Frühschoppen auf dem Ziegenhof

Landsberg war prominent vertreten
Landsberg war prominent vertreten
Der "Tiefbaustall" - licht und großzügig
Der "Tiefbaustall" - licht und großzügig
Die Vorführung der Melkanlage
Die Vorführung der Melkanlage
danach geht es dann zurück in das Gatter
danach geht es dann zurück in das Gatter
Günther Gebauer erläutert seine Tierhaltung...
...und stieß auf eine interessierte Zuhörerschaft
...und stieß auf eine interessierte Zuhörerschaft
Die Zicklein im Seitentrakt waren natürlich der Hit
Die Zicklein im Seitentrakt waren natürlich der Hit
Endlich Essen fassen!
Endlich Essen fassen!
Nur zur Erinnerung: Am Vortag endete die dreiwöchige Regenperiode - LBV'ler muß man halt sein!
Nur zur Erinnerung: Am Vortag endete die dreiwöchige Regenperiode - LBV'ler muß man halt sein!
Die Führung hörte hier nicht etwa auf, sondern...
Günther stellte sich den Fragen...
..und seine Schmankerln...
... kamen offensichtlich gut an...
.... sehr gut an.
Wolfgang nahm einen Auftrag für neue Nistkästen mit nach Hause...
...und besonders erfreulich ist die Teilnahme unserer neuen Mitglieder
...und besonders erfreulich ist die Teilnahme unserer neuen Mitglieder
Die Stimmung war gut, es schmeckte!
Die Stimmung war gut, es schmeckte!
Bettina Du gefällst mir: "experientia est optimum rerum magistra"
Bettina Du gefällst mir: "experientia est optimum rerum magistra"
Vielleicht hat sich Manfred von den "Deutschen Edelziegen" überzeugen lassen.
 

(18.06.2016) Ziegen.... fressen alles kahl (die Galapagosinseln!) und sind somit für die Beweidung ideal - soviel Wissen zum einen. Manchem schmeckt dann noch - comme entrée - warmer Ziegenkäse als hors d'oevre mit dezenter Vinaigrette soviel Kenntnis zum anderen. 

 

Beweidung - ist mehr

Unser Vertragsnaturschutzlandwirt, Günther Gebauer, beweidet seit dem vergangenen Jahr unsere Fläche in Glon. Dieses Jahr begann die Beweidung mit der Ziegenherde bereits Ende März. Die Resultate sind mehr als zufriedenstellend, da Hänge, Aufwuchs und Altgrasbestand hervorragend kurz gehalten werden. Die Ziegenherde fühlt sich offenbar wohl, wie sonst ist es erklärbar, daß man die Tiere meist im Gelände suchen muß.

 

Frühschoppen - der Link vom Tier zum Produkt

Die Idee eines Frühschoppens reifte schon im vergangenen Jahr. Unsere Mitglieder sollen in den Ziegen ja nicht nur die Erfüllung des Naturschutzes sehen, sondern die Tiere und deren Produkte werden ja auch vermarktet.

 

Familie Gebauer lädt ein

Günther Gebauer bewirtschaftet seinen Hof, zusammen mit seiner Frau, Manuela, und seinen Eltern.

Er machte, wie er gerne zu sagen pflegt, sein Hobby zum Beruf und stieß in eine Marktlücke, die mit Milchkühen nicht im entferntesten Bestand hätte.

So erzählte er unserer mehr als 30 köpfigen Gruppe (Landsberger und Augsburger LBV) über die mühsame Entstehung des Hofes nach dem Krieg, die Entscheidung auf Milchkühe zu verzichten und die Investition in einen großen modernen Tiefbaustall mit Weidegangmöglichkeit, Melkstand und Freiflächen.

Anschließend ging es dann wirklich in den geräumigen und hellen Stall, der Melkstand wurde vorgeführt und die Besucher konnten erleben, wie wertvoll ein guter Hütehund namens "Fly" sein kann, der die Ziegen zielgerichtet wieder in ihre Boxen "bugsiert".

 

Brotzeit und Beisammensein

Im Anschluß gab es dann die angekündigte Brotzeit, die allen offensichtlich gut mundete. Währenddessen stellte sich Günther Gebauer den Fragen der Gäste, erzählte und - man muß es hier sagen - man merkte ihm seine "Bühnenbegabung" an - er ist nicht umsonst Sänger bei den "Mercuries".

Frau Gebauer ließ dann auch noch frische Ziegenmilch verkosten, die dem Jüngsten so gut schmeckte, daß er gleich sein Becherlein wieder hinhielt.

Zur Überraschung des Autors waren am Ende KEINE Weißwürste mehr übrig, dafür schwammen noch eine Handvoll Wienerle im Wasser.

 

Vielen Dank

Mein erster Dank gilt den Familien Gebauer und Gebauer Senior, die ihren Hof wunderbar präsentierten und alles Notwendige für ein gemütliches Beisammensein vorbereitet hatten.

Mein Dank gilt aber insbesondere unseren LBV Mitgliedern, die durch ihre großzügige Spende dazu beitrugen, daß diese Veranstaltung kostenneutral von statten gehen konnte.

Auf ein Neues!

(Stefan Höpfel)


Peeling für den Wal

(17.06.2016) Die Überschrift in der Wochenzeitung „Die Zeit“ vom 09.06.2016 war so überraschend und der dazugehörige Text so nett, daß wir diesen unseren Mitgliedern nicht vorenthalten wollen.

 

Seit angeblich 5 Jahren ist es erst möglich das komplette Genom eines Tieres kostengünstig zu untersuchen. Zwei Wissenschaftler haben nun das komplette Erbgut verschiedener Populationen des Schwertwals – immerhin das am weitesten global verbreitete Säugetier unseres Planeten – untersucht und konnten somit die Entstehungsgeschichte der Orcas rekonstruieren.

 

Dabei stellten sie fest, daß es – trotz fast gleichen Aussehens – verschiedene „Öko-Typen“ gibt. Sieumgehen dabei die Festlegung auf „Arten“. Der eine frißt Fisch, der andere Typus hat es auf Meeressäuger abgesehen. Diese Gruppen wurden näher untersucht und tatsächlich Unterschiede im Erbgut gefunden.

 

Die Orca Gruppe, die dabei in der Antarktis unterwegs ist, verläßt diese einmal jährlich für anderthalb Monate. Bei ihrer Rückkehr sind die vorher etwas gelblich wirkenden Wesen wieder strahlend weiß. 2012 stellte dann eine Gruppe Wissenschaftler fest, daß die Tiere vor die Küste Brasiliens ziehen und sich einer quasi-Spa Kur unterziehen. Das warme Wasser und der sandige Grund macht es möglich – die Wale rubbeln ihre alte Haut ab und, dank der Wärme, kann sich neue Haut wieder bilden. Wer möchte, der findet den kompletten Artikel hier.

Warum denn immer Peeling nur für den Menschen?

(Stefan Höpfel)


Sommervorfreuden: Wanderung zum Ipf

Im Gänsemarsch rauf zum Goldberg
Im Gänsemarsch rauf zum Goldberg
Ein herrlicher Blick ins Ries
Ein herrlicher Blick ins Ries
Susi Botsch erläutert gerade die Entstehung des Kraters...
"Beobachtung auf Augenhöhe"
"Beobachtung auf Augenhöhe"
Der Steigflug des Baumpiepers war gut zu beobachten
Der Steigflug des Baumpiepers war gut zu beobachten
Goldammer
Goldammer
Kurz, aber steil ging es zu den Mauerbienen
Kurz, aber steil ging es zu den Mauerbienen
Sommerliche Blüte
Sommerliche Blüte
Station: Mauerbienen am Ipf
Station: Mauerbienen am Ipf
Der Ipf diente bis in die jüngste Zeit als Steinbruch
Der Ipf diente bis in die jüngste Zeit als Steinbruch
Die Woken hängen tief, die Gruppe schaut zum Ipf
Die Woken hängen tief, die Gruppe schaut zum Ipf
Rohrammer am Goldbach
Rohrammer am Goldbach
Ein drohender Anblick
Ein drohender Anblick
Nicht übertrieben - so sah es aus - (noch) blieben wir trocken
Nicht übertrieben - so sah es aus - (noch) blieben wir trocken
Apokalyptisch: Nördlingen versinkt im Regen ....
... der flugs über der Gruppe selber war.
steil der Abstieg und Eile war geboten
steil der Abstieg und Eile war geboten
Eine Küchenschelle - im Juni!
Eine Küchenschelle - im Juni!
doch der Regen war schneller
doch der Regen war schneller
16 tapfere Wanderer, Beobachter und LBV'ler
16 tapfere Wanderer, Beobachter und LBV'ler

(12.06.2016) Nein wirklich, das Wetter verhieß nur bedingt Gutes. Aber, oh Wunder, keiner der 16 Teilnehmer sagte ab. Das ist umso bemerkenswerter, da es am Vortag noch kräftig geregnet hatte und so mit feuchten Wiesen, matschigen Wegen und wenig Sonne zu rechnen war.

 

Goldberg – Rundblick auf keltischem Boden

Nach einer Stunde Fahrt erreichten wir Pflaumloch, begannen unsere Wanderung und standen eine dreiviertel Stunde später am Fuß des Goldbergs. Dort angekommen hatten wir gleich die Sichtung eines Schwarms Bluthänflinge, konnten den Ruf der Wachtel hören und oben auf dem Gipfelplateau angekommen waren Baumpieper bestens zu beobachten.

Unser Mitglied, Susi Botsch, hatte sich gut vorbereitet.

Sie erläuterte der Gruppe die Hintergründe zur Entstehungsgeschichte des Rieses und zum historischen Erbe des Goldbergs, dessen Siedlungsgeschichte von der Jungsteinzeit bis in keltische Zeit, hier also rund 500 v. Chr. hineinreicht. Auch beschrieb sie eindrücklich das Aussehen dieses ehemals so wilden Kriegervolkes (hier nachzulesen).

Dorngrasmücke, Goldammer, Ringeltaube und Turmfalke konnten quasi auf Augenhöhe hervorragend beobachtet werden und dank Bernds neuem Spektiv war die Betrachtung und das Verhören eine Freude (wenn letzteres nicht immer so ironisch klingen würde).


Entlang an des Goldbachs Ufern

Durch Wiesen und auf Feldwegen, begleitet von den Steigflügen der Lerchen, ging es dann zu dem Berg, der die ganze Zeit vor uns thronte – der Ipf, ein Solitär, der nicht mit der Entstehung des Rieses zusammenhängt. Auf dem Weg dorthin konnten wir, Dank des geübten Gehörs der Familie Gebauer, Teichrohrsänger und Rohrammer direkt am Goldbach sehen und hören. Das Steh-Gehen lohnte sich, da wir auf diese Art auch die Schafstelzen auf Ährenfeldern beobachten konnten.

Hatten wir nun Vögel des Offenlands und der Uferzone betrachten können ging es am Waldsaum nach Osterholz. Das Wetter, das sich bis dahin sehr gut gehalten hatte, ließ sogar etwas Sonnenschein durch. Buntspecht, Zaunkönig, Singdrossel und die obligatorische Amsel waren laut vernehmbar zu hören. Und dann kam unser Manfred Lang – extemporalis – dazu, das Gedicht vom Vogelnest, eigentlich Fredl Fesl G’stanzl vom Vogelnest aufzusagen – wer es hören will, hier bitteschön.

 

Das Ziel – der Ipf

Am Fuße dieses beeindruckenden Hügels (688 m ü. M) befindet sich mittlerweile eine sehr informative Ausstellung inklusive eines Nachbaus der Wehrmauer, wie diese in keltischer Zeit ausgesehen haben könnte. Der Lindenweg war steil und feucht vom Regen, aber die Aussicht auf dem Gipfelplateau entschädigte doch jegliche Anstrengung: in der Ferne ging Nördlingen gerade in einem Regenschauer unter, während daneben Flecken mit Sonnenschein zu sehen waren. Eine beinahe apokalyptisch anmutende Szenerie. Ein Rotmilan flog knapp über unseren Köpfen vorbei, Turmfalken (5 an der Zahl) jagten oder hielten sich ohne Flügelschlag im Wind – einfach beeindruckend.

Das eben noch bestaunte Wetter näherte sich leider sehr rasch unserem Standort, so daß wir uns an den steilen Abstieg machten. Dabei mußte dann doch noch der Schirm ausgepackt werden und unser Hans bildete zwar die Nachhut, aber schaffte den Abstieg tapfer und konstant.

Mittagessen war für 13.00 Uhr bestellt, allerdings konnten wir die schwäbische Pünktlichkeit nicht vollends einhalten, da wir fünf Minuten nach eintrudelten.

