2015 - Miteinander - für Natur und Artenschutz!

Aktiv - das seid Ihr!
Aktiv - das seid Ihr!

(07.12.2015) Was für ein Jahr! Arbeit ohne Ende und dann noch ein gut gemischtes Ausflugsprogramm dazu.

Noch nie waren so viele LBV'ler mit dabei, noch nie haben sich so viele Mitglieder einen Ruck gegeben und sind aktiv geworden und niemals zuvor hatten wir so viel gemeinsame Freude.

Es ist Usus und es gehört sich, am Jahresende einen Rückblick zu geben und allen, die sich - in welcher Art auch immer - eingebracht haben zu danken. Das sollte man nie vergessen, denn ein Verein ist nur so gut, wie die Mitglieder willens sind mitzumachen. Ohne Mitglieder, kein Verein, kein gar nichts.

 

DANKE 

Danke an alle Spender an den LBV, Kreisgruppe Augsburg. Die herzigste Spende sei hier nicht verborgen: Der Jubilar wünschte sich zum Geburtstag explizit eine Sammelspende an den LBV!

 

Danke an alle aktiven Helfer, die unermüdlich und selbstlos in unserem wirklich vollen Jahresprogramm mit dabeiwaren, sich einbrachten und auf deren Verläßlichkeit man bauen konnte. Für mich war die erstaunlichste Sache dabei, daß wir auf eine enorme Wissensbasis zurückgreifen können, bei der jeder seinen Teil mit einbringt.

 

Danke an unsere Vertragsnaturschutzbauern, mit denen wir ein gutes Verhältnis pflegen und die aktiv dazu beitragen, daß unsere Flächen dem Arten- und Biotopschutz erhalten bleiben.

 

Ebenso möchte ich mich auch für die Anregungen und Kritik bedanken. Denn letztere ist wichtig, um sich verbessern zu können. Macht davon Gebrauch, das ist gelebte Vereinsgemeinschaft.

 

Rückblick 

Wer noch an einem Rückblick interessiert ist, der möge hier klicken. 

 

Eine gesegnete Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Stieglitz-Jahr!

wünscht

Stefan Höpfel


Dezember? - Geschenkte Tage!

Die meisten Mönche sind wieder dicht
Die meisten Mönche sind wieder dicht
Wasserstand mittlerer Weiher
Wasserstand mittlerer Weiher
Einige der Weiden müssen winters eine Schneitelung erfahren
Einige der Weiden müssen winters eine Schneitelung erfahren
Sturmopfer
Sturmopfer
wir zählten 19 Nester
wir zählten 19 Nester
Abendstimmung mit Säuling
Abendstimmung mit Säuling
Hochvogel bis in die Vorarlberger
Hochvogel bis in die Vorarlberger
und dann flammte es noch einmal auf - um recht rasch dunkel zu werden
und dann flammte es noch einmal auf - um recht rasch dunkel zu werden

(06.12.2015) Sollte der dicke Coca-Cola Mann, der den heiligen Nikolaus darstellen soll, heute unterwegs gewesen sein, dann dürfte er wohl gehörig ins Schwitzen gekommen sein.

Nein, was war das heute für ein geschenkter Tag. Alpensicht, Sonne und Temperaturen weit jenseits des Gefrierpunktes. 

Unsere Weiher in Schwabaich sind wieder gut befüllt, dennoch benötigen sie noch einen Schwapp, um ihren ursprünglichen Füllstand wieder zu erreichen.

Die Nester unserer Graureiherkolonie sind gut zu sehen und der Sturm zu Beginn der Woche forderte Tribut und hat einige Bäume in den Oberen Weiher umfallen lassen.

Unsere fleißigen Vogelbeobachter melden nach wie vor Rohrweihe und eine zweistellige Zahl an Rotmilanen.

(Stefan Höpfel)



Tolle Hechte - dicke Karpfen

3mal zogen die Kraniche an diesem Tag!
3mal zogen die Kraniche an diesem Tag!
Ab in den Schlamm
Ab in den Schlamm
Ein wenig Mut gehört wohl dazu
Ein wenig Mut gehört wohl dazu
Sammler !
Sammler !
Still und schlabbrig ruht der See!
Still und schlabbrig ruht der See!
der Kampfplatz....
.... und die erste große Trophäe
.... und die erste große Trophäe
brodelndes Wasser
brodelndes Wasser
Jeder mußte hier anpacken
Jeder mußte hier anpacken
Max Sehr aus HIP
Max Sehr aus HIP
die Behälter wurden gewogen....
... und im Protokoll vermerkt
... und im Protokoll vermerkt
Edelstahlwannen - gut ausgestattet!
Edelstahlwannen - gut ausgestattet!
Volle Kescher überall
Volle Kescher überall
Becken fürs Sortieren
Becken fürs Sortieren
Peter Görtz war die ganze Zeit mittendrin!
Peter Görtz war die ganze Zeit mittendrin!
Unser Landesvorsitzender Norbert Schäffer im Gespräch mit Martin Trapp
Unser Landesvorsitzender Norbert Schäffer im Gespräch mit Martin Trapp

(31.10.2015) Wer sich jemals die Frage stellte, wie ein kleiner Bach bei Höchstädt, bei der für Europa so schicksalsträchtigen „Battle of Blenheim“ („Blindheim“, aber das negierten unsere angelsächsischen Nachbarn damals schon), zum nur schwer überwindbaren Hindernis werden konnte, dem wurde dieses am vergangenen Samstag bildlich vor Augen geführt. Wiese, grün, Wasser, Schlamm, Pfütze, Matsch.

 

Vorbereitung

2 Monate vor unserem alle 4-5 Jahre stattfindenden Abfischen an den Burghofweihern, nahmen wir Kontakt zu verschiedenen Fischereivereinen auf. Interesse an unseren Fischen bekundeten zwei Fischereivereine, Buchloe Penzing. Mit ihnen entspann sich in den kommenden Wochen ein recht lockerer aber aufs Ziel fixierter Dialog, wie das Abfischen von statten gehen soll, und wer wann wo wie was bekommen soll.

Haupteil

Uwe Görtz, unser Gebietsbetreuer, der unsere Teichanlage von Beginn an (seit 1995) betreut, ließ gute 4 Wochen vor der Aktion den Großen Weiher ab, woraufhin die Fische – nolens volens – in den Mittleren Weiher abwandern mußten (nur der Biber versuchte sich stand- und wehrhaft gegen das Ablassen zu verteidigen und baute die Mönche regelmäßig zu). Zwei Tage vor dem Abfischen richtete Uwe zusammen mit seinem Sohn Peter den Kanal zum Abfischen her und die Vereine deponierten ihre Ausstattung an Wannen und Werkzeug, um dann umso früher samstags loslegen zu können.

 

Die große Schlammschlacht

Am Tag X, dem 31.10.2015, ging es dann los. Mönch auf, Uwe stand bis zu den Hüften im Fisch (und im Wasser) und die Tiere quollen geradezu aus dem Rohr in den Ablaßkanal. Dort warteten viele Fachkundige mit Kescher und Wannen bewehrt, griffen tief, zogen durch und hoben schwer. Heraus kamen erst einmal die kleinen Fischlein, dann die etwas größeren und zu guter Letzt die wirklich dicken Karpfen und Hechte – die Bilder zeigen es eindrucksvoll.

Je länger die Aktion dauerte, desto mehr wurde die Grünfläche, auf der die Gerätschaften standen und die Leute gingen, zu einer Schlammpfütze, die am Ende ohne Gummistiefel nicht mehr zu passieren gewesen war.

 

Man gibt sich die Ehre

Die Presse folgte unseer Einladung zur Besichtigung ebenso wie unser Landesvorsitzender, Dr. Norbert Schäffer, mit von der Partie war. Letzterer war mit Familie vor Ort und brachte auch gleich den LBV Fischexperten, Max Sehr, mit. Der Bürgermeister von Langerringen, Herr Konrad Dobler, war ebenso kurz vor Ort wie die Regierung von Schwaben. 

Der Burghofweiher ist nun einmal eines von nur zwei Naturschutzgebieten im Landkreis Augsburg und dank seiner Größe von 21 Hektar nicht unbedeutend.

Wir bedanken uns für dieses Interesse an unseren Tätigkeiten.

 

Mehr als ein Dutzend Arten

Unter Wasser herrscht das blühende Leben: Hecht, Karpfen, Rotfeder, Rotauge, Laube, Gründling, Stichling, Giebel, Edelkrebs, Teichmuschel, Laubfrosch, Seefrosch befinden sich in unseren Teichen. Eine ansehnliche Menge. Nachdem die Tiere entnommen worden waren, wurde der Mittlere Weiher sofort wieder geflutet. Hinsichtlich einiger scheinbar verendeter Fische konnten die Mitglieder der Fischereivereine Entwarnung geben. Man habe schon einen Giebel am Bodensee aus dem Wasser geholt, in ein feuchtes Tuch gewickelt und zu Hause wieder „ausgewickelt“. Die seien recht zäh, diese heimischen Fische.

 

Gute Zusammenarbeit

Der Erfolg war weder sicher, noch war es klar, daß man so reibungslos zusammenarbeiten werden wird.

Aber: es ging alles glatt. Sowohl die Abstimmung als auch die Zusammenarbeit der Fischereivereine untereinander und mit uns, dem LBV, verlief harmonisch und reibungslos. Das ist umso erfreulicher, als man in Betracht ziehen muß, daß anstelle der angenommenen 6 Tonnen Fisch nur rund 3,2 Tonnen Fisch aus den Weihern geholt werden konnte.

Insofern ein großes Lob und herzlicher Dank an die beiden Organisationen, deren Protagonisten am Ende des Tages gezeichnet das Feld verließen: Schlamm, Wasser und klamme Finger.

Danke an Hans Lammers und Rainer Otminghaus vom Fischereiverein Penzing und Markus Tahedel und Hugo Krause vom Fischereiverein Buchloe für das auskömmliche Miteinander.

 

Helfer, Brotzeit und Dank

19 aktive LBV’ler wirkten mit. Die weiteste Entfernung (Ein Mitglied kam sogar extra aus Thierhaupten angereist).

Danke an diejenigen, die in ihren Wathosen unerschrocken in den Schlamm stiegen und Krebse und Muschel sammelten, Dank an diejenigen, die  den Verbindungsweg zwischen Großem und Mittlerem Weiher freischnitten und Dank an diejenigen, die mit Ihrem Organisationstalent unsere „Großküche“ ermöglichten und 63 (sic!) Personen verköstigten.

 

Zeitungsartikel

Den Zeitungsartikel können interessierte hier nachlesen.

(Stefan Höpfel)


Lechstau 21 - Premieren-Herbsteinsatz

Der Damm im Herbst. Mähgut ....
....rechts und links, mal mehr, mal weniger offensichtlich
....rechts und links, mal mehr, mal weniger offensichtlich
die Hälfte der Gruppe im vollen Einsatz am Damm!
die Hälfte der Gruppe im vollen Einsatz am Damm!
Herbststimmung am Lechstau
Herbststimmung am Lechstau
man beachte die einhändige Rechenführung
man beachte die einhändige Rechenführung
Labor et Otium (Arbeit und Muße (?))
Labor et Otium (Arbeit und Muße (?))
Wie darf der Rasen sein? gerecht und gegabelt, bitte!
Wie darf der Rasen sein? gerecht und gegabelt, bitte!
Ein Glück, daß es Zoomobjektive gibt - die Gabel sticht!
Ein Glück, daß es Zoomobjektive gibt - die Gabel sticht!
Abrechen à la Benkart Trautz & Salmen
Abrechen à la Benkart Trautz & Salmen
fertig für den Abtransport
fertig für den Abtransport
Mittag - endlich Brotzeit!
Mittag - endlich Brotzeit!
Martin Trapp dankt den Mitgliedern...
...die ihrerseits andächtig lauschen
...die ihrerseits andächtig lauschen
Unsere freiwilligen Helfer aus Eritrea....
...waren mit Begeisterung dabei
...waren mit Begeisterung dabei
Michael Comes-Lipp, LBV Landsberg
Michael Comes-Lipp, LBV Landsberg
...und unser Manfred Lang
...und unser Manfred Lang
nach dem Mittag spitzelte die Sonne durch ...
... und so ging es voller Elan...
....mit der Arbeit rasch voran!
....mit der Arbeit rasch voran!
auch wenn es pedantisch aussieht, aber: je genauer ausgerecht, desto besser für den Kreuzenziansameisenbläuling im nächsten Jahr!
auch wenn es pedantisch aussieht, aber: je genauer ausgerecht, desto besser für den Kreuzenziansameisenbläuling im nächsten Jahr!
Zeit für eine gute Diskussion zwischendurch - auch das ist Teil einer Pflegeaktion!
Zeit für eine gute Diskussion zwischendurch - auch das ist Teil einer Pflegeaktion!

(17.10.2015) Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Vor allem dann nicht, wenn dieser Einsatz Premiere und Notwendigkeit zugleich war.

Premiere deshalb, da wir - mit Einverständnis des Betreibers - erstmals den gesamten Lechstau auf den Innen- und Außenseiten mähen und rechen konnten. Notwendigkeit, weil der Sommereinsatz aufgrund der Hitze ausfiel und dem Herbsteinsatz das behördliche Placet längere Zeit fehlte.

 

Mähen im Vorfeld

Auch hier: eine Premiere der doppelten Art. Erstmals mähten zwei Teams parallel und erstmals mußte Andreas Müller, der über lange Jahre hinweg zuverlässig und sehr umsichtig den Lechstau mähte und ihn somit wie kaum ein Zweiter kennt, aus gesundheitlichen Gründen die Bedienung der Balkenmäher neuen Freiwilligen überlassen. Marianne Fromm und Dietrich Peter nahmen sich dieser Aufgabe an und doch benötigten sie noch gute eineinhalb Tage, um die Dämme zu bearbeiten. So auch das Team um Hans Streicher von unseren Landsberger Freunden.

 

Handlungsbedarf: Maschinenpark!

Mensch und Maschine altern und unsere Balkenmäher sind in die Jahre gekommen. Unser ältester Mäher tut – nein tat (!) – seinen Dienst nunmehr 23 Jahre. Er, der einst wie heute eine sehr teure Anschaffung darstellt, gab am Lechstau den Geist auf. Hier helfen auch keine Tricks und Kniffe unseres Gerätewarts, Willi Rottenegger – der Mäher ist irreparabel und muß ersetzt werden. Man ist an dieser Stelle versucht zu schreiben, Spenden sind willkommen, denn die Anschaffung eines neuen Mähers ist 5-stellig und entspricht dem Kauf eines gebrauchten VW Golfs. Sollte es die Gönner auf dieser Welt geben – sie wären uns höchstwillkommen.

 

Viele Helfer – gutes Wetter

Glück mit dem Wetter – das hatten wir auch dieses Mal wieder. Regnete es an den Vortagen noch recht heftig, so blieb der Samstag weitgehend trocken und grau.

Dann erschienen sie, die zahlreichen Helfer. Genauso wie beim letzten Mal kamen die erhofften Scharen. 31 Helfer, Landsberger und Augsburger, nahmen Rechen oder Gabel in die Hand und legten los, eine Gruppe östlich, eine westlich. Mit dabei waren – wie in den Vorjahren, eine bunte Mischung aus Landsbergern und Augsburgern und der eine oder andere, der sich ein Herz nahm und einfach mal aktiv werden wollte, auch wenn er schon laaaange LBV Mitglied ist. Klasse!

 

Eritrea mitten dabei!

Eine Geste der besonderen Art war die tatkräftige Hilfe dreier Eriträer, die eingeladen waren bei unserer gemeinsamen Abrechenaktion der Kreisgruppen Augsburg und Landsberg mitzuhelfen. Die drei schlugen sich wacker und waren eine gute Hilfe!

 

Mittagessen und noch 2 Stunden

Obgleich die Arbeiten recht zügig vorankamen, so war keine der beiden Gruppen bis zum Mittag fertig. Die Brotzeit fiel wie üblich gut, reichlich und in – schließt man nach dem Geräuschpegel – angeregter Atmosphäre statt, jedoch hieß es danach nochmals ran an die Rechen.

 

Vergelt’s Gott und herzlichen Dank!

Unsren 4 Maschinenführern, die vorab mähten, allen freiwilligen Helfern, die mit Rechen und Gabel das mehr oder weniger trockene Gras zusammentrugen und allen die zum Gelingen des Arbeitseinsatzes organisatorisch beitrugen und ihre Freizeit opferten sei an dieser Stelle ein herzlicher Dank ausgesprochen! Ich habe auch dieses Mal nur frohe Gesichter gesehen! So seid Ihr – froh, tatkräftig und munter!

Die Bilder werden aus Platzgründen im UNTEREN BEREICH weitergeführt.

(Stefan Höpfel)

Herbststimmung am Lechstau
Herbststimmung am Lechstau
Kurze Pause mit über 70 - Gerhard!
Kurze Pause mit über 70 - Gerhard!
Der Photograph freut sich immer über nette Blicke!
Der Photograph freut sich immer über nette Blicke!
Rechenführung will gelernt sein, aber die drei ....
....machten wirklich gut mit!
....machten wirklich gut mit!
Marianne Fromm in der langgezogenen Linkskurve auf dem Weg zum Zielpunkt!
Marianne Fromm in der langgezogenen Linkskurve auf dem Weg zum Zielpunkt!
und hier geht es wirklich zur Sache - gemeinsam und effektiv!
und hier geht es wirklich zur Sache - gemeinsam und effektiv!
leuchtendes Herbstlaub - nur die Sonne fehlte
leuchtendes Herbstlaub - nur die Sonne fehlte
auch die "Genießer" waren mit von der Partie
auch die "Genießer" waren mit von der Partie
Und hier: fröhliches Gabeln und...
kontemplatives Rechen!
kontemplatives Rechen!
Zwei Mannsbilder und ein "Wässerli"
Zwei Mannsbilder und ein "Wässerli"
...die Gesichter blieben fröhlich bis ans Ende der Aktion
...die Gesichter blieben fröhlich bis ans Ende der Aktion
Ein Rechen mit Blümlein
Ein Rechen mit Blümlein
Bei Werner wird es niemandem langweilig!
Bei Werner wird es niemandem langweilig!
von hier ab nach vorne sind es nur noch gute 2 Kilometer!
von hier ab nach vorne sind es nur noch gute 2 Kilometer!
Die Arbeit geht leicht von der Hand, ob in der Gruppe oder ...
als einsame Rechenkraft
als einsame Rechenkraft
kaum war die Arbeit getan - kam der Landwirt heran!
kaum war die Arbeit getan - kam der Landwirt heran!
noch die Rechen verstaut - bis zum nächsten Einsatz!!
noch die Rechen verstaut - bis zum nächsten Einsatz!!
 

A U F R U F Demo - Rettet das Riedberger Horn!

Das Riedberger Horn - ein beliebter Schitouren-Berg
Das Riedberger Horn - ein beliebter Schitouren-Berg
Aufruf zur Demo vor der Staatskanzlei
Aufruf zur Demo vor der Staatskanzlei
Einladung zum ökumenischen Gottesdienst
Einladung zum ökumenischen Gottesdienst

(30.09.2015) Unter dem Motto "Hände weg vom Alpenplan - Rettet das Riedberger Horn" lädt CIPRA Deutschland und seine Mitgliedsorganisationen, zu denen der LBV gehört, zur Demo am 06. Oktober, 11.30 in München vor der bayerischen Staatskanzlei ein.


Die beiden Skigebiete von Balderschwang und Grasgehren mit Lift und Piste sollen nun doch verbunden werden. Das Riedbeger Horn liegt in der Schutzzone C des bayerischen Alpenplans, der schon seit dem Jahr 1972 existiert. Er wurde als vorbeugendes Konzept zur Verhinderung von Übererschließung, zur Sicherung des Naturraumes und zur Sicherung des Gebietes für die Erholung aufgestellt. Seit 1976 ist der Alpenplan Bestandteil des Landesentwicklungsprogramms (LEP). Der Alpenplan wurde in seinem über vierzigjährigem Bestehen noch nie verletzt! Das Riedberger Horn wäre daher ein Präzedenzfall! 

Derzeit läuft auf Antrag der Verwaltungsgemeinschaft Hörnergruppe ein sogenanntes Zielabweichungsverfahren vom LEP, um eine Verbindungsbahn und Piste (Skischaukel) zwischen den beiden Skigebieten von Balderschwang und Grasgehren zu genehmigen. Nach unserer Auffassung ist eine Zielabweichung nicht möglich, zumal der Wunsch für eine Erschließung seit vielen Jahren, - so auch bei der letzten Novellierung des LEP vor zwei Jahren – bekannt ist. Das Riedberger Horn ist einer der wichtigsten Lebensräume im Allgäu für das stark bedrohte Birkhuhn. Zudem sprechen Gesichtspunkte der Alpenkonvention (Protokoll Bodenschutz) dagegen, da das Gebiet erosionsgefährdet ist. Das Bayerische Kabinett will sich dennoch über diese Behörden bindende Richtlinie (Alpenplan im LEP) hinwegsetzen.

Demo gegen die Skischaukel am Riedberger Horn


Treffpunkt:
 11.30 Uhr, München, Bürgersteig zwischen Franz-Josef-Strauß-Ring und Pilotystraße 

Abmarsch: 12.00 Uhr zur Bayerischen Staatskanzlei,     

Ende: ca. 12.30 Uhr


Mitbringen: Freunde und Bekannte. Bitte kommen Sie in Skitouren- oder Wanderkleidung. Bringen Sie Skier, Rodel oder Wanderstöcke sowie gute Laune mit! 

(LBV Hilpoltstein)



Ab in die Freiheit

Ca. 25 Tage alt - kurz nach der Ankunft beim LBV
Ca. 25 Tage alt - kurz nach der Ankunft beim LBV
Ca. 32 Tage alt ...
... und schon deutlich gewachsen!
... und schon deutlich gewachsen!
Ab in die Freiheit - wir sind erstaunt!
Ab in die Freiheit - wir sind erstaunt!
Da fliegt "unser" Mauersegler
Da fliegt "unser" Mauersegler
Wer sieht ihn noch auf seinem Weg nach Süd-Westen?
Wer sieht ihn noch auf seinem Weg nach Süd-Westen?

(07.09.2015) 

Beeindruckend!

So empfanden wohl alle Anwesenden den ersten Aus-Flug  des jungen Mauerseglers nach der teilweise mühevollen händischen Aufzucht durch Wolfgang Weiner. Kaum aus seinem „LBV-Nest“ herausgehoben, startet der junge Vogel gekonnt und kreist  höher und höher in den abendlichen Augsburger Himmel. Kurz bevor wir „unseren“ Mauersegler aus den Augen verlieren, steuert er auf einmal zielstrebig Richtung Süd-Westen, die Zugroute nach Afrika, wo der Vogel nun die nächsten zwei Jahre seines Lebens nahezu durchgehend in der Luft verbringen wird, bevor er hoffentlich wohlbehalten wieder in seine Kinderstube nach Augsburg zurückkehrt, um dort zu brüten.

Und das alles ohne „Anleitung“ oder anwesende Artgenossen. Wahrlich beeindruckend!

 

Aber der Reihe nach:

Am 27. August erhielt unser 1. Vorstand, Martin Trapp einen Anruf aus der Konrad-Adenauer-Allee, dass ein junger Mauersegler gefunden wurde, der wohl aus dem Nest gefallen ist. Zu diesem Zeitpunkt dürfte der kleine Vogel knapp 20 Tage alt gewesen sein. Mit etwas über 20 g war der Mauersegler für sein Alter jedoch noch deutlich zu leicht.

Wolfgang Weiner nahm sich des kleinen Schützlings in den nächsten knapp 25 Tagen an, sorgte mit Wärmflaschen für die richtige Wohlfühltemperatur und fütterte regelmäßig speziell ausgewählte Insekten. Gerade dies war anfänglich eine Herausforderung, da Mauersegler nicht einfach - wie andere Singvögel - den Schnabel aufsperren, wenn Futter angeboten wird. Vielmehr saugen sich die kleinen Vögel am Finger fest (den sie für den Schnabel des Elternteils halten) und erwarten sehnsüchtig die Übergabe eines Insekten“ballens“.  Bis der Mauersegler lernt, nach Nahrung zu greifen, müssen deshalb die Insekten einzeln, mühevoll am Finger vorbei, seitlich in den Schnabel geschoben werden. Ein sehr zeitaufwändiges Unterfangen, das zudem tagsüber auch noch alle 2 Stunden wiederholt werden muss. Aber die Mühe hat sich gelohnt und so nahm der Mauersegler innerhalb von knapp 10 Tagen auf 43 g zu.

Anschließend wurden Flugmuskeln aufgebaut: die Nahrungsaufnahme wurde deutlich zurückgenommen, dafür erfolgten „Trockenflugübungen“. Dazu breitet der Jungvogel seine Flügel aus und bewegt diese in atemberaubender Geschwindigkeit auf und ab (ohne abzuheben) - fast wie ein Kolibri, so dass man die eigentliche Bewegung  der Flügel als Mensch nicht mehr wahrnehmen kann.

