Landesdelegiertenversammlung, präsentierte unsere Tongrube in Glon der LBV Landesleitung und wirkte aktive im NANU mit. Dieser Einsatz erfordert einen sehr hohen Aufwand an Kraft und Zeit, der auf Dauer alleine nicht zu bewerkstelligen sein dürfte.

 

Die Finanzen

Insgesamt, so führte der Kassier, Hermann Mayer, aus, weise die Kreisgruppe für dieses Jahr eine Bilanz wie folgt auf: Ausgaben in Höhe von rund 13 tsd. Euro stehen Einnahmen in Höhe von rund 10 tsd Euro gegenüber. Dieses sei unter anderem auch darin begründet, da die Kreisgruppe aus Solidarität mit der Zentrale in Hilpoltstein auf Einnahmen ausnahmsweise verzichtet hatte, die ihr eigentlich zustünden. Herr Mayer unterstrich seinen Wunsch, im kommenden Jahr einen positiver Abschluß anzustreben. 

 

Ehrung der langjährigen Mitglieder

Der Stapel der Ukunden war doch recht ansehnlich. Leider kamen nur 4 Mitglieder persönlich, um ihre Dankurkunde und die LBV Schmucknadel entgegenzunehmen. Für ihre langjährige Mitgliedschaft wurden geehrt:

Frau Anne Bertuleit, 10 Jahre

Frau Christine Dietl, 10 Jahre

Frau Holle Drivas-Kapfelsperger, 10 Jahre und

Manfred Lang, 30 Jahre.

Wir danken ihnen und allen nicht Anwesenden Jubilaren für ihre Treue und ihre Unterstützung, die sie dem Verein bis dahin haben zukommen lassen.

 

Wahl des Vorstands

Die Vorstandswahl wurde durch Brigitte Kraft geleitet und durch das Ehepaar Julier, die dadurch von ihrem Wahlreicht keinen Gebrauch machen konnten, dankenswerterweise ausgezählt.

Als Vorstandsvorsitzender wurde einstimmig Dr. Martin Trapp im Amt bestätigt.

Das weitere Ergebnis:

Der Vorstand:

1. Stellvertreter: Stefan Höpfel 2. Stellvertreter: Claudia Weißschädel Schatzmeister: Hermann Mayer 1. Kassenprüfer: Werner Aigner 2. Kassenprüfer: Erika Niggl Jugendbeauftragter: Wolfgang Weiner 1. Beisitzer: Wilhelm Behringer 2. Beisitzer: Armin Hörz 3. Beisitzer: Manfred Lang 4. Beisitzer: Bernd-Ulrich Rudolph 5. Beisitzer: Dr. Hermann Stickroth

Die Delegierten

1. Delegierter: Claudia Weißschädel 2. Delegierter: Hermann Mayer 3. Delegierter: Susanne Trapp

 

Wir bedanken uns bei Martin Trapp für sein "Interregnum" zwischen der außerordentlichen Jahreshauptversammlung des letzten Jahres bis zur jetzigen. In diesem Jahr, das viel Kraft und Zeit kostete, kann er auf eine äußerst positive Bilanz zurückblicken. Der LBV wird in Augsburg wieder wahrgenommen.

Vielen Dank an dieser Stelle!

 

Vortrag WasSerLeben

Während die Stimmen ausgezählt wurden, stellte Nikolas Liebig, Geschäftsführer vom Landschaftspflegeverband Augsburg, Augsburgs Fließgewässer und deren Bedeutung für die Stadt damals wie heute vor. Seine eindrucksvolle, reich bebilderte Präsentation stellte bereits eingangs fest: es gibt in Deutschland keine zweite Stadt, die 28% ihrer Fläche unter Naturschutz gestellt hat. Auf 147 km² Fläche entfallen 15% auf Naturschutz- und 13% auf Landschaftsschutzgebiete. Er erwähnte die Bedeutung der Trinkwasserfließgewässer für Augsburg, die bis ins ausgehende 19. Jahrhundert genutzt wurden und die fatalen Auswirkungen der Lechbegradigung, der damit verbundenen Eintiefung und letztlich der daraus resultierenden Einleitung von Lechwasser in die Bäche, um so den Grundwasserspiegel einigermaßen zu halten. Ein sehenswerter und informativer Vortrag!