Offensichtlich mundete das Essen und so rückte der Abfahrtstermin der Bahn von Bopfingen zurück nach Pflaumloch gefährlich nahe. Dank Bernd Mützels gutem Einfall, nur die zwei Fahrer zurückzuschicken, war einfach, aber genial. So konnten alle in Ruhe bezahlen und wurden wenige Minuten später von den beiden Bussen abgeholt.

 

Gemeinsam erleben, gesellig sein

Es bewahrheitet sich immer wieder. Wer in einer Gruppe wandern tut, dem tut das gut. Wissen von einem, ergänzt durch den anderen – so haben alle etwas davon. Es war eine harmonische Gruppenwanderung, die – bis auf den kleinen Regenschauer am Schluß und den Bierchen am Ende – trocken verlief, zugegebenermaßen etwas länger war, als angegeben, aber hoffentlich allen gefallen hat. Ein herzliches Dankeschön auch an die Bereitschaft von Frau Senger, einen Teil der Gruppe in ihrem Bus von Fridolin Busreisen mitzunehmen.

(Stefan Höpfel)


NAJU Augsburg beim Modular 2016 - Drei Tage Festival mit Bastelaktionen zu Fledermaus und Vogel

(11.06.2016) Vom Freitag bis Samstag, 26.-28.5.2016, fand im Wittelsbacher Park wieder das beliebte Modular-Festival statt. Der Stadtjugendring Augsburg organisierte mit über 300 Freiwilligen ein gelungenes Fest für Jugend und Popkultur.

 

Über 30 000 junge und junggebliebene Besucher kamen in den Park und auch wir durften das Kinderprogramm „Modular Kids“ mit Naturthemen bereichern. Schön gelegen unter einer alten Eiche konnten die jungen Festivalbesucher in Ruhe basteln. Ob Fledermaus-Teelicht, Fledermaus-Maske oder hübsche Halsketten mit Fantasievögeln: die zahlreichen Bastelaktionen begeisterten nicht nur die Kinder, auch die Eltern freuten sich über das vielfältige Angebot für die Kleinen im Kindergarten- und Grundschulalter.

 

Auch wir Aktiven waren begeistert von der schönen Atmosphäre und den netten Familien. Wir danken dem Stadtjugendring herzlich für die Einladung sowie die gelungene Vorbereitung und Organisation des tollen Festivals. Herzlichen Dank natürlich auch an alle Mitwirkenden. (Wolfgang Weiner)

Vorbereitungsarbeiten
Vorbereitungsarbeiten
Großes Interesse am Naju-Stand
Großes Interesse am Naju-Stand
Vieles konnte gebastelt werden: Fledermauslichter, ...
...Fledermausmasken...
...und fantasievolle Vogelanhänger.
 
 


Warum unser Glücksspiraleprojekt 2016? Darum!

(24.05.2016) Der Radiobeitrag "Umweltschutz nur auf dem Papier" auf Bayern 2 und B5 aktuell fasst gut die Problematik bei den ökologischen Ausgleichsflächen zusammen: die Umsetzung der ökologischen Ausgleichsflächen wird kaum kontrolliert, so dass ein beträchtlicher Teil nicht dem vorgeschriebenen Zustand entspricht. Zahlen dazu gibt es so gut wie nicht. Das wollen wir mit unserem Glücksspiraleprojekt 2016 für den Raum Augsburg ändern. Hintergrundinformation dazu finden Sie im Radiobeitrag hier. (Wolfgang Weiner)


Und ewig lockt die Nehrung!

am Strand die Bachstelze
am Strand die Bachstelze
unvergessliche Höhenflüge des Baumpiepers
unvergessliche Höhenflüge des Baumpiepers
die Dorngrasmücke hinter den Dünen
die Dorngrasmücke hinter den Dünen
ihn kann niemand überhören (Drosselrohrsänger)
ihn kann niemand überhören (Drosselrohrsänger)
Jede Menge Pionierbaumarten - hier eine Erle
Jede Menge Pionierbaumarten - hier eine Erle
Fitis - laut und überall
Fitis - laut und überall
Scheu und eher versteckt, der Flußuferläufer
Scheu und eher versteckt, der Flußuferläufer
Grünfinken am Strand im Grünen...

(22.05.2016) Die milde Luft streicht von der Nehrung kommend durch den Wald und vertreibt die kalten Nebel des Vortags, die über die Dünen nach Nidden hereinbrachen. Die Ostsee mit ihrem kalten Wasser war die Ursache für die plötzliche Abkühlung. Jetzt aber herrscht Ostwind und das scheinen alle hier zu spüren. Entsprechend laut ist das Konzert bereits am frühen Morgen. Drosselrohrsänger und Stare sind am lautesten vernehmbar und - bleibt man stehen - kann man den Waldbaumläufer beim Nestbau beobachten. Kraniche ziehen im Laufe des Tages über uns, eine Formation von 20 Vögeln. Die ersten dieser prächtigen Vögel sahen wir keine 100 Meter hinter der Estländischen Grenze auf unserem Weg nach Riga. Aber hier in Litauen, auf der kurischen Nehrung, ziehen sie noch.

 

Ja, es ist schon wieder dieses junge europäische Land, das mit seiner Natur, dem weiten Himmel und seinem Licht den Besuch zu einem Erlebnis macht. Litauen, die kurische Nehrung.

 

Für heute waren 19 °C angekündigt – gefühlt sind es hier jedoch 25.

Die Sichtung der Seeadler blieb uns noch verwehrt, dafür konnten wir den typischen steilen Balzflug des Baumpiepers beobachten und lauschen alle paar Baumgruppen des Fitis‘ Gesang. Am Strand sind Flußuferläufer, Reiher, Brandgänse und die üblichen Verdächtigen mit Stock und Höcker zu sehen.

 

Im Röhricht beobachtet man neben Rohrsängern auch Grünfinken und Stare, die hier ihre Kletterversuche machen und geschickt abtauchen, wenn die Rohrweihe über sie hinwegstreicht.

 

Von den größeren Tieren waren bis dato nur Spuren zu sehen. Über 60 Elche gibt es auf der Nehrung, die wir noch hoffen zu Gesicht zu bekommen.

Morgen geht es in das Reserverat direkt an der Grenze. Hier erhält man nur mit Genehmigung  Zutritt, nicht zuletzt deshalb, weil keinen Kilometer entfernt russisches Gebiet beginnt.

Ich wünsche allen Daheimgebliebenen eine gute Woche und Freude an den Bildern!

(Stefan Höpfel)

... und Nebelkrähen beim Sonnenbad
... und Nebelkrähen beim Sonnenbad
Das Ufer der Nehrung
Das Ufer der Nehrung
Hinter dieser Rinde wird gebaut
Hinter dieser Rinde wird gebaut
flink heraus und den Stamm nach oben
flink heraus und den Stamm nach oben
sucht der Waldbaumläufer nach Nahrung
sucht der Waldbaumläufer nach Nahrung
Nicht jedes Nistmaterial ist einfach zu haben
Nicht jedes Nistmaterial ist einfach zu haben
...es soll ja auch kein 08/15 Nest werden
...es soll ja auch kein 08/15 Nest werden
Vollmond an der Nehrung
Vollmond an der Nehrung

Neues aus der Presse: Pfuhlschnepfen / Rastplätze in China

(19.05.16) Das interessiert mich so wenig, wie wenn in China ein Fahrrad umfällt – sagt man doch, oder?

Die Welt berichtete in ihrer Ausgabe vom 11. Mai einen Artikel über die bedrohliche Lage der Pfuhlschnepfe, gilt sie doch als einer der großen Langstreckenzieher. Ende Sommers kehrt sie von Alaska oder ihren europäischen nördlichen Gefilden im Nonstopflug, der mehr als 11.000 Kilometer mißt, in 8 Tagen und Nächten nach Neuseeland zurück. Hier angekommen verbringt sie dann den dortigen Sommer, mästet sich auf das doppelte ihres üblichen Körpergewichts bevor sie zurückfliegt.

Seit Jahren verzeichnen neuseeländische Ornithologen dabei einen stetigen Abwärtstrend der Bestände.

Um der Ursache auf den Grund zu gehen, verfolgte man die Flugroute und stellte

Dabei ergaben die Nachforschungen, daß der Rückflug in Schritten, also peu à peu erfolgt. Ein großer Stop-Over wird an der chinesischen Wattenmeerküste eingelegt.

 

Und hier stieß man dann auf das Problem bzw. des Rückgangs Lösung. Eine Limikole, ein Watvogel,  benötigt sowohl Schlick als auch Flachwasserzonen.

Die Volksrepublik China jedoch gewinnt in großem Stile Land für ihre fortschreitende Industrialisierung, Nähe zu den Häfen bzw. zu den Wirtschaftszentren. So sind mittlerweile rund 1/3 der Rasthabitate der Pfuhlschnepfe einer solchen Landgewinnung zum Opfer gefallen und die Rastplätze samt und sonders verschwunden.

Nach langen Verhandlungen konnte Anfang dieses Jahres ein Abkommen zwischen Neuseeland und VR China erzielt werden, das zwei Rastgebiete, in denen rund 70% der Pfuhlschnepfen aus Neuseeland pausieren, unter Naturschutz gestellt werden.

Allerdings macht schon der Nachsatz des zitierten Ornithologen das zu erwartende Problem deutlich. Die Rastplätze werden nun einmal eben nur für den Durchzug genutzt, danach nicht mehr. Somit birgt das von Anfang an die Gefahr des Vergessens, der Nachlässigkeit und der Aufweichung festgelegter Kriterien. Wer den ganzen Artikel nachlesen möchte, kann dieses hier machen.

(Stefan Höpfel)


Beobachtungstipp: Leipheimer Moos

Meister Reineke ist morgens und abends zu sehen
Meister Reineke ist morgens und abends zu sehen
Gartenrotschwanz (Weibchen)
Gartenrotschwanz (Weibchen)
Blaukehlchen (Männchen)
Blaukehlchen (Männchen)
... auf Singwarte
... auf Singwarte
Rohrweihe (bitte um Korrektur, wenn falsch)
Rohrweihe (bitte um Korrektur, wenn falsch)
Ein flammender Sonnenuntergang und doch...
singt das Blaukehlchen in der Dämmerung weiter
singt das Blaukehlchen in der Dämmerung weiter
heimlich und kaum zu erkennen: Eine Bekassine auf hoher Warte
heimlich und kaum zu erkennen: Eine Bekassine auf hoher Warte
Eine Rohrammer in ....
direkter Nachbarschaft zum Kehlchen
direkter Nachbarschaft zum Kehlchen

(11.05.16) Die Projektgebiete der ARGE Donaumoos bieten dem Betrachter und aufmerksamen Naturliebhaber einiges. Dieser Überbegriff bezieht die Auwälder und Moorgebiete zwischen Langenau, Leipheim, Günzburg und Gundelfingen ein. Dabei hat jedes der vorgenannten Projektgebiete einen eigenen Schwerpunkt.

Dabei ist das Leipheimer Moos mit 2.700 Hektar Fläche eines der größeren und wird seit nunmehr 5 Jahren gezielt wiedervernäßt. Maßgeblich ist hier die Regierung von Schwaben an diesem Projekt beteiligt.

 

Grenzgraben mit gezielter Wasserzuleitung

Die Wiedervernässung am sogenannten „Grenzgraben“, das ist sprichwörtlich ein Wassergraben zwischen Baden Württemberg und Bayern, zeigt Wirkung, denn die Wiesen, die vor wenigen Jahren noch Trockenrisse von bis zu 30 Zentimetern aufwiesen und unter die Kategorie „Wiesen mit Trockenanzeigern“ waren, beginnen sich zu herrlichen Limikolen- und Wiesenbrütergebieten zu entwickeln.

Die Landschaft ist entbuscht, offen gehalten und der ehemalige Lebensraum mit Großseggen kehrt zurück. Eine gezielte Einleitung von Wasser der Nau, eine Karstquelle in Langenau und die Wiederöffnung von Altarmen der Donau hilft dabei dem Wasserhaushalt von Auwald und Moor.

Dem Wanderer ist dabei die Abgeschiedenheit und Ruhe dieses Fleckchens garantiert.

 

Blaukehlchen und Co.

Der Hinweis wurde uns eigentlich während eines Austauschs in Ilmitz gegeben. Genauer gesagt von einem Straubinger, der zur Großtrappenbalz an den Neusiedler See fuhr. Wer Blaukehlchen sehen wolle, der möge doch bitte ins Leipheimer Moos gehen und dort beobachten.