Das ist ein deutlicher Hinweis, dass der Ausflug in die Freiheit bevorsteht. Und so durfte unser Mauersegler in den Abendstunden (hier sind die natürlichen Feinde des kleinen Mauerseglers wie z. B. Turmfalken kaum noch aktiv) in den nächsten großen Abschnitt seines Lebens starten: der langen Reise in die Überwinterungsgebiete der Mauersegler in Afrika. Der Vogel wird nun die nächsten zwei Jahre in der Luft bleiben, bis er im dritten Lebensjahr vermutlich nahe seiner Kinderstube zur Brut schreiten wird. Und so denken wir in einigen Jahren sicherlich beim Eintreffen der Mauersegler in Augsburg Anfang Mai gerne an unseren kleinen Schützling zurück. (Bernd Achtnicht)

>>> Hier geht es zu einem kurzen Video über "unseren" kleinen Mauersegler


Die Moderatorin Kristin Recke
Die Moderatorin Kristin Recke

(18.10.2015) Ein Nachtrag zu unserem Erlebnis in Litauen: während Susi und ich vor Ort waren, kam der NDR hereingeschneit und machte im Rahmen seines "Ostsee-Reports" Station in Ventes Ragas. Ich erhielt nunmehr eine DVD des Drehs mit einigen lieben Zeilen der Moderatorin, Kristin Recke. 

Herzlichen Dank dafür und wer diesen Report sich ansehen möchte, der kann dieses unter folgender URL machen: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ostsee-report/Ostsee-Report,ostseereport488.html

(Stefan Höpfel)

KUREN - BLOG

Die Kurenwimpel (hier der von Nidden), die an den Kurenkähnen an der Mastspitze angebracht werden
Die Kurenwimpel (hier der von Nidden), die an den Kurenkähnen an der Mastspitze angebracht werden
Allenstein liegt am Beginn der ....
Masurischen Seenplatte.
Der Morgennebel bei 8°C kündet gutes Wetter
Der Morgennebel bei 8°C kündet gutes Wetter

(08.09.15) Kuren-Blog. Für die nächsten 8-10 Tage befinden wir, Susanne Botsch und Stefan Höpfel, uns unterwegs auf dem Weg nach der litauischen Vogelwarte Ventes Ragas am sogenannten Windenburger Eck an der Kurischen Nehrung auf der Seite des Memeldeltas.

Dort haben wir uns als Freiwillige zur Mitarbeit gemeldet, hoffen Einblicke in die Arbeit der Vogelwarte zu erlangen, den beginnenden Vogelzug mitzuerleben und harren ansonsten der Dinge, was für Aufgaben auf uns warten.

Highlights des gestrigen ersten Teils der Anfahrt aus Deutschland waren sicherlich die Feldlerchen, die zahlreich auf einem einfachen Parkplatz in der Nähe von Posen rasteten.

Die Mensa der Viadrina Universität in Frankfurt/Oder, die hier in diesen Bericht eigentlich gar nicht hineingehört, ist insofern erwähnenswert, da sie DAS kulinarische Highlight des Tages darstellte. In Frankfurt/Oder (FF) sucht man nämlich vergeblich nach einer "einladenden" Möglichkeit zur Nahrungsaufnahme. In der Mensa jedoch können Gäste im besten Preis/Leistungsverhältnis zu Mittag "speisen".

Die Fahrt endete gestern nach 1.219 Kilometern und weit über 18 Stunden Fahrtzeit in Allenstein (Olstyn) in Polen. Es liegen heute noch rund 650 Kilometer vor uns.

(Stefan Höpfel)

Kuren Blog - Ankunft

Die Weite Litauens
Die Weite Litauens
Kaunas mit Blick auf die Memel (Nemunas)
Kaunas mit Blick auf die Memel (Nemunas)
Überall sammeln sich große Kibitzschwärme
Überall sammeln sich große Kibitzschwärme
Sonnenuntergang an der Kurischen Nehrung mit Blick aufs Haff
Sonnenuntergang an der Kurischen Nehrung mit Blick aufs Haff

(09.09.15) Kuren-Blog - wer Konsonanten absichtlich aus- oder vertauscht ist gemein!

Nach 1.850 Kilometern und 30 Stunden Fahrtzeit kamen wir heil in Ventes Ragas, der litauischen Vogelwarte, die seit 1929 beringt, an.

Deutschland erlaubt eine zügige Reise, auch Polen ermöglicht dieses mit einer exzellenten Autobahn bis Posen, aber dann.... wird es zäh.

Napoleon dürfte nicht wesentlich schneller vorangekommen sein - der hatte aber nur das Ziel Kaunas, um von dort aus seinen Rußlandfeldzug zu beginnen. Sobald man aber in Litauen ist, wird Europa wieder wahr, wird Europa wieder schnell.

Litauen hat in die Infrastruktur seines Landes massiv investiert, hat Gelder aus Europa erhalten, aber dafür ein Land geschaffen, das sich sehen lassen kann. So hat das Land zwar nur knapp vier Millionen Einwohner bei einer Größe unseres Bundeslandes Bayern, aber es ist meiner Meinung nach ein wirklich europäisches Land.

Wir sind gespannt, wie uns der Leiter der Vogelwarte in Ventes Ragas, Vytautas Jusys, einteilen wird.

(Stefan Höpfel)

Kuren-Blog - 1. Arbeitstag

Ventes Ragas, das Windenburger Eck
Ventes Ragas, das Windenburger Eck
Morgenstimmung mit Fangnetz
Morgenstimmung mit Fangnetz
Die breiten Schilfgürtel am Haff
Die breiten Schilfgürtel am Haff
Ein kapitaler Beringserfolg!
Ein kapitaler Beringserfolg!
Vytautas Jusys, der Leiter der Vogelwarte in Ventes Ragas
Vytautas Jusys, der Leiter der Vogelwarte in Ventes Ragas
Auch ein erfolgreicher Beringer
Auch ein erfolgreicher Beringer
Beringungskandidaten, die aus den Fangkörben entnommen wurden
Beringungskandidaten, die aus den Fangkörben entnommen wurden
beringte Tannenmeise
beringte Tannenmeise
beringte Blaumeise
beringte Blaumeise
 

(10.09.15) Erster Tag auf der Vogelwarte. Wir sind verantwortlich für 3 Fallen.

Eine große Falle von vielleicht 50 Metern Länge, die trichterförmig sich verjüngt und an deren Ende man einen Miniturauslaß in Form eines Drahtkorbes findet. Eine Zick-Zack Falle, die Netze hat, die im Zick-Zack angelegt und jeweils mit einem Fangkorb versehen sind und eine kleine trichterförmige Falle, die direkt am Westufer der Vogelwarte steht.

Wir sollen – so der Wille des Leiters der Vogelwarte, Vytautas Jusys, vornehmlich die einfachen Vogelarten, wie z.B. Blau-, Tannen-, Kohlmeise fangen und beringen. Beringen! Genial und uns doch eigentlich unbekannt. 

Mit Hilfe von Vytautas Jusys gelang es uns am ersten Tag immerhin 46 Vögel, darunter sogar einen Specht und sogar einen Gelb-Brauen-Spötter zu beringen.

Auch die Alters- und - soweit möglich - Geschlechtsbestimmung wurde uns anhand von Star, Wiesneschafstelze, Wintergoldhähnchen, erklärt und demonstriert.

So verlief der Tag von 07.00 Uhr bis 17.30 Uhr bei Sonne und herrlich warmen Temperaturen.

Das Abendessen in Heydekrug, dem heutigen Silute, hatten wir uns redlich verdient und genossen dieses.

Auf den nächsten Tag!

(Stefan Höpfel)

Kuren-Blog - 2. Arbeitstag

Direkte Nachbarschaft - Reetdachdecker
Direkte Nachbarschaft - Reetdachdecker
Diese "Helikopter" müssen nachmittags immer aus den Fangnetzen entfernt werden
Diese "Helikopter" müssen nachmittags immer aus den Fangnetzen entfernt werden
Der vermeintliche "Körnerbock" - wer weiß es besserß
Der vermeintliche "Körnerbock" - wer weiß es besserß
Abendstimmung am Haff
Abendstimmung am Haff
Fangnetze mit hauseigenem Storch
Fangnetze mit hauseigenem Storch
Ein junger Kiebitzregenpfeifer
Ein junger Kiebitzregenpfeifer

(11.09.15) Zweiter Tag auf der Vogelwarte. Heute blieben die Fangnetze vorwiegend leer, weil der Wind beständig aus West blies. Diese Richtung ist für den Herbstzug äußerst ungünstig.

Wir beringten 36 Vögel, ansonsten verfingen sich in den Netzen meist Schmetterlinge oder Libellen jeglicher Größe und Art.

Da wir somit den Nachmittag frei hatten, gingen wir zum Beobachten an den Strand. Dabei gelang es uns einen jungen Kiebitzregenpfeifer vor die Linse zu bekommen.

 Bei einem Abendspaziergang entdeckten wir dann noch einen – einen uns unbekannten Bockkäfer. Wir denken, daß es sich dabei um den Körnerbock handelt. Wer kann hier vielleicht helfen?

Auf den nächsten Tag!

(Stefan Höpfel)

Kuren-Blog - 3. Tag

(12.09.15) Unser dritter Tag. Heute sollen insgesamt 8 Exkursionen auf der Vogelwarte ankommen und jeweils eine Führung erhalten.

Wir sind sehr überrascht über das hohe Interesse der Scharen von Leuten. Die Besucher kommen in erster Linie aus Litauen, aber deutsche Touristen sind ebenso zahlreich vertreten.

Da der Wind immer noch aus derselben ungünstigen Richtung blies und die Fangnetze leer blieben, nutzten wir die Zeit für eine schöne Tagestour entlang des Haffs und dann auf die Kurische Nehrung (Kursiu Neringa). Dort besichtigten wir Europas größte Kormorankolonie, die Stadt Nidden (Nidda) und die großartige Dünenlandschaft zwischen Litauen und Rußland.

Zurück in Vente erfuhren wir, daß über den Tag hinweg keine weiteren Fänge getätigt werden konnten.

Auf den nächsten Tag!

(Stefan Höpfel)

Dieser juvenile Seeadler strich in der Früh ...
...ganz in der Nähe des Strandes entlang
...ganz in der Nähe des Strandes entlang
Aus dem Memel-Delta zogen morgens hunderte von Kormoranen aufs Haff
Aus dem Memel-Delta zogen morgens hunderte von Kormoranen aufs Haff
juv. männliches Wintergoldhähnchen
juv. männliches Wintergoldhähnchen
Fitis (mittlerweile kennen wir das Unterscheidungsmerkmal zum ZilpZalp)
Fitis (mittlerweile kennen wir das Unterscheidungsmerkmal zum ZilpZalp)
Kurenwimpel - wie sie an den Kähnen auf dem Mast angebracht sind
Kurenwimpel - wie sie an den Kähnen auf dem Mast angebracht sind
Möwen bei Nidden
Möwen bei Nidden
Nidden mit dem Haus Thomas Manns im Hintergrund
Nidden mit dem Haus Thomas Manns im Hintergrund
Typisches Niddener Blau
Typisches Niddener Blau
Die große Sanddüne, die gleichzeitig die Grenze zwischen der EU und Rußland markiert
Die große Sanddüne, die gleichzeitig die Grenze zwischen der EU und Rußland markiert
 
 

Kuren-Blog - 4. Tag

(13.09.15) Unser vierter Tag. Der Tag begann verheißungsvoll.

Einerseits waren die Fangkörbe gut mit Rotkehlchen, Wintergoldhähnchen, Singdrossel, Zaunkönig, Tannen- und Blaumeisen gefüllt, andererseits ging uns ein Ziegenmelker ins Netz.

Bald aber überstieg die Zahl der (menschlichen) Besucher die Anzahl der gefangenen Vögel bei weitem und bis zum letzen Rundgang um 19.00 Uhr war gähnende Leere.

Allerdings: der NDR aus Kiel war vor Ort und drehte eine Dokumentation über die Vogelwarte. So kommt der LBV wenigstens einmal in den Norden, denn wir wurden natürlich - qua Sprachkenntnisse - interviewt.

Sendetermin: 27.09.2015. Somit konnten wir selber nur 26 Vögel beringen.

Auf eine neue Woche!

(Stefan Höpfel)

Sonnenaufgang am Schilfgürtel
Sonnenaufgang am Schilfgürtel
Der Fang des Tages - ein Ziegenmelker
Der Fang des Tages - ein Ziegenmelker
nur eine Totstellung - einmal Blasen und sie fliegt wieder
nur eine Totstellung - einmal Blasen und sie fliegt wieder
Susi's Singdrossel
Susi's Singdrossel
Vytautas Eigirdas mit einem Teichrohrsänger
Vytautas Eigirdas mit einem Teichrohrsänger
Ein Teichrohrsänger
Ein Teichrohrsänger
unglaublich aber wahr: Hopfen in Litauen - mitten in einer Weide
unglaublich aber wahr: Hopfen in Litauen - mitten in einer Weide
Eine Tannenmeise wird beringt
Eine Tannenmeise wird beringt
Susi bei der filigranen Arbeit
Susi bei der filigranen Arbeit
Westwind, grau mit einzelnen Sonnenflecken
Westwind, grau mit einzelnen Sonnenflecken
 
 

Kuren-Blog - 5.Tag

(14.09.15) Tag fünf. Nachts hatte der Wind noch zugenommen und entwickelte sich tagsüber zu einer "steifen Brise", die Gischtkronen auf dem Haff zeigten es.

Die Netze der großen Falle, 25 Meter in der Höhe, 120 Meter in der Länge und am Maul gute 50 Meter breit, wurden sogar vollkommen heruntergelassen, so daß sie dem Wind keinen Widerstand mehr boten.

Dennoch hatten wir heute enormes Glück und von 7.00 Uhr morgens bis 13.00 Uhr gut zu tun. Im ganzen holten wir 121 Vögel aus den Fallen heraus und beringten diese.

Am häufigsten Blaumeise und Tannenmeise. Interessant war die wiederholte Verteilung der Aufkommen.

Frühmorgens zunächst Rotkehlchen und Zaunkönig. Ab 10.00 Uhr dann sämtliche Meisen. Eindrucksvoll war das Größenverhältnis der Kohlmeise (Parus Major) gegenüber der Tannenmeise (Parus Ater).

Nachmittags setzte die gewohnte Flaute ein, die bis zum Abend andauerte.

Der Höhepunkt des Tages war ein Seeadler, der mitten auf dem Haff auf Nahrungssuche war. Der Wind soll morgen im Laufe des Tages in eine, für die Fallen günstige, Richtung drehen.

Iki (litauisch für Tschüß)!

(Stefan Höpfel)

immer wieder geht die Sonne auf
immer wieder geht die Sonne auf
Fitis im Morgenlicht
Fitis im Morgenlicht
Stimmungsbild mit Hummel
Stimmungsbild mit Hummel
Einer unseren drei Hausstörche
Einer unseren drei Hausstörche
Ein Gang zu den Fangkörben
Ein Gang zu den Fangkörben
mitten im Memeldelta
mitten im Memeldelta
nachmittäglicher Sturmwind am Pier
nachmittäglicher Sturmwind am Pier
Endlich - der Seeadler auf dem Haff
Endlich - der Seeadler auf dem Haff
....stürzt sich auf die ausgemachte Beute...
...und geht doch leer aus
...und geht doch leer aus
Stare auf dem Geländer der Vogelwarte
Stare auf dem Geländer der Vogelwarte
Schilfgürtel - ideal für den Fang von Rohrsängern
Schilfgürtel - ideal für den Fang von Rohrsängern
Schilfgürtel im Abendrot
Schilfgürtel im Abendrot
leere Netze im Abendrot
leere Netze im Abendrot
 
 

Kuren-Blog - 6.Tag

(15.09.15) Tag sechs. Ab 3 Uhr morgens regnete es wie aus Kübeln. Noah dürfte sich nicht anders gefühlt haben, als wir in unserem Häuschen.

Allerdings: ab 7.00 Uhr klarte es auf, die Sonne kam allmählich durch und wir hatten nachmittags dann gute 20 °C.

Der Wind flaute mit dem Regen zusammen ab und – als hätten alle darauf gewartet – fing der Vogelzug an. Wir standen von 7:30 Uhr morgens bis 18:30 Uhr abends vor unseren Tischen und beringten Vögel – kein Mittag, keine Pause: das Resultat kann sich sehen lassen. Susi und ich schafften 613 Individuen – meist Tannenmeisen, gefolgt von Blaumeisen und Erlenzeisigen.

Immer wieder kam Vytautas von der nebenan beringenden Gruppe und forderte unser Wissen mit der Frage „Was ist das?“ – die Highlights waren ein Feldschwirl, eine Dorngras- und eine weibliche Mönchsgrasmücke.

Insgesamt wurden heute mehr als 3.200 Vögel beringt - ein guter Tag für die Vogelwarte Ventes Ragas,, da sie einen guten Monat verspricht.

Morgen soll es ähnlich gutes Wetter haben.

Iki (litauisch für Tschüß)!

(Stefan Höpfel)

morgendlicher Zug der Kormorane
morgendlicher Zug der Kormorane
Vytautas Jusys bei einer Führung
Vytautas Jusys bei einer Führung
Mönchsgrasmücke Weibchen
Mönchsgrasmücke Weibchen
Erlenzeisig Männchen
Erlenzeisig Männchen
Erlenzeisig
Erlenzeisig
tausende von Tannenmeisen aus der russischen Tundra
tausende von Tannenmeisen aus der russischen Tundra
ständig ein voller Fangkorb
ständig ein voller Fangkorb
oft gehört - nie gesehen - ein Feldschwirl
oft gehört - nie gesehen - ein Feldschwirl
beim Beringen
beim Beringen
Fangkorb leeren - in die Box - ab zum Beringen
Fangkorb leeren - in die Box - ab zum Beringen
 
 

Kuren-Blog - 7.Tag

der Fang des Tages - ein Gelbspötter
der Fang des Tages - ein Gelbspötter
Immer wieder faszinierend: Herr Jusys bringt die Kinder einfach zum Lachen und ....
...ein Jedes reißt sich um die einen kleinen Vogel in der Hand
...ein Jedes reißt sich um die einen kleinen Vogel in der Hand
Frau Jusys und Susi Botsch sammeln eifrig Vögel
Frau Jusys und Susi Botsch sammeln eifrig Vögel
Susi beim Bestimmen
Susi beim Bestimmen
Susi Botsch, Vytautas Jusys und Stefan Höpfel - Danke an die Gastfreundschaft
Susi Botsch, Vytautas Jusys und Stefan Höpfel - Danke an die Gastfreundschaft

(16.09.15) Während ich diese Zeilen schreibe ist der litauische Sternenhimmel klar zu sehen (um ein Vielfaches von dem unsren), Nidden und Schwarzort auf der Kurischen Nehrung sind 16 Kilometer entfernt übers Süßwasser gut zu sehen und die Stille der Nacht ist herrlich.

Tag sieben.

In der Frühe ein klein wenig Regen. Danach jedoch blieb es – vom Himmel her  - trocken. Der Nebel ringsum war allerdings für den Vogelzug einfach Mist, eben „misty weather“.

So verging der Vormittag mit den üblichen Rotkehlchen und Zaunkönigen, die bis 8 Uhr in die Falle gehen. Danach wurde es ruhig.

Erst gegen 13.00 Uhr begann dann die Flugtätigkeit. An den Küstennahen Fallen bedeutete das den Fang von Fitis und Zilpzalp, an der großen Falle hieß das wieder Unmengen an Tannen- und Blaumeisen beringen.

Somit kaman wir auf rund 400 Vögel und insgesamt auf rund 1.000 Vögel, die an diesem 16.09. beringt wurden.

Highlight war ein Gelbspötter, den wir inmitten von Fitissen herausfischten.

Abends bedankten wir uns bei Vytautas Jusys, dem Leiter der Vogelwarte in Ventes Ragas. Eine Flasche guten litauischen Wodkas wurde geöffnet und umgehend geleert.

Morgen früh werden wir noch zum morgendlichen Beringen bleiben und dann unsere 1.800 Kilometer Heimweg antreten.

Iki [traurig ausgesprochen] (litauisch für Tschüß)!

(Stefan Höpfel)


Uhu-Waise wieder in Freiheit

Hilpoltstein, 10.09.15 – Gestern entließ die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf einen verwaisten Jung-Uhu bei Beratzhausen im Landkreis Regensburg wieder in die Freiheit. Das Muttertier wurde ganz in der Nähe im Juni  mit dem verbotenen Gift Carbofuran getötet. Aktive des LBV machten sich auf die Suche und konnten den halb verhungerten Jungvogel der bedrohten Art retten. Das Tier wurde in den vergangenen Wochen in der LBV-Vogelstation in Regenstauf gepflegt. Umweltministerin Scharf hat die Patenschaft für den Vogel übernommen. Im Beisein des LBV-Landesvorsitzenden Dr. Norbert Schäffer, sowie mehrerer Politiker und Behördenvertreter aus der Region,  setzte sie mit der Freilassung ein klares Zeichen gegen Umweltkriminalität. Dabei würdigte sie den Einsatz des LBV. Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat die Ermittlungen mittlerweile ergebnislos eingestellt.

 

Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf zeigt mit der Auswilderung des Tieres Umweltstraftätern die „rote Karte“: „Kriminelles Verhalten ist nicht hinnehmbar. Die zuständigen Ermittlungsbehörden müssen alles Notwendige unternehmen, um diese Taten so schnell wie möglich aufzuklären. Dabei erhalten die Ermittler durch die Naturschutzbehörden jede benötigte Unterstützung.“ Für die Arbeit des LBV in der Vogelauffangstation in Regenstauf fand sie lobende Worte. „Der LBV ist ein starker Partner für den Artenschutz. Durch das ehrenamtliche Engagement schafft er ein Bewusstsein für die Natur und wirkt aktiv am Erhalt unserer Heimat mit.

 

„Umweltkriminalität ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat“ so der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer. Er erneuerte die Forderung nach einer konsequenten Verfolgung von Umweltstraftaten, denn das Strafverfahren ist inzwischen ergebnislos eingestellt worden. Gleichzeitig bedankte sich Schäffer bei den zahlreichen Spendern und Förderern der Station. „Dieser junge Uhu hat Glück gehabt, denn er kam in die professionelle Pflege des LBV-Teams. Der enorme zeitliche und finanzielle Aufwand für Unterbringung, Arztkosten und Pflege hat sich wieder einmal gelohnt.“

 

Kaum ein Monat vergeht ohne eine neue Nachricht über Umweltkriminalität in Bayern, ob abgetrennte Luchspfoten, ertränkte Fischotter, ein abgebranntes Sumpfohreulennest, gestutzte Flügel von Wiesenweihen und vergangene Woche ein geschossener Jung-Uhu. Besonders grausam war der Fund eines vergifteten weiblichen Uhus im Juli bei Beratzhausen. Das streng geschützte Tier hatte einen Köder aufgenommen, der gezielt mit dem hochtoxischen und seit Jahren EU-weit verbotenen Kontaktgift Carbofuran präpariert war. Beim Fund des Tieres fiel sofort sein ausgeprägter Brutfleck auf, so dass LBV Mitglieder sich auf die Suche nach möglichen Jungtieren machten. „Kurze Zeit später entdeckten wir ein halb verhungertes Junges in einem nahen Uhu-Horst“, erklärt Christoph Bauer, Leiter der LBV-Bezirksgeschäftsstelle Oberpfalz. „Wir haben ihn sofort in unsere Vogelstation nach Regenstauf gebracht und erfolgreich wieder aufgepäppelt.“

Die komplette Meldung kann hier heruntergeladen werden.

(Christiane Geidel / Christoph Bauer)


Behende Flügel am Sommerende

Bienenfresser - fallen JEDEM sofort ins Auge
Bienenfresser - fallen JEDEM sofort ins Auge
Auf der Telefonleitung nebenan saßen dann alle in Reih' und Glied
Auf der Telefonleitung nebenan saßen dann alle in Reih' und Glied
Ein Bruchwasserläufer von vorne
Ein Bruchwasserläufer von vorne
Guter Größenvergleich: Kampfläufer und Bruchwasserläufer
Guter Größenvergleich: Kampfläufer und Bruchwasserläufer
Ein Dunkler Wasserläufer im Schlichtkleid
Ein Dunkler Wasserläufer im Schlichtkleid
Juveniler Flußregenpfeifer
Juveniler Flußregenpfeifer
Sandregenpfeifer am Oberen Stinkersee (für den Namen kann ich nichts)
Sandregenpfeifer am Oberen Stinkersee (für den Namen kann ich nichts)
juveniler Stelzenläufer
juveniler Stelzenläufer
nochmals dasselbe juvenile Tier. Das Mißverhältnis der Proportionen ist frappierend
nochmals dasselbe juvenile Tier. Das Mißverhältnis der Proportionen ist frappierend
Ein Zwergstrandläufer - mäßig häufig, gut zu erkennen an der deutlich geringeren Größe und den signifikant hohen Pickfrequenzen
Ein Zwergstrandläufer - mäßig häufig, gut zu erkennen an der deutlich geringeren Größe und den signifikant hohen Pickfrequenzen
Eine Weißbartseeschwalbe
Eine Weißbartseeschwalbe
Eine Ansammlung von Löfflern
Eine Ansammlung von Löfflern
Der Neusiedler See südlich Podersdorf - hoffentlich regnet es bald
Der Neusiedler See südlich Podersdorf - hoffentlich regnet es bald
 

(03.09.2015) Während sich der Sommer in weiten Teilen Deutschlands mit einem Paukenschlag verabschiedet hat, liegt der Neusiedler See noch ruhig, leider ohne Regen, aber sommerlich warm mit 26°C vor uns in der Abendsonne.

 

Vogelzug 

In Teilen hat der Vogelzug schon begonnen. Die Störche sind samt und sonders weg, die Bienenfresser sammeln sich, sind aber noch zu sehen.

Das herrliche Schauspiel der tausenden von Staren in einem Schwarm läßt den Betrachter immer wieder innehalten.

Gleichzeitig das ständige Böller schiesen der Weinbauern, die ihre Weingärten gegen die vermeintliche Plage schützen suchen.