 

Gebietserwerb 2014

Zum Abschluß erwähnte Martin Trapp noch ein Vorhaben, das kurzfristiger Entscheidungen bedarf. Die Kreisgruppe augsburg hätte die Möglichkeit ein Wiesenbrütergebiet zusammen mit anderen Naturschutzverbänden bei Unterthürheim zu erwerben. Hier wäre insbesondere die erhebliche Förderung durch den Freistaat Bayern zu nennen. Über das Für und Wider wird bereits in der nächsten Woche ein Dialog beginnen. Die Regierung von Schwaben wird die näheren Umstände zunächst darlegen, Informationen an die Mitglieder werden danach erfolgen, um so eine Diskussion und Entscheidung in Gang zu bringen.

(Stefan Höpfel)



FLUGBLATT – das Rundschreiben des LBV-Augsburg

 

Alle LBV Mitglieder der Kreisgruppe Augsburg haben unser "Flugblatt" bereits auf dem Postweg erhalten.

Mit diesem Rundschreiben möchten wir aktuelle Informationen zur Ortsgruppe, Rückblick auf vergangene Aktionen und Hinweise auf zukünftige Termine, Projekte und Führungen geben.

 

Für alle Interessierten steht das Rundschreiben jetzt auch in elektronischer Version als PDF zum Download bereit:

 

 

Rundbrief LBV Kreisgruppe Augsburg Februar 2014.pdf (geringe Auflösung)

 

Rundbrief LBV Kreisgruppe Augsburg Februar 2014.pdf (originale = hohe Auflösung)

 

Zum Anzeigen des Dokumentes wird das Programm "Adobe Reader" benötigt, welches hier kostenlos zum Download zur Verfügung steht.

 

 

 


Licca Liber - Online Befragung

Ab dem 28. Januar bis zum 16. Februar können die Bürger von Augsburg, Gersthofen, Mering und Königsbrunn auf der Seite  http://www.flussdialog-liccaliber.de ihre Meinung zu der bevorstehenden Umgestaltung des Lechs äußern. Ein Faltblatt des Wasserwirtschaftsamts wird der Augsburger Allgemeine und dem Wochenblatt "extra" beigelegt.

Für Bürger, die keinen Online Zugang haben stehen am Rathausplatz Augsburg in der Bürgerinformation zusätzliche PCs bereit, an denen die Befragung durchgeführt werden kann.

Informieren Sie sich über die Vortragsabende "Licca Liber" in den Stadtteilen auf unserer Terminseite. 

Hier haben Sie die Möglichkeit Ihre Meinung zu Ihrer Region, Ihrer Umgebung und der Zukunft dieser Region abzugeben. Nutzen Sie diese Chance.

(Stefan Höpfel)


Endergebnis der Stunde der Wintervögel

20 % weniger Vögel in Bayerns Gärten: Das ist eines der Ergebnisse der Stunde der Wintervögel. Hauptgründe dafür: der so milde Winter und die nasskalte Brutsaison 2013. Insgesamt zählten knapp 20.000 Bayern mehr als 460.000 Vögel.

 

Überraschungssieger ist der Feldsperling! Er nahm zwar nicht zu, aber die Vorjahresspitzenreiter Kohlmeise und Haussperling waren seltener. Ernsthafte Sorgen macht der Grünfink, der um 20 % zurückging. 

Einen kleinen Lichtblick liefert dagegen die Amsel (Platz 5). Sie konnte sich zwar nicht erholen, hat aber immerhin nicht weiter abgenommen. 


>> Die ausführlichen Ergebnisse der Stunde der Wintervögel 2014 in Bayern.


Ein ungleiches Paar aus der Vogelwelt

 

Meitingen Ende Januar 2014. Spaziergänger, die derzeit entlang des Lechkanals gehen, können ein ungleiches Paar aus der Tierwelt beobachten. 

Es hat den Anschein, als hätte sich eine Graugans in einen Schwan vernarrt.

Martin Trapp - vom Bayerischen Rundfunk zu diesem Thema interviewt - meint allerdings, daß es sich hierbei allerdings auch um eine Fehlprägung handeln könne. Diese könnte daran liegen, daß Vögel sehr nahe beieinander nisteten und eventuell dabei Eier des einen in das andere Nest geraten sind.

>> Lesen Sie mehr...


DANKE - Unsere Streuobstwiese in Biberbach ist fit fürs Jahr

 

Samstag, der 18.01.2014. Ein Arbeitseinsatz im Januar ist schon eine Seltenheit, daß aber bei Nebel und unwirtlichen 2°C ein gutes Dutzend Leute zusammenkommen, um miteinander unsere Streuobstwiese wieder auf Vordermann zu bringen, läßt Gutes für die kommende Saison hoffen.