Was für ein Tipp. Alle Kehlchen sind derzeit zu sehen, Rot-, Blau-, Braun- und Schwarzkehlchen. Dazu hat es sicht- und hörbar Wendehals, Pirol, Bekassine, Waldwasser- und Bruchwasserläufer und jede Menge weiterer sehenswerter Arten. Rehe, Fuchs und Baummarder begegnen einem ebenso, wie Großvögel wie Milan, Rohrweihe und Weißstorch. Eine phantastische Landschaft – 50 Minuten Fahrtzeit von Augsburg aus.

(Stefan Höpfel)

fast schon nebensächlich: eine Goldammer
fast schon nebensächlich: eine Goldammer
Hinter den Hecken in flirrender Hitze das Schwarzkehlchen
Hinter den Hecken in flirrender Hitze das Schwarzkehlchen
Eine Dorngrasmücke im Gebüsch
Eine Dorngrasmücke im Gebüsch
Braunkehlchenpärchen im Offenland
Braunkehlchenpärchen im Offenland
Braunkehlchen
Braunkehlchen
Waldwasserläufer
Waldwasserläufer
Der Neuntöter darf auch nicht fehlen
Der Neuntöter darf auch nicht fehlen
und saß auf seiner Warte
und saß auf seiner Warte
 

Unser ganz eigenes Birdrace

Der Teichrohrsänger
Der Teichrohrsänger
Morgensonnenbad
Morgensonnenbad
Schwarzmilan - Bruterfolg
Schwarzmilan - Bruterfolg
Schwarzmilan
Schwarzmilan
Steinschmätzer in der flirrenden Hitze
Steinschmätzer in der flirrenden Hitze
Rohrweihe
Rohrweihe
Rohrweihe
Rohrweihe
...dann streicht sie die Hänge entlang
...dann streicht sie die Hänge entlang
Der LBV Gennach-Storch
Der LBV Gennach-Storch
Zwergtaucher im Balzkleid, gut getarnt
Zwergtaucher im Balzkleid, gut getarnt
Eine Blütenpracht - nicht am Bodensee!
Eine Blütenpracht - nicht am Bodensee!
Sitzen, Schatten, Sehen
Sitzen, Schatten, Sehen
man beachte, wie ordentlich diese Ziegen fressen
man beachte, wie ordentlich diese Ziegen fressen
Schwarzkehlchen auf Singwarte
Schwarzkehlchen auf Singwarte
Schwarzkehlchen Weibchen
Schwarzkehlchen Weibchen
Frühling läßt sein blaues Band....
...auch unsere arg zugerichtete Hasel erholt sich
...auch unsere arg zugerichtete Hasel erholt sich
Hier saßen wir nur noch; genossen und horchten
Hier saßen wir nur noch; genossen und horchten
wie ein kleiner Garten Eden
wie ein kleiner Garten Eden
 

(07.05.2016) Ein "Twitcher" ist "a birdwatcher mainly interested in catching sight of rare birds", also jemand der kommt, schaut und abhakt. WIR sind das natürlich nicht, wir sind - wenn überhaupt - "birder", also die, die ehrfurchtsvoll harren und starren (aber insgeheim dann doch den Bleistift schon gezückt halten).

Dennoch war es unseres Intention, unseren Mitgliedern die Vielfalt und Schönheit unserer eigenen LBV-Flächen näherzubringen und gleichzeitig Vögel zu zählen.

 

Ein ganzer Tag - nach Fahrplan

Aus diesem Grund planten wir einen vollen Tag, an dem es von Gebiet zu Gebiet ging und Interessierte fahrplanmäßig zusteigen konnten.

 

Der Vormittag

Der Morgen begann verheißungsvoll, da wir nicht nur, stante pede, am Wertachwehr Wasseramsel und den Biber antrafen, sondern eine - sonst so heimliche - Gartengrasmücke auf hoher Warte keine 6 Meter entfernt singend beobachten konnten.

Die Weiterfahrt zu den Burghofweihern ließ unsere Gruppe dann auf 8 Personen anwachsen. Was wir dort zu sehen bekamen war für alle ein unvergeßliches Erlebnis, denn wir sahen

und hörten

 

Der Nachmittag

Der Mittag zeigte das, was wir im nächsten Jahr sicherlich überbrücken sollten: Nicht die Leere des Magens regt sich, sondern die Natur legt sich - zur Ruhe. In Gennach reichte es noch für "unseren" Storch, das Gennachmoos hingegen war leer.

Besser wurde die Situation dann in Allmannshofen, wo wir Schafstelze, Schwarzkehlchen und den Großen Brachvogel beobachten konnten.

Biberbach war dann der verfrühte Abschluß mit unserem herrlichen Obstgarten in voller Blüte und einem prächtigen Neuntöterpärchen.

 

Besonderheiten

Als Besonderheiten, denen unbedingt nachgegangen werden muß wäre zu erwähnen, daß 

  • es jahreszeitlich unüblich ist, auf dem oberen Weiher in Schwabaich ein Schnatterentenpaar zu sehen (--> Brutverdacht?)
  • es schon interessant wäre zu erfahren, ob das bis dato nicht beobachtete Schwarzkehlchen in Allmannshofen aufgrund der Beweidung zu brüten beginnt

 

Die Zählliste

Insgesamt konnten so 66 Arten, davon 64 Vogelarten, festgestellt werden. Wir sahen von einer Meldung in Birdrace ab, da wir mit einer solchen Zahl keinesfalls DEM Augsburger Crack - der Name dürfte bekannt sein - das Wasser reichen könnten. 

Amsel; Bachstelze; Bläßhuhn; Blaumeise; Braunkehlchen; Buchfink; Buntspecht; Dorngrasmücke; Eichelhäher; Eisvogel; Elster; Feldlerche; Feldschwirl; Feldsperling; Gartenbaumläufer; Gartengrasmücke; Gebirgsstelze; Goldammer; Graugans; Großer Brachvogel; Grünfink; Grünspecht; Haubentaucher; Heckenbraunelle; Höckerschwan; Kernbeißer; Kiebitz; Klappergrasmücke; Kleiber; Kohlmeise; Kuckuck; Mäusebussard; Mönchsgrasmücke; Nilgans; Pierol; Rabenkrähe; Rauchschwalbe; Reiherente; Ringeltaube; Rohrammer; Rohrweihe; Rostgans; Rotmilan; Schellente; Schnatterente; Schwarzkehlchen; Schwarzmilan; Silberreiher; Star; Steinschmühter; Stieglitz; Stockente; Teichrohrsänger; Trauerschnäpper; Turmfalke; Wacholderdrossel; Wasseramsel; Weidenmeise; Weißstorch; Wiesenschafstelze; Wiesenweihe; Zaunkönig; Zilpzalp; Zwergtaucher; Biber

 

Stark sind wir nur zusammen

Was sind schon 12 Stunden auf den Beinen, nur eine Leberkässemmel im Magen oder 260 Kilometer (fürs Birdrace eine verheerende Bilanz mit garantiertem Punktabzug) Wegstrecke, wenn man in der Gruppe gemeinsam unterwegs ist.

Nur hier erhält man die BESTÄTIGUNG seiner eigenen Beobachtung und vor allem die wichtige Lektion, daß neben der Sichtung die Stimme unerläßlicher Bestandteil einer korrekten Bestimmung ist.

Nur hier lernt man dazu und wird mit den Cracks - UND DIE HABEN WIR IN UNSERER KREISGRUPPE - wachsen!

Eine großartige Sache und ein herzliches Dankeschön an unsere beiden unschlagbaren Christiane Gebauer und Gerhard John!

Wir werden im kommenden Jahr diesen Ausflug wiederholen.

(Stefan Höpfel)

 

 

 

 

 


Glücksspirale: Fragebogen und Anmeldung zur Schulung

Sehr geehrte Mitglieder, Aktive und Helfer unseres Glücksspiraleprojekts, 

alle, die mitmachen möchten wir informieren, daß wir

  • den Fragebogen, den Sie sich hier herunterladen können endlich online stellen können
  • Ihnen nunmehr die Schulungstermine - wie versprochen – anbieten können, bei denen wir am Beispiel einer ausgewählten Fläche die Systematik und Einfachheit des Fragebogens erläutern.

Diese werden wie folgt angeboten:

  • Freitag, 13. Mai 2016, 17:00-18:30 Uhr, Augsburg-Lechhausen, Am Mittleren Moos, Hst. Linie 46 Umweltzentrum (Schulung durch Wolfgang Weiner)
  • Freitag, 13. Mai 2016, 17:00-18:30 Uhr, Wollbach bei Zusmarshausen, Gewerbegebiet, Im Zusamtal 16 (Schulung durch Hermann Stickroth)
  • Samstag, 14. Mai 2016, 10:00-11:30 Uhr, Großaitingen, Kreuzung Reinhartshofer Straße/ Moosstraße (380 m nach der Wertach) (Schulung durch Hermann Stickroth)
  • Samstag, 14. Mai 2016, 16:00-17:30 Uhr, Biberach, Straße östlich der Schmutter zwischen Zollsiedlung und Furtmühle, Kreuzung Herdmähderweg (Wolfgang Weiner)

 

Bitte melden Sie sich zu der entsprechenden Veranstaltung unbedingt an, damit wir planen können. 
Anmeldung unter: Hermann.Stickroth@birdnet.de, Tel. 0821/4531659

 

Die Treffpunkte sind hier dem offiziellen Anschreiben zu entnehmen.

 

Sollten Sie keinen der o.g. Schulungstermine wahrnehmen können und auf einen Termin nach den Pfingstferien hoffen, so bitten wir dieses ebenso via e-mail mitzuteilen.

(Stefan Höpfel)


Die große Mitmachaktion für unsere Mitglieder: 12. Birdrace

(03.05.2016) Zugegeben, ein Birdrace ist eine etwas schräge Veranstaltung. An diesem Tag wetteifern Vogelbeobachter in ganz Deutschland, wer zwischen Sonnenaufgang und –untergang die meisten Vogelarten entdeckt. Gezählt wird meist im 5er Team im eigenen Landkreis. Wir wandeln diese Idee ab:

 

Unsere Flächen

Wir besuchen ausschließlich unsere LBV-eigenen Flächen bzw. unsere Projekte und laden Sie ein, uns zu begleiten. Quasi eine Ganztagesführung durch Schwabaich, Glon, Bachern, Allmannshofen, zu den Wasseramseln usw., einmal unser „Flugblatt“ rauf und runter.

Wir rennen nicht und haken nicht nur ab. Unser 5er Team zeigt Ihnen alle Vögel, die es entdeckt, stellt Ihnen die Besonderheiten unserer Flächen vor und erläutert nebenbei die Pflegemaßnahmen. Wer nicht den ganzen Tag Zeit hat, begleitet uns nur auf Teilabschnitten, unseren „Fahrplan“ finden Sie im Anhang. Kommen Sie mit: so eine Führung haben Sie noch nie erlebt!

(Martin Trapp)


Durch die Hölle - - seid Ihr gegangen!

Unsere Gruppe - alles lebt, alles lacht!
Unsere Gruppe - alles lebt, alles lacht!
Highlight des Tages: durchziehende Braunkehlchen
Highlight des Tages: durchziehende Braunkehlchen
Zartes Grün des Frühlings
Zartes Grün des Frühlings
Am Ufer wandelnd....
Zufall - KEINE KEINE Meinungsverschiedenheit
Zufall - KEINE KEINE Meinungsverschiedenheit
Eifrige Beobachter
Eifrige Beobachter
Auch außerhalb der Höll gab es viel zu sehen
Auch außerhalb der Höll gab es viel zu sehen
Exkurs ins Gesund-biologische: Weißdorn
Exkurs ins Gesund-biologische: Weißdorn
Das schlechte Wetter dräute....
...zog jedoch jedes mal an uns vorbei
...zog jedoch jedes mal an uns vorbei

(24.04.2016) Western oder ähnliche Genres tragen gerne reißerische Titel. Aber: klappern gehört zum Handwerk!

So war es trotz widrigem Wetters erstaunlich 15 tapfere Wanderer zu treffen, die sich 14 Kilometer Fußmarsch antun wollten, um bei 3 Grad (die eins davor fehlt nicht versehentlich) Celsius sich die Vogelwelt der Mertinger Höll anzusehen.

 

Ökologie und Gruppe

Hintergedanke unserer Wanderung ist es ökologisch sinnvoll ein Gruppenerlebnis zu genießen, das das Wissen des Einzelnen fördert und unseren Vereinsgedanken durch das gemeinsame Erlebnis stärkt.

 

 Die Tour in die Hölle

3 Flüsse galt es zu überqueren. Die Schmutter in Mertingen, die Zusam, irgendwo dazwischen und dann die Donau. Bis zur Hölle wanderten wir durch Mertingen, ein nettes Städtchen im Landkreis Donau-Ries (Unser Gebiet in Allmannshofen liegt keine 10 Kilometer südlich).