 

Trappen und Kaiseradler

Es scheint ja nur 2 Typen von Touristen zu geben. Die sportlich Orientierten und die ornithologisch sportiven - Vielesser sind sie abends aber alle dieselben.

An beinahe jedem Beobachtungsstand trifft man Leute, jetzt meist aus Bayern und hier meist vom LBV. Sehr schön!! Heute war es ein Deggendorfer, der glücklicherweise sehr bewandert in der Bestimmung ist.

Die Trappen im Hanság haben wir nicht zu Gesicht bekommen, dafür jedoch eine ausführliche Erklärung durch einen, des Weges kommenden, Nationalparkwächters. Doch wurden wir eines Kaiseradlerpaares angesichtig und hernach hatten wir noch das Glück Stelzenläufer an der Zicklacke zu beobachten.

Das Wetter soll noch halten. So hoffen wir auf neue Beobachtungen.

(Stefan Höpfel)


Auf Augsburgs Friedhöfen lässt es sich gut leben

(17.08.2015) Der Friedhof - Ort der ewigen Ruhe? Nicht nur. Wer mit offenen Augen und gespitzten Ohren über einen Friedhof geht, der merkt schnell: Friedhöfe sind für viele Tiere ein attraktiver Lebensraum. Vor allem Vögel fühlen sich dort wohl, denn hier wird nur selten gedüngt und gespritzt. Anders als in vielen privaten Gärten gibt es deswegen Spinnen, Fliegen, Käfer, Raupen und Schmetterlinge in Hülle und Fülle, für Insektenfresser geradezu ein Paradies.  Wohnraum für Höhlenbrüter wie Kohlmeise oder Rotschwanz ist dagegen eher knapp, obwohl es viel alten Baumbestand in den Friedhofsanlagen gibt. Der Grund dafür liegt in der Sicherungspflicht: von alten und teilweise abgestorbenen Bäumen kann eine Gefahr für Friedhofsbesucher ausgehen, weshalb diese Gehölze entsprechend zurückgeschnitten oder gefällt werden müssen. Aber genau hier befänden  sich die meisten natürlichen Hohlräume oder Spechthöhlen als potentieller Nistplatz für Höhlenbrüter.

 

90 neue Nistkästen von der Unteren Naturschutzbehörde

Diese Diskrepanz zwischen Nahrungs- und Nistplatzangebot war uns bei unserem Glücksspiraleprojekt 2014, der Erfassung der Vogelwelt der Augsburger Grünanlagen und eben auch der Friedhöfe aufgefallen. Die Lösung lag auf der Hand: Nistkästen müssen her. Nur: billig ist das nicht. Wir wandten uns daher mit unserer Wunschliste an die untere Naturschutzbehörde (UNB) der Stadt Augsburg. Und rannten dort bei Herrn Schmidt und Herrn Weiß offene Türen ein. 90 Nistkästen wurden für uns angeschafft, die UNB stellte den Kontakt zu den Friedhofsverwaltern her, diese zeigten sich sehr aufgeschlossen  und unterstützten uns mit Leitern und Schubkarren.  Unsere Aufgabe war es nun, die vielen Kästen für Meisen, Stare, Gartenrotschwänze und Fledermäuse im West- und Nordfriedhof, in den beiden Ostfriedhöfen und im Sheridan- und Reese-Gelände anzubringen.

 

Baumschonende Befestigung

Um den Baumbestand so wenig wie möglich zu schädigen, wurden die Nistkästen nicht mit Nägeln befestigt sondern mit gummierten Bügeln über geeignete Äste gehängt. Auch der mit vereinten Kräften am neuen Ostfriedhof installierte, ziemlich gewichtige und große Waldkauz-Nistkasten wurde auf einer passenden Astgabel „abgestellt“ und mit Draht fixiert. 

 

Danke!

Vielen Dank für die Einsätze bei  Anna, Susanne, Lisa, Felix, Stefan, Guntram, Dietrich, Bernd sowie bei Claudia und Martin, die dieses Projekt initiiert und die Finanzierung durch die UNB sichergestellt haben und natürlich bei Wolfi für die Gesamtorganisation, Motivation und Umsetzung. (Bernd Achtnicht, Martin Trapp, Claudia Weißschädel)

Verteilung der 90 gespendeten Nistkästen durch die UNB
Verteilung der 90 gespendeten Nistkästen  durch die UNB
So sieht es der Gartenrotschwanz gerne
So sieht es der Gartenrotschwanz gerne
Da fehlt doch das zweite Loch? Der Kleiber hat wieder zugeschlagen ...
Gute Arbeit braucht auch eine gute Brotzeit (Picknick im neuen Ostfriedhof)
Gute Arbeit braucht auch eine gute Brotzeit (Picknick im neuen Ostfriedhof)
Anbringung des Nistkastens für den Waldkauz
Anbringung des Nistkastens für den Waldkauz
Gut festhalten ... !
Gut festhalten ... !
 
 

Neues aus der Presse: Warum noch Blumen pressen?

(10.08.2015) Ein Herbarium - alt? Leute, die mit Lupe bewaffnet auf den Wiesen kriechen, Botanisiertrommeln stopfen und hernach in Alben anlegen - noch älter.

Die Autorin des in "Die ZEIT" erschienenen Artikels beschreibt eine Entwicklung, die unaufhaltsam scheint, auf jeden Fall einen immensen Wissensverlust darstellt. So sei die taxonomische Ausbildung im Studium oder die Anzahl der Hobbybotaniker stetig abnehmend.

Oftmals würden - im Zeitalter der Molekularbiologie und der DNA-Analysen, also salopp ausgedrückt, der Bestimmung per Knopfdruck - diese Grundlagen neuen Lehr- und Ausbildungsplänen zum Opfer fallen.

Diese sehr stille Disziplin, eine der Grundlagen der Botanik, bei der es Ruhe, Geduld und vor allem Erfahrung braucht, scheint vollends aus der Mode zu kommen und somit nur allzu leicht anstehenden Budgetkürzungen zum Opfer zu fallen.

 

Warum ist die Bestimmung dennoch unverzichtbar?

Genome seien das eine. Eine Artbeschreibung jedoch erfolgt mittels einer Vielzahl von Merkmalen, die ein Genom nun einmal nicht wiedergeben kann, so zum Beispiel Behaarung, Farbe und Form. Artenunterscheidung lernt man eben nur, indem man physischen Kontakt mit der Pflanze hat.

Somit würden - so die Autorin weiter - die Studiosi wieder ins Feld kommen und über die dort befindlichen Arten, deren Umgebung und die dortigen Umweltbedingungen den Kontext mitbekommen und somit ein umfassenderes Verständnis für die Pflanze selber.

 

Paradoxie in der Praxis

Obgleich Kurszahlen und Studenten der Botanik und Taxonomie kontinuierlich abnehmen würden angebotene Exkursionen ins Feld von den Studierenden oder Interessenten paradoxerweise geradezu überlaufen.

Es ist dabei noch keine 70 Jahren her, daß Botanisieren eine angesehene und weitverbreitete Freizeitbeschäftigung war. Hinaus in die Natur, sammeln, bestimmen und pressen.

 

Gesichtspunkt Artenschutz

Geht dieses Wissen verloren, dann ist es auch um den Artenschutz schlecht bestellt. Denn wer schreitet dann noch ein, wenn Arznei-Engelwurz, Schlangenlauch, Weidelgras und ähnliches weggeräumt wird? Keiner - es ist ja nur Grünzeug.

 

Faszination Botanik

In der selben Ausgabe "Die ZEIT" wird Herr Jürgen Feder, prominenter Popstar und Pflanzenkundler vorgestellt.

Der Artikel beschreibt, wie er es schafft, ohne großen Aufhebens, Leute mit seinem Wissen um die Pflanze herum zu begeistern. Dabei beschränkt er sich eben nicht auf die Pflanze an sich, sondern an deren Umwelt und mögliche Anwendungen mit der Pflanze. Eindrucksvoll wird hier das Beispiel des Dänischen Löffelkrauts, das salzhaltige Böden benötigt und heute entlang den Straßen Deutschlands vorkommt. So ist die Karte der Fundorte identisch mit der des deutschen Autobahnnetzes.

 

Beide Artikel können Sie im Folgenden nachlesen:

Warum noch Blumen pressen?  

Beruf: Knöterich - Jürgen Feder 

(Stefan Höpfel)


Programmhinweis: WANDERLUST - Lechweg

(03.08.2015) Unser Mitglied, Robert Kugler, macht auf einen besonderen TV-Leckerbissen Appetit.

Am Am Freitag, den 7. August um 19:30 Uhr zeigt der deutsch-französische Kulturkanal ARTE eine weitere Folge der Sendereihe WANDERLUST. Dieses Mal

Der Lechweg

Im Programmheft von ARTE wird er folgendermaßen beschrieben: "Der britische Profitraveller Bradley Mayhew folgt dem letzten Wildfluss der nördlichen Alpen von der Quelle bis ins Tal. Der Lechweg ist ein alpiner Weg und trotzdem bequem zu wandern. Am Formarinsee beginnt für Bradley Mayhew eine Wanderung in die Kultur und Geschichte der Alpen. Dabei begleitet ihn Sandra Stolz, eine waschechte Lechtalerin. Die Wanderung beginnt im schroffen Lechquellengebirge in Vorarlberg, schlängelt sich über Hochweiden bis hinunter ins Tiroler Lechtal und endet in der Stadt Füssen im Allgäu. Auf dem Weg lernen Sandra und Bradley einen Käser kennen, der Heumilch zu Käse verarbeitet, eine Lüftlmalerin, die Heiligenbilder auf Hausfassaden restauriert und einen Kunsthandwerker, der Lauten konstruiert."

Ein kleiner Kino-Trailer ist hier zu sehen.

 

PS: wer die Sendung verpaßt hat, der kann diese in der Regel die nächsten 7 Tagen noch via Internet ansehen.

(Stefan Höpfel)


Zögernd ziehende Ziegen

Bachstelze
Bachstelze
Bachstelze männlich adult
Bachstelze männlich adult
die Hitze setzt auch den Vögeln zu
die Hitze setzt auch den Vögeln zu
Libelle
Libelle
Spinne Netz bauend
Spinne Netz bauend
Spinne Netz bauend
Spinne Netz bauend
Die Ziegenherde ist im hohen Gras kaum auszumachen
Die Ziegenherde ist im hohen Gras kaum auszumachen
Bruchwasserläufer im Vordergrund schnell fliegende Mehlschwalben
Bruchwasserläufer im Vordergrund schnell fliegende Mehlschwalben
Endlich ist die Herde im hinteren Teil angekommen
Endlich ist die Herde im hinteren Teil angekommen
mittlerweile haben wir 3 brütende bzw. Jungtiere führende Bläßhuhn-Paare
mittlerweile haben wir 3 brütende bzw. Jungtiere führende Bläßhuhn-Paare
Ziegen am Wasser und am sauren Gras
Ziegen am Wasser und am sauren Gras
Distel
Distel
Distel Impression
Distel Impression
Schafstelze Nahrung suchend
Schafstelze Nahrung suchend
Schafstelze Nahrung suchend
Schafstelze Nahrung suchend
 

(26.07.2015) Es ist schon ein Kreuz mit den lieben Edelziegen. Rings um unseren Stall ist alles abgefressen. Die vor dem Stall stehende Salweide (salix caprea) macht ihrem Namen alle Ehre, denn alles bis auf Höhe einer auf zwei Beinen stehenden Ziege ist "gelüftet".

Leider jedoch ist der Aufwuchs im hinteren Teil unseres Geländes, die jungen Erlenschösslinge, Birken, Fichten und Haselsträucher, bislang verschmähtes Neuland.

 

Geißenpeter's Versuch

So zogen wir also sonntags los um die Herde in den hinteren, südöstlichen, Teil zu lenken. Dies gelang sehr gut, denn die mitgebrachten Haselzweige zogen die Ziegen magisch weiter. Da der große Teich stark trockengefallen ist, die dortigen sauren Gräser aber offensichtlich ein nur allzu leckeres Futter darstellten, machten sich die Ziegen über dieses her, verblieben auch eine volle dreiviertel Stunde dort, bevor sie es bevorzugten wieder heimgeführt zu werden.

 

Fazit

Offensichtlich sollte man öfters mit ihnen - geduldig - nach hinten wandern, irgendwann werden sie es schon von selber machen - so die Hoffnung.

 

Einige Beobachtungen, Bruchwasserläufer, Schafstelze und Bachstelze sind derzeit zu sehen. Desweiteren setzt offensichtlich der Rückzug der Limikolen bereits ein.

(Stefan Höpfel)


Schwabaich im Juli

Einem Türkischen Dampfbad gleicht unser Halterbecken
Einem Türkischen Dampfbad gleicht unser Halterbecken
...und am Horizont - dreht es sich nicht!
...und am Horizont - dreht es sich nicht!
Schuberts Wanderer hätte es nicht besser "dampfen" sehen können
Schuberts Wanderer hätte es nicht besser "dampfen" sehen können
Wunderbar zu sehen: die Stützfedern
Wunderbar zu sehen: die Stützfedern
Noch ist es windstill und die Reiher machen sich fertig zum Ausflug
Noch ist es windstill und die Reiher machen sich fertig zum Ausflug
Zum Größenvergleich - wobei des Schächtelchens Inhalt ebensowenig Gutes enthält wie der Haufen zur Linken
Zum Größenvergleich - wobei des Schächtelchens Inhalt ebensowenig Gutes enthält wie der Haufen zur Linken
Schon flirrt die Hitze - die Thermik reicht dem Schwarzmilan jedoch noch nicht
Schon flirrt die Hitze - die Thermik reicht dem Schwarzmilan jedoch noch nicht
Ein Trupp Wachholderdrosseln sauste durch das Geäst
Ein Trupp Wachholderdrosseln sauste durch das Geäst
Offensichtlich wetzt der Pirol die Rinde vom Stamm
Offensichtlich wetzt der Pirol die Rinde vom Stamm
Pirolweibchen
Pirolweibchen
Pirolweibchen
Pirolweibchen
Pirolmännchen
Pirolmännchen

(26.07.2015) Wer jetzt noch früh aufsteht, dem sind einige ganze besonders schöne Momente in der "langweiligen" ornithologischen Zeit gegönnt. Wir haben einige Frühaufsteher in der Kreisgruppe, letztere sind es auch gewesen, die mich zum morgendlichen Ausflug animierten. Daß ich dann doch fündig wurde, habe ich diesen Mitgliedern zu verdanken.

 

7 Pirole

Derzeit befinden sich in auf unserer Teichanlage im Geäst der Pappeln eine Gruppe von 7 Pirolen, davon mindestens 3 einjährig. Es ist ein eine wahre Freude, diese beim Spielen und Tollen durchs Geäst und Blattwerk zu beobachten. Ihre Laute sind weithin vernehmbar.

Wer sie noch sehen möchte, der beeile sich, denn der Wegzug beginnt Ende Juli.

 

Ruhe nach dem Sturm

Die Niederlande waren tags zuvor vom Sturm arg gebeutelt worden und die Nachrichten vermeldeten "erst den 4 Sturm dieser Dimension seit 1906." Entsprechend kühl war der sonntägliche Morgen, ein warmes Wams bei 9°C tat gut. So dampften auch die Weiher, aber die Luft selber war um 6.00 Uhr bereits schon wieder zu flirrend heiß, als daß die Bilder alle scharf geworden wären.

Unsere Mahd kommt gut an, so konnte dann auch der Schwan seinen Ruhebereich zwischen Oberem und Mittlerem Weiher wieder beziehen. Allerdings sind seine Hinterlassenschaften dabei auch beachtlich!

 

Besucher von Überall

Ansonsten ergötzten sich um 6 Uhr morgens nicht nur unser Gebietsbetreuer, sondern auch ein (immer wiederkehrender) Beobachter aus Neuburg an der Donau und ein Photograph, der es auf unser kleines Highlight (wird hier nicht verraten) abgesehen hatte. Alle diese Leute benehmen sich auf unserem Naturschutzgebiet vorbildlich - vielen Dank dafür!

(Stefan Höpfel)

Schwarzmilan
Schwarzmilan
Schwarzmilan
Schwarzmilan
Schwarzmilane in der Morgendämmerung
Schwarzmilane in der Morgendämmerung
Formationsflug
Formationsflug
Silberreiher
Silberreiher
Schwarzmilanpaar
Schwarzmilanpaar

Neues aus der Presse: Windkraft in unseren Wäldern?

Bald ein gängiges Bild?
Bald ein gängiges Bild?

(27.07.2015) Kommt der Wald unter die Räder? - So fragt Ulli Kulke in der Welt. Er spricht dabei von der zunehmend geringer werdenden Fläche zum Aufstellen neuer Windräder und spiegelt diese an Äußerungen, die den Schluß zulassen könnten, daß demnächst auch Waldflächen für das Aufstellen von Windrädern genutzt werden könnten.

So bezieht er sich nicht nur auf Aussagen des Bundesverbandes Windenergie, die den Schluß zulassen, daß die Errichtung von Windkraftanlagen in Waldgebieten ein baldiges Erfordernis sein könnten, er nimmt auch Aussagen des Grünen und Bürgermeisters von Tübingen, Boris Palmer (siehe unser Hinweis aus 2014), und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), das bereits 2011 konstatierte, daß mit Begehrlichkeiten zur Errichtungen in Waldgebieten wohl zu rechnen sein werde.

 

Umfrage der Deutschen Wildtierstifung

Auf der Gegenseite führt der Artikel eine aktuelle Umfrage der Deutschen Wildtierstiftung an, in welcher sich eine überwiegende Mehrheit gegen den Ausbau der Windenergie in Waldgebieten ausspricht und den Vogel- und Fledermausschutz vor den Ausbau der Windenergie priorisiert.

Leider sagt die Emnid Umfrage nichts über die Gesamtteilnehmerzahl aus.

 

Windkraft um jeden Preis?

Dort, wo Windkraftanlagen in Waldgebieten bereits gebaut seien, dort sei es zu Rückgängen bei seltenen Vögeln, wie z.B. dem Schwarzstorch am hessischen Vogelsberg, gekommen. Der Autor führt auch einen Kritiker des bedingungslosen Ausbaus der Windenergie, Ennoch zu Guttenberg, an, der den Zielkonflikt zwischen Natur- und Artenschutz kontra Windenergieausbau so kritisch sieht, daß er sogar seinen Verband, dem er als Gründungsmitglied angehörte, verließ (der vollständigen Information halber seien hier die Beweggründe für den Austritt Ennochs zu Guttenberg und hier vermerkt).

 

Den vollständigen Artikel der WELT "Kommt der Wald unter die Räder" lesen Sie hier.

(Stefan Höpfel)


Artenarmut - alternativlos?

(25.07.2015) Unser Mitglied, Werner Steinbach, sandte mir einen Artikel aus "Der Falke" zu, der - vor Jahren publiziert - aber eben nicht in die Jahre gekommen ist.

Der Beitrag stammt von Dr. Karl Schulze-Hagen aus Mönchengladbach und beschäftigt sich mit den Gründen des stetigen Schwundes an unserer Avi-Fauna.

Beginnend mit einem Rückblick auf die vor 200 Jahren reiche Artenvielfalt kommt der Autor rasch zu den Gründen des Schwundes.

 

Nicht der Klimawandel, nein der Mensch

Schwund der Offenlandschaften, Verlust der weitläufigen Lebensräume - das seien die wahren Gründe für den Rückgang, die eben nicht in das Erklärungsschema des Klimawandels fallen.

Er zieht 5 Beispiele heran, die alle zum Rückgang beitrugen, den letzten jedoch, hebt er massiv hervor.

Es seien

- die Allmendenaufteilung im 19. Jahrhundert, während dieser die bislang nicht genutzen Flächen, oft mehr als 50% der gesamten Dorfgemarkung, zu landwirtschaftlichen Nutzflächen umgewandelt wurden.

- die flächendeckende Melioration, also Maßnahmen zur "Werterhöhung" des Bodens, bzw. zur Nutzbarmachung desselben

- die Einführung des Kunstdüngers (nicht nur das Liebig'sche Maggi!!)

- der Einsatz von Maschinen in der Landschwirtschaft

- und ab 1970 die Intensivierung derselben.

Letzter Punkt sei dann der "Punkt ohne Wiederkehr", der "Point of No Return" gewesen.

Natürlich zieht der Autor auch die immense Bevölkerungszunahme von 16 Millionen (1750) auf heute über 80 Millionen Menschen in Betracht und - im Zuge dessen - die erweiterung der Ackeranbauflächen von ursprünglich 13 Millionen Hektar auf heute über 25 Millionen Hektar.


Und heute?

In einem gesteigerten Superlativ (sollte dieses überhaupt möglich sein) verwendet der Autor für den heutigen Zustand eine Wortkette. Er spricht von der "weitflächigen, monotonen, überdüngten Intensivagrarlandschaft", deren Artenarmut unübertroffen sei.

Dies sei der Preis der Zivilisation, der kein realistisches Zurück kenne.

 

Abhilfe - Wir, der LBV machen's

In seinem Schlußwort plädiert der Autor, sich zumindest für den Schutz des schützenswerten Rests einzusetzen und nennt dabei das Beispiel der Beweidung durch Weidetiere. Derart genutzte Weideflächen entwickelten sich zu einem Hort der Artenvielfalt!

 

Liebe Mitglieder und Freunde des LBV - Unser Weideprojekt in Allmannshofen oder Glon ist genau so etwas! WIR machen das und erleben die positiven Auswirkungen - Dank Euch, Eurer Mithilfe und Euren Spenden!


Den gesamten Artikel lesen Sie hier.


(Stefan Höpfel)


ONLINE PETITION - BITTE HELFEN SIE!

Liebe/r   Newsletter-Empfänger,

erstmalig ist der Naturschutz in einer Dimension bedroht, die mir, und allen Naturschützern in Europa, sehr große Sorge bereitet. Unsere Arbeit droht um Jahrzehnte zurückzufallen. Deshalb brauche ich dringend Ihre Hilfe!

 

 

Uns bleiben nur noch wenige Tage Zeit, eine wichtige europaweite Online-Petition zu unterzeichnen, um das Schlimmste zu verhindern. Nature Alert! - die Natur schlägt Alarm!

 

 

Die EU-Kommission unterzieht zwei der wichtigsten Richtlinien zum Naturschutz einem sogenannten Fitness-Check. Konkret geht es um die Vogelschutzrichtlinie und die FFH-Richtlinie. Beide sind die entscheidenden Naturschutzinstrumente in Europa. Offiziell soll geklärt werden, ob die beiden Gesetze noch den vorgesehenen Zweck erfüllen. Doch inoffiziell geht es um die Aushöhlung des Naturschutzes in Europa.

 

Das beweist zum Beispiel die Aussage von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Er hat sich die „Verschmelzung“ und „Modernisierung“ der Vogelschutz- und FFH-Richtlinie wünscht. Und wurde dafür unter vielen anderen auch von Wirtschaftslobbys wie der Agrarindustrie beklatscht. Viele Politiker in der EU wünschen sich eine Abschwächung der Richtlinien hin zu einer wirtschaftsfreundlicheren Naturschutzgesetzgebung.

 

 

Doch wir lassen eine Aufweichung der Naturschutzstandards in Europa nicht mit uns machen! Wir kämpfen für all diejenigen, die unter der Aufweichung der Gesetze zu leiden hätten: Seien es die Donauauen, die Moore im Voralpenland oder die Mittelspechte im Spessart. Und mit uns tun dies über 100 Verbände in allen EU-Staaten. Wir wollen nicht nur mehr Naturschutz in Bayern und in Deutschland, sondern in ganz Europa.

 

 

Derzeit führt die EU eine öffentliche Befragung der Bürgerinnen und Bürger zum Fitness-Check durch. Das ist unsere Chance! Denn wenn sich möglichst viele Menschen bei dieser Befragung für starke Naturschutzgesetze in der Europäischen Union aussprechen, können wir vielleicht die Aushöhlung der Richtlinien verhindern!

 

 

Daher bitte ich Sie: Unterschreiben Sie auf der gemeinsamen Webseite aller Verbände für die Beibehaltung der Richtlinien in ihrer bisherigen Form. Falls Ihre Familienmitglieder eigene Mailadressen haben, sollen auch diese extra unterzeichnen.  Und leiten Sie diese Email auch an alle Ihre Freunde und Bekannten weiter. Es haben sich schon über 370.000 Menschen beteiligt. Besser wäre aber, wir wären mindestens 500.000 Unterstützerinnen und Unterstützer. Denn dann haben wir eine noch größere Chance, die Gesetzesänderung zu kippen.

 

 

 

Bitte machen Sie mit!

Jede Unterschrift zählt!

Ich danke Ihnen sehr herzlich für Ihre Unterstützung!

Dr. Norbert Schäffer

(LBV-Vorsitzender)

 

 

 


Neue Abstandsempfehlungen für Windenergieanlagen

(Juli 2015) Seiner politischen Brisanz verdankt dieses Papier eine Odyssee: Nach Jahren der Diskussion in Fach- und politischen Gremien sind die neuen Abstandsempfehlungen der Länderarbeitsgemeinschaft (LAG) der Vogelschutzwarten für Windenergieanlagen ‚amtlich‘!

Das Vorgängerpapier - das ‚Helgoländer Papier‘ - ist in vielen Gerichtsverfahren zu einem unserer wichtigsten Instrumente gereift, um Windenergieanlagen an Standorten zu verhindern, wo gravierende Verluste durch Vogelschlag zu erwarten sind oder wichtige Lebensräume entwertet würden.