 

Gemäß dem Motto, wenn der Winter schon kein Winter ist, dann herrschen dennoch optimale Bedingungen zur Landschaftspflege. Mit Balkenmäher, Säge und Rechen rückten unsere Mitglieder der arg zugewachsenen Wiese zu Leibe. 

 

Überall da, wo der Traktor nicht hinkam, war die Wiese arg eingewachsen. So wurden Brombeersträucher stark zurückgeschnitten, Obstbäume gelüftet und der Waldrand, der sich auf das Grundstück bereits vorgearbeitet hatte, wieder ein wenig zurückgedrängt. 

 

Es zeigte sich wieder einmal, wie rasch ein solcher Arbeitseinsatz von statten gehen kann, wenn nur genügend Leute zusammenkommen. Gerade einmal von 09:00 bis 12:00 Uhr dauereten die Arbeiten. 

 

Vielen Dank an alle und möge sie ein zündender Auftakt für eine aktive Saison sein.

SH

Neblig war es, aber kein Schnee - nichts steht dem Mähen entgegen
Neblig war es, aber kein Schnee - nichts steht dem Mähen entgegen
Überall wird gearbeitet
Überall wird gearbeitet
Ein anspruchsvoller Mähparcours
Ein anspruchsvoller Mähparcours
Sowohl unten als auch oben - über ist viel gewachsen und wartet auf Pflege
Sowohl unten als auch oben - über ist viel gewachsen und wartet auf Pflege
... da ist irgendwo noch ein Ast zuviel
... da ist irgendwo noch ein Ast zuviel
... das wuchernde Gestrüpp kommt weg
... das wuchernde Gestrüpp kommt weg
...die Arbeit ist getan
...die Arbeit ist getan
 
 


Vor der Brutzeit noch schnell vorbeigeschaut…

 

…. hatten 6 aktive LBV’ler der unserer Kreisgruppe.

Gleich zu Beginn des neuen Jahres (03.01.2014) beraumte unser Vorsitzender, Martin Trapp, kurzfristig einen Termin an, im sogenannten „Damhirschgehege“ in den Lechauen nördlich der Lechstaustufe 23 die dortigen Nistkästen auf mögliche Bruterfolge zu kontrollieren und gegebenenfalls zu reinigen.  

Mit von der Partie waren die Fledermaus AG und die Wasseramsel AG. Erstere hoffte auf eventuelle Nachweise von Fledermäusen und letztere konnte die im Vorjahr begonnene komplette Kartierung der Wasseramselkästen beenden.

Ganz besonders interessierte jeden von uns, ob die selbstgebauten Nistkästen für Gänsesäger und Schellente, die unser Mitglied, Manfred Lang, aus einfachen Blumentöpfen zusammenbaute, von den Vögeln angenommen wurden. Dem war nur teilweise so, da wir Entenflaum und Eierschalen in einem der „Blumentopf-Nistkästen“ finden konnten.

Die Wasseramsel AG konnte zwei Nistkästen nachweisen, wobei der eine repariert und der andere aufgegeben werden mußte.

Nicht ganz unschuldig für die hohe Beteiligung an dieser Aktion war natürlich auch die Attraktion des Geheges. Wir bekamen sowohl die Dam- als auch Rothirsche zu sehen und konnten ebenso die dort gehaltenen Mufflons sichten.

Ein kurzer knapper Einsatz bei bestem Wetter, der mittags bereits abgeschlossen werden konnte.

Stefan Höpfel

Landesbund f. Vogelschutz
Landesbund f. Vogelschutz
Winterstimmung
Winterstimmung
Selbstgebauter Nistkasten aus Tontöpfen
Selbstgebauter Nistkasten aus Tontöpfen
Manfred Lang untersucht den Inhalt - Ente!
Manfred Lang untersucht den Inhalt - Ente!
Gänsesägernistkasten wird gereinigt
Gänsesägernistkasten wird gereinigt
Hornissen waren im letzten Sommer die Bewohner
Hornissen waren im letzten Sommer die Bewohner
Einer der defekten Wasseramselkästen
Einer der defekten Wasseramselkästen
So sieht ein Nest im Querschnitt aus
So sieht ein Nest im Querschnitt aus
....die Attraktion schlechthin - ein weißer Damhirsch
....die Attraktion schlechthin - ein weißer Damhirsch

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
zum Anfang
Mitglied werden
LBV Naturshop
LBV QUICKNAVIGATION