Vor der Hölle, die seit 1984 eine Vogelfreistätte ist, erahnten wir schon, daß es heute einiges zu beobachten geben könnte. Schafstelzen auf den frisch umgebrochenen Ackerflächen standen in schönem Kontrast zum Braun und Grün ringsum.

 

Nach Betreten des Hauptweges ging es Schlag auf Schlag: Hören, bestimmen (was in der Gruppe immer ein viel einprägsameres Erlebnis ist) und beobachten. Schon schallte es vom vorderen Teil: „Braunkehlchen auf Ast sitzend im freien Gelände“, da flappte ein steifer Vogel, einem Falken ähnelnd, über unsere Köpfe – ein Kuckuck.

Der Gesang der Rohrammer erreichte unsere Ohren ebenso, wie der unverkennbare Fitis. Rostgänse überflogen die Gruppe und weit oben am Himmel kreisten die Greife – Schwarzmilan, Gabelweihe, Falke und Bussard.

 

Dank der Hecke entlang des Hauptwegs war es angenehm windstill und die Beobachtungen waren mit Fernglas und Spektiv sehr gut möglich.

 

Pause und Raus aus der Höll

Ziemlich genau in der Mitte des Hauptweges erreicht man eine Kreuzung, die einerseits einen Rundumblick zuläßt und andererseits zur Mittagsrast einlädt.

Auch hier wieder: teilen, ratschen, beobachten, verweilen.

Der weitere Weg brachte dann noch die Sichtung mehrerer Waldwasserläufer und zweier großer Regenbrachvögel – wunderschön an Ruf und Aussehen.

 

Die Donau schwoll stündlich, die Bahn war pünktlich

Eine ordentliche Menge an Wasser führte die Donau in Tapfheim, was auf die brütenden Wasservögel (noch) keinen Eindruck machte. Nahe der Brücke befindet sich noch ein Aussichtsturm, der zwar gut liegt, der jedoch keine große oder beeindruckende Beobachtung brachte.

So ging es – zugegebenermaßen im Eiltempo – zum Zug, den wir genau 6 Minuten vor Abfahrt erreichten.

Unverschämt ist es ja immer, wenn man dann mit einem Verkehrsmittel den Ausgangspunkt der Tour in wenigen Minuten erreicht, den am des Morgens so früh verlassen hatte.

Alle Gesichter waren ob des Windes und der vielen Sonne, die wir tatsächlich hatten, gerötet und die Wanderung schein auf ordentliche Zustimmung gestoßen zu sein.

 

Ein Dank an die harmonische Gruppe und – wir freuen uns auf die Kultur-Naturwanderung „Sommervorfreuden“ im Juni!

(Stefan Höpfel)

Blauer Himmel an einem sonst widrigen Tag
Blauer Himmel an einem sonst widrigen Tag
die Höll - das Wachstum kommt noch...
...und läßt derzeit noch gute Beobachtungen zu
...und läßt derzeit noch gute Beobachtungen zu
Die einen schauen....
...die anderen kauen.
Oder verteilten wohltätigerweise Schokolade
Oder verteilten wohltätigerweise Schokolade
Trotz Rast gingen die Beobachtungen weiter
Trotz Rast gingen die Beobachtungen weiter
Hier waren wir dann schon mehr als 2 Stunden unterwegs
Hier waren wir dann schon mehr als 2 Stunden unterwegs

Letzter Akt: Die Hälterbecken leeren sich

"RR" LangeRRingen
"RR" LangeRRingen
Pumpe, Bottich, Wasser und Fisch
Pumpe, Bottich, Wasser und Fisch
Schlammiger Untergrund
Schlammiger Untergrund
leicht war es nicht, die Fische zu fangen
leicht war es nicht, die Fische zu fangen
ein wohlgenährter rundbauchiger Hecht
ein wohlgenährter rundbauchiger Hecht
Teichmuschel mit Größenvergleich
Teichmuschel mit Größenvergleich
Das Netz im Mönch verhinderte eine ungewollte "Abwanderung"
Das Netz im Mönch verhinderte eine ungewollte "Abwanderung"
Ein Edelkrebs - der Signalkrebs sei mittlerweile in Buchloe angekommen!
Ein Edelkrebs - der Signalkrebs sei mittlerweile in Buchloe angekommen!
 

(22.04.2016) Es war der letzte Akt des Abfischens aus dem vergangenen Jahr. Dem örtlichen Fischerverein Langerringen hatten wir die Fische über den Winter in unseren Hälterbecken "zwischengelagert".

 

Karpfen für den Fischerreiverein mit dem Doppel-RR

Unser Gebietsbetreuer, Uwe Görtz, leerte unter tatkräftiger Mithilfe seines Sohnes, Peter, die Becken und Franz Erber vom Fischereiverein Langerringen konnte diese im Anschluß in die eigenen Gewässer verbringen.

Viele Fische waren es allerdings nicht, obgleich der recht runde Zustand des einzigen Hechts, den wir herausholten, auf dessen ausgeprägten Appetit schließen läßt. Karpfen jedoch, das war die einhellige Meinung, seien dann doch zu groß für den Räuber.

 

Teichmuschel und Krebs

Als Beifang kamen auch noch einige Teichmuscheln und Edelkrebs zum Vorschein. Auch blieb eine gute Menge an Gründlingen, Barschen, Giebel und Schlammspreizgern im Kescher hängen. Muscheln, Krebse und fische wurden im Anschluß in den oberen Weiher wieder eingesetzt. Mögen sie sich reich vermehren.

(Stefan Höpfel)


Glon: Hervorragende Beweidung

Ein verregneter dunkler Tag - mit frischem Stroh
Ein verregneter dunkler Tag - mit frischem Stroh
Die Mahd des Vorjahrs tut sichtlich gut, denn das frische Grün sprießt ordentlich
Die Mahd des Vorjahrs tut sichtlich gut, denn das frische Grün sprießt ordentlich
Blick von oben auf die ergrünte Fläche
Blick von oben auf die ergrünte Fläche
Überall Spuren von Klauen und anderen Dingen gleichen Ursprungs
Überall Spuren von Klauen und anderen Dingen gleichen Ursprungs
Anders als im Vorjahr befindet sich die Herde meist im hinteren Teil der Grube
Anders als im Vorjahr befindet sich die Herde meist im hinteren Teil der Grube
Selbst das trockene Gras des Vorjahrs wird gefressen
Selbst das trockene Gras des Vorjahrs wird gefressen

(19.04.2016) Glon. Der frühe Weidebeginn Ende März dieses Jahres scheint sich auszuzahlen. "Unsere" Ziegen finden Gefallen an Glon, seinem Nahrungsangebot und halten sich - das ist nicht übertrieben - meist im hinteren Teil der Grube auf, wenn man diese betritt.

 

35 Ziegen - fressen (fast) alles

Günther Gebauer hat seine Herde gleich zu Beginn der Weideperiode eineinhalb Stunden in der Grube herumgeführt. Das scheint gewirkt zu haben. Die Ziegen kennen das Gebiet, nutzen es hervorragend und nehmen das gerade erst einsetzende Grün gut an.

So sind die jungen Fichtenschößlinge sämtlich (!) gekappt und abgefressen, ebenso ergeht es derzeit einem Großteil der zahlreichen frischen Erlentrieben.

Auch das hohe und trockene Gras des Vorjahrs wird gefressen. Geht man selber in die Grube ist ein Rundgang mit Tieren nicht unter einer Stunde zu haben - macht aber Spaß.

 

Tor im Aufbau

Um den seitlichen Teil des Stalles abschließen und so Gerätschaften lagern zu können, hat unser Gerätewart, Willi Rottenegger, ein Tor aus Holz gebaut. Günther Gebauer stiftet hierzu die Eisenschienen. So steht der im letzten Jahr unter großem gemeinsamen Aufwand gebaute Stall kurz vor seiner endgültigen Vollendung.

 

Froschlaich und Rückkehrer

Die Amphibien sind schon fleißig - erster Laich ist in der Grube zu sehen. Auf den Laich der Wechselkröten müssen wir allerdings aufgrund der Witterung noch warten. Auch einige seltene Durchzügler sind in der Grube schon gesehen worden. Das dürfte sich in den nächsten Wochen weiterhin so positiv entwickeln.

(Stefan Höpfel)

...aus Sicht des "Geißenpeters"
...aus Sicht des "Geißenpeters"
junge Erlentriebe - offenbar schmackhaft
junge Erlentriebe - offenbar schmackhaft
zum Saufen gibt es derzeit genug - die Tümpel sind glücklicherweise randvoll
zum Saufen gibt es derzeit genug - die Tümpel sind glücklicherweise randvoll
Willis Tor bei der Anlieferung
Willis Tor bei der Anlieferung
Froschlaich in der Mulde, die letztes Jahr extra ausgehoben worden war
Froschlaich in der Mulde, die letztes Jahr extra ausgehoben worden war
 

Mauerseglernisthilfen in Donauwörth

Der Arbeitsplatz liegt in 7 Meter Höhe!
Der Arbeitsplatz liegt in 7 Meter Höhe!
Gut sichtbar - die Starensperren in den Kästen
Gut sichtbar - die Starensperren in den Kästen
Sogar in der gleichen Farbe gestrichen - der LBV hat Sinn für Ästhetik!
Sogar in der gleichen Farbe gestrichen - der LBV hat Sinn für Ästhetik!
Eine Viererbatterie, die auf neue Gäste wartet
Eine Viererbatterie, die auf neue Gäste wartet

(15.04.2015) Südhang, Blick auf Donau und Alpen, wo gibt es denn das? In Donauwörth! Eine Dame aus Donauwörth bat uns an Ihrem Haus einen Mauerseglerkasten anzubringen. Da der Ort der Anbringung notwendige Voraussetzungen auch erfüllte - er ist einerseits weit vom Boden entfernt (beinahe 7 Meter), andererseits wettergeschützt und erlaubt außerdem einen direkten Anflug der Vögel - nahm unser Mitglied, Willi Behringer, Maß und baute kurzerhand eine Viererbatterie Mauersegler.

Zuvor hatte schon unser Mitglied, Wolfgang Zilling, für den Garten der Dame einige hervorragende Halbhöhlen und Höhlenbrüternisthilfen gezimmert, die bereits bezogen sind.

 

Arbeiten in luftiger Höhe

Das Maßnehmen dauerte gefühlt länger als die eigentliche Anbringung. In rund 40 Minuten war der längliche Kasten, versehen mit einer Starensperre, montiert. Nur das Arbeiten in dieser luftigen Höhe muß man mögen und ist sicher nicht Jedermanns Sache.

 

Danke fürs Engagement - Danke für die Spende

Unseren Mitgliedern ein herzliches Dankeschön für ihren uneigennützigen Einsatz und Frau Mayr einen herzlichen Dank für Ihre großzügige Spende zum Wohle der Arbeit unseres ehrenamtlichen Vereins.

(Stefan Höpfel)

 

 


Riedberger Horn erfüllt Status eines Vogelschutzgebiets

Vom Aussterben bedroht: das Birkhuhn (Foto: Werth / LBV)
Vom Aussterben bedroht: das Birkhuhn (Foto: Werth / LBV)

LBV-Untersuchung weist Bedeutung des durch den Bau eines Ski-Gebiets bedrohten Areals für deutschen Birkhuhn-Bestand nach

 

Hilpoltstein, 11.04.2016:– Nach einer aktuellen Untersuchung des LBV leben derzeit sogar noch mehr seltene Birkhühner im Gebiet des Riedberger Horns als bisher angenommen. Die von den Naturschützern erarbeitete Studie wird in Kürze in den jährlich vom Deutschen Rat für Vogelschutz herausgegebenen „Berichten zum Vogelschutz“ erscheinen. Sie weist einen Bestand von bis zu 51 Birkhähnen im Lebensraum Riedberger Horn nach. „Das Gebiet ist demnach für unsere bayerischen Birkhühner noch wichtiger als wir ohnehin dachten“, so der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer. Das Riedberger Horn erfüllt alle rechtsverbindlichen Kriterien eines EU-Vogelschutzgebiets. „Der Bereich muss dementsprechend von der Staatsregierung behandelt werden.“ Zusammen mit dem Vogelschutzgebiet Allgäuer Hochalpen und dem in Österreich angrenzenden EU-Schutzgebiet Hoher Ifen bildet das Riedberger Horn somit das wichtigste Birkhuhn-Vorkommen Deutschlands. Käme es in diesem bedeutungsvollen Gebiet zum Bau eines Skigebiets, würde die Population der Birkhühner nachhaltig geschwächt werden.