In die Neufassung sind viele seit der Veröffentlichung des Helgoländer Papiers gewonnene Erkenntnisse eingeflossen, die die Abstandsvorgaben auf ein solideres fachliches Fundament stellen - mit unterschiedlichen Auswirkungen. Für manche Arten wurden aufgrund der neuen Erkenntnisse die Abstandsempfehlungen reduziert, beim Rotmilan hingegen gilt dagegen jetzt ein erweiterter Mindestabstand von 1.500 (vorher 1.000) Meter.

Auch das neue Papier dürfte 'der' Maßstab in der Genehmigung von Windenergieanlagen und Vorrang-flächen werden.

Der bayerische Windkrafterlass soll an seine Vorgaben angepasst werden. Online ist das Papier auf der Website der LAG verfügbar (www.vogelschutzwarten.de/positionen.htm), eine Druckversion wird in den nächsten „Berichten zum Vogelschutz“ publiziert, die bei Sie bei uns bestellen können (www.lbv-shop.de).

(LBV - Hilpoltstein)


15 EZS bearbeiten von nun an Glon

(18.06.2015) Während die EZB in Frankfurt sitzt - hinter Glas, befinden sich in Glon 15 EZS vor Gras. (man verzeihe mir diesen Kalauer). Edelziegenstärke! 15 Stück, 60 Beine - schöne Tiere und jetzt - nach allem was wir sahen - zufriedene Tiere. >>>Lesen Sie mehr...


Jetzt red i - der LBV im Bayerischen Fernsehen

Stefan Höpfel
Stefan Höpfel

(17.06.2015) Königsbrunn. Der Bayerisches Rundfunk gastierte mit seiner Sendung "Jetzt red i" im Trachtenheim in Königsbrunn. Die Kreisgruppe Augsburg des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern war mit einem Thema mit dabei.

 

Live!

Da es sich um eine Live Sendung handelt und nichts gespielt oder herausgeschnitten werden kann, weiß man als Redner weder wann man aufgerufen wird, noch wieviel Zeit noch verbleibt. Wir hatten das Glück, am Ende der Sendung zu sein, denn die letzten bleiben dann vielleicht doch eher in Erinnerung. Wir hatten das Pech, daß die Zeit schon weit fortgeschritten war und wir somit nur 1/3 dessen sagen konnten, was wir uns im Vorfeld zurechtgelegt hatten.

 

Umweltministerin anwesend

Unsere Umweltministerin, Ulrike Scharf, war mit von der Partie. Da mußten wir hin und die hervorragende Organisation beim BR machte es möglich, daß wir vortragen konnten.

Das wirklich schöne und echt "coole" war, daß Frau Scharf nach Ende der Diskussionen als erstes mit uns, dem LBV, sprach und - in diesem Fall muß ich die Person wechseln - ich ihr unsere Botschaft in Gänze übermitteln konnte.

Für alle Mitglieder sei sie hier aufgelistet, damit Ihr alle wißt, was wir als wichtig beim Thema Gebäudebrüterschutz erachten.

 

Excerpt:

 

Was sind Gebäudebrüter?

Unter Gebäudebrütern versteht man Tiere, wie z.B. Fledermäuse und Vögel, die mit dem Menschen unter einem Dach leben. Die bekanntesten Gebäudebrüter dürften Spatz, Schwalbe und Mauersegler sein

Weshalb Gebäudebrüterschutz?

Diese Tiere leben seit Jahrtausenden mit dem Menschen an und in seinen Behausungen. Deshalb nennt man sie auch Kulturfolger. Es sind Tierarten, die in Symbiose beim Menschen quasi „mitwohnen“ und eine dichte Bindung an ihn haben.

Interessanterweise können diese Tiere anderswo , also außerhalb von menschlichen Siedlungen, so gut wie gar nicht mehr unterkommen. Diese Tiere sind derzeit ungewollte Opfer des Klimaschutzes, da dieser so gut wie keinen Raum für die bestehenden Fortpflanzungsstätten und Brutplätze läßt.

Um was geht es uns?

Bei der energetischen Sanierung von Altbauten, wird dem Artenschutz so gut wie keine Beachtung geschenkt. Obwohl das Verbot der Tötung von Kolonien bzw. das Entfernen von Nistplätzen im § 44 des Bundesnaturschutzgesetz geregelt ist, mißachten viele dieses Gesetzt mangels Wissen.

Diesen Mangel an Wissen kann man den Besitzern oder Eigentümern von Häusern oft gar nicht vorwerfen. Der Mangel ist ebenso oft bei Architekten und Bauträgern vorhanden bzw. gar nicht ins Bewußtsein gedrungen. Die Ersteren wissen oft gar nicht, was unter ihrem eigenen Dach mitwohnt, die Letzteren kennen oft genug den § 44 des Bundesnaturschutzgesetzes nicht.

 

Ebenso verhält es sich beim Ausweisen von Neubausiedlungen. Die Biodiversität und somit die Möglichkeiten für Gebäudebrüter finden so gut wie keine Berücksichtigung. Die Folge sind Kulturwüsten, mit leblosen Grünflächen und kaum Leben zwischen den Gebäuden.

Unsere Forderungen an die Staatsregierung wären

  • Anreize schaffen im Zuge einer Haussanierung (Stichwort „Münchener Förderprogramm zur Einergieeinsparung“)
  • Sensibilisierung von Bauträgern beim Ausweisen von Neubaugebieten – Integration gestalterischer Maßnahmen in den Bebauungsplan, z.B. mittels eines Punktesystems
  • Nutzung der Beratungskapazitäten der ehrenamtlichen Naturschutzverbände, wie zum Beispiel dem Landesbund für Vogelschutz, da die Behörden oftmals mangels Ressourcen diese Arbeit gar nicht leisten können
  • Umsetzung der Biodiversitätsstragie Bayern 2030 (ab S.75f.), die dazu beiträgt, daß wir auch in Zukunft noch zusammen mit den Tieren in unseren Wohnanlagen leben und uns an ihnen erfreuen können.

 

Sendung verpaßt / nochmals Lust auf die Sendung?

Wer die Sendung nochmals sehen möchte, der kann dieses über die BR Mediathek und sieht dort unser vorgetragenes Anliegen ab Minute 36:30.

(Stefan Höpfel) 


Unser Ziegenstall ist fertig!

(13.06.2015) Endlich - nach 3 Monaten Bauphase wurde am Samstag, den 13.06.2015, unser Ziegenstall in Glon fertiggestellt. Er soll die nächsten Jahrzehnte halten - zumindest sieht alles danach aus. >>>Lesen Sie mehr...


Sommervorfreuden - LBV Wanderung

(07.06.2015) Trotz der schweren Arbeit an unserem Ziegenstall in Glon am Tag zuvor, fand unsere Vereinswanderung statt.

Das Motto hieß: Vorfreude auf den bevorstehenden Sommer - Wandern durch die Frühlingsblüte.

 

Pappenheim nach Suffersheim

Die Zugfahrt von Augsburg nach Pappenheim über Treuchtlingen verging schnell. Das Wetter wurde mit Überschreiten der Donau immer besser.

Durch das liebliche Städtchen Pappenheim, mit seiner reichen Vergangenheit, mit seinem Klenze-Schlößchen und den berühmten - weil getreuen - Pappenheimern, ging es steil bergan, hinauf in den Wald. 

Im Schambachtal erwartete uns ein Bild, wie es Ludwig Tieck wohl nicht besser hätte beschreiben können. Die Flemmühle liegt romantisch am Schambach, dessen Ufer, aufgestaut, mit sich im Wind wiegenden Weiden winden. 

Architektonisch schön und ins Landschaftsbild passend liegt die Gunthildiskapelle am Wegesrand. Hier ging es wieder in den Schatten direkt zum Schneck, wo wir einkehrten.

 

Nach Weißenburg

Wege gesäumt von Bachnelkenwurz, Rittersporn und jeder Menge Wiesensalbei verläuft der Weg durch ein alpin anmutendes Trockental hinauf in den Weißenburg umspannenden Wald.

Verläßt man diesen wieder, wartet auf die müden Füße eine Kneippanlage.

Die Zeit war gut bemessen, so daß wir Weißenburg noch ein wenig ansehen konnten, ehe es wieder zurück ging.

Laut den Teilnehmern hat es gefallen - wir wandern auch nächstes Jahr wieder.

(Stefan Höpfel)

Sommervorfreuden

ein ehemals jüdisches Wohnhaus
ein ehemals jüdisches Wohnhaus
Das neue Schloß erbaut von Leo von Klenze
Das neue Schloß erbaut von Leo von Klenze
Die Altmühl mit Schwertlilien
Die Altmühl mit Schwertlilien
Sylvia, die Wanderfreudige
Sylvia, die Wanderfreudige
Blick auf Pappenheim
Blick auf Pappenheim
Akelei
Akelei
Was gibt es nicht alles am Wegesrand
Was gibt es nicht alles am Wegesrand
Wiesenbocksbart
Wiesenbocksbart
In Geislohe hat es noch Mehlschwalben, die ...
...gerade eifrig füttern
...gerade eifrig füttern
die St. Gunthildis Kapelle
die St. Gunthildis Kapelle
Das Schambachtal
Das Schambachtal
Im Talgrund wandelnde Grazien
Im Talgrund wandelnde Grazien
Vor der St. Gunthildiskapelle
Vor der St. Gunthildiskapelle
...und daneben - im Schatten
...und daneben - im Schatten
Der Eingang ins Trockental
Der Eingang ins Trockental

Interkulturelles Nistkastenbauen

 

Der LBV am Frühlingsfest von

GROW UP Interkultureller Garten Augsburg e. V.

 

(10.05.2015) Seit 2009 gibt es den interkulturellen Garten hinter dem Kulturhaus Abraxas und mittlerweile kann der Gemeinschaftsgarten als Ort der Begegnung und Integration auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken: über 70 Paten und Familien aus über 16 Nationen engagieren sich zwischenzeitlich für das Projekt.

 

Für das diesjährige Frühlingsfests wurde bei strahlendem Sonnenschein ein buntes Programm mit Musik, Essen, Informationsständen und Flohmarkt geboten und auch wir als LBV waren mit Aktion und Information dabei: neben Broschüren zu verschiedensten Themen des LBV konnten gegen eine Spende vorgefertigte Nistkästen zusammengebaut werden.

 

Gerne wurde das Angebot angenommen und so hämmerten, bohrten und schraubten viele Kinder und Eltern in kurzer Zeit etliche Nistkästen für Meise, Rotschwanz, Star und Co mit großer Begeisterung zusammen.

 

Ein schöner Erfolg für alle Seiten: Spaß beim Basteln, Informationen über die potentiellen Bewohner, eine bleibende Erinnerung an das Frühlingsfest und neuer Lebensraum für gefiederte Stadtbewohner.

 

Vielen Dank an Wolfgang Weiner für den Kontakt und die Idee! (Bernd Achtnicht)

Der LBV-Stand
Der LBV-Stand
Groß und Klein beim Nistkastenbauen
Groß und Klein beim Nistkastenbauen
Überblick Frühlingsfest (Foto von Christian Menkel)
Überblick Frühlingsfest (Foto von Christian Menkel)

Wiesenbrüterwanderung ins Wiesmet

Verena Auernhammer erläutert den Teilnehmern den Altmühlsee
Verena Auernhammer erläutert den Teilnehmern den Altmühlsee
Das neue Bildtafeln-Konzept
Das neue Bildtafeln-Konzept
ok, am Anfang nieselte es noch etwas, dann aber war es pundig schön!
ok, am Anfang nieselte es noch etwas, dann aber war es pundig schön!
Brütender Haubentaucher - Susi's Favourite!
Brütender Haubentaucher - Susi's Favourite!
Stieglitz
Stieglitz
Erläuterungen auf der einen....
...Beobachtungen auf der anderen Seite
...Beobachtungen auf der anderen Seite
Ringeltaube
Ringeltaube
neugierige Blicke von oben
neugierige Blicke von oben
hier sollte eigentlich der Fischadler brüten
hier sollte eigentlich der Fischadler brüten
Giggala mit Eltern
Giggala mit Eltern
Die Jungen sind Huckepack
Die Jungen sind Huckepack
einige dunkle Wasserläufer und Löffelente
einige dunkle Wasserläufer und Löffelente
Stoff gab es genug zum Erzählen
Stoff gab es genug zum Erzählen
... und Beobachten
... und Beobachten
hier verbirgt sich eine Rohrammer
hier verbirgt sich eine Rohrammer
Fitis
Fitis
am Heglauer Weiher
am Heglauer Weiher
1. Gebot: Du sollst nicht den Photographen beobachten
1. Gebot: Du sollst nicht den Photographen beobachten
Impressionen
Impressionen
Meister Adebar
Meister Adebar
Der Seeadler
Der Seeadler
der viele Regen der Vortage....
ließ eine zauberhafte Stimmung aufkommen
ließ eine zauberhafte Stimmung aufkommen
fliegender Großer Brachvogel
fliegender Großer Brachvogel
gemütliches Beisammensein im Jägerluck
gemütliches Beisammensein im Jägerluck
Heidrun Albrecht im Gespräch
Heidrun Albrecht im Gespräch
 

(03.05.2015) Fortes fortuna adiuvat! - Den Tüchtigen (Tapferen) hilft das Glück! Ein Dutzend Glückliche! Sonntags morgens um 6.30 Uhr bei strömendem Regen in Augsburg losfahren, um in Franken einen Tag der Schönheiten OHNE REGEN zu genießen.

 

Führung entlang des Wiesmets

Pünktlich in jeder Beziehung trafen sich alle am verabredeten Punkt in Muhr am See.

Verena Auernhammer, die Gebietsbetreuerin des Wiesmets, begrüßte uns und erläuterte ausführlich das, mit dem Wasserwirtschaftsamt neu erarbeitete, Konzept entlang der Wege um den Altmühlsee, versehen mit guten Schautafeln - sehr gelungen!

Dann ging es rauf auf die Vogelinsel, die sich - wieder einmal - als echtes Kleinod erwies. Gleich beim Betreten begrüßte uns eine singende Nachtigall, Kuckuck und Fitis waren gut ebenso hörbar.

Der Aussichtsturm gewährte uns dann einen Blick in das Gebiet der Vogelinsel innerhalb des Altmühlsees, wo wir einige dunkle Wasserläufer, Haubentaucher, die mit ihre Jungen Huckepack durchs Wasser schwammen, Alpenstrandläufer, Grünschenkel, Kampfläufer, Löffelente, Rohrweihe und jede Menge Gänse und Möwen.

 

Größtes Wiesenbrütergebiet verursacht größte Kopfschmerzen

Entlang des Nesselbachs ging es dann ein Stück weit ins Wiesmet. Verena Auernhammer hatte im Vorfeld bereits betont, daß das Wiesmet zwar Bayerns größtes Wiesenbrüterschutzgebiet sei, dieses jedoch auch die größten Kopfschmerzen hinsichtlich des Arten- und Biotopschutzes bereitet. So geht der Brutbestand gerade bei so gefährdeten Arten, wie der Uferschnepfe rapide nach unten. Dies sei einerseits bedingt durch den steigenden Freizeitdruck, dem die Vögel ausgesetzt sind und andererseits auch den niederschlagsarmen Wintern, die die Wiesen entlang der Altmühl mit regelmäßigen Überschwemmungen nicht mehr richtig feucht halten.

So müsse man über bislang ungewöhnliche Schutzmaßnahmen nachdenken, die unser Landesvorsitzender, Dr. Norbert Schäffer, unserer Kreisgruppe auf der Jahresversammlung bereits vorstellte. Dazu gehören ein striktes Besuchermanagement und - auch das ist vorstellbar - die Umzäunung von besonders sensiblen Bereichen. Entlang des Nesselbachs konnten wir dann auch den Großen Brachvogel, Rohrammer und Feldschwirl hören oder beobachten.

 

Gerne Mittag in Gern

In Gern gab es dann eine einfache Brotzeit und kurze Mittagspause. Der Name des Ortes ist Programm, denn der dortige Kiosk Nepomuk offeriert eine pfundige Hausmannskost und Rastmöglichkeit.

 

Höhepunkt Seeadler

Bedenkt man, daß es in Bayern 5 brütende Paare dieser prächtigen Greifvögel gibt, so war es dann doch ein Volltreffer, den Vogel mitten im Wiesmet auf seiner Warte, ein kahler Baum, ansitzen zu sehen. Weit, sehr weit weg, aber noch immer prächtig und definitiv DER Höhepunkt! Mehr über den Seeadler mittels dieses Links. 

 

Begrüßung in der Umweltstation

Wie soll man es ausdrücken? Von drauß' vom Wiesmet rein ins gute Haus?

Heidrun Albrecht, die Leiterin der Umweltstation in Muhr am See begrüßte uns mit Kaffee und Kuchen, erläuterte die Entstehungsgeschichte der Umweltstation und das Aufgabenfeld der dortigen Mitarbeiter. Ein wahrhaft königlicher Empfang, den alle Teilnehmer sichtlich genossen und die Ausstellung in der Umweltstation ausgiebig besichtigten.

 

Ausklang in der Jägerluck

Zum Abschluß ging es in geselliger Runde ins Jägerluck, dem örtlichen Wirtshaus, das gutbürgerliche fränkische Küche bietet.

Wie schön war es doch auf der Heimfahrt dem Regen wieder entgegenzufahren......

(Stefan Höpfel)


Stimmungsbilder aus Schwabaich

(01.05.2015) 3 unserer Mitglieder sind derzeit eifrig unterwegs und sehen in Schwabaich nach dem Rechten. Insbesondere kümmern sie sich dabei um eine aktuelle Bestandsaufnahme gefährdeter Vögel. 

Da sie nach wissenschaftlichen Kriterien vorgehen, bleibt es Ihnen nicht erspart, auch recht früh aufzustehen. So entstanden diese Stimmungsbilder kurz vor Sonnenaufgang.

Danke an Susanne Botsch für die Zusendung!

(Stefan Höpfel)


Premiere! Eigener Stand des LBV auf der Augsburger Frühjahrs-Ausstellung

(11. bis 19.04.2015) Dieses Jahr war die LBV Kreisgruppe Augsburg erstmals mit eigenem Informationsstand auf der Augsburger Frühjahrs-Ausstellung (kurz: afa) präsent - und auf Anhieb erfolgreich: knapp 30 neue Mitglieder, Interessenten für die Naturschutzjugend und die Arbeitsgruppe Fledermäuse sowie viele Meldungen, z. B. von Fledermaus- oder Eulenquartieren.

 

Für diese Leistung war die Mitarbeit von vielen Aktiven erforderlich: neben dem Organisationsteam mit Claudia Weißschädel und Niki Zimmermann waren über 20 LBVler als Standpersonal tätig, um den Messebesuchern die Arbeit und Ziele der Kreisgruppe näher zu bringen.

 

Mit reichhaltigem Informationsmaterial, Vogelpräparaten, Tierstimmensimulator und einem Gewinnspiel am LBV-Stand ausgestattet, konnte die Aufmerksamkeit von vielen Messegästen gewonnen und im folgenden Gespräch die Arbeit des LBV erläutert oder Fragen beantwortet werden. Wann bietet sich sonst die Gelegeneheit von so vielen Menschen wahrgenommen zu werden?

 

Deshalb unser Fazit: wenn sich die Chance wieder bietet, sind wir auch auf der nächsten afa wieder mit dabei!

 

PS: Und wer den LBV auf der Messe verpasst hat, kann sich auf hier auf der Homepage oder bei unseren monatlichen Vereinstreffen informieren. Dort gibt es zwar kein Glücksrad, aber gewinnen kann man trotzdem immer: neues Wissen, Freunde und das gute Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun.

 

(Claudia Weißschädel)

So sah er aus - der Messestand des LBV Kreisgruppe Augsburg
So sah er aus - der Messestand des LBV Kreisgruppe Augsburg
Wer kann an so einem netten Messeteam vorbeilaufen?
Wer kann an so einem netten Messeteam vorbeilaufen?
Und natürlich darf eine echte Ente (hier: Paula, die Zeitungs-Ente) als Gast nicht fehlen!
Und natürlich darf eine echte Ente (hier: Paula, die Zeitungs-Ente) als Gast nicht fehlen!

Wahnsinniger Wiesenumbruch

(14.04.2015) Neulich am Haunstetter Krankenhaus. Ein kleiner Nachmittagsspaziergang - doch was ist das? Die Wiese, die vor dem Wald war, ist verschwunden. Braune Ackerfläche, umgepflügt.

War da nicht was? Verbot des Umbruchs von Grünland?

Die Lösung ließ nicht lange auf sich warten.

In der Ausgabe "Die Welt" vom 29.03.2015 stand des Rätsels Lösung. Aber vorweg:

 

Grünlandflächen

Auf der Seite des Umweltbundesamts werden Grünlandflächen folgendermaßen tituliert: "Grünlandflächen sind ökologisch wertvolle Elemente in der Agrarlandschaft und unverzichtbarer Bestandteil einer multifunktionalen Landwirtschaft." Nachzulesen unter folgendem Link.

Der Anteil von Gründlandflächen an der landwirtschaftlich genutzten Fläche betrug 2013 mit 4,6 Mio. ha weniger als ein Drittel und ist rückläufig.

 

5 Jahre danach

... Vor 5 Jahren, im Oktober 2009, legte die EU Kommission fest, daß Ackerland, das 5 Jahre lang als Grünland geführt wird und gegebenenfalls einem Vertragsnaturschutzprogramm unterliegt, nach Ablauf dieser Frist als sogenanntes "Dauergrünland" in die Kataster eingeht. Dieses darf dann nicht mehr umgebrochen werden. Grünland diente nicht nur dem Arten- und Biotopschutz, sondern insbesondere der Wasserqualität.

Diese 5 Jahres sind nun um.

Einhergehend mit dem Ablauf der Frist gab es eine gerichtliche Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), die über die Klage eines Landwirts aus Schleswig Holstein befinden mußte, ob diese Dauerregelung für den Landwirt wirtschaftlich nachteilig sei. Denn: Ackerland ist nunmal erheblich mehr Wert als Grünland. Der EuGH zementierte den Dauerstatus des Grünlands und - rein wirtschaftlich gesehen - vermindert somit den Wert des Grund und Bodens der Landwirte per Gerichtsurteil.

 

Eigentor des Umweltschutzes?

Recherchiert man im Internet weiter, so stößt man auf die Häme der Vertreter der Landwirtschaft. Es sei ein "Eigentor des Umweltschutzes", der einfach nicht einsehen möchte, daß "die Kompetenz und der Sachverstand in Sachen Naturschutz bei den Landwirten selbst liege, die ihre Flächen seit Generationen bewirtschaften und mit ihrer täglichen Arbeit mehr für den Naturschutz tun als jede andere Berufsgruppe." So die Sichtweise der anderen Seite, nachzulesen unter folgendem Link.

Da ein Landwirt eben auch Unternehmer ist, muß dieser Aspekt durchaus auch Berücksichtigung finden, wenn auch das oben angeführte Zitat etwas starker Tobak ist.

 

Was tut die Bundesregierung?

Die Bundesregierung sei sich der nunmehr geänderten Situation bewußt. Man möchte mit den Landwirten auch weiterhin zusammenarbeiten und sei mit Brüssel in Kontakt, wie hier Abhilfe geschaffen werden kann. Leider aber, sei Deutschland derzeit aber an die EuGH Auslegung gebunden. Warten wir es also ab und hoffen auf den Sieg der Vernunft - vielleicht redet man ja miteinander?

 

Und ich?

Ich verstehe nun - auch wenn es schwer fällt - den Bauern, daß er am Haunstetter Krankenhaus umgepflügt hat, schüttele aber den Kopf, weshalb wir, die wir so stolz auf unser gutes Trinkwasser in Augsburg sind, hier einfach tatenlos zusehen und nichts unternehmen. Der vollständige Artikel in "Die Welt" ist unter folgendem Link nachzulesen.

(Stefan Höpfel)


Frühlingspracht am Lech

(03.04.2015) Weit ist es nicht - manche von uns radeln bis hierher! Kaufering - dieser kleine Markt, dessen Kirche St. Johannis vielleicht den schönsten schwäbischen Zwiebelturm ganz Oberbayerns hat, ist nicht nur wegen seiner "Runde um den See" mit anschließender Einkehr im Gasthof zur Brücke eine Reise wert.

Gerade jetzt im Frühjahr, wenn das Licht noch weich und die Flora erwacht, ist die kleine Nachmittagsrunde von so schöner Friedfertigkeit, daß man den Ausflug mal wagen sollte.

 

Lerchensporn & Co.

Los geht's bei der kleinen Kapelle St. Leonhard, deren untrügliches Zeichen das Attribut des Heiligen ist: eine Kette rings um den Bau von 1715. In südlicher Richtung, immer dem Autor vertrauend geht es zum Ende der Wiese direkt ans Steilufer. Hier haben wir schon den ersten herrlichen Ausblick auf den Lech, der tief unter uns fließt. Der Weg führt im Anschluß steil nach oben, über eine Wiese bis wir zu einem Fahrweg gelangen. Diesem folgen wir südwärts (für nicht Himmelskundige: wir biegen rechter Hand ab) ca. 80 Meter. Nach einem kleinen Eschenhain führt ein Stichweg rechts hinunter. So, nun sind wir am Eingang zum Blumenparadies, das mit Hohler Lerchensporn (Corydalis Cava), Wald-Gelbstern (Gagea Lutea), echtes Lungenkraut (Pulmonaria Officinale), Buschwindröschen (Anemone Nemorosa), und echtem Ehrenpreis (Veronica Officinalis) derzeit bestückt ist. 

 

Weiterer Weg

Dem mutigen Wanderer sei empfohlen, daß er dem Fahrweg einfach folgend allmählich in den Hang hineinkommt - immer stetig leicht bergan, so daß man wenige hundert Meter weiter wieder oben auf dem Hauptweg ankommt. Dem tapferen Wanderer sei an der Quelle, die rund 40 Meter hinter dem Beginn des Blumenparadieses liegt, der Abstieg zum Lech empfohlen. Von dort geht es entlang der Fischzucht-Sandau, eine sehr empfehlenswerte Forellenzucht, deren Saiblinge vorzüglich munden, hinauf zur Gastwirtschaft in der Sandau, deren Innenhof und Forellengerichte zur Einkehr Aufforderung genug sind. 

(Stefan Höpfel)

Das Hochufer des Lechs
Das Hochufer des Lechs
Lerchensporn
Lerchensporn
Totholz im neu erweckten Grün
Totholz im neu erweckten Grün
Buschwindröschen
Buschwindröschen
Die Quelle im Auwald
Die Quelle im Auwald
Quelle auf dem Lechhochufer
Quelle auf dem Lechhochufer
Buschwindröschen
Buschwindröschen
echtes Lungenkraut
echtes Lungenkraut
echtes Lungenkraut
echtes Lungenkraut
Paradiesimpressionen
Paradiesimpressionen
Leberblümchen
Leberblümchen
weich fließt das Licht im Frühling
weich fließt das Licht im Frühling
Frühlingsmomente
Frühlingsmomente
Blick in den Steilhang
Blick in den Steilhang
Bingelkraut (Mercurialis perennis)
Bingelkraut (Mercurialis perennis)
Blick in den Steilhang - im Hintergrund die Ausläufer der Sandau
Blick in den Steilhang - im Hintergrund die Ausläufer der Sandau
Lerchensporn
Lerchensporn
Die Bahn - Lindau - München
Die Bahn - Lindau - München
St. Leonhard
St. Leonhard
Der Weg (mit Variante)
Der Weg (mit Variante)
 
 

Aus der Presse: Beutegreifer auf dem Vormarsch

(Januar/März 2015) Eckhard Fuhrs Artikel sind immer lesenswert - ein Pauschalurteil, aber es hat seine Berechtigung. 

In gleich zwei Artikeln aus der Tageszeitung "Die Welt" beschreibt er den (unaufhaltsamen) Vormarsch der großen Beutegreifer.

 

Renaissance für Raubtiere?

Seine Ausführungen hinsichtlich Bär, Luchs, Vielfraß und Wolf zeigen, daß diese Beutegreifer seit den 90er Jahren in Europa auf dem Vormarsch in die Kulturlandschaft sind. So lebten mittlerweile mehr Wölfe in Europa als in den USA. 

Auch hinterfrägt er - ebenso wie unser Landesvorsitzender, Dr. Norbert Schäffer, ob es denn noch die unberührte Natur gäbe?

Die Kulturlandschaften wurden wissenschaftlich untersucht, eine Fläche von 4.500.000 km² wurde zugrunde gelegt und so sei festzustellen, daß es inzwischen 17.000 Bären mit 10 Populationen, 12.000 Wölfe mit 28 Populationen, 9.000 Luchse mit 11 Populationen und 1.200 Vielfraße mit 2 Populationen gäbe.

Die USA mit immerhin 8 Millionen km² weisen hingegen wesentlich weniger Wölfe auf. Dies hänge vor allem mit einer unterschiedlichen Auffassung des Zusammenlebens zwischen Mensch und Tier zusammen. In den USA seien Wölfe eigentlich ausschließlich in eingezäunten Reservaten (--> Norbert Schäffers Vortrag) zu finden.

 

Europa - ein Schlaraffenland

In Europa gibt es Beutegreifer eigentlich nur deshalb, weil man es schafft ein Miteinander zu arrangieren.

Einerseits sei genügend Nahrung, sowohl tierisch als auch pflanzlich, vorhanden, andererseits bilde eine entsprechende Einstellung der Bevölkerung die Grundlage, die den Rückkehrern bislang wohlwollend gegenübersteht.

 

Romantische Verklärung?

Eckhard Fuhr warnt allerdings davor, den Wolf als scheues Tier zu sehen. Er ist und bleibt ein Raubtier und verhalte sich eben NICHT so scheu und heimlich, wie das manche Broschüren behaupten. 

Die Neugierde, so der Autor, treibe den Wolf in die Nähe des Menschen. Seine Forderung lautet, daß es am Menschen gelegen ist, das Leben mit dem Wolf zu lernen!

Eien Umkehr der Verbreitung sei unwahrscheinlich, zumal es die Landwirtschaft selber ist, die die Beutetiere des Wolfes miternährt.

 

Wann setzt man Grenzen?

Bei weiterer Ausbreitung des Wolfes, so Fuhr, benötige man einen ehrlichen Dialog, der die "Zumutungen" aller Parteien benennt. Ziel dabei muß es sein, dem Wolf wieder die Scheu vor dem Menschen beizubringen.

Beide Artikel sind hier nachzulesen:

Ein gefundenes Fressen - Die Welt vom 18.Januar 2015

Der will nicht nur spielen- Die Welt vom 1. März 2015

(Stefan Höpfel)


Wiedhopf - bei uns????

....und bald hängt er an einem entsprechenden Baum
....und bald hängt er an einem entsprechenden Baum
Wolfgang baute sogar noch eine "Aufstiegshilfe" für die Jungvögel ein
Wolfgang baute sogar noch eine "Aufstiegshilfe" für die Jungvögel ein
meisterliche Schreinerarbeit - Wendehalskasten
meisterliche Schreinerarbeit - Wendehalskasten
...das wunderschöne Gut Schwaighof
...das wunderschöne Gut Schwaighof
Eine weite Pferdekoppel - ideales Gebiet für den Wiedehopf
Eine weite Pferdekoppel - ideales Gebiet für den Wiedehopf
...die Pferdekoppel vom Hof aus gesehen
...die Pferdekoppel vom Hof aus gesehen
Die Gärtnerin schneidet noch einiges für einen problemlosen Anflug frei
Die Gärtnerin schneidet noch einiges für einen problemlosen Anflug frei
Ein wirklich schöner Ort für einen - WENDEHALSkasten
Ein wirklich schöner Ort für einen - WENDEHALSkasten
Wer hängt gleich wen?
Wer hängt gleich wen?
schön hängen sie da, in Eintracht beeinander, Wendehals und Wiedehopf
schön hängen sie da, in Eintracht beeinander, Wendehals und Wiedehopf
Der Macher! In der Tat ein meisterlich gefertigtes Stück.
Unserer Meinung nach ein guter Platz mit freiem Anflug
Unserer Meinung nach ein guter Platz mit freiem Anflug
... der Meister legt Hand an...
...bohrt und schraubt...
dafür einen Kniefall? - so schön ist er auch wieder nicht, gelt?
dafür einen Kniefall? - so schön ist er auch wieder nicht, gelt?
keine Angst - der Kasten hängt nicht zu tief
keine Angst - der Kasten hängt nicht zu tief
jetzt hängt ein "echter" Wiedehopfkasten an der Schmutter
jetzt hängt ein "echter" Wiedehopfkasten an der Schmutter
Ausrichtung Süd-Südost. Außerhalb der Pferdekoppel
Ausrichtung Süd-Südost. Außerhalb der Pferdekoppel
 

(25.03.2015) Nein, den Wiedhopf gibt es hier nicht - keine Chance! Doch! versicherte uns Frau Zeising, Gutsbesitzerin des Guts Schwaighof, ich habe den Wiedhopf mit eigenen Augen auf einer meiner Pferdekoppeln gesehen.

Das glauben wir nur zu gerne (nicht nur um den Bayerischen Brutatlas eines besseren zu belehren) und boten an, für den possierlichen Vogel ein Heim zu zimmern.

 

Das W-Problem

Gesagt getan. Werner Zilling fertigte - quasi mit links - zwei Nistkästen. Seiner Aufmerksamkeit entging es leider, daß wir ihn baten einen   W I E D E H O P F  Nistkasten zu fertigen. Herausgekommen war ein   W E N D E H A L S   Nistkasten. Auch Arten- und Biotopschützer sind fehlbar!

Dank der Skepsis unseres Mitglieds, Marianne Fromm, kamen wir schnell hinter den Fehler. Die Kästen unterscheiden sich doch erheblich und so fertigte der gute Wolfgang an einem Nachmittag zwei weitere Kästen (Übung führt zu stetig besseren Ergegnissen). 

 

Idealer Ort

Die weitläufigen Pferdekoppeln auf Gut Schwaighof, im Schmuttergrund gelegen, mit altem Obstbaumbestand, eignen sich hervorragend für den Vogel, den man nur bei Erregung bzw. bei der Balz mit Haube sieht.

 

Die Standorte waren auch rasch bestimmt und so kamen die Nistkästen - für den Betrachter überraschend tief - an zwei gute Standorte.

 

Beobachtung tut Not

So, jetzt ist es an uns, den Vogel zu sichten und das werden wir im Laufe des April/Mai/Juni sicherlich tun.

 

Danke an Spender und Helfer

Das Holz und die Arbeitszeit spendete Wolfgang dem Verein. Hierfür sei's ihm gedankt, auch für den Einsatz der aktiven Helfer. Ganz besonders bedanken wir uns wieder bei Frau Zeising, die großzügig uns hier gewähren ließ.

(Stefan Höpfel)


Jahreshauptversammlung 2015

Unser (sehr) zufriedener Kreisgruppenvorsitzender, Martin Trapp
Unser (sehr) zufriedener Kreisgruppenvorsitzender, Martin Trapp
Stefan Höpfel hob die gesunde und gute Stimmung innerhalb der Kreisgruppe hervor
Stefan Höpfel hob die gesunde und gute Stimmung innerhalb der Kreisgruppe hervor
Claudia Weißschädel berichtete von ihrer Fledermauspflegestation
Claudia Weißschädel berichtete von ihrer Fledermauspflegestation
Hermann Mayer, unser Schatzmeister, erläuterte den Haushalt des Vorjahres
Hermann Mayer, unser Schatzmeister, erläuterte den Haushalt des Vorjahres
Unsere Jubilare - Danke für die Treue gegenüber dem Verein!
Unsere Jubilare - Danke für die Treue gegenüber dem Verein!
Jubilare in leicht anderer Formation: von 40 Jahren bis runter auf 10
Jubilare in leicht anderer Formation: von 40 Jahren bis runter auf 10
40 Jahre Mitgliedschaft! Frau Beischler gab einen kleinen Rückblick.
Auch unsere Freunde von der Kreisgruppe Landsberg am Lech waren mit dabei
Auch unsere Freunde von der Kreisgruppe Landsberg am Lech waren mit dabei
Sehr gut besucht - über 70 Mitglieder folgten der Einladung zur JHV 2015
Sehr gut besucht - über 70 Mitglieder folgten der Einladung zur JHV 2015
Welchen Vogelschutz wollen wir? Ein sehr aufschlußreicher Vergleich verschiedener Ansätze weltweit
Welchen Vogelschutz wollen wir? Ein sehr aufschlußreicher Vergleich verschiedener Ansätze weltweit
auch zu später Stunde ein Aufmerksamer Zuhörer während des Fragenteils seines Vortrags
auch zu später Stunde ein Aufmerksamer Zuhörer während des Fragenteils seines Vortrags
Inhaltlich gehaltvolle Fragen an den nachdenklichen Vortrag Norbert Schäffers
Inhaltlich gehaltvolle Fragen an den nachdenklichen Vortrag Norbert Schäffers
Die Diskussionsrunde im Anschluß an den Vortrag Norbert Schäffers war sehr lebendig
Die Diskussionsrunde im Anschluß an den Vortrag Norbert Schäffers war sehr lebendig
DANKE! Eine kleine Aufmerksamkeit der KG Augsburg an den Landesvorsitzenden
DANKE! Eine kleine Aufmerksamkeit der KG Augsburg an den Landesvorsitzenden
Unser Ehrengast und Landesvorsitzender in Augsburg: Norbert Schäffer
Unser Ehrengast und Landesvorsitzender in Augsburg: Norbert Schäffer
Norbert Schäffer besucht unser Biotop in Glon
Norbert Schäffer besucht unser Biotop in Glon
Unser langjähriger Gebietsbetreuer in Glon berichtet über seine Beobachtungen
Unser langjähriger Gebietsbetreuer in Glon berichtet über seine Beobachtungen
Schweres Gerät vor großem Kaliber - unser Landesvorsitzender im neu gestalteten Bachern
Schweres Gerät vor großem Kaliber - unser Landesvorsitzender im neu gestalteten Bachern

(25.03.2015) Noch eine halbe Stunde bis zur Eröffnung der Versammlung und der Saal war überraschend ordentlich gefüllt.

"Ein hervorragend gelungenes Flugblatt habt ihr da, macht weiter so!" war einer der ersten Sätze, die ich neben den ständigen persönlichen Begrüßungen hörte. So etwas tut gut zu hören. Dankesehr!

Mit leichter Verspätung traf dann Norbert Schäffer ein. Unsere Jahreshauptversammlung mit über 70 Mitglieder konnte beginnen.

 

Besichtigung der Gebiete

Trotz seines vollen Terminkalenders ließ es sich Herr Schäffer nicht nehmen, zwei unserer Gebiete, die Tongrube Glon und unsere neu hergerichtete Sandgrube in Bachern, ausführlich zu besichtigen.

 

Des KG Vorsitzenden Dilemma

Martin Trapps Dilemma, der Kreisgruppe und dem Landesvorsitzenden Rechenschaft abzulegen, begegnete dieser mit einer pfiffigen Präsentation.

Er spiegelt die Satzungsinhalte der Pflichten einer Kreisgruppe und mit entsprechendem Bildmaterial an den durchgeführten Aktionen, Veranstaltungen und Tätigkeiten in Augsburg Land/Stadt. So können wir auf 12 Monatstreffen, 8 Vorstandstreffen, 1 Kreisgruppenausflug und insgesamt 22 Pflegeeinsätze verweisen.

Nur - das sei auch hier im Internet genannt - hapert es bei der Jugendarbeit. Der Handlungsbedarf ist erkannt und soll angegangen werden.

 

Claudia Weißschädel berichtete im Anschluß über ihre Pflegestation für Fledermäuse, die von Herrn Schäffer kurz vor Beginn der Jahreshauptversammlung besichtigt wurde.

Stefan Höpfel hob die Freude der Aktiven am Tun und am Einsatz hervor. Das positive sei, daß die Leute ihre Tätigkeiten für die Kreisgruppe als sinngebend und sinnvoll auffassen. Besonders hervorzuheben ist dabei, daß Rückmeldungen jeder Art - also sowohl die positiven, als auch die negativen - willkommen sind und ernstgenommen werden.

 

Unsere Finanzen - müssen besser werden

Hermann Mayer führte im Anschluß aus, wie die Einnahme- und Ausgabesituation im vergangenen Jahr war und wie sich diese auf unsere Kasse insgesamt auswirkte. Die klare Botschaft, die letzten Endes dastand heißt: wir zehren momentan von unserer Substanz, wir müssen die Einnahmesituation, auch im Hinblick auf notwendige große Investitionen, wesentlich verbessern.

 

Welchen Vogelschutz wollen wir?

Der langerwartete Vortrag von Herrn Schäffer hieß: Welchen Vogelschutz wollen wir? Einleitend nannte er, daß er auf 20 Jahre Auslandserfahrung in Großbritannien zurückblicken kann. Immerhin das Mutterland des Vogelschutzes.

Dabei stellte er eingangs 3 Fragen:

 

  • Was wollen wir schützen?
  • Wie wollen wir Arten schützen?
  • Welche Natur wollen wir?

Wunderschöne Bildbeispiele folgten: die Serengeti (künstlich gedüngt), der Bayerische Wald (klein, sehr klein), Sumatra (Schwund des Regenwalds), Borneo (dito).

Sein Fazit: die Idee, es gäbe noch unberührte Natur, ist perdu. Heute seien da, wo wenige Wochen (sic!) vorher noch Regenwald stand, Ölpalmplantagen (Biosprit, aber auch Nutella). Die Idee der unberührten Wildnis sei heutzutage auch ein Punkt, den man so nicht mehr stehen lassen könne. Davon müßten wir uns verabschieden. Die Entwicklung sei eher folgendermaßen.

Aus einem Meer von Wildnis mit Inseln der Zivilisation entwickelt sich alles hin zu einem Meer von Zivilisation mit Inseln der Wildnis.

Natur, so Norbert Schäffer weiter, wird zunehmend als Nebenprodukt und Überbleibsel der Landnutzung gesehen. Natur sei zunehmend ein Ergebnis eines gezielten Managements. Nichts passiere mehr durch Zufall!

Dabei referenzierte er auf mehrere Projekte in England zur Rettung der Uferschnepfe, des Kibitzes und der Zwergseeschwalbe. In allen Fällen ging dieses nur durch geplante Maßnahmen in einem - sprichwörtlich - abgezäunten Gebiet. Dann und nur dann kam es zum Erhalt des Bestandes und zur geregelten Aufzucht. Das Credo des geregelten Natur-Managements, verfolge die Royal Society for the Protection of Birds (RSPB), die immerhin 1,2 Millionen Mitglieder zähle.

 

Moorhuhn geschützt durch Ablenkfütterungen

Das schottische Moorschneehuhn, ein äußerst beliebtes Jagdtier - nicht nur bei gelangweilten Büroangestellten -, wird künstlich vor Prädation geschützt, indem man seinem größten Feind, der Kornweihe, Schlachtabfälle zu Füttern gibt. Mittlerweile empfielt die Schottische Regierung die Ablenkfütterung - und das gewiß nicht nur, weil sich ein Großteil Schottlands in Privatbesitz befindet.

 

Schleichender Verlust

Unter dem Schlagwort "New normal" gab dann Norbert Schäffer zu bedenken, daß das, was für den Jahrgang der meisten KG Mitglieder noch normal war, heute unter einer neuen, ungewohnten Normalität erscheint. Für ihn, Norbert Schäffer, war es noch normal, daß das Rebhuhn "einfach da war". Für seine Kinder ist es normal, daß es eben nicht mehr da ist!

 

Was wäre zu tun?

Da die Landschaften weitestgehend ausgeräumt sind, wäre es sinnvoll dafür zu sorgen, daß

 

  • Sämereien im Winter,
  • Insekten im Sommer und
  • Brutplätze für Boden- und Heckenbrüter zur Verfügung stehen.

Hier leisten beispielsweise Feldlerchenfenster deutlich mehr, als Ruderalstreifen.

England wiederum geht unprätentiös voran. Offen angedacht sind Futterautomaten für die Vogelwelt. Wieder fragte er: "Wollen wir das wirklich?"

 

Was wollen wir in Deutschland?

Wir wollen hierzulande eine selbstregulierende, ökologisch funktionierende Landschaft - also eben kein überwachtes Management. Ein spezieller Artenschutz darf hierzulande nur als Übergangslösung gelten.

Die zunehmende Distanz zwischen Mensch und Natur führt dazu, daß Naturschutzmaßnahmen akzeptiert werden, wie z.B. das Füttern von Störchen im Winter.

Deshalb seien Projekt, wie das Igel Projekt des LBV wichtig, da hier ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt wird, der eben nicht nur das Tier, sondern auch dessen Lebensraum und Bedrohungen umfasse.

 

Fazit 

Insgesamt lautet jedoch die Maxime des LBV

 

  • so wenig Eingriffe wie möglich, aber so viele wie nötig
  • gezielte Eingriffe bei seltenen Arten
  • Alternativenprüfung

Das alles hat zum Ziel, daß die Erhaltung der, für das Betrachtungsgebiet spezifischen Biodiversität, im Kontext ökologisch intakter Landschaften steht!

Wir danken für Norbert Schäffers Besuch zu unserer Jahreshauptversammlung und wünschen ihm und dem LBV gutes Gelingen und politische Durchsetzungskraft!

(Stefan Höpfel)


Nistkasten für den Wanderfalken am Hotelturm

Passt rein!
Passt rein!
Endlich oben!
Endlich oben!
Befestigung des Kastens. Der Kies dient als Einstreu
Befestigung des Kastens. Der Kies dient als Einstreu
Seitenansicht des installierten Nistkastens
Seitenansicht des installierten Nistkastens
Und so ist die Aussicht für den Wanderfalken vom Nistkasten aus gesehen
Und so ist die Aussicht für den Wanderfalken vom Nistkasten aus gesehen
Wanderfalken bei UPM in Augsburg
Wanderfalken bei UPM in Augsburg
Was von einer Taube übrigbleibt
Was von einer Taube übrigbleibt
 

(27.03.2015) Ein häufig genutzter Jagd- und Rupfplatz der Augsburger Wanderfalken ist der Hotelturm. Er bildet mit 158 m Höhe den höchsten Punkt der Stadt, und zieht als riesiger Felsen, Tauben und Falken an. Deswegen reifte die Idee, den Falken dort eine weitere Brutmöglichkeit anzubieten. Dank der Hausverwaltung des Hotelturms wurde der Installation einer Nisthilfe für den Wanderfalken zugestimmt. Im Falle einer Ansiedlung würde der dort ansässige Taubenverband vielleicht vergrämt.

 

Aktuelle Situation

Der Bestand des Wanderfalken in Augsburg umfasste die letzten Jahre nur 1-2 Brutpaare. Vom Nahrungsangebot (Vögel) und der Fläche des Stadtgebietes, sind weitere Reviere denkbar. Neue Nistmöglichkeiten erhöhen die Chance einer Neuansiedlung. Der Bestand des Wanderfalken in Bayern umfasst heute wieder etwa 250 Paare. Dies ist das Ergebnis jahrzehntelanger aufwändiger Schutzmaßnahmen für den Wanderfalken. Etwa die Hälfte der Brutpaare nistet an Felswänden im Alpenraum, etwa ein Drittel an Gebäuden auch im bayerischen „Flachland“, die übrigen in den Mittelgebirgen. Augsburg kommt eine gewisse Rolle für den Austausch der Populationen zwischen Schwäbischer und Fränkischer Alb und den Alpen zu. Ein Beispiel für einen solchen Austausch konnte 2014 dokumentiert werden. Ein Wanderfalken-Terzel (Männchen) wurde zur Greifvogelärztin der Tierklinik Unger gebracht worden. Es hatte sich bei der Jagd am Schwabencenter verletzt. Anhand der Beringung wurde deutlich, dass der Wanderfalke aus Esslingen stammte.

 

Nistplatzanspruch

Die große Höhe des Hotelturms bietet dem Wanderfalken Sicherheit vor dem Steinmarder und einen Überblick über sein Jagdgebiet. Störungen durch Menschen lassen sich hier während der Brutzeit vermeiden. Der Nistkasten soll in gewisser Weise eine Felsnische imitieren. Als „Einstreu“ wurde deshalb grober und feiner Kies verwendet. Durch weiße Farbtupfer an Kasten und Anflugbrett sollen die Falken angelockt werden, den Kasten als bewährten Brutplatz zu erkennen. Die Jungfalken benötigen Platz zum Trainieren ihrer Flugmuskeln. Am jetzigen Standort ist dies gut möglich.

 

Installation

Die Auswahl des geeigneten Installationsplatzes gestaltete sich schwierig. Der Nistkasten, der von der Kreisgruppe zur Verfügung stand, ist sehr groß und schwer und die Anbringung muss genau durchdacht und sicher sein. Muss er doch teilweise hohe Windgeschwindigkeit auf dem Hotelturm aushalten. Deswegen fanden mehrere Prüfungen auf dem Turm statt. Letztlich wurde der Kasten auf einen etwa zwei Meter hohen Blechaufbau gesetzt. Befestigt wurde der Kasten mit Drahtseilen.

Allen Beteiligten offenbarte sich nebenbei ein beindruckender Ausblick auf Augsburg und Umgebung. Danke an alle Beteiligten! (Wolfgang Weiner)

 

Tipp:

Kostenlos zum Herunterladen: Horstbetreuerleitfaden, Projektberichte

www.lbv.de/unsere-arbeit/vogelschutz/wanderfalke.html

 

Weitere Infos:

www.wanderfalke-bayern.de/index.html

www.lfu.bayern.de/natur/artenhilfsprogramme_voegel/wanderfalke/index.htm

 

Sehenswerte Bilder vom Wanderfalken:

www.brodowski-fotografie.de/beobachtungen/wanderfalke.html

 

Live: Die Wanderfalken Web-Cam des LBV:

www.lbv.de/unsere-arbeit/vogelschutz/wanderfalke/wanderfalken-webcam.html


Vögel beobachten und Stadtbäche kennenlernen 3

Interessantes über den Buchfink am Jakoberwall
Interessantes über den Buchfink am Jakoberwall
Mehrere Buntspechte waren aktiv
Mehrere Buntspechte waren aktiv
Gebirgsstelze im Äußeren Stadtgraben
Gebirgsstelze im Äußeren Stadtgraben
Gute Aussicht auf der Brücke über den Äußeren Stadtgraben
Gute Aussicht auf der Brücke über den Äußeren Stadtgraben
Saatkrähenkolonie
Saatkrähenkolonie
Gänsesäger-Paar im Bereich der Kahnfahrt
Gänsesäger-Paar im Bereich der Kahnfahrt
Reiherente - gut erkennbar am blaugrauen Schnabel mit schwarzer Spitze
Reiherente - gut erkennbar am blaugrauen Schnabel mit schwarzer Spitze
Ersatz für die noch nicht eingetroffenen Turmfalekn am Jakoberturm
Ersatz für die noch nicht eingetroffenen Turmfalekn am Jakoberturm
Zugegeben: kein Vogel, aber auch sehr nett zu beobachten.
 