 

Der LBV schlägt deshalb eine Ergänzung der angrenzenden, schon gemeldeten EU-Vogelschutzgebiete durch das Riedberger Horn vor. Der insgesamt im Allgäu erhobene Bestand von 250 Birkhähnen macht dabei sogar mehr als ein Drittel des bayerischen Bestands aus. Die fachliche Ergänzung zum unmittelbar angrenzenden österreichischen Natura-2000-Gebiet Hoher Ifen ist somit eine logische Konsequenz. „Zur Sicherung der lokalen Population dieses bayerischsten aller Vögel muss der geplante Lift- und Pistenneubau am Riedberger Horn deshalb unterbleiben“, so Schäffer.  

 

Hier geht es zur Übersicht der Pressemitteilungen des LBV

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Riedberger Horn auf der LBV-Homepage

 

(Auszug aus einer aktuellen Presseinformation des LBV - eingestellt von Bernd Achtnicht)


Melden Sie uns Ihren ersten Kuckuckruf des Jahres und helfen Sie mit!

 

Ruft der Kuckuck noch aus dem Wald?

Melden Sie uns Ihren ersten Kuckuckruf des Jahres und helfen Sie mit!

 

(16.04.2016) Momentan kehren die Kuckucke nach Bayern in ihre Brutgebiete zurück, um ihre Eier zu legen und um dann wieder nach Afrika zu "verschwinden". Haben Sie sie schon rufen gehört? Dann melden Sie uns Ihren ersten Kuckuckruf! 

Bereits zum neunten Mal ruft der LBV ab sofort wieder alle Bayern dazu auf, ihren ersten Kuckuck des Jahres zu melden. Mit Hilfe der Daten wollen wir herausfinden, ob sich die Ankunftszeit der Kuckucke als Anpassung an den Klimawandel langfristig verändert. Außerdem können Sie auf einer Live-Karte die Ankunft der Kuckucke im Freistaat in Echtzeit mitverfolgen!

Nicht sicher, ob es wirklich ein Kuckuck war? Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit der Türkentaube.

Hier einfach anhören und auf Nummer sicher gehen.

 

HIER IHREN ERSTEN KUCKUCK 2016 MELDEN

 

(Bernd Achtnicht)


Öffentlicher Vortrag: Reptilienlebensraum Lechstaustufe 21

Reptilien am Lechstau 21
Reptilien am Lechstau 21

(07.04.2016) Der gemeinsame Vortrag des Berufsphotographen, Christian Deska, und des Fachreferenten für Naturschutz, Werner Steinbach, befaßt sich mit der Verbreitung, Gefährdung, Schutzmaßnahmen sowie der Biologie der Reptilien im Lechtal mit dem Schwerpunkt Lechstaustufe 21 (Prittriching) und Umgebung. Spektakuläre Fotos zeigen die Reptilien in Ihrem Lebensraum.

 

Datum: Mittwoch, 20. April 2016

Veranstaltungsort ist der Pfarrgemeindesaal zur allerheiligsten Dreifaltigkeit in der Ulmer Straße 195a in Augsburg. 

Veranstaltungsbeginn ist 19:00 Uhr.

Der Vortrag ist kostenfrei, eine Spende zu Gunsten der Arbeit des LBV ist gerne willkommen.

 

Vortragsinhalt:

Reptilien sind eine faszinierende Tiergruppe. Alle in Bayern heimischen Reptilienarten sind jedoch in unterschiedlichem Maße gefährdet und in der Roten Liste verzeichnet. Trotz des hohen Anteils gefährdeter Arten sind naturschutzrelevante, ökologische Informationen meist nur eingeschränkt verfügbar und werden in der Naturschutzpraxis nur ausnahmsweise berücksichtigt. Gründe dafür sind die mangelhafte Erfassung einzelner Arten sowie hohe und komplexe Lebensraumansprüche der Reptilien.

Im Rahmen eines Projekts „Reptilienlebensraum Lechtal“ des Deutschen Verbandes Für Landschaftspflege wurde in den Jahren 2000 bis 2001 von Wissenschaftlern der Universität Bayreuth in ausgewählten Untersuchungsgebieten am Lech, so auch an der Lechstaustufe 21 die aktuelle Verbreitung, die Ausstattung des Lebensraumes sowie die Nahrungsgrundlage der Reptilienarten ermittelt und bewertet.

Die erfassten Reptilienpopulationen im Lechtal scheinen vor allem vom zu niedrigen Nahrungsangebotes begrenzt zu werden Die Kerngebiete der Reptilienpopulationen liegen entlang der offenen Dämme, der Gräben, der Waldränder sowie dem Lechufer.

Durch Pflegemaßnahmen an Weg- und Gewässerrändern, zunehmenden Erholungsdruck und Verkehrsbelastung sowie Eingriffen im Zusammenhang mit der Errichtung von Fischtreppen werden die Reptilienpopulationen zunehmend unter Druck gesetzt.

Von Seiten der unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Landsberg werden seit Jahren gezielt neue Lebensräume für Reptilien geschaffen bzw. deren Nahrungsbasis verbessert.

(Stefan Höpfel im Auftrag von Werner Steinbach)


Der frühe Kauz fängt die Mäuse leichter…

Der 2015 gefundene Ästling
Der 2015 gefundene Ästling
Einführung von Wolfgang Weiner bei der Waldkauz-Führung im Wittelsbacher Park am 23. März 2016
Einführung von Wolfgang Weiner bei der Waldkauz-Führung im Wittelsbacher Park am 23. März 2016
Schon am Rand des Parks sind Höhlen im alten Baumbestand des Wittelsbacher Parks erkennbar
Schon am Rand des Parks sind Höhlen im alten Baumbestand des Wittelsbacher Parks erkennbar

(07.04.2016) Seit vielen Jahren bewohnt ein Waldkauzpaar den Wittelsbacher Park. Teilweise ähnelt der Park einem alten Buchenwald und ist als Vorläufer des Botanischen Gartens auch mit exotischen Baumarten durchsetzt. Entscheidend für den Waldkauz ist das Vorhandensein von großen Baumhöhlen oder Nistkästen, die er zur Brut oder als Tagesruheplatz nutzt. 2014 wurden vom Grünamt Augsburg als Ausgleichsmaßnahme für die Baumfällungen an der Rosenaustraße (Tunnel) zahlreiche Nistkästen für Vögel und Fledermäuse im Wittelsbacher Park angebracht. Darunter auch vier Waldkauzkästen in großer Höhe.

Noch nicht flugfähig, verlassen die jungen Käuze im Alter von etwa vier Wochen ihre Höhle. Kletternd erkunden sie die Außenwelt. Man bezeichnet deswegen die jungen Käuze als Ästlinge.

2014 wurde wegen eines solchen Ästlings von aufmerksamen Parkbesuchern die Feuerwehr alarmiert, da der junge Vogel einen hilflosen Eindruck machte. Der Ästling wurde glücklicherweise gleich zu einem fachkundigen Falkner in den Zoo verbracht, der anordnete, den Jungvogel in sein Revier zurückzubringen. Denn die Kauzeltern suchen wochenlang nach verschwundenen Jungen und kümmern sich bei der Rückkehr sofort wieder um Ihren Nachwuchs.

Auch 2015 wurde der LBV über einen Jungkauz informiert. Besorgte Spaziergänger hatten ihn zum Tierarzt gebracht, nachdem er von Rabenkrähen attackiert wurde. Schon beim Zurückbringen begleiteten uns die Elterntiere. Sie hatten sofort erkannt, dass ihr Junges bei uns war. Nach dem Freilassen wurde es sofort von den Vogeleltern versorgt.

Auffällig ist, dass beide Ästlinge sehr früh im Jahr gefunden wurden. Das frühe Brüten gilt als charakteristisch für stadtbewohnende Waldkäuze. Es kann von einem Brutbeginn 2014 im Januar und 2015 vielleicht sogar schon im Dezember ausgegangen werden. „Normal“ ist Brutbeginn Ende Februar bis Mitte März. 

Von Vorteil für das frühe Brüten sind die langen Nächte und die niedrige Vegetation für die Mäusejagd. Das erleichtert die Jagd der Altvögel. In Untersuchungen über die Stadtkäuze von Berlin wurde auch festgestellt, dass Käuze in urbanen Lebensräumen vermehrt andere Vögel jagen und dadurch unabhängiger von den Schwankungen der Mäusebestände und der Jahreszeiten sind. Von Nachteil ist jedoch das Fehlen von Deckung für die Ästlinge. So werden sie eben von Spaziergänger, Hunden oder wie oben beschrieben den Rabenkrähen leichter entdeckt. 

Waldkäuze gelten als flexible Jäger, sie fressen neben Säugetieren bis Eichhörnchengröße, Vögel bis zur Größe von Tauben, gerne auch Frösche, Insekten und Regenwürmer. Sie jagen oft von einem Ansitz aus, greifen in Spechthöhlen und Nistkästen, fangen Vögel auch im Flug und können im flachen Wasser auch Fische erbeuten. Zu ihrem Beutespektrum zählen auch Wanderratten, die - meist unbemerkt von uns - massenhaft die menschlichen Siedlungen bewohnen. In der Stadt sind Waldkäuze neben Steinmardern die einzigen Fressfeinde der Wanderratten.

Der Waldkauz erbeutet auch kleinere Greifvögel und kleinere Eulen, wie etwa Sperber, Baum- und Turmfalken sowie Waldohreulen, Raufuß- und Sperlingskäuze. In Gebieten in denen die beiden kleinen Kauzarten potentiell vorkommen, sollte deswegen eine Förderung des Waldkauzes unterbleiben.

Wegen dieser vielseitigen Jagdmethoden ist der Waldkauz die häufigste Eulenart und bewohnt das ganze Jahr über ein relativ kleines Revier. Verstirbt ein Partner wird er durch einen neuen ersetzt.

In Augsburg gibt es mehrere Reviere, entlang der Wertach, im Stadtwald und Siebentischpark. Da es weitere geeignete waldartige Lebensräume in Augsburg gibt, haben wir letzten Herbst weitere Nistkästen an Nord-, Ost- und Westfriedhof sowie an der Wertach aufgehängt.

 

Beobachtungstipp:

Etwa eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang beginnen die Käuze im Wittelsbacher Park meist zu rufen. Da die unterhalb liegende Stadt nachts beleuchtet ist, kann man die Käuze mit etwas Geduld vielleicht sogar sehen.

 

Und wer nicht soviel Geduld hat:

HIER gibt es ein sehenswertes Video von einem Ästling mit weiblichen Elternteil

HIER zeigt die Live-Cam des LBV Kempten den Blick in einen Waldkauzkasten

HIER können Sie das schaurig schöne huuu-uu-uuuu des Waldkauzmännchens hören - live im Wittelsbacher Park ist es natürlich viel schöner! (Tonaufnahme von Aubrey John Williams)

(Wolfgang Weiner)


Besuchen Sie uns auf der Augsburger Frühjahrs-Ausstellung

(01.04.2016) Auch dieses Jahr sind wir als LBV Kreisgruppe Augsburg wieder mit einem vielseitigen und interessanten Stand auf der Augsburger Frühjahrs-Ausstellung afa vertreten. Es gibt viel zu sehen und zu erleben: verschiedene Muster-Nistkästen und -Futterstellen, interessante Video-Einblicke in einen bebrüteten Nistkasten, jede Menge Informationsmaterial, ein Glücksrad und natürlich das freundliche und fachkundige LBV-Messestand-Personal, bestehend aus aktiven LBVlern der Kreisgruppe.

 

Wie viele Stunden Arbeit in den Messeauftritt von Claudia Weißschädel, Nikola Zimmermann, Simone Büchl-Zimmermann, Klaus Stampfer und Knut Kobe investiert wurden kann man aus den Bildern des aufgebauten Messestands nur erahnen. Also: vorbeikommen und selbst anschauen!

 

Sie finden uns in Halle 2, Stand C21.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch! (Bernd Achtnicht)

 

 

Noch fast menschenleer: unser Messestand nach dem Aufbau
Noch fast menschenleer: unser Messestand nach dem Aufbau
Das Messe-Organisations-Team des LBV
Das Messe-Organisations-Team des LBV

GlücksSpirale-Projekt 2016 – Wir zählen auf Sie!

(21.03.2016) Für das Jahr 2016 haben wir Mittel aus dem Bayerischen Naturschutzfond genehmigt bekommen, um in einem sogenannten GlücksSpirale-Projekt die Ausgleichs- und Ersatzflächen in Stadt und Landkreis Augsburg genauer unter die Lupe zu nehmen.

 

Diese Ökoflächen sind nach dem bayerischen Naturschutzgesetz als Ausgleich für Eingriffe in unsere Landschaft, wie z. B. Straßenbau oder Flurbereinigungsverfahren, bereitzustellen, zu sichern und nach Naturschutzzielen zu entwickeln.