(22.03.2015) Fast 40 interessierte Teilnehmer waren sich nach dem Rundgang entlang von Jakoberwall, Oblatterwall, Kahnfahrt und Stadtgraben einig: die vielfältige Augsburger Vogelwelt ist ebenso beeindruckend wie das weitverzweigte Netz der Bäche und Kanäle im Stadtgebiet.

Zu Beginn führte Martin Trapp die Teilnehmer in das System der insgesamt 50 km langen Fließgewässer im Stadtgebiet ein und skizzierte den komplexen Verlauf der bis in das 19. Jahrhundert strikt getrennten Quellbäche für die Trinkwasserversorgung und Lechkanäle als Nutzwasser vom Ausgburger Stadtwald bis zum Startpunkt der Führung in der Nähe des Vogeltores.

Beim anschließenden Spaziergang konnte man fast schon meinen, als Ausgleich für das ungemütlich kalte und graue Wetter, zeigt sich die Vogelwelt extra in großer Vielfalt: neben meist bekannten Vertretern wie Amsel, Buchfink, Kohl- und Blaumeise, Rotkehlchen, Buntspecht und Stockenten, konnten auch Kleiber, Raben- und Saatkrähen, Ringeltauben, Gebirgsstelzen, Reiherenten und Gänsesäger gesichtet werden. Sogar ein Graureiher zeigte sich über den Köpfen der Beobachter.

Zu jedem gefiederten Stadtbewohner konnte Martin Trapp Interessantes berichten:

Einsteiger erfuhren mit (fernglasunterstützten) Augen und Ohren die wichtigsten Merkmale der gesichteten Vögel und konnten z. B. imposante „Mauerarbeiten“ des Kleibers in eigenen Händen halten.

Fortgeschrittene Vogelkundler wissen jetzt, warum die Mauser beim Buntspecht ein halbes Jahr dauert oder warum Turmfalken (die leider noch nicht am Jakobertor eingetroffen waren) eine hohe Trefferquote beim Ausmachen von Mäusevorkommen aus der Luft haben*. Somit konnte jeder bekanntes Wissen auffrischen und/oder Neues hinzulernen.

Etwas ausgefroren, aber mit vielen neuen Eindrücken der schönen Augsburger Innenstadt, der Stadtbäche und vor allem der fliegenden Bewohner endete der über 2-stündige Rundgang mit Applaus für den fachkundigen und charmanten Führer Martin Trapp und sicher bei dem ein oder anderem auch mit neu erwachtem Interesse für die Vogelwelt. (Bernd Achtnicht)

 

*Sie möchten auch wissen, warum? Bestimmt verrät es Martin Trapp auf Anfrage bei der nächsten Führung am Ostermontag (6. April) entlang von Mühlbach, und Altem Floßgraben.


Komm, kleine graue Taube, komm!

Suche: wo hängen die Kästen?
Suche: wo hängen die Kästen?
Erster Kasten und gleich ein Erfolg: hier fand definitiv im Vorjahr eine Brut statt!
Erster Kasten und gleich ein Erfolg: hier fand definitiv im Vorjahr eine Brut statt!
nächster Kasten, nächstes Glück - manches Mal regnete es Hohltaubenbeton
Viele Hände, des Reinigers sichere r - Halt!
Auf die Leiter, hoch!
...für die Leute unten blies glücklicherweise ein kräftiger Wind
diesen Waldabschnitt hatten wir in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt
Stützen, Halten, Steigen - ein akrobatisch anmutendes Team
Leiter vor Abgrund. Idealer Nistkasten Standort
Tod im Schlaf. Indizien der Forensik: abgebissene Federkiele
...dieser Bewohner wurde im Schlaf gemeuchelt - Forensik: abgebissene Federkiele als Beweisstück
Auch wenn Martin die meisten um Kopfeslänge überragt - hier ist schon guter Mut notwendig, sich noch ordentlich zu strecken!
Wir sind hier nicht beim Überlebenstraining, sonder nur beim Reinigen der Nistkästen. In der Hand: echter fester Hohltauben "Beton"
Das Anlehnen muß schon vorsichtig geschehen - die Hebelwirkung ist bei 4 Segmenten nicht unerheblich
Leitererprobter Wolfgang bei der Arbeit!
...die Rückseite dieses archäologischen Gegenstandes. Man sieht sogar die einzeln aufgetragenen Batzer
Landesbund für Vogelschutz Kreisgruppe Augsburg
...die Leiter scheint recht kurz zu sein
Der Abbau geht einfacher, nimmt man Segment von Segment in der Vertikalen
....eine Leiter im Wald - ganz allein?
...das dazugehörige Männlein darf da nicht fehlen!
Krähennester nahe Schernegg
Mit vereinter Kraft, der Leiter Schaft es den Stamm hochschafft
Eulenfuß getrocknet - Vorratslager des Marders
schönes Wetter, schöne Arbeit - das Lächeln kommt von selber!
...und zum Abschluß ein schönes Stück FRÜHLING

(15.03.2015) Ludwig Hirsch hatte den großen schwarzen Vogel besungen, der endlich kommen sollte. Dabei geht es ums Morbide. Hier allerdings warten wir auf den Frühling, um erwachendes Leben, um Hoffnung und Freude.

Sogar der Sonntag war nicht zu Schade um unsere Hohltaubenstandorte nahe Thierhaupten zu reinigen. Rechtzeitig zu reinigen, denn vergangenes Jahr waren wir zu spät dran und die Nistkästen waren bereits mit brütenden Paaren belegt.

Die Hohltaube ist wesentlich kleiner als ihre Verwandte die "gemeine" Stadttaube. Sie sucht gerne hochstämmige Nester, oftmals ehemalige Schwarzspechthöhlen, und liebt vor allem Plätze an Hängen. Genau das findet man in Thierhaupten.

Jetzt, ohne Laub, kann man die recht ortstreuen Tiere bei ihren Balzflügen hoch über den Wipfeln, den Hügel umkreisend, beobachten.

6 Freiwillige fanden sich ein und - das ist besonders hervorzuheben - auch eines unserer Mitglieder aus Thierhaupten. Wirklich schön, denn bei den Aktiven in der Kreisgruppe ist der Landkreis Augsburg nicht sonderlich repräsentiert. 

Die Kästen hängen alle in einer Höhe von 3 - 5 Metern und das erfordert vom Reinigenden dann schon ein wenig Zuversicht in seine eigenen Kollegen, die unten die Leiter stützen oder halten.

Wir fanden nicht überall Bruten der Hohltaube aus dem Vorjahr. 

Einige reine Meisennester, ein Kasten, der vom Kleiber glatt zugeklebt wurde (das Einflugloch ist immerhing gute 10 cm im Durchmesser!) und zwei Kästen, die dem Marder als Vorratskammer dienten. Aber sehen Sie selber.

(Stefan Höpfel)


Frühjahrsputz

(15.03.2015) Die Tage werden länger, die Kraft der Sonne merklich stärker und die Natur wacht langsam aber sichtbar auf. Für Viele höchste Zeit, innerhalb der eigenen vier Wände Frühjahrsputz zu machen: Grundreinigung und aus"misten", um sich wieder wohl zu fühlen und Platz für Neues zu schaffen.

So ähnlich werden wohl auch die Höhlenbrüter unter den Vögeln denken, wenn Sie auf der Suche nach Nistplätzen in den ein oder anderen aufgehängten Kasten schauen: schon ein oder gar zwei alte Nester aus den Vorjahren vorhanden? Da kann die Lust am Bezug des Nistkastens schon mal vergehen und es müssen neue Brutmöglichkeiten gesucht werden. Und das ist teilweise gar nicht so einfach im Stadtgebiet.

Deshalb sind einige LBV Mitglieder in den letzten Tagen dabei, Frühjahrsputz in einem Teil der uns bekannten Nistkästen im Stadtgebiet durchzuführen: vorsichtig den Deckel abnehmen und zuerst nachprüfen, ob nicht schon ein neues Nest entsteht oder gar schon gebrütet wird - schließlich sind wir schon etwas spät dran und der Brutbeginn vieler Stadtvögel steht kurz bevor. Ist der Nistkasten eindeutig noch unbewohnt, wird das alte Nistmaterial entnommen, der Kasten gesäubert und wieder verschlossen.

Irreparable Kästen werden sofort demontiert, um diese - falls sinnvoll - zu ersetzen. Nistkästen mit kleinen Schäden werden erfasst, so dass diese bei Gelegenheit repariert werden können.

All das ist schon im Bereich der Kahnfahrt, am Reese-Park, im Westfriedhof und in Lechhausen im Bereich der MAN-Brücke geschehen.

Wir hoffen, unseren gefiederten Freunde geht es in den gereinigten Nistkästen ähnlich wie uns Menschen nach dem Frühjahrsputz: sich einfach richtig wohl fühlen!

(Bernd Achtnicht)


Spaziergänge im Februar und März

(11.03.2015) Die Welt beginnt wieder zu leben, sich der Starre zu lösen. Zwischen den Bildern unserer Mitglieder, Susanne Botsch und Ulrich Wollenhaupt, liegen gerade einmal 25 Tage. Aufgenommen am Kuhsee (März) und entlang der Wertach (Februar) Merken Sie's? 

"Liebe" Schwäne, Schnatter-, Pfeif- und Krickenten, Kernbeißer oder die Sichtung eines Rebhuhns südlich Augsburg. Danke an die Zusendung der Bilder!

(Stefan Höpfel)

 

Geduld....der Frühling kommt!

Wehringen westliches Wertachufer - Detailaufnahme
Wehringen westliches Wertachufer - Detailaufnahme
Weiden- oder Tannenmeise?
Weiden- oder Tannenmeise?
Ein Eichelhäher - ausnahmsweise leise. War ja auch Mittagsruhe!
Ein Eichelhäher - ausnahmsweise leise. War ja auch Mittagsruhe!
Der Rotmilan zog seine Kreise
Der Rotmilan zog seine Kreise
Laut und unüberhörbar: der Kleiber...
streckte sich und flog von dannen
streckte sich und flog von dannen
Ein Erlenzeisig Männchen
Ein Erlenzeisig Männchen
Erlenzeisig Männchen
Erlenzeisig Männchen
Gartenimpression bei Bobingen
Gartenimpression bei Bobingen
Hier steht nur noch 1 Maiskolben
Hier steht nur noch 1 Maiskolben
Goldammer im Abendrot
Goldammer im Abendrot
Und nach Süden - dunstig - die Zugspitze (beinahe kitschig)
Und nach Süden - dunstig - die Zugspitze (beinahe kitschig)
In Willmatshofen sind die Störche zurück
In Willmatshofen sind die Störche zurück
Die Weite des Schmuttertals
Die Weite des Schmuttertals
An der Schmutter
An der Schmutter
Tief eingegraben ist sie hier, die Schmutter
Tief eingegraben ist sie hier, die Schmutter
Und welche Kraft das Flüsschen hat, läßt die Uferböschung erahnen
Und welche Kraft das Flüsschen hat, läßt die Uferböschung erahnen
Mitten im schwäbischen Mozartwinkel nahe Heimberg, des Wohnorts der Mozarts im 15. Jahrhundert
Mitten im schwäbischen Mozartwinkel nahe Heimberg, des Wohnorts der Mozarts im 15. Jahrhundert
Auch um frühen Nachmittag hatte es noch Eis
Auch um frühen Nachmittag hatte es noch Eis
Nahe Wollishausen
Nahe Wollishausen
Krähe jagt Bussard
Krähe jagt Bussard
Wollishausen
Wollishausen
Wollishausen - der Stadl beherbergt ein Turmfalkenpaar
Wollishausen - der Stadl beherbergt ein Turmfalkenpaar
prächtiger Gockel
prächtiger Gockel
prächtiger Biergarten (Essen im Freien war möglich)
prächtiger Biergarten (Essen im Freien war möglich)
rührend kümmern sich die Schwestern um die Vögel
rührend kümmern sich die Schwestern um die Vögel
Frühlingsboten
Frühlingsboten
Endlich die ersehnten Farbtupfer
Endlich die ersehnten Farbtupfer
 

(07.03.2015) Kaum zeigt sie sich, die Sonne, will der Augsburger noch mehr! Weshalb sind die Bäume noch nicht grün, die Wiesen frei vom letzten Weiß? Wann wird das Gras endlich saftig stehen und wann sind die Blüten an den Bäumen wieder zu sehen?

Geduld, der Frühling ist noch nicht da, auch wenn an diesem herrlichen Wochenende die ersten Rotmilane im Wertachtal zu sehen waren, ein Schwarm von rund 200 Kibitzen das Schmuttertal lüftens durchgaukelte, die Vögel an allen Orten tirilierten und die Spechte unüberhörbar hämmerten.

So geschehen entlang der Wertach bei Wehringen und - einen Tag später - entlang der Schmutter zwischen Fischach und Oberschönefeld, unserem schwäbischen Kleinod.

Lassen Sie das Wochenende nochmals Revue passieren!

(Stefan Höpfel)

 

 


Das Astgedicht

(27.02.2015) In der aktuellen Ausgabe "Die Zeit" unter der Rubrik "Ein Gedicht - klassische Lyrik, neu verfasst" erschien das folgende ironische Gedicht, auf die Gartenkultur so mancher Zeitgenossen - wie der Autor vermerkt: frei nach Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot. 

 

Das Astgedicht

 

Er war mir bei des Gartens Pflege

Seit langer Zeit schon sehr im Wege.

So kam ich mit mir überein:

Am Samstagmittag muss es sein!

 

Und als die Amsel ging zur Ruh,

Das Käuzchen tat die Äuglein zu

Absägte ich direkt von vorn

Den groben Ast in Wut und Zorn.

 

Nicht nur den Kirschbaum hat's getroffen

Der Apfelbaum war noch am Hoffen,

Da kam mit Werkzeug ihm ich schon entgegen

Und tat ihm Arm um Arm absägen.

 

Nun kann ich fröhlich wieder mähen,

Kann ganz bis hinten durch nun sehen,

Kein Ast, kein Dorn den Rücken pikt.

Da die Natur ich hab besiegt.

 

(frei nach Vicco von Bülow)

Eingereicht in der Ausgabe Nummero 9 "Die Zeit" vom 26.02.2015 von Herrn Martin Müller, Rockenberg, Hessen.

 

Unser Verein, so ist's den Menschen allhier bekannt, 

Dient dem Arten- und Biotopschutz als Garant,

Pflegt mit Bedacht Bayerns Flur

und hat Leute, die lieben die Natur.

 

(Stefan Höpfel)


Der neue LBV - Vortragsabend mit Herrn Erich Kaiser

Unsere Helfer - Vergelt's Gott!
Unsere Helfer - Vergelt's Gott!
Netter Ausklang zum Ende, nur....
Eine Zuseherin mit Frau Kaiser (v.l.n.r.)
Eine Zuseherin mit Frau Kaiser (v.l.n.r.)
Eine lebhafte Frage und Antwort Runde schloss sich an
Eine lebhafte Frage und Antwort Runde schloss sich an
Stefan Höpfel bittet darum, reichlich das kostenlose Infomaterial zu nutzen
Stefan Höpfel bittet darum, reichlich das kostenlose Infomaterial zu nutzen
Vielen Dank, Herr Kaiser!
Vielen Dank, Herr Kaiser!
...sachlich und fachlich präzise
...sachlich und fachlich präzise
Locker im Vortrag, jedoch....
Herr Erich Kaiser - Koryphäe in Sachen Mauersegler
Herr Erich Kaiser - Koryphäe in Sachen Mauersegler
Der Saal war sehr gut besetzt
Der Saal war sehr gut besetzt
"Wir knüpfen an eine Tradition an - 1 großen Vortrag pro Jahr"
"Wir knüpfen an eine Tradition an - 1 großen Vortrag pro Jahr"
Begrüßung durch Martin Trapp
Begrüßung durch Martin Trapp
Ein Vortrag macht durstig!
Ein Vortrag macht durstig!
Tisch mit Anschauungsmaterial und kostenlosen Broschüren
Tisch mit Anschauungsmaterial und kostenlosen Broschüren
...Herr Kaiser war nach wie vor stark begehrt
...Herr Kaiser war nach wie vor stark begehrt
 

18.02.2015) Der Saal füllte sich zügig, die Ungewißheit wich mit jedem neuen Besucher. So konnte der LBV Augsburg an diesem Abend 51 Besucher, darunter Vertreter der Umweltbehörden, befreundeten Kreisgruppen und zahlreiche Interessierte, begrüßen.

 

Beginn im Juli

Das Vorhaben, Herrn Kaiser um einen Vortrag in unserer Kreisgruppe zu bitten, begann vor rund 8 Monaten, mitten im Juli 2014 in München während des dort stattfindenden Gebäudebrüterkongresses. Herr Kaiser erwiderte unser Ansinnen damals sofort positiv.

 

Spannung im Saal - Redner entspannt

Den Vortrag eröffnete der Vorsitzende der Kreisgruppe Augsburg, Martin Trapp, mit dem Hinweis, daß der "neue LBV" mittels dieses Vortrags an eine Tradition anknüpfen möchte, nämlich jährlich einmal einen Vortrag für ein größeres Auditorium abzuhalten. Somit sei dieser Vortrag äußeres Merkmal einer aktiven Kreisgruppe. Er ging dabei auf die Wichtigkeit des Gebäudebrüterschutzes ein und verwies auf die Aktivitäten unserer Kreisgruppe.

 

Erich Kaiser - "Koryphäe in Sachen Mauersegler"

Herr Kaiser, Jahrgang 1937, von Beruf Imker, pflegt seine Faszination und Liebe zu den Mauerseglern seit Mitte der 1960er Jahre. Heute darf er sich als einer der führenden Experten auf diesem Gebiet bezeichnen. Seine Passion wäre allerdings wohl kaum möglich, hätte er in seiner Gattin nicht eine verständige Frau, die sein Hobby vollumfänglich unterstützt und ihn begleitet. Die Ornithologen-Gemeinde sollte dankbar sein!

Heute zieren sein Haus in Kronberg/Taunus 48 Mauerseglerkästen. Die Nistmöglichkeiten unter dem Giebel seines Hauses sind von innen her alleine durch eine Glasscheibe für den Besucher getrennt. Manche der dortigen Nistplätze hat Herr Kaiser mit einer Mikrowaage ausgestattet "...so kann ich sofort nach Rückkehr im Frühjahr erkennen, ob es in Gibraltar gutes oder schlechtes Wetter während des Überflugs hatte". Denn: stünden die Verhältnisse für den ziehenden Mauersegler gut, so habe er sein "Idealgewicht" von rund 50 Gramm. Seien jedoch widrige Verhältnisse, so käme das Tier mit gerade einmal 35 Gramm an.

 

Ortstreue

Die Ortstreue der Tiere sei geradezu phantastisch. Der Mauersegler findet - und das ist wörtlich zu nehmen - sein Einflugloch zentimetergenau! Weh dem Tier, das sich erdreistet die scheinbar unbewohnte Nisthöhle zu belegen. Apus, der Fußlose (griech.: pous, podos = der Fuß; a = die Verneinung è "Nix Fuß"), würde - so Herr Kaiser - selbst mit einem Star fertigwerden und diesen aus "seiner" Höhle vertreiben. Er selbst habe größten Respekt vor den Krallen ausgewachsener Mauersegler, da diese ohne weiteres die menschliche Haut durchdrängen.

Auf alle Fälle brüten Mauersegler für sich, im Gegensatz zum Alpensegler, der einerseits mit rund 100 Gramm doppelt so schwer ist, als der Mauersegler, der aber ein in Europa ausgewiesener Koloniebrüter sei.

 

Fütterung

Mauersegler ziehen zwei bis vier Jungtiere auf. Letzteres sei jedoch sehr selten. Die Nahrung zur Fütterung sammeln Mauersegler während des Fluges in ihrem Kehlsack. Dieses Futter, immerhin 2 Gramm oder 4% ihres Körpergewichts, wird dann mit Speichel vermengt und als Brei an die Jungen verfüttert. Daß so ein Junges den Schnabel so weit aufspannt, daß der Kopf des Altvogels beinahe darin verschwindet, ist erstaunlich.

 

Geschlechterbestimmung

Optisch ist eine Unterscheidung der Geschlechter nicht möglich. So kamen britische Ornithologen zu dem Schluß, daß die Geschlechter miteinander "Duettieren", das heißt, mittels Lautäußerungen sich verständigen. Wer jetzt jedoch Männchen oder Weibchen ist, das konnten die Wissenschaftler auch nicht herausfinden.

Anders jedoch Herr Kaiser, der einfach die Vögel seiner Kolonie markierte und am Ton des jeweiligen Vogels dann eindeutig nachvollziehen konnte wessen Geschlecht der Vogel ist. So weiß man heute, daß die höhere Stimme dem Weibchen, die tiefere dem Männchen zuzuschreiben ist.

 

Jungtiere

Faszinierend ist es, wenn man bedenkt, daß ein Jungvogel, sobald er die Nisthöhle verläßt, zu dieser nie wieder zurückkommen wird. Jungvögel würden sich in den Nisthöhlen auf den Ausflug vorbereiten und regelrecht "Liegestütze" mit ihren Flügeln veranstalten, um diese zu kräfigen. Am Tag des ersten Ausflugs dann, wartet der Jungvogel die Dämmerung ab, schwingt sich anfänglich etwas unbeholfen aus dem Höhleneingang und verbleibt bis zur eigenen Brutfähigkeit in der Luft!

 

Fragen und Antworten

Der Vortrag stieß offensichtlich auf ein wirklich interessiertes und engagiertes Publikum, denn es mangelte gleich im Anschluß nicht an Fragen. Diese standen entweder direkt mit dem Mauersegler in Zusammenhang oder sie bezogen sich auf das Thema Gebäudebrüterschutz.

Herr Kaiser beantwortete diese Fragen geduldig und dürfte so ziemlich alle Fragen zur Zufriedenheit des Auditoriums beantwortet haben.

 

Dank dem Referenten

Die LBV Kreisgruppe Augsburg bedankte sich zum Abschluß bei Herrn Kaiser für sein Kommen und den ausführlichen Vortrag. Das Auditorium war sichtlich von seiner lässigen, aber präzisen Art zu erzählen, basierend auf langjähriger Erfahrung und solidem Fachwissen, fasziniert. Entsprechend fiel auch der Beifall aus!

Stefan Höpfel überreichte dem Referenten zum Dank ein kleines Geschenk, ein Autorenwerk unseres verdienten Mitglieds Dr. Pfeuffer, und verwies auf die kostenlos ausliegenden Broschüren.

Diese umfaßten Artikel des Referenten (Der Mauersegler - faszinierende Forschung an einem "Hausvogel", Gedanken zur Luftübernachtung des Mauerseglers Apus apus; Geschlechtsbestimmung beim Mauersegler Apus apus), als auch - mit freundlicher Genehmigung - eine Präsentation von Frau Sylvia Weber, LBV München, zum Gebäudebrüterschutz im allgemeinen und zu den rechtlichen Grundlagen des Gebäudebrüterschutzes von Herrn Klaus Neugebauer.

 

Danke an die Freiwilligen

Helfer Ein ganz besonders herzlicher Dank geht an die vielen Mitglieder, die im Vorfeld, sei es durchs tackern der Kopien, sei es beim Aufbauen im Saal und dem anschließenden Aufräumen, tatkräftig und selbstlos mitgeholfen haben.

Vielen Dank für Eure Selbstlosigkeit!

(Stefan Höpfel)


Adler & Schwäne - und eine Geschichte

Feldheimer Stausee: schönster Auwald – Paradies für Spechte
Feldheimer Stausee: schönster Auwald – Paradies für Spechte
Man beachte die Art der Nahrungsaufnahme
Man beachte die Art der Nahrungsaufnahme
Friedliches Beisammensein
Friedliches Beisammensein
Singschwanimpression
Singschwanimpression
Eigentlich verstärkte das Weiß der Vögel die winterliche Kälte auf dem zugigen Feld
Eigentlich verstärkte das Weiß der Vögel die winterliche Kälte auf dem zugigen Feld
Ein schöner Anblick!
Ein schöner Anblick!
.
Ein Gimpelpaar
Ein Gimpelpaar
Hier hat der Biber ganze Arbeit geleistet
Hier hat der Biber ganze Arbeit geleistet
Ein Seeadler – wahrscheinlich ein Jungtier
Ein Seeadler – wahrscheinlich ein Jungtier
der zweite Seeadler – wahrscheinlich das Alttier (weißer Kranz am Schwanz)
der zweite Seeadler – wahrscheinlich das Alttier (weißer Kranz am Schwanz)
Pfeifenten, Wintergäste aus Sibirien
Pfeifenten, Wintergäste aus Sibirien
Offensichtlich ein guter Platz, um Nahrung zu finden
Offensichtlich ein guter Platz, um Nahrung zu finden
Pfeifente, Reiherente und dahinter Schnatterente
Pfeifente, Reiherente und dahinter Schnatterente
.
Ein weiterer Singschwan mit Beringung
Ein weiterer Singschwan mit Beringung
110 Schwäne, davon 38 Singschwäne
110 Schwäne, davon 38 Singschwäne
Ein seltener Durchzügler: ein Löffelentenpaar
Ein seltener Durchzügler: ein Löffelentenpaar
Löffelentenpaar, weit am nächsten Ufer
Löffelentenpaar, weit am nächsten Ufer
.
Gut versteckt: ein Zwergtaucher in der Böschung
Gut versteckt: ein Zwergtaucher in der Böschung
Mittelmeer- oder doch Silbermöwe? Vorschläge werden gerne entgegengenommen!
Mittelmeer- oder doch Silbermöwe? Vorschläge werden gerne entgegengenommen!
Meister Bockerts Spuren
Meister Bockerts Spuren
Reiherenten en masse
Reiherenten en masse
Stockentenpaare vor zwei Krickenten im Prachtkleid
Stockentenpaare vor zwei Krickenten im Prachtkleid
Krickenten
Krickenten
Nochmals die Löffelente
Nochmals die Löffelente
Grau- und Silberreiher
Grau- und Silberreiher
Kormorane trocknen ihre Schwingen
Kormorane trocknen ihre Schwingen
Singschwan mit Beringung
Singschwan mit Beringung
Singschäne (cygnus cygnus) und Höckerschwäne (cygnus olor)
Singschäne (cygnus cygnus) und Höckerschwäne (cygnus olor)
Der Märzenbecher bricht durch – mitten im Februar
Der Märzenbecher bricht durch – mitten im Februar
 

(15.2.2015) Typisch Februar. Nebel in den Niederungen, Sonne auf den Bergen. Dennoch trafen wir uns zur monatlich angebotenen Exkursion. Dieses Mal hieß es, gleich drei Ziele unter ein Dach zu bringen: Lechstau bei Feldheim, Niederschönenfelder Moor und der Donaustau bei Bertholdsheim.

 

Wo sind die Singschwäne?

Vom Parkplatz vor Rain am Lech ging es auf dem Damm durch den Auwald. Leider war, außer dem überlaut zu hörenden Kleiber, kein weiterer Vogel sichtbar.

Im Stauwurzelbereich, da, wo der Fluß in den See übergeht, hatten wir Glück, da wir ein Löffelentenpaar beobachten konnten. Offensichtlich Durchzügler.

Scheue Krickenten verbargen sich nach am Ufer oder unter der Böschung.

Neben den obligatorischen Stockenten gab es aber noch Zwergtaucher und Schellenten zu beobachten. Als wir den See dann überblicken konnten, die Gewißheit: die Singschwäne sind definitiv nicht auf dem kalten zugigen See zu finden. Wo dann?

Wenn sie nicht schwimmen, dann könnten sie fliegen oder gerade Futter zu sich nehmen. Letzteres macht vormittags am ehesten Sinn - Nahrungsaufnahme dürfte so das sinnvollste sein, das Mensch und Tier bei dieser Kälte machen könnten.

Also beschlossen wir wieder die rund 2 Kilometer zurückzugehen und ins Niederschönenfelder Moor zu fahren.

 

Winterschwanenweiß mit gelben und orangen Schnäbeln

Bingo! Auf einem Feld, schön entfernt zwischen zwei Autostraßen, grasten rund 110 Schwäne, davon rund 38 Singschwäne. Ein beeindruckender Anblick!

Um die Schwäne nicht zu stören, beließen wir es bei der Beobachtung aus der Ferne. Dabei konnten zwei Singschwäne mit Hals- und Fußberingung photographiert werden (6R83 und OE89) und an euring.org melden. Kaum war die Meldung von 6R83 gemeldet, als ich von der LBV KG Ingolstadt, Herrn Krause, die Mitteilung erhielt, daß der Schwan am Ob im Jahr 2013 erbrütet worden sei. Hier geht es zur Seite. Danke für die tollen Hintergrundinformationen.

 

Seeadler und Pfeifente

Am Bertholdsheimer Stausee angekommen sahen wir dann im diesigen, eigentlich nicht vorhandenen Licht, zwei Seeadler mitten im See auf Ästen sitzend. Wie schön muß das erst bei gutem Wetter sein? Dick aufgeplustert saßen sie da und hofften, wahrscheinlich genau wie wir, auf Sonne.

Diese ließ sich jedoch nicht blicken. Macht nichts, denn dafür bekamen wir Schnatterenten und Pfeifenten, Wintergäste aus Sibirien, zu Gesicht.

 

Im Februar der Märzenbecher uns erstaunt....

Im Mündungsgebiet des Lechs in die Donau existiert ein herrliches Märzenbechergebiet. Ist der Winter vorüber, so sieht man hier noch immer das Weiß - dieser Frühlingsblumen! Ein herrlicher Teppich breitet sich dann auf erstaunlich großem Gebiet im lichten Wald aus. Wir waren erstaunt, die Pflanzen jetzt schon, im restlichen Schnee, sprießen zu sehen. 

Ein kurzer Kaffeehausbesuch rundete unseren Tag ab und alle 9 Teilnehmer fuhren guter Dinge nach Hause.

 

Monatliche Ausflüge

Haben Sie auch Lust einmal mitzufahren? Haben Sie von unserer Neuerung, einmal monatlich einen kleinen ornithologischen Ausflug zu unternehmen, noch nichts mitbekommen? Möchten Sie in den e-mail Verteiler aufgenommen werden? Dann senden Sie doch bitte eine e-mail an augsburg@lbv.de.

(Stefan Höpfel)


Wasservögel und Wasseramsel an LS23 und Lochbach

Hier soll eine rauhe Rampe unterhalb des LS23 entstehen
Hier soll eine rauhe Rampe unterhalb des LS23 entstehen
...auf der Dammkrone - Flucht der Wasservögel
...auf der Dammkrone - Flucht der Wasservögel
...unterhalb der Brücke das Wasseramselnest
...unterhalb der Brücke das Wasseramselnest
auch nicht am Alten Floßgraben
auch nicht am Alten Floßgraben
Wo ist die Wasseramsel? Nirgends...
Am Lochbach - renaturierter Bereich
Am Lochbach - renaturierter Bereich
Weiter Richtung Lochbach
Weiter Richtung Lochbach
Halt am Gatter, dort, wo der "weiße Hirsch" haust
Halt am Gatter, dort, wo der "weiße Hirsch" haust
Auch hier Spuren des Bibers
Auch hier Spuren des Bibers
Wenigstens 1 Hirsch war zu sehen
Wenigstens 1 Hirsch war zu sehen
Zwei Nachzügler
Zwei Nachzügler
leere Kiefern, keine Vögel
leere Kiefern, keine Vögel
Auf dem Weg entlang des (noch existenten) Lechdamms
Auf dem Weg entlang des (noch existenten) Lechdamms
Kalt war es und so durfte ein Halt nicht zu lange dauern
Kalt war es und so durfte ein Halt nicht zu lange dauern
und ... Schwäne
und ... Schwäne
drüben 1 (!) Zwergtaucher
drüben 1 (!) Zwergtaucher
Zu sehen gab es (fast) nur Reiherenten
Zu sehen gab es (fast) nur Reiherenten
...und ehrlicherweise: auch hier leider keine Besonderheiten
...und ehrlicherweise: auch hier leider keine Besonderheiten

(14.02.2015) Nebel! Das hatte noch gefehlt. Mörikes Septembermorgen verheißt einen goldenen Tag. Nicht hier, hier war es eher wie eine Szene aus dem Schimmelreiter. Grau, wabernd, keine Vögel, Sicht um die 50 Meter und da soll man eine Exkursion zu den "Wasservögeln" durchführen?

 

Gute Gruppe - Switch to Licca Liber

Glücklicherweise waren die rund 20 Teilnehmer der Exkursion willens, die geänderte Wegführung zu akzeptieren. So ging es erst einmal lechabwärts. Die Vorhaben von Licca Liber, unterhalb der Staustufe 23 mit der Aufweitung des Lech zu beginnen, stand auf dem Programm. Viele Reiherenten, Tafelenten, die obligatorischen Höckerschwäne und ein Zwergtaucher ließen sich sehen.

Ein Goldammer war aber auch der einzige Vogel, der sich vom zugigen, kalten Wind und vom Nebel nicht hatte abbringen können, ein paar Töne von sich zu geben. Weiter ging es entlang des Wildgeheges hin zum Lochbach. Ausbeute: eine Haubenmeise.

 

Reinfall am Lochbach

Obwohl sich die Gruppe in der Mitte des "sicheren" Wasseramselreviers befand, hatte dieser Vogel sich ebenso verschworen, wie all die anderen. So konnten wir nur den Wasseramselnistkasten und die typischen Merkmale der Wasseramsel besprechen, wechselten zu Meister Bockert, der entlang des renaturierten Lochbachs sein Futter fällt (welches dann auch sofort von der Stadt wieder abtransportiert wird) und traten den Rückweg zum Lechstau 23 an.

 

Dammkrone mit Blick ins Leere

Zwar hatte sich mittlerweile der Nebel gehoben, aber kein Kormoran, kein Fischreiher, keine Gänseschar war zu sehen. Dafür wieder Hunderte von Blässhühnern, Reiherenten. Dazu noch einige Schell-, Tafel- und eine Schnatterente.

 

Verständis und viele Fragen

Es ist immer schön, wenn eine Gruppe lebendig ist, interagiert, frägt und somit Interesse bekundet. Eine Exkursion ist dann etwas wert, wenn die Zuhörer aktiv werden und das war diese Gruppe auf jeden Fall. Leider kann man Vögel nicht bestellen, aber es kommen noch einige Exkursionen, bei denen man dann hoffentlich mehr auf seine Kosten kommt.

(Stefan Höpfel)


Sehenswertes im Netz

(14.02.2015) Unsere Mitglieder Susanne Botsch und Marianne Fromm machen auf folgende - sehenswerte - Beiträge im Netz aufmerksam:

Starenschwarm - intelligenter Schwarm - schwarze Wolke - Feindabwehr mittels Masse / Orientierung im Schwarm (mit Professor emeritus Peter Berthold) (Dauer: 5:00 Minuten)

 

Bergfinkenschwarm - Bäume voll Vögeln und orangegelbe Schwärme (Landesschau Baden Württemberg) (Dauer: 3:30 Minuten)

 

Vom Werden des Ameisenbläulings (Maculinea), seiner Symbiose mit der Myrmica sabuleti (Trivialname 'Säbeldornige Knotenameise') und der Abhängigkeit von intensiver Beweidung: Lehrfilm des Helmholtz Zentrums für Umweltforschung (Dauer 11:53 Minuten)

(Stefan Höpfel)


Biberbacher Baumschnitt

... am Set: Regisseurin Marianne mit Hauptdarsteller Uwe
... am Set: Regisseurin Marianne mit Hauptdarsteller Uwe
Der Baum vor dem Schnitt
Der Baum vor dem Schnitt
sie hält die Leiter!
sie hält die Leiter!
Nein, sie versucht ihn nicht von der Leiter zu stoßen, ....
gemeinsam geht es leichter
gemeinsam geht es leichter
Nachbearbeitung!
Nachbearbeitung!
durchaus etwas Sinn für Romantik: Kalt, aber windstill - und einsam
durchaus etwas Sinn für Romantik: Kalt, aber windstill - und einsam
....mal mit der kleinen Kettensäge
....mal mit der kleinen Kettensäge
Bearbeitung mal mit Schere
Bearbeitung mal mit Schere
Der gleiche Baum nach dem Schnitt
Der gleiche Baum nach dem Schnitt

(07.02.2015) Ein Doppeleinsatz gelingt nur, wenn man Leute in der Kreisgruppe hat, auf die man sich verlassen kann - sei es, weil sie Fachleute sind, sei es weil sie die Gebiete in und auswendig kennen.

Ein solcher Glücksfall geschah heute in Biberbach, da der ungleich größere Teil der Gruppe in Allmannshofen beim Zaunsetzen im Einsatz war.

Mit Uwe Görtz und Marianne Fromm haben wir zwei wirklich Sachverständige Baumpfleger, denen Susi Botsch helfend zu Hand ging.

 

Untätigkeit führt zu mehr Arbeit

Gerade einmal zwei Bäume konnten unsere Drei zurückschneiden. Zu groß war das Wirrwarr an Ästen und Wassertrieben. Nun, es geschah ja auch in den letzten 8-10 Jahren nichts.

Hätte man die Bäume jährlich einer Pflege unterzogen, wären Aufwand und Zeitdauer um ein Vielfaches geringer ausgefallen.

 

Bessere Ernte

Willi Behringer überzeugte sich selbst vom Erfolg des letztjährigen Rückschnitts, denn die Bäume trugen sagenhaft viele Früchte.

Von seiner reichlichen Ernte ließ er sogar Saft pressen, den wir an einem Arbeitseinsatz verkosten konnten.

 

Gemeinsames Mittagessen

Die drei beließen es nicht bei ihrem separaten Pflegeeinsatz, sondern kamen anschließend zum gemeinsamen Mittagessen auf unsere Flächen in Allmannshofen. Dort packten sie dann alle noch tatkräftig mit an.

 

Fazit

Vielen Dank für Euren Einsatz an diesem sonnigen, aber kalten Tag!

Allmählich kommt die Streuobstwiese in Biberbach wieder in Schuß. Dank des Engagements unserer Leute, hier insbesondere der Drei, geht es langsam voran, aber: es bleibt noch genug zu tun!

(Stefan Höpfel)


Genaue Beobachtungen schaden nie!

Goldammer in der Mertinger Höll
Goldammer in der Mertinger Höll

(26.01.2015) "Die Welt" - Um sich einer vermeintlichen Insektenplage zu entledigen und auch um die "heimatlichen Gesänge" nicht missen zu müssen, begannen Auswanderer aus Großbritannien, sukzessive, Goldammern nach Neuseeland mitzunehmen.

Weshalb?

Um so der als zuviel empfundenen Insekten Herr zu werden! Hätten die Leute damals nur ordentlich beobachtet, so hätten sie feststellen können, daß die Goldammer jedoch Sämereien, Körner und Wirbellose bevorzugt, nicht jedoch Insekten.

 

Die Karls Universität in Prag hat anhand von Ladelisten der damaligen Schiffe einerseits die Menge an Vögeln, die die weite Reise antraten, nachverfolgt.

Wie so häufig bei gut gemeinten Experimenten des Menschen verlief die Geschichte nicht zum besten. 1871 erklärte man die Goldammern zu einer etablierten Art in Neuseeland, ab 1880 bekämpfte man die possierlichen Vögel massiv, was deren Vermehrung jedoch nichts anhaben konnte. Heute entwickeln sich die Bestände positiv weiter, während sie in "Good Old England" abnehmen. Den ganzen Artikel kann man in "Die Welt - 1 Minute Biologie" nachlesen.

(Stefan Höpfel)


Faimingen - ein Stausee mit Überraschungen

(25.01.2015) Am Ende kehrte uns dann der Habicht den Rücken. Was für ein Ausklang, nicht wahr? Alle Exkursionsteilnehmer hofften auf einen guten "Fang" und wurden voll entschädigt.

 

Exkursionen

Das letzte Jahr stand doch schon sehr stark unter dem Eindruck der Pflegeeinsätze. Im neuen Jahr, meinte Martin Trapp, unser Vorsitzender, sollte auch das gemeinsame Erlebnis, die Schulung "am Objekt", kurzum, der Verein als solches nicht zu kurz kommen.

So fuhr eine 14-köpfige Schar LBV'ler an diesem grauen, nasskalten und leicht verschneiten Sonntag nach Faimingen an den dortigen Donaustausee.

 

Wasservögel en masse

Eine beachtliche Anzahl von Wasservögeln erwartete uns. Schnatterenten weit hinten auf dem See. Ein unübersehbare Armada Blässhühner, darunter ein Albino, ließ die dazwischen schwimmenden Spießenten bei oberflächlicher Betrachtung im Unauffälligen verschwinden. Herrlich bunte Krickenten im Prachtkleid schwammen an Rostgänsen vorbei. Diese wiederum rasteten zusammen mit Graugänsen und Kormoranen auf aus dem Wasser ragenden Ästen. Die Schellenten konnten wir bereits bei der Balz beobachten. Da! Ein Eisvogel im hohen gelblich schimmernden Schilf stach mit seinem herrlichen funkelnden Blautönen hervor. Ein Anblick der betörend schön und in seiner Ruhe einfach herrlich ist. Der Seeadler blieb uns verwehrt, dafür jedoch entschädigte der Blick in den angrenzenden Wald. Des Kleibers Suche nach Nahrung läßt Rindenstückchen zu Boden fallen und so richtet sich der Blick des Beobachters entgegen der Fallrichtung und erblickt den Meister im grauen Rock am Stamm sofort. Auch den Waldbaumläufer konnten wir sehen.

 

Kultur

Da Natur und Kultur hier an einem Weg liegen, besuchten wir noch den Tempel des Apollo Granus, den Kaiser Caracalla im Jahre 212 n. Chr. hat erbauen lassen. Bäder affin muß der Herrscher, der die Caracalla Thermen Roms in Auftrag gab, wohl gewesen sein, denn dem Quellwasser aus Phoebiana ("Faimingen") wurde heilende Wirkung nachgesagt und er selber soll hier kuriert worden sein.

 

Der Vogel des Jahres grüßt auf seine Art

Noch vor dem Tempel flog ein Falke, nein ein Sperber, nein ein.... Dings vorbei, ließ sich auf einem nahen Ast nieder und rastete. Schnell ein Fernglas her - doch herjemineh - nur EINER hatte seines dabei.

Der Leser möge sich die Situation bildlich vor Augen führen: da stehen also 14 Hobby-Ornithologen und haben nur ein Fernglas zu Hand. Schnell zum Auto, Spektiv hervor und: zweifelsohne, ein Habicht saß, den Rücken uns zugekehrt, auf dem Ast.

Das ist doch ein wirklich überraschender Abschluß!

 

Heimfahrt

Kaffeehausbesuche haben ihren besonderen Reiz, finden sie nach dem Theater oder im trauten Tête à Tête statt. Durchaus können aber auch andere Einrichtungen zu Einnahme von Speisen, zum Beispiel italienische schlauchartige Ristorantes, mithalten, denn die Hauptsache ist die Stimmung der Besucher und die war definitiv gut.

So traten wir, später als angekündigt, den Heimweg an, doch hört man ein "Das war aber schön" - und wenn es nur von Einem kommt - dann hat es sich schon gelohnt.

 

Ausblick

Wir möchten dieses freiwillige und unverbindliche Angebot, in nicht festgelegtem Turnus, innerhalb dieses Jahres fortsetzen.

(Stefan Höpfel)

Dreht sich um und man sieht: ein HABICHT!
Dreht sich um und man sieht: ein HABICHT!
...und deren Inhalt wird sofort "am Objekt" überprüft
...und deren Inhalt wird sofort "am Objekt" überprüft
Beobachtungsbücher helfen....
...probiert des Anderen Spektiv
...probiert des Anderen Spektiv
Beobachtet nach Hinweisen
Beobachtet nach Hinweisen
..das ist das schöne: jeder trägt seinen Teil zu den Beobachtungen bei
..das ist das schöne: jeder trägt seinen Teil zu den Beobachtungen bei
...eine (vermutlich) verendete Nilgans
...eine (vermutlich) verendete Nilgans
Krickente zwischen schlafenden Gänsen
Krickente zwischen schlafenden Gänsen
Rostgänse sind schön, aber Neozoen
Rostgänse sind schön, aber Neozoen
Kormorane trocknen ihre Schwingen
Kormorane trocknen ihre Schwingen
Seeimpression
Seeimpression
Rost- und Graugänse
Rost- und Graugänse
Da ist er! Ein herrlicher Eisvogel,
Da ist er! Ein herrlicher Eisvogel,
Wer bin ich? Sperber, Habicht?
Wer bin ich? Sperber, Habicht?
Kultur? Nein, eine App weckte das Interesse - nicht bei allen!
Kultur? Nein, eine App weckte das Interesse - nicht bei allen!
Dietrich Peter, Martin Trapp (v.l.n.r.)
Dietrich Peter, Martin Trapp (v.l.n.r.)
Claudia Dietl, Stefan Höpfel, Werner Ostertag (v.l.n.r.)
Claudia Dietl, Stefan Höpfel, Werner Ostertag (v.l.n.r.)
Werner Wieler, Ulrich Wollenhaupt, Claudia Weißschädel, Ulrike Weipert, Susi Botsch (v.l.n.r.)
Werner Wieler, Ulrich Wollenhaupt, Claudia Weißschädel, Ulrike Weipert, Susi Botsch (v.l.n.r.)
Ein schöner Ausklang - lachende Gesichter!
Ein schöner Ausklang - lachende Gesichter!
Nach der Natur die Kultur: Tempel des Apollo Grannus
Nach der Natur die Kultur: Tempel des Apollo Grannus
Diese Farbenpracht
Diese Farbenpracht
...jedoch nicht den Spektiven entging.
der ob der Masse an Beobachtern den Platz wechselte...
Rostgänse
Rostgänse
...wurde sofort anvisiert
...wurde sofort anvisiert
gründelnde Spießenten...
...und wieder abdriftend
...und wieder abdriftend
Spießente nun näher...
Spießente
Spießente
...und fliegt wieder auf.
....hat sie doch ihr Ziel verfehlt...
herabgestoßen und eingetaucht...
Zwergmöwe Beute suchend
Zwergmöwe Beute suchend
...bewehrt mit allem möglichen optischen Gerät
...bewehrt mit allem möglichen optischen Gerät
aufgestellt zur großen Vogelschau...
entgingen nicht den Blicken der aufmerksamen Beobachter, die
entgingen nicht den Blicken der aufmerksamen Beobachter, die
...vor dem Kernkraftwerk Gundremmingen nur die Vögel im Blick hatten.
...ob der Entfernung mit bloßem Auge kaum sichtbar: ein Eisvogel...
Weit draußen: Schnatterenten
Weit draußen: Schnatterenten
Kormoran und Krickenten
Kormoran und Krickenten
Krickenten und Kormoran
Krickenten und Kormoran
...oder Fachsimpelei...
Volle Konzentration...
nochmals der kleine Schwarzhalstaucher
nochmals der kleine Schwarzhalstaucher
ein Schwarzhalstaucher inmitten Bläßhühner
ein Schwarzhalstaucher inmitten Bläßhühner
Weitere Beobachten:
Weitere Beobachten:
Krickenten weit auf dem See (bei so wenig Kontrast doch gut erkennbar)
Krickenten weit auf dem See (bei so wenig Kontrast doch gut erkennbar)
14 Exkursionsteilnehmer des LBV Augsburg
14 Exkursionsteilnehmer des LBV Augsburg

Futterkugel kann zur Falle werden: So füttern Sie die Vögel richtig

(16.01.2015) erschienen in der Augsburger Allgemeine von hada

Viele Vögel finden im Winter nicht genug Nahrung. Ein Experte gibt Tipps, wie Sie Vögel im eigenen Garten richtig füttern.

 

Soll ich Vögel im Winter füttern? Wenn ja, mit was? Wir sprachen mit Martin Trapp, Vorsitzender des Kreisverbandes Augsburg im Landesverband für Vogelschutz in Bayern, über diese Fragen.

Ist es überhaupt sinnvoll, Vogelhäuschen im Garten aufzustellen?

 

Trapp: Vögel haben eine höhere Körpertemperatur als Menschen, sie liegt bei ungefähr 42 Grad. Bei sehr niedrigen Temperaturen und in kalten Nächten verbraucht es viel Energie, den Körper so warm zu halten. Es kann vorkommen, dass ein Vogel bis zu zehn Prozent seines Gewichts verliert, wenn er sich warm halten muss. Um nicht zu erfrieren, muss der Vogel schnell ausreichend Futter zu sich nehmen. Da ist eine Futterstelle sehr hilfreich und teilweise überlebenswichtig, wenn er in der Natur nicht mehr ausreichend Nahrung finden kann.

 

Welches Futter würden Sie empfehlen?

 

Trapp: Die klassischen Netzkugeln, die mit Samen befüllt sind, können zu gefährlichen Fallen für Vögel werden. Ist die Kugel nicht mehr prall gefüllt, können sie sich leicht verfangen, und damit zu einer leichten Beute werden. Besser sind Behältnisse, die keine engen Maschen haben, sondern breite Streben oder ein Gitter aus festem Material. Besonders gerne greifen Vögel im Winter auf energiereiche Nahrung zurück. Deshalb werden fetthaltige Pasten, die aus zwei Teilen Pflanzenfett und einem Teil Weizenkleie selbst hergestellt werden können, oder auch Erdnüsse gern und zahlreich angenommen. Salzhaltige Nahrungsmittel sollten aber in jedem Fall vermieden werden.

 

Zu welchem Zeitpunkt sollte das Vogelfutter am besten aufgestellt werden?

 

Trapp: Wenn Vögel auf fremde Hilfe bei der Nahrungsaufnahme zurückgreifen müssen, muss es in der Regel schnell gehen. Deshalb ist es hilfreich, wenn die Vögel schon wissen, wo sie Nahrung finden können, auch wenn sie zu diesem Zeitpunkt in der Natur noch Futter finden. Deshalb ist es von Vorteil, wenn das Vogelfutter schon vor dem Wintereinbruch aufgestellt wird.

(erschienen in der Augsburger Allgemeine vom 16.01.2015 von hada)

 

Klicken Sie hier, um Hinweise zum Vogelfüttern seitens des LBV Hauptverbandes zu erhalten.


Wintervögel Was fliegt denn da?

(15.01.2015) - erschienen in der Augsburger Allgemeinen von Daniela Haas

Viele Vögel bleiben auch im Winter in ihrer Heimat. Zahlreiche Exemplare lassen sich mit etwas Geduld auch im eigenen Vorgarten beobachten.

Martin Trapp ist gelernter Chemiker, sein Herz aber schlägt für die Vögel in unserer Region. Er ist Vorsitzender des Kreisverbandes Augsburg des Landesverbands für Vogelschutz in Bayern (LBV).

Der hobbymäßige Vogelkundler bietet regelmäßig Exkursionen an, um den Laien beliebte Verstecke und Aufenthaltsorte der scheuen Sänger näherzubringen. 12 Männer und Frauen gingen mit ihm auf einen Spaziergang am Europaweiher in Gersthofen, um einige Exemplare in ihrer natürlichen Umgebung zu entdecken und zu erfahren, welche Vögel sich im Winter in der Region aufhalten.