Allein im Stadtgebiet und im Landkreis sind dies mehrere Tausend Grundstücke! Dementsprechend haben sie eine große Bedeutung für den Naturschutz und den Erhalt der biologischen Vielfalt.

Für die Einrichtung, Kontrolle und Pflege der Flächen sind die jeweiligen Genehmigungsbehörden zuständig. Leider wird aber die Umsetzung des gesetzlichen Auftrages hinsichtlich Vollständigkeit und Entwicklung nicht immer kontrolliert.

Genau an diesem Punkt setzen wir an: Wir wollen möglichst viele dieser Flächen auf ihren ökologisch gewünschten Zustand hin überprüfen.

 

Machen Sie mit!

Werden Sie zum „Ökoflächen-Experten“ und werfen Sie einen genauen Blick auf die Ausgleichsflächen in Ihrer Kommune.

Gerne senden wir Ihnen dazu die benötigten Unterlagen zu. Mit Lageplan, Luftbild und einem Bewertungsbogen suchen Sie dann die jeweiligen Flächen auf und nehmen eine einfache Einstufung hinsichtlich Lage, Nutzung und erkennbarem Zustand der Flächen vor.

 

Melden Sie sich bis zum 31.03.2016 bei unseren Projektbetreuern an:

          Dr. Hermann Stickroth, Sperberweg 4a, 86156 Augsburg, Fax 08 21 / 45 31 671 

          Wolfgang Weiner, Stadtjägerstraße 23, 86152 Augsburg

          oder per E-Mail: augsburg@lbv.de

 

(Dr. Hermann Stickroth)


Bird & Breakfast: in 1.800 m die Vogelwelt des Stadtwalds entdecken

Die erste der beiden Teilnehmergruppen unter der Führung von Martin Trapp und Kai Deutschmann
Die erste der beiden Teilnehmergruppen unter der Führung von Martin Trapp und Kai Deutschmann
Ein Buntspecht mit Tannenzapfen in seiner "Schmiede"
Ein Buntspecht mit Tannenzapfen in seiner "Schmiede"
Ein Mittelspecht - leider aufgrund der Lichtverhältnisse und Entfernung unscharf
Ein Mittelspecht - leider aufgrund der Lichtverhältnisse und Entfernung unscharf

(20.03.2016) Und da soll noch jemand sagen, früh aufzustehen lohnt sich nicht! Was die Teilnehmer der vogelkundlichen Führung bei Tagesanbruch auf nur knapp 2 km Weglänge von der Sportanlage Süd bis zum Parkhäusl zu sehen bekamen, ließ die morgendliche Müdigkeit schnell dem Interesse und der Neugierde weichen: weit verbreitete und vielen Teilnehmern bekannte Vogelarten wie z. B. Buchfink, Rotkehlchen, Kohl- und Blaumeise oder Zaunkönig wurden nicht nur beobachtet und dem Gesang sowie den Rufen gelauscht. Auch einprägsame Hintergrundinformationen zu den Tieren wurden lebendig durch die Führer Martin Trapp und Kai Deutschmann vermittelt. Wussten Sie, warum der Buchfink mit wissenschaftlichen Namen "der Unverheiratete" heißt? Oder was eine Spechtschmiede ist?

 

In Begleitung von von den melodiösen Rufen der Singdrossel und dem Klopfen von Buntspechten durften die Teilnehmer aber auch besondere Bewohner des Stadtwaldes erleben: Neben zwei mit dem Nestbau beschäftigten Wasseramseln im vor kurzem vom LBV angebrachten Nistkasten konnte auch der im Stadtwald mit nur fünf Brutpaaren vertretene Mittelspecht beobachtet werden.

 

Alles schöne Erlebnisse, die die eigenen Sinne anregen und Lust auf mehr Entdeckungen in der Natur machen. Vielleicht beim nächsten Bird & Breakfast am 17. April oder auch schon früher, bei einer der vielen LBV-Führungen...?!

 

Einen schönen Abschluss fand die morgendliche Exkursion beim gemeinsamen Frühstück im Parkhäusl: aufwärmen bei heißen Getränken, Stärkung bei feinem Gebäck, herzhaften Weißwürsten, gesundem Obstsalat und vielem mehr. So kann ein Sonntag beginnen! (Bernd Achtnicht)

 

 


Dammsanierung in Schwabaich

Bereits wenige Schaufeln unterhalb der Dammkrone erschien das Wasser
Bereits wenige Schaufeln unterhalb der Dammkrone erschien das Wasser
Den Stampfer benötigte man, um die Rotlage hernach zu verdichten
Den Stampfer benötigte man, um die Rotlage hernach zu verdichten
Der Transport mittels eines LKWs erschien aufgrund des rutschigen Bodens zu risikoreich
Der Transport mittels eines LKWs erschien aufgrund des rutschigen Bodens zu risikoreich
Das Wasser floss - wie ein Bach
Das Wasser floss - wie ein Bach
Bei der ersten Schaufel spritzt es regelrecht
Bei der ersten Schaufel spritzt es regelrecht
Gedämmt - nicht gebannt ist der Wasserfluß
Gedämmt - nicht gebannt ist der Wasserfluß

(16.03.2016) Vor wenigen Wochen stellt unser Gebietsbetreuer in Schwabaich, Uwe Görtz, fest, daß sich der Lehmweiher einfach nicht mehr füllen wollte. Wichtig ist er - wie alle Weiher im Naturschutzgebiet - aber er erfüllt eine ganz besondere Funktion.

Sein Name verrät es schon: er ist sehr flach, mit viel Schilf umrandet und bietet somit Limikolen, insbesondere Bekassinen, einen ganz besonderen Schutz.


Ein Schlitz mit Auswirkungen

Die Stelle war nicht leicht zu finden, da es kein Loch gab. Es gab vielmehr eine veritable Unterspülung des Dammgrundes. So konnte sich ein langer Schlitz bilden, durch den das Wasser - nicht sickerte - nein, vielmehr durchfloss.

 

Einzige Lösung: schweres Gerät

Die Entscheidung fiel schnell, da die Dammhöhe runde 2 Meter beträgt und dieses per Hand auszuschaufeln..... von dieser Mühsal können einige in unserer Gruppe berichten, die schon einmal Erdreich für den Ziegenstall in Glon beiseite räumten.

Die Firma Schönwälder hatte glücklicherweise Zeit und rückte mit einem Achttonner Bagger, einem Radlader und einer LKW-Fuhre Rotlage, einem Erd-Kiesgemisch, an.

Der Bagger "schnitt" sich geradezu in die Stelle hinein und so war nach wenigen Minuten ersichtlich, wie stark der Wasserfluß denn wirklich ist - erstaunlich "fließend".

 

Damm gedämmt - Gefahr gehemmt

Der Damm ist mittlerweile wieder verschlossen, die Gefahr ist höchstens gebannt, jedoch keineswegs beseitigt. Leider muß man sagen, daß bereits weitere Teile sichtlich unterspült sind und uns dieses Problem noch beschäftigen wird.

 

Danke

Danke an unseren Gebietsbetreuer für die rasche Organisation und an die Firma Schönwälder für die flexible Reaktion.

(Stefan Höpfel)


(13.03.2016) Nicht nur der Mensch – beherrscht sie (noch) – Die Syntax, also die, einer Regel folgende, Zusammenreihung von Worten, um letzten Endes Sätze zu bilden.

 

Japanische Kohlmeisen beherrschen diese offenbar auch. In definierten Situationen verwenden sie bestimmte, wiederkehrende Lautfolgen.

Die Wissenschaftler der Universität Zürich untersuchten dieses mittels einer Lautabfolge und stellten fest, daß bei einer bestimmten Kombination der Rufe, also einer Syntax, die Meisen ein dann daraus erwartbares und v.a. wiederholbares Muster an den Tag legten.

Der Artikel erschien in der Süddeutschen Zeitung, da diese jedoch keinen Zugang zum eigentlichen Artikel gewährt, leitet dieser Link Sie zum gewünschten Artikel.

(Stefan Höpfel)


Damm frei und Gartenvögel ahoi

Sehr schräger Hang, aber gerade Anbringung des Kastens
Sehr schräger Hang, aber gerade Anbringung des Kastens
Mähen, schleppen, schwadern - diese Fahrzeug kann alles, hat alles!
Mähen, schleppen, schwadern - diese Fahrzeug kann alles, hat alles!

(11./12.03.2016) Vergangenen Dezember scheitelten wir die Kopfweiden entlang des mittleren Weihers in Schwabaich. Der Schnitt diente Meister Bokert, dem Wählerischen. Weide - schmatzig, Esche - gut, Hartriegel - pfui deifi und Holler - geht gar nicht. So schwand der Schnitt peu à peu. Nebeneffekt. Der Biber verschonte unsere östlichen Weiden und Pappeln.

 

Schnittgut in Schwabaich

Ein Ereignis machte es jetzt notwendig das Schnittgut abzutransportieren: Der Damm zwischen mittlerem Weiher und dem Vorbecken des Lehmweihers ist undicht und unterspült. In der Folge kann der Lehmweiher derzeit nicht befüllt werden. Ausgerechnet er aber ist es, der bei Bekassinen ein beliebter Aufenthaltsort ist, da er genügend heimlichen Verstecke bietet.

 

Der Lagerplatz ist ein gutes Stück des Weges entfernt und so kam unser neuer Bison zum Einsatz. Seine 13 PS machten den Einsatz aber leider nur bedingt leichter, denn die 6 großen Fuhren, die mittels Gurt gebündelt wurden, zerrten an der Achse gehörig und stellten eine ziemliche Herausforderung an den Lenker dar.

 

Jetzt ist der Damm frei, der Bagger möge kommen.

 

Nistkästen für Donauwörth

Vergangenen August wollte es der Zufall, daß wir in Donauwörth an einem Haus in herrlicher Südhanglage, gefragt wurden, ob wir nicht Kästen für Mauersegler gegen eine Spende aufhängen könnten. Können wir!

 

Fertige Kästen - unpassende Anbringung

Wolfgang Zilling baute 3 hervorragende Mauersegler- und mehere Höhlen- und Halbhöhlenbrüterkästen.

Das Material besteht - geeigneterweise - aus einfachem, rauhen und somit widerstandsfähigem Holz.

Willi Behringers 9 Meter lange Leiter ließ uns jedoch dann erst den gedachten Anbringungsort näher untersuchen (dieser konnte bis dato nur augenscheinlich betrachtet werden. Die gedachte Anbringung erschien uns zu riskant. Somit werden wir einen nochmaligen Einsatz haben, denn ein Versprechen, der Besitzerin gegenüber, muß gehalten werden. Dafür gab es an diesem Nachmittag für den die Obstbäume 4 neue Nistkästen, die hoffentlich bald bezogen werden.

 

Dankeschön

Einen herzlichen Dank an den Erbauer der Kästen - alles Eigenleistung und an die Bereitschaft "mal eben" nach Donauwörth zu fahren.

(Stefan Höpfel)


Neue Brutmöglichkeiten für Schellente & Co.

Mittels einer Seilrolle konnten die Kästen in die entsprechende Höhe gezogen werden
Mittels einer Seilrolle konnten die Kästen in die entsprechende Höhe gezogen werden
Die beiden Herren mußten hier ganz schön ziehen
Die beiden Herren mußten hier ganz schön ziehen
Ein massiver Kasten, der hoffen läßt!
Ein massiver Kasten, der hoffen läßt!
 

(04.03.2016) Unsere Aktiven waren schon wieder unterwegs. Unter Anleitung von Wolfgang Weiner bauten Manfred Lang, Arnulf Wambach und Dietrich Peter am Martinisee in der Nähe des Ilsesees neue Nistmöglichkeiten für die Schellente und weitere Höhlenbrüter auf.

Die Nistkästen stammen aus dem Fundus des LBV und wiegen etliche Kilogramm. Allerdings können die Resultate mit diesen Nistmöglichkeiten als hervorragend bezeichnet werden. 

 

Die Anbringung war vorab mit der Unteren Naturschutzbehörde besprochen worden. 

(Wolfgang Weiner / Stefan Höpfel)


Unser "Flugblatt" zum Download

(04.03.2016) Alle LBV-Mitglieder der Kreisgruppe Augsburg haben es schon erhalten: unser "Flugblatt", das jährliche Rundschreiben mit vielen interessanten Informationen, Rückblicken zu Projekten und Vorschau auf kommende Aktionen.