Das Areal um den Weiher sei für Vögel ein beliebter Rückzugsort, da der nahegelegene Lech und die umliegenden Kleingartenanlagen für viele Vogelarten einen optimalen Lebensraum darstellen. Gerade die zahlreichen Hecken seien gut geeignet, um im Winter Schutz vor Kälte und Fressfeinden zu finden. Deshalb lassen sich dort viele Vögel beobachten. Auf Ackerfeldern bleibt außerdem oft keine Nahrung mehr für Vögel liegen, weil die Bauern alles für die Tierfütterung verwenden.

Deshalb hat es viele Arten, vor allem den Feldsperling, in städtische Gebiete verschlagen, wo sie bevorzugt in der Nähe von Kleingartenanlagen leben. Eine Vogelart kommt im Landkreis außergewöhnlich oft vor.

Der Landesbund für Vogelschutz hat allein in der Stadt Augsburg über 150 Buntspechtpaare gezählt. "Wenn man eine Fettpaste aus Pflanzenfett und Weizenkleie in seinem Garten bereitstellt, kann man fast sicher sein, dass man bald einen Buntspecht als Besucher begrüßen darf", erklärt Martin Trapp.

Außer diesen heimischen Vögeln lassen sich im Winter auch viele Gäste aus kälteren Gebieten beobachten. Auffällig sind vor allem die sogenannten Saatkrähen, die oft in Trupps von Tausenden Einzeltieren auftreten. Diese Tiere sind in der Regel Winterflüchtlinge aus Sibirien, die den Winter hier verbringen.

"Diese Vögel besuchen auf der Suche nach Nahrung gerne Pausenhöfe oder Kantinenplätze, denn sie fressen gerne Butterbrote oder sonstige Reste", erklärt der Vogelkundler. Manchmal ließen sich sogar Bergfinken entdecken, die dem kalten Winter in Skandinavien entfliehen. Wie unsere Buchfinken fressen auch sie gerne Bucheckern, weshalb sie gerne dorthin gehen, wo viele Buchen stehen.

Aktionen wie die "Stunde der Wintervögel" helfen Vogelschützern wie Martin Trapp dabei, grundlegende Trends in der heimischen Artenvielfalt auszumachen. Dabei werden Freiwillige aufgefordert, innerhalb eines gewissen Zeitraums für eine Stunde lang die Vögel im eigenen Garten zu zählen. Die Ergebnisse werden dann vom LBV zentral ausgewertet. Auch wenn sich daraus nur Tendenzen erkennen lassen, liefern sie Forschern wichtige Eindrücke, die sie auf wissenschaftlich relevante Veränderungen hinweisen können. Für Martin Trapp ist es daher eine Herzensangelegenheit, möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, genauer auf die kleinen Gäste in ihrer Umgebung zu achten. 

(Daniela Haas - Augsburger Allgemeine)


Der Habicht – historisch gesehen

Der Habichtskorb von Pahlow
Der Habichtskorb von Pahlow

(01.01.2015) Der gemeine Hühnerhabicht, Stockfalke, Taubenhabicht, Sperberfalke, Doppelsperber, Stößer, Stoßvogel wurde in Meyers Konversationslexikon aus dem Jahre 1905 wenig ansprechend beschrieben. Er sei ein ungeselliger, ungestümer und dreister Vogel, der seine Intelligenz vornehmlich zum morden einsetze. Selbst die Gefangenschaft mache ihn nicht besser, nein, er bleibe auch dort, wild, boshaft und mordgierig.

Deshalb wurde er damals auch mittels des Habichtskorbs rücksichtslos gefangen. Dieser sei gerade für Fasanerien untentbehrlich. Der komplette Artikel kann hier heruntergeladen werden (PDF Datei).

Brehms Tierleben

Unser Mitglied, Susi Botsch, gibt hier noch den Tipp, weiteres, wenig schmeichelhaftes über den Vogel des Jahres zu lesen. 

In Brehms Tierleben, Band 14, Raubvögel, Kapitel 2, steht:

"...Wenn der Habicht es haben kann, begnügt er sich übrigens durchaus nicht mit einem Opfer, sondern mordet zunächst so viele Vögel, als er zu fangen vermag, und frißt sie dann in Ruhe auf. So sah Riesenthal wie ein und derselbe Habicht in Zeit von einer Stunde fünf fast flügge Krähen hintereinander aus dem Neste holte, trotz den zur Verteidigung scharenweise herbeigeströmten alten Krähen. Mit seiner unersättlichen Raub- und Mordlust verbindet dieser Strolch Dreistigkeit und Leckerhaftigkeit. Das Gehöft, auf dem er einmal Beute gewonnen hat, wird von ihm wieder und immer wieder besucht, ganz unbekümmert um die Vorkehrungen, die der Mensch zu seinem Empfange trifft. Kein Raubvogel weicht listiger allen ihm geltenden Nachstellungen aus als er. Das urplötzliche seines Erscheinens gewährt ihm nicht allein regelmäßig Beute, sondern ebenso auch Sicherheit. Sein ganzes Wesen ist das eines auf den rechten Augenblick lauernden Diebes, der ein von ihm wiederholt heimgesuchtes Gehöft beschleicht..."

Den ganzen Artikel können Sie hier lesen.

(Stefan Höpfel)


Der Habicht Accipiter gentilis - Vogel des Jahres 2015

Der Habicht - Vogel des Jahres 2015
Der Habicht - Vogel des Jahres 2015

Er polarisiert Menschen seit Jahrhunderten: Von den einen geliebt und bewundert für sein legendäres Jagdgeschick und von den anderen gehasst, verteufelt und verfolgt als Konkurrent um das Niederwild oder "Hühnerhabicht".

Schon sein wissenschaftlicher Name Accipiter gentilis ist ein Hinweis auf die Kontroversen, die sich seit langem um ihn drehen:

Accipiter heißt in etwa "Der Zugreifende".

Gentilis bedeutet "Der Edle".

Die "edlen Greifer" sind seit Jahrhunderten beliebte und bewunderte Jagdbegleiter in der Falknerei.

 

Systematik

Die Klasse der Vögel (Aves) untergliedert sich in zahlreiche Ordnungen. Eine davon ist die Ordnung der Greifvögel (Accipitriformes). Diese beinhaltet in Europa Arten aus zwei Familien: den Fischadlern (Pandionidae) und den Habichtartigen (Accipitridae).

Die gemeinhin auch den Greifvögeln zugeordneten Falken (Falconidae) werden dagegen nach der neuesten Systematik aufgrund genetischer Befunde als eigene, den Papageien und Sperlingsvögeln näher stehende Ordnung eingestuft.

Den Habichtartigen (Accipitridae) gehören zahlreiche Greifvogel-Gattungen an - eine davon ist die der Habichte & Sperber (Accipiter) mit zwei europäischen Arten: dem Habicht und seinem, ihm sehr ähnlichen kleineren Verwandten, dem Sperber.

Innerhalb der Art Habicht wiederum haben sich in der Evolution verschiedene Unterarten entwickelt. In Deutschland beobachten wir die in ganz Nord- und Mitteleuropa vorkommende Nominatform (Unterart) Accipiter gentilis gentilis.

Neben dem Habicht gibt es in Deutschland viele weitere Vertreter der Familie der Habichtartigen:

 

  • Der häufigste Vertreter (Gattungen) in Deutschland ist der Mäusebussard mit ca. 96.000 Brutpaaren. Er ist damit mindestens sechsmal so zahlreich vertreten wie unser Vogel des Jahres 2015.
  • Der Wespenbussard, der eine eigene Gattung bildet, ernährt sich anders als die meisten Greifvögel nicht von Kleinsäugern und Vögeln, sondern vor allem von Faltenwespen, die er zu Fuß erbeutet.

Aus der Gattung der Milane gibt es in Deutschland zwei Vertreter, erkennbar an ihrem mehr oder weniger stark gegabelten Schwanz.

Die majestätischsten Vertreter dieser Gruppe sind wohl die Stein- und Seeadler. Während der Seeadler sich vor allem von Fischen und Wasservögeln ernährt, bevorzugt der Steinadler kleine bis mittelgroße Säugetiere.

Eine weitere Gattung bilden die Weihen. Vertreter dieser Art in Deutschland sind Korn-, Wiesen- und Rohrweihe. Sie sind gut an ihrem gaukelnden Flug (V-Form) erkennbar. Sie brüten auf dem Boden, was sonst bei Greifvögeln in unseren Breiten sehr selten zu beobachten ist.

 

Bestandstrend

Der Weltbestand ist nicht genau bekannt, aber allein in Europa leben bereits ca. 185.000 Brutpaare. - In Europa gibt es 160.000 - 210.000 Brutpaare (Stand 2004, Quelle: BirdLife, Birds in Europe 2)

Die Bestandstrends sind je nach Land unterschiedlich: in nordischen Ländern (bspw.: Finnland, Estland,...) negativer Trend; in Frankreich und Russland positiver Trend.

Der Bestand in Mitteleuropa gilt derzeit als gesichert.

Der nationale Bestand wird im neuen deutschen Brutvogelatlas ADEBAR auf 11.500 bis 16.500 Brutpaare geschätzt (Stand 2009, Quelle: DDA)

In Bayern steht er momentan als gefährdet auf der Roten Liste

 

Rechtliche Rahmenbedingungen /Gefährdung

International - Der Habicht fällt unter Anhang II "streng geschützte Tierarten" der Berner Konvention von 1979. Für die etwa 710 streng geschützten Tierarten ist unter anderem jede Form des absichtlichen Fangens, Haltens und Tötens sowie das mutwillige Beschädigen oder Zerstören von Brut- oder Raststätten verboten.

Zudem fällt der Habicht unter Anhang II der Bonner Konvention. Darin wird festgehalten, dass für Arten mit ungünstiger Erhaltungssituation und für deren Erhaltung internationale Übereinkünfte erforderlich sind. - Europa - Art. 5 der EU-Vogelschutzrichtlinie verbietet unter anderem Fang und Töten von Habichten, die Zerstörung von Nestern und Gelegen sowie Störungen, insbesondere während der Brut- und Aufzuchtzeit. Art. 7 und Anhang II der Richtlinie definieren, für welche Arten die Mitgliedsstaaten eine Bejagung zulassen können. Dass der Habicht in Anhang II nicht aufgeführt ist, schließt eine Bejagung in Deutschland aus. - National

Der Habicht gehört, wie alle heimischen Greifvögel, nach §7 Abs. 2 Nr. 13-14 BNatSchG zu den "besonders geschützten" wie zu den "streng geschützten" Vogelarten. Die Einstufung in diese juristischen Schutzkategorien hat nach §44 BNatSchG unter anderem das Verbot jeglicher Nachstellungen, ein Tötungsverbot und ein Verbot erheblicher Störungen zur Folge. Gleichzeitig unterliegt der Habicht nach §2 Bundesjagdgesetz (BJagdG) dem Jagdrecht. Nach §22 BJagdG dürfen aber nur Arten bejagt werden, für die per Verordnung Jagdzeiten festgelegt sind. Dies ist für keine Greifvogelart der Fall - damit genießen alle Greifvögel ganzjährige Schonzeit. Dennoch sind illegal abgeschossene, vergiftete oder gequälte Habichte sowie andere Greifvögel nach wie vor trauriger Alltag.

 

Körperbau 

Typisch für den Habicht sind ein kräftiger Körperbau und kurze runde Flügel. Oberseits ist er graubraun bis schiefergrau gefärbt, unterseits weißlich mit einer dichten, aber dennoch feinen dunklen Querbänderung. An seinem langen Schwanz mit abgerundeten Kanten sind unterhalb meist 4 dunkle Querbänder zu sehen. Für sein Gesicht kennzeichnend ist ein heller Überaugenstreif, der ihn streng / zornig wirken lässt.

Die adulten Tiere besitzen eine gelb bis orangerot gefärbte Iris.

 

Genus 

Der feine Unterschied liegt nicht etwa an der zuerst auffallenden unterschiedlichen Augenfarbe. Diese hängt mit dem Alter des Habichts zusammen.

Mit der Größe von 50 cm, einem Gewicht von ca. 720 g und einer Flügelspannweite von 100 cm ist das Habichtmännchen deutlich kleiner als das Weibchen. Das Weibchen ist um rund 1/3 größer und somit bussardgroß. Ein weiterer Unterschied ist die Färbung auf der Oberseite:  Männchen: blaugrau - Weibchen: braungrau

 

Der Sperber

Der Sperber ist einer der nächsten Verwandten des Habichts und optisch leicht mit diesem zu verwechseln - er wirkt auf den ersten Blick wie eine "kleine Ausgabe" des Habichts. Ähnlich wie der Habicht jagt der Sperber gerne in deckungsreicher Landschaft.

Sein Nahrungsspektrum beschränkt sich jedoch ausschließlich auf Kleinvögel. Sein Bestand in Deutschland ist etwa doppelt so hoch wie der des Habichts.

 

Aussehen des Sperbers

Er ist viel kleiner als Habicht

 

  • Sperbermännchen nur wenig größer als Misteldrossel
  • dünne schlanke Füße
  • schmächtigere Statur als Habicht
  • Sperbermännchen rötlich, braune Brust
  • Sperberweibchen graue Brust

 

Flugbild

Der Flug des Habichts unterscheidet sich deutlich von dem des Sperbers: Bei beiden Arten wechseln Phasen kurzer schneller Flügelschläge mit Gleitflugphasen ab. Der Habicht führt aber in der Regel mehrere und kräftigere Flügelschläge als der Sperber aus, gleitet dafür jedoch kürzer. Sein Flug verläuft zudem eher geradlinig, während der Sperber sich in den Gleitphasen etwas fallen lässt und dann wieder ansteigt. Schließlich unterscheidet sich auch das Flugbild in den Gleitflugphasen: Der Habicht hält seine Flügel dann leicht gewölbt, der Sperber eher waagerecht.

Im Kreisen fächert der Habicht seinen Schwanz auf, wohingegen der Sperber ihn nur leicht spreizt. Des Weiteren erscheint der Schwanz des Habichts kürzer und abgerundeter als der des Sperbers. Außerdem lassen sich hier die schon erwähnten 4 dunklen Querbänder am Schwanz des Habichts gut erkennen.

Schließlich hat der Habicht längere und dadurch oft spitzer wirkende Flügel, und er wirkt im Flug wuchtiger als der viel zierlichere Sperber. Dieser Unterschied ist im Normalfall nicht so deutlich, wie es auf dem Bild zu sehen ist.

 

  • Flügelspannweite: Habicht: Männchen ca. 100 cm, Weibchen ca. 115 cm
  • Flügelspannweiter: Sperber: Männchen ca. 62 cm, Weibchen ca. 74 cm

 

Habicht und Sperber im Vergleich 

Sehr oft kommt es zur Verwechslung von Habichtmännchen und Sperberweibchen, da diese sich in der Größe am nächsten sind. Unterscheidungsmerkmale sind in diesem Falle das Flugbild und die Statur.

Bei sitzenden Vögeln sind sie durch die Färbung auf der Oberseite sehr gut zu unterscheiden.

Habichtmännchen: blaugrau, kräftigere Füße, Kopfzeichnung kontrastreicher, Überaugenstreif deutlicher

Sperberweibchen: braungrau, dünne schlanke

 

Füße Fuß und Krallen

Die Greifvögel haben sich im Laufe der Evolution an das Leben als Jäger angepasst. Ein Beispiel hierfür sind ihre Füße und Krallen.

Wie bei den meisten Greifvögeln sind die Füße des Habichts gelblich gefärbt, kräftig gebaut und mit Hornschuppen bedeckt. Sie dienen ihm zum Fangen und Festhalten der Beute. Er zählt zu den "Grifftötern", die ihre Beute durch wiederholtes Zupacken und Einstechen töten.

Heute sprechen Vogelkundler von "Beutegreifern" statt von "Raubvögeln", da der veraltete Begriff suggeriert, dass sie zu bewussten kriminellen Handlungen fähig seien. Denn die Tiere "rauben" ihre Beute nicht, sondern sie "greifen" nach Nahrung, um zu überleben.

 

Der Schnabel

Eine weitere Anpassung des Habichts an das Leben als Greifvogel ist sein Schnabel.

Er weist den für Greifvögel typischen "Hakenschnabel" auf, das heißt, der Oberschnabel ist deutlich länger als der Unterschnabel und krümmt sich nach unten hin. Er ist ein ideales Werkzeug, um der Beute das Fell/die Federn auszurupfen bzw. um die Beute zu zerteilen.

Der Schnabel des Habichts ist an der Spitze schwarz gefärbt und die Wachshaut des Schnabels ist gelblich gefärbt.

 

Die Augen 

Ein faszinierendes Phänomen beim Habicht ist, dass sich seine Augenfarbe während seines Lebens ändert. Als Jungvogel sind seine Augen blau gefärbt, als Nestling werden sie gelb und können beim Altvogel orange bis rot werden.

Auch für den Habicht gilt: "sehen wie mit Adleraugen". Greifvögel besitzen ein sehr gutes Sehvermögen und sehen stark vereinfacht gesagt doppelt so scharf und gleichmäßiger scharf wie wir. Zudem besitzt der Habicht eine bessere räumliche Auflösung und ein besseres Bewegungssehen, was ihm bei der Jagd zugute kommt.

Wie alle anderen Vögel verfügt auch der Habicht über eine Nickhaut. Dieses dritte durchsichtige Augenlid schützt das Auge vor mechanischer Einwirkung, z. B. durch umherfliegende Federn oder Haare beim Rupfen der Beute.

 

Jagdverhalten & Beutetiere 

Der geschickte und wendige Flieger ist ein Deckungsjäger: Er lauert seiner Beute verborgen in Büschen oder Bäumen auf und nutzt den Überraschungseffekt für eine erfolgreiche Jagd. In dichter Vegetation kann es auch zu einer Jagd zu Fuß kommen. Solange Hecken oder Büsche ausreichend versteckte Ansitze bieten, jagt er im Wald, auf Feldern sowie in offenen Landstrichen.

Hat der Habicht seine Beute ergriffen, so zeigt er seinen Konkurrenten durch das Abdecken der Beute mit geöffneten Flügeln und Schwanz ("Manteln") den Besitzanspruch.

Gerupft wird die Beute nicht vor Ort, sondern an speziellen Rupfplätzen, die sich meist in der Nähe des Ortes finden, wo der Habicht seine Beute geschlagen hat.

Unverdaute Nahrungsbestandteile würgt der Habicht in Form von Gewöllen wieder heraus.

Das Nahrungsspektrum des Habichts umfasst neben kleinen Säugetieren von der Maus bis zum Kaninchen vor allem Vögel, von Goldhähnchen bis zum Fasan. Das Weibchen ist prinzipiell auch in der Lage, größere Beute wie Hase, Haushuhn, Reiher oder Birk- und Auerhühner zu schlagen. Den Hauptanteil der Nahrung machen aber häufig mittelgroße Vögel aus - Tauben, Eichelhäher, Krähen, Elstern, Drosseln und Stare. Allerdings ist der Habicht nicht sehr wählerisch und nimmt, was er bekommen kann und wo er es bekommen kann ("Nahrungsopportunist"). So kann sich die jeweilige Hauptbeute von Revier zu Revier durchaus unterscheiden. Wie alle Greifvögel schlägt der Habicht besonders häufig kranke, geschwächte oder unerfahrene Tiere. So haben Habichte durchaus eine wichtige Rolle als "Gesundheitspolizei" und im Rahmen der natürlichen Auslese.

 

Lebensraum

Stark gegliederte, deckungsreiche Landschaften, in denen sich Wälder mit offenen Flächen abwechseln, stellen den idealen Lebensraum für den Habicht dar.

Sie bieten ihm neben einem reichlichen und vielfältigen Nahrungsangebot auch genügend Deckung zur Aufzucht seiner Jungen. Aufgrund der besseren Deckung während des ganzen Jahres bevorzugt der Habicht vor allem Nadelbäume in größeren Altholzkomplexen als Schlaf- und Rastplatz. Auch ihren Horst bauen sie bevorzugt in Nadel- und Mischwäldern.

Seit den 90er Jahren hält der einst scheue Waldbewohner zunehmend Einzug in Großstädte und Parks und brütet dort in nächster Nähe zu den Menschen. Ein Beispiel hierfür ist die Kölner Innenstadt. Auch für Hamburg, Berlin, Kiel, Dresden sowie in einigen europäischen Metropolen wie Amsterdam, Kiew und Moskau gibt es bereits Nachweise. Die Habichte in den Städten besitzen nur eine geringe Scheu vor dem Menschen, weil ihnen in den Städten praktisch keine Verfolgung durch den Menschen droht. Spaziergänger haben also gute Chancen, dort einen Habicht zu Gesicht zu bekommen.

Ein weiterer Grund, warum Habichte auch zunehmend in besiedelten Gebieten anzutreffen sind, dürfte das ganzjährig reiche Nahrungsangebot der Städte sein.

 

Balzflug und Paarung

Der Balzflug des Männchens kann bei günstiger Witterung schon im November/Dezember beginnen und erinnert an den gaukelnden Flug einer Weihe. Dabei sind eindrucksvolle Sturzflüge und schroffe Wendungen zu beobachten. Außerdem spreizt der Habicht seine weißen Unterschwanzdecken seitwärts ab, so dass diese die schmal zusammengelegten Steuerfedern überragen. Dies wird als "flaggen" bezeichnet.

Auch das Weibchen beteiligt sich am Balzflug.

Die Paarung der Habichte findet jedoch meist im Spätwinter statt. Bezieht ein Habichtpaar ein Brutrevier, so bleiben sie diesem und einander ein Leben lang treu.

Jedoch werden sie außerhalb der Brutzeit wieder zu Einzelgängern.

Hat sich ein Habichtspaar gefunden, baut es seinen Horst in Teamarbeit. Dieser befindet sich in ca. 15 - 20 m Höhe in einer Astgabel im Kronenabschnitt eines Baumes. Zudem ist eine entsprechend große Einflugschneise notwendig. Wie schon erwähnt, bevorzugt der Habicht hierbei wegen der guten Deckung Nadelbäume wie Kiefern, Fichten und Tannen. Außerdem befindet sich der Horst generell weiter im Waldesinneren als bei anderen Greifvögeln.

 

Horstbau / Brutgeschäft / Fütterung / Nachwuchs

Mit dem Bau beginnt der Habicht in der Regel ab Februar, wobei er entweder eigene Horste vergangener Jahre oder die Horste anderer Greifvögel (Mäusebussard) aufstockt. Durch das wiederholte Verwenden von alten Horsten können die Horste sehr groß werden: ca. 1 m hoch und 1,3 m breit. Auch der Neubau eines Horstes ist möglich. Ein Habichtspaar besitzt in der Regel mehrere Wechselhorste in seinem Revier, zwischen denen es von Jahr zu Jahr umzieht. Für den Bau der Horste werden schwache bis grobe Äste und auch Reisig verwendet.

Das Weibchen entscheidet sich mit der Eiablage für einen der Horste und legt im März / April 3 - 4 ovale, matte, grünlichweiße Eier die in der Größe vergleichbar sind mit Hühnereiern. Während der ganzen Brut- und Fütterungszeit bringt das Weibchen noch Nistmaterial in den Horst ein. Dieses schützt die Jungvögel vor Parasiten und angestauter Nässe im Horst.

Die nun folgende Brutzeit ist die Aufgabe des Weibchens. Das Männchen ist für die Versorgung des Weibchens mit Nahrung zuständig.

Nach etwa 27 - 39 Tagen schlüpfen die Jungvögel.

Bereits nach knapp 2 Wochen machen sie die ersten Stehversuche im Nest.

Auch während der 3 Wochen langen "Nestlingszeit" besteht strikte Arbeitsteilung zwischen dem Habichtpaar. Während das Männchen die ganze Familie allein ernährt, hudert und füttert das Weibchen die Jungen. Sie selbst geht erst wieder auf die Jagd, wenn ihre Jungen keinen Schutz vor Kälte, Nässe und Feinden mehr brauchen. Bereits im Alter von 4 Wochen machen diese die ersten Flugsprünge im Nest. Nach 40 - 45 Tagen endet die Nestlingszeit, denn nun ist das Gefieder der Jungvögel ausgewachsen und sie sind flugfähig.

Die Phase der Jugendentwicklung, in der die Jungen schon flugfähig sind, sich aber zunächst noch in Nähe des Horstes aufhalten, wird auch als "Ästlingszeit" bezeichnet. In dieser Phase werden sie noch bis zu 4 Wochen von ihren Eltern gefüttert. Das Weibchen geht nun allerdings auch selber wieder auf die Jagd.

Die jungen Habichte werden in der Jägersprache auch "Rothabichte" genannt. In dieser Phase sind sie durch ihre Gefiederfärbung gut von den Altvögeln zu unterscheiden. - Junger Habicht: längs gefleckte Brust à "Tropfenfleckung", Brustfarbe rahmfarben bis gelbbraun, Schwungfedern mit dunkler Bänderung, oberseits braun mit rostfarbenen Säumen, deutlich hellere mittlere Flügeldeckfedern,

Die Geschlechtsreife erreichen sie mit etwa 10 Monaten. Jedoch brütet der größere Teil erstmalig im 3., selten im 2. Kalenderjahr.

 

Natürliche Feinde

Natürliche Feinde hat der Habicht nicht viele. Einer davon ist der Uhu - eine Eulenart, die selbst selten ist und nur regional vorkommt. Aber auch der Fuchs erbeutet ab und zu einen Habicht, während dieser seine Beute auf dem Boden rupft. Außerdem kann der Marder Habichtsgelegen und den Jungvögeln gefährlich werden.

(entnommen aus der offiziellen LBV Präsentation)

 

 

 

 

 


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