Für alle, die (noch) nicht Mitglied bei uns sind oder das Flugblatt gerne elektronisch weiter verteilen möchten, gibt es unseren Rundbrief hier im PDF-Format zum Download: Flugblatt 2016 (Dateigröße: 3 MB)

(Bernd Achtnicht)


2. Pflegeeinsatz – Neues mit starker Mannschaft

Winterlich war es - überraschend, nicht?
Winterlich war es - überraschend, nicht?
Die Batterien vor Ort, der Zaun wartet noch auf die Inspektion
Die Batterien vor Ort, der Zaun wartet noch auf die Inspektion
Schwer schleppende Susi
Schwer schleppende Susi
Der Stall diente UNS zur Bleibe
Der Stall diente UNS zur Bleibe
Eine Goldammer
Eine Goldammer
Inspektoren unter sich
Inspektoren unter sich
Uwe spendete Wildblumensamen - diese wurden in den Boden eingearbeitet
Uwe spendete Wildblumensamen - diese wurden in den Boden eingearbeitet
Alleine mit seinem Bison!
Alleine mit seinem Bison!
Glücklicherweise wird das Schnittgut abtransportiert
Glücklicherweise wird das Schnittgut abtransportiert
Auch wenn es nur eine kleine Straße ist - Schutzwesten sind sinnvoll
Auch wenn es nur eine kleine Straße ist - Schutzwesten sind sinnvoll
Unsere Neue: Dagmar Blacha mit Familie
Unsere Neue: Dagmar Blacha mit Familie
Unsere Altvorderen waren natürlich mit dabei
Unsere Altvorderen waren natürlich mit dabei
Der Bürgermeister schaute vorbei
Der Bürgermeister schaute vorbei
werden die Nistmöglichkeiten dieses Jahr schon bezogen?
werden die Nistmöglichkeiten dieses Jahr schon bezogen?

(27.02.2016) Der Seidelbast blühte in diese Woche bereits, da zog doch glatt ein scharfer Ostwind auf und glättete die krausen Wasserflächen und ließ das Gras nochmal im Schnee versinken.

Kein Problem für 15 freiwillige Helfer, die sich an diesem 2. Pflegeeinsatz des Jahres vor Ort in Glon einfanden.

 

Der Arbeit genug

Zaun, Hecke, Tümpel, Nester, Mahd. Arbeiten, die wir sonst in mehreren Einsätzen bewerkstelligten sollten nun an einem Tag durchgeführt werden. Das Eis machte uns schon einen Strich durch die Rechnung – die Tümpel werden somit später vom Grünaufwuchs befreit. Die anderen Aufgaben aber gingen wir an.

 

Der Zaun

Reinhold Krogull, unser Gebietsbetreuer, lieferte die vollgeladenen Batterien und zusammen mit dem Experten des Stroms, Bernd Achtnicht, gingen die beiden den Zaun ab, reparierten gerissene Drähte, prüften Leitungen und wechselten defekte Teile aus.

 

Die Hecke

Die straßenseitige Hecke kam der Straße mittlerweile gut nahe. Sie mußte ein gutes Stück zurückgestutzt und auch von innen heraus gelichtet werden. Dietrich Peter und Wolfgang Zilling arbeiteten hier schon sehr gut vor, so daß wir die Hecke beinahe komplett schafften. Auch der Bürgermeister schaute kurz vorbei und machte das wirklich generöse Angebot, das Schnittgut in den kommenden Tagen abholen zu lassen. Unsere Helfer jedoch, gewandet in leuchtende Warnwesten, schleppten fleißig den Heckenschnitt von der Straße weg hin zum Lagerplatz. Vielen Dank hierfür.

 

Schwalben

Bevor der Frühling kommt, wollte Manfred Lang noch einige Nester in und an den Stall hängen. Das gelang sehr gut, warten wir einmal, ob sich die eine oder andere Schwalbe hierher verirrt und unser letztjähriges Großprojekt mit Leben befüllt. Vielen Dank fürs Anbringen der Nistmöglichkeiten.

 

Mahd entlang des Zauns

Rund 70% unseres Areals konnte Uwe Görtz mit dem Mäher an diesem einen Einsatz mähen. Also verbleibt noch ein kleiner Teil, der dann, wenn das Wachstum in vollem Gange ist, mit einem Einsatz umso leichter zu bewerkstelligen sein dürfte. Herzlichen Dank.

 

Die Neue 1

Kollegin, Mitarbeiterin, Vereinskameradin. Wie man sie auch nennen möchte, Frau Dagmar Blacha, ist unsere neue Mitarbeiterin der Geschäftsstelle der Kreisgruppe Augsburg. Obgleich ihr erster Arbeitstag Anfang März wäre, ließ sie es sich nicht nehmen und machte an diesem Pflegeeinsatz, links den Kinderwagen, rechts den abgesägten Heckenstrauch, aktiv mit und lernte so schon einen Teil der Aktiven in der Kreisgruppe und eines der schönsten Gebiete, die wir unser nennen dürfen, kennen.

Herzlichen Dank fürs Kommen und Mitmachen und einen guten Start in die neue Geschäftsstellentätigkeit wünschen wir ihr!

 

Die Neue 2

Die zweite Neue heißt „Bison“. Hinter ihr verbirgt sich einer unserer niegelnagelneuen Balkenmäher, den wir am Vortag in Empfang nehmen durften. Ihn nahmen wir gleich mit, denn die Kombination aus leichtem Schnee, leicht gefrorenem Boden bei dennoch bereits wieder hohem Gras, ließ die Einsatzbedingungen ideal erscheinen (wirkt doch der Schnee wie das Wasser auf den Schleifstein für die Sense). Uwe Görtz allerdings wollte das Gerät am Ende unseres Einsatzes gleich wieder zurückgeben mit dem augenzwinkernden Hinweis, das Mähen mit diesem Gerät berge ein zu hohes Suchtpotential und ließe einen gar nicht mehr aufhören! Tja, offensichtlich haben wir hier eine richtig gute Entscheidung getroffen und so wurde die Maschine am Ende auch vor Ort ordentlich gereinigt und saubergemacht.

 

Danke

Allen Helfern an dieser Stelle sei ein herzlicher Dank ausgesprochen, denn es war ein Einsatz, der gut und leicht von der Hand ging, zügig vorankam und tatsächlich – das betont der Autor hier absichtlich – mittags endete. Wenn wir immer so zahlreich helfen, dann geht die Arbeit flott von der Hand.

(Stefan Höpfel)


Neue Maschinen sichern unsere Pflege - unsere N E U E N Balkenmäher!

2 Partner für einen starken Verband
2 Partner für einen starken Verband
Im Katalog - der Bison!
Im Katalog - der Bison!
In echt - die Neuen
In echt - die Neuen
...auch der Schwader wurde ausführlich erklärt
...auch der Schwader wurde ausführlich erklärt
...fast noch schöner als SAAB fahren!
...fast noch schöner als SAAB fahren!
2 Stunden Einweisung - ausführlich, geduldig, gut!
2 Stunden Einweisung - ausführlich, geduldig, gut!
Endlich wirklich einsetzbar - der Schwader!
Endlich wirklich einsetzbar - der Schwader!
gar kein "wüster" Kooperationspartner - Markus Wüst
gar kein "wüster" Kooperationspartner - Markus Wüst
Kein Detail unbekannt - Herr Kolbinger von Agria
Kein Detail unbekannt - Herr Kolbinger von Agria
Top Ware - Top Verein!
Top Ware - Top Verein!

(26.02.2016) Am heutigen Freitag durfte die Kreisgruppe Augsburg ihre beiden neuen Einachsschlepper der Firma Agria in Besitz nehmen.

 

Zwei neue Balkenmäher mit jeweils 13 PS, einem Benzinmotor, stufenlosem hydrostatischem Fahrantrieb und: einer Servo-Holm-Lenkung. Dahinter verbirgt sich nicht mehr und weniger als die Neuerung, daß das Lenken ein Kinderspiel wird und sowohl Mensch als auch Maschine schonen. Der  Maschinenführer kann mit einem einfachen Schwenk am Lenkholm die Maschine entweder nach links oder rechts steuern.

 

Als "Zuckerl" haben beide Maschinen sogenannte Portalachsen. Diese sind insofern eine große Erleichterung, da auf diese Weise der Schwerpunkt des Mähers verlagert und somit der Einsatz wesentlich einfacher gestaltet werden. Auch kann unser Schwader, der bis dato ein kümmerliches Dasein führte nunmehr eingesetzt werden und eine Wiesenmahd so effektiv und einfach gestaltet werden.

 

Neuanschaffung notwendig

Unsere Balkenmäher, die wir bislang verwendeten, sind beide in die Jahre gekommen. Leider mußten wir im abgelaufenen Jahr feststellen, daß nach jedem Einsatz mindestens ein Mäher defekt oder - schlimmer noch - mitten im Einsatz seinen Geist aufgab. Dieser Zustand läßt sich sicherlich bewerkstelligen, wenn man einen so versierten Gerätewart, wie den unseren hat. Aber auch hier gibt es Grenzen und die Entscheidung, gerade jetzt eine große Investition zu tätigen, kann als die einzig logische gewertet werden. 

 

Alle 20 Jahre? 

Der Preis, den die Kreisgruppe hierfür zu berappen hat, ist ansehnlich und liegt im fünfstelligen Bereich. Logisch, denn diese Maschinen sind für den professionellen Einsatz konzipiert. Sieht man aber die voraussichtliche Nutzungsdauer von 20 Jahren, so sinkt dieser Betrag auf wenige hundert Euro pro Jahr, die zurückgelegt werden müßten.

 

Freude und neue Einsatzmöglichkeiten

Alle bei der Übergabe Beteiligten freuten sich über die großartige neue Anschaffung. Wir werden nunmehr darüber nachdenken können, ob wir selber Flächen, die zwar im Bestand der Kreisgruppe, jedoch außerhalb der eigenen Pflege lagen, mit aufnehmen. Oder aber, die Ausdehnung von Pflegemaßnahmen in Bereichen, die so bislang nur schwer möglich waren, wie z.B. am Lechstau 21.

So erschließen sich für uns neue Einnahmenquellen und unsere Pflege könnte selber zielgerichteter und besser eingestzt werden als dies bislang der Fall ist.

 

Fachpersonal von Nöten

Aufgrund der Hochwertigkeit der Maschinen fiel die Entscheidung, daß für die Bedienung ausschließlich nur von vorher eingewiesenen LBV Mitgliedern bedient werden dürfen. Das ist auch der Grund, weshalb die Firma Wüst Motorgeräte GmbH, unser langjähriger Partner für unseren Maschinenpark, eine ausführliche Einweisung in die Geräte vornahm. Sollten noch weitere LBV Mitglieder Interesse haben, sich einweisen zu lassen, dann seien diese dazu herzlich eingeladen dieses zu tun.


Wir freuen uns auf die kommenden Einsätze und hoffen auf viele Einsatzmöglichkeiten!

(Stefan Höpfel)


1. Pflegeeinsatz 2016: Biberbach

Schnitt von oben und....
....und Schnitt von unten
....und Schnitt von unten
Das Astwerk wurde in die nahegelegene Hecke geschichtet
Das Astwerk wurde in die nahegelegene Hecke geschichtet
gemütlich ging's zu - an diesem Einsatz
gemütlich ging's zu - an diesem Einsatz
Teamarbeit - Schnitt & Transport alles ging Hand in Hand
Teamarbeit - Schnitt & Transport alles ging Hand in Hand
verkehrte Verhältnisse: hier kamen die Anweisungen von unten
verkehrte Verhältnisse: hier kamen die Anweisungen von unten
der "gelüftete" Birnbaum 2016
der "gelüftete" Birnbaum 2016
Auch der Apfelbaum sah danach deutlich besser aus
Auch der Apfelbaum sah danach deutlich besser aus
Brotzeit und dann noch ein Stündchen
Brotzeit und dann noch ein Stündchen

(13.02.2016) Seit nunmehr 3 Jahren unterziehen wir unsere Streuobstwiese wieder einer regelmäßigen Pflege. Jahr für Jahr wird ein Baum nach dem anderen wieder getrimmt und der Wildwuchs beseitigt.

Der diesjährige Einsatz war zeitlich ideal gelegen und wirklich gemütlich in der Durchführung. Wir hatten Glück mit dem Wetter - die Sonne lugte nachmittags sogar heraus - und das Team war groß genug zum effektiven Arbeiten und gerade richtig für die Aufgaben, die es zu erledigen galt.

 

Uwe, "der Schnitter", wußte, wo er abzwicken, sägen oder abbrechen mußte. So rückte man von unten oder oben den Wassertrieben zu Leibe. 

 

Auch an jener Stelle der Hecke, an der wir letztes Jahr eine Hasel zu sehr auf Stock gesetzt hatten und die seither vom Wild radikal abgefressen war, konnten wir mittels eines Zauns wieder eine Chance auf Wachstum geben. Desweiteren wurden zwei kleinere "Heckeninseln" inmitten der Wiese wieder etwas frei geschnitten.

 

So bleibt für den Herbst abzuwarten, inwieweit sich der Schnitt auf Bäume und Hecke gut auswirkt.

 

Danke

Allen Beteiligten sei hier an dieser Stelle herzlich gedankt, es war ein geselliger und munterer Einsatz, der allen Beteiligten Freude bereitete - auch wenn die Uhrzeit wieder einmal nicht ganz eingehalten. 

(Stefan Höpfel)


Tischlern für den Vogelschutz

eher passive Hilfe beim Bohren - "die können es ja"
eher passive Hilfe beim Bohren - "die können es ja"
Die Klasse - 20mal Lust am Basteln
Die Klasse - 20mal Lust am Basteln
Willi hängt die Kästen auf
Willi hängt die Kästen auf
NNKF - neue Nistkastenformen gibt es hier....
Die Schüler bei der Arbeit
Die Schüler bei der Arbeit
The eye of the tiger - für den Vogel, ein eye catcher für den Photographen
The eye of the tiger - für den Vogel, ein eye catcher für den Photographen
"Vorhang auf!"
"Vorhang auf!"
Kräftig runter und gerade!
Kräftig runter und gerade!
...und dann geht alles auch alleine
...und dann geht alles auch alleine
 

(07.02.2016) Was für eine herrliche Gelegenheit - jedenfalls aus Sicht des Lehrers! Zeit für eine Klasse zu haben, eine siebte Klasse, die im Rahmen der "Arbeitsgemeinschaft Umwelt" auch noch selber vorschlagen darf, welches Thema über einen längeren Zeitraum hinweg angegangen werden sollte. Sie entschied sich für den Bau von Nistkästen. Die 20 Jungen und Mädchen der Ganztagesklasse der 7a aus der Mittelschule Neusäß waren so die letzten 3 Monate voll beschäftigt und ganz bei der Sache.

Ihr Klassenlehrer, Herr Winfried Mayr, holte sich Unterstütung von der Kreisgruppe Augsburg des Landesbundes für Vogelschutz (LBV). Herr Willi Behringer, selber Neusäßer und langjähriges aktives Mitglied im LBV besuchte in unregelmäßigen Abständen die Arbeitsgemeinschaft, um ihr Informationen zu den heimischen Vögeln und zum Bau der Nistkästen zu geben und sie so zu begleiten.  

Im Herbst begann die Klasse damit, Futterstellen für Vögel aufzustellen. Im Anschluß zeigte Willi Behringer den Kindern bildlich und in natura, was sich denn so alles im Laufe eines Jahres in einem Nistkasten ansammeln kann und warum es sinnvoll ist, diesen am Ende der Brutperiode zu reinigen. Nun wollten die Schüler selber Nistkästen bauen und suchten selbständig im Internet nach geeigneten Bauanleitungen.

Bretter wurden vorbereitet und im Werkraum mit Säge, Bohrer und Schraubenzieher bearbeitet. „Den Umgang mit dem Werkzeug haben die Schüler im Fach Technik bereits kennen gelernt“, weiß Klassenlehrer Winfried Mayr zu berichten. Sechs Nistkästen entstehen so. Auf den fertigen Kasten kommt ein Stück Dachpappe als Deckel, der verhindert, dass das Holz zu schnell verwittert. Voller Stolz werden die Nistkästen auf den großen Baumbestand im Schulgelände verteilt – geschützt vor Mensch und Tier auf drei Meter Höhe. Die Aktion ist schon jetzt ein Erfolg, da sie rechtzeitig gemeinsam besprochen worden war und in der Zeit vor dem Zug der Vögel aus ihren Winterquartieren geschehen ist. Somit bleibt nur noch zu hoffen, dass die neuen Unterkünfte von den Zugziehern auch angenommen werden. Die Schüler werden es verfolgen, denn zwei der Kästen sind vom Klassenzimmer aus direkt zu sehen.

Ein herzliches Dankeschön an Winfried Mayr und Willi Behringer. Dem einen hinsichtlich seiner eingegangenen Kooperation mit dem LBV und dem anderen für sein dreimonatiges ehrenamtliches Engagement.

(Stefan Höpfel)


Blutspecht in Kronach

Der Blutspecht von Kronach - LBV KG Kronach
Der Blutspecht von Kronach - LBV KG Kronach
Blutspecht in Israel
Blutspecht in Israel
Verbreitungsgebiet - Commons Wikipedia
Verbreitungsgebiet - Commons Wikipedia
 

(31.01.16) In der Süddeutschen Zeitung und ebenso in der Augsburger Allgemeine war die Sensation zu lesen. Der erste Blutspecht ist in Deutschland im Rahmen der "Stunde der Wintervögel" nachgewiesen worden.

Katharina Richter von der Kreisgruppe Kronach konnte ihn sogar photographieren.

Unterscheidungsmerkmal zum Buntspecht

Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal ist bei diesem mittelgroßen Specht das Fehlen des schwarzen Streifs zwischen Wangenstreif und Nacken. Somit sieht der Blutspecht etwas "einfacher" gemustert aus und wirkt "weißgesichtiger".

Auch das Schwanzmuster ist unterschiedlich. Beim Blutspecht sind die äußeren Steuerfedern schwarz mit etwas weißer Fleckung oder Bänderung im Spitzenteil, beim Buntspecht weiß mit etwas schwarzer Bänderung im im Spitzenteil.

Status / Lebensraum

Dieser erstreckt sich von der Levante über die Türkei bis nach der Slowakei (Handbuch der Vogelbestimmung Mark Beaman/Steve Madge). Weiters ist zu lesen: "Häufig. Dehnt sein Verbreitungsgebiet nord- und westwärts aus. Zieht gegenüber dem Buntspecht lichter bewaldete Landschaft vor, bewohnt Haine mit eingestreuten Bäumen, Obstpflanzungen, Parks und große Gärten, aber auch ausgedehnte Laubwälder."

Jetzt ist er in Oberfranken!

(Stefan Höpfel)


Emma - ist da!

Emma brauchte in den ersten Tagen etwas Ruhe
Emma brauchte in den ersten Tagen etwas Ruhe
Bulle "Barney" unzweifelhafter Vater
Bulle "Barney" unzweifelhafter Vater
jetzt läuft sie schon munter im Stall hin und her
jetzt läuft sie schon munter im Stall hin und her
 

(28.01.16) Martin Grob, unser Vertragsnaturschutz-Landwirt und LBV Mitglied vermeldete heute, daß die kleine Wasserbüffelherde Nachwuchs bekommen hat.

Die Geburt von "Emma" fand zwar schon am 12. Januar statt. Emma ist mittlerweile wohlauf und nur aus Gründen der Vorsicht wurde uns die Geburt jetzt erst mitgeteilt - hoffentlich nicht aus Angst vor dem Ansturm weiblicher Fans einer Neugeborenen. "Der Kleinen geht es sehr gut - sie ist top fit!" - so meinte Martin Grob. Das paßt auch hervorragend in die Planung der weiteren Vergrößerung der Herde.

Wir wünschen alles Gute und senden einen herzlichen Glückwunsch!

Anbei ein paar Fotos der Familie. 

(Stefan Höpfel)


An unsere Leser!

Liebe Leser,

um den häufigen heftigen Reaktionen, aufgrund unserer Berichte über erschienene Zeitungsartikel zu begegnen, zitieren wir Herrn Norbert Bolz, Medien- und Kommunikationstheoretiker, der als Professor an der TU Berlin lehrt (befragt nach den jüngsten Vorfällen in Köln, jedoch ebenso anwendbar auf den nachstehenden Artikel) in einem Interview der "Welt" vom 04.01.2016 bezüglich der Frage, ob man gewisse Inhalte der Bevölkerung als Journalist verschweigen müsse:

"Über diese Frage müssen sich Journalisten nicht den Kopf zerbrechen. Die Leser, Zuhörer und Fernsehzuschauer ziehen selbst ihre Schlüsse aus dem Sachverhalt. Es wäre verheerend, wenn Journalisten entscheiden, ob eine Information dem Volksgemüt überhaupt zuträglich ist. Wenn ein Journalist das macht, geht er davon aus, dass er es nicht mit selbstbestimmten Bürgern, sondern mit Kindern zu tun hat, die gewisse Nachrichten nicht ertragen können. Es ist nicht die Aufgabe von Journalisten, Bürgern vor der Wahrheit zu schützen"

Wir gehen davon aus, daß unsere Leserschaft aus mündigen, selbständig denkenden Bürgern besteht, die in der Lage sind, ihre Schlüsse selber zu ziehen. 

(Stefan Höpfel)


Bestandsgefährdung durch Windkraft

Der Rotmilan, Deutschlands heimlicher Wappenvogel
Der Rotmilan, Deutschlands heimlicher Wappenvogel
Die Studie wurde an rund 4% der Windräder Deutschlands 3 Jahre lang durchgeführt
Die Studie wurde an rund 4% der Windräder Deutschlands 3 Jahre lang durchgeführt
Die Studie bescheinigt der Windkraft in Deutschland für den Rotmilan eine potentiell bestandsgefährdende Entwicklung
Die Studie bescheinigt der Windkraft in Deutschland für den Rotmilan eine potentiell bestandsgefährdende Entwicklung
Vögel, wie Bussard oder Rotmilan - so die Studie - gewöhnen sich an die Windräder nicht
Vögel, wie Bussard oder Rotmilan - so die Studie - gewöhnen sich an die Windräder nicht

(05.01.2016) Milvus Milvus – der Rotmilan. Wieder einmal steht ein Artikel über Windkraft und Rotmilan, die ungleichen Paare, in der Zeitung. Diesmal von einer Redakteurin, Renate Meinhof, die von den Windkraftlobbyisten wohl nicht für grundsätzlich einer einseitigen Berichterstattung verdächtigt wird. In der Süddeutschen Zeitung vom 5.1. befaßt sich der Artikel mit einer in Bälde erscheinenden Studie zur Verträglichkeit von Rotmilan und Windkraftanlagen. 

Der Rotmilan, der vielfältig strukturierte Landschaften bevorzugt, die charakterisiert sind durch einen häufigen Wechsel von bewaldeten und offenen Biotopen, dieser Vogel hat in Deutschland sein Kerngebiet. Man schätzt seinen Bestand auf ca. 10.000 bis 14.000 Brutpaare innerhalb Deutschlands, das sind rund 60% des weltweiten Bestands. Außerhalb unserer Landesgrenzen – selten bis sehr selten.

 

Placebo oder „echte“ Sorge?

Der Rotmilan ist in den letzten Jahren zur Gallionsfigur mutiert. Plötzlich kennt jeder, der etwas gegen eine Windkraftanlage hat diesen Vogel, meist auch noch einige Dutzend Fledermausarten und die Frage an uns, den LBV, ob wir nicht irgendwo einen Nachweis in der näheren Umgebung erbringen können, kenne ich aus eigener Erfahrung. So hat man als Artenschützer immer abzuwägen zwischen echtem Interesse und Scheinheiligkeit, also zwischen der Tatsache, der Sache an sich dienlich zu sein oder eingespannt zu werden.

 

Noch eine Studie?

Der heutige Artikel in der Süddeutschen weist allerdings in eine Richtung, die diejenigen wachrütteln sollte, denen Windkraft über alles geht und Artenschutz zu Gunsten der Energiewende nachgelagert ist. Eine neue Studie vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegeben und durch den Bielefelder Lehrstuhl für Verhaltensforschung drei Jahre lang begleitet.  Der Zeitungsartikel spricht von einer erstmals einheitlichen Untersuchung an 1.037 Windrädern in Norddeutschland, das entspricht knapp 4% aller in Deutschland aufgestellten Windräder. Die Studie befaßt sich mit der Kollisionsgefahr und deren Häufigkeit von Greifvögeln, z.B. Rotmilan und Bussard, und Langstreckenziehern, wie z.B. dem Kibitz. Sie schafft erstmals eine einheitliche Grundlage und bezog sogar die Untersuchung von Vogelkadavern in ihre Szenarien mit ein.

 

Ergebnisse

Greifvögel gewöhnen sich eben nicht an das Vorhandensein der weißen Riesen in der Landschaft, deren Rotorblätter sich – an den Spitzen – mit bis zu 240 km/h drehen. Es gäbe, so der Artikel weiter, „überhaupt keine Evidenz, dass Greifvögel lernen, Windräder zu meiden.“

So nimmt es nicht Wunder, wenn die Studie in all ihren Szenarien von einer mindestens bestandsgefährdenden Entwicklung spricht. Alles das wird offensichtlich hingenommen, denn es verstößt gegen das Bundesnaturschutzgesetz, z.B. das Tötungsverbot, das Störungsverbot oder das Zerstörungsverbot

 

Gegensätzliches: Profit gegen Artenschutz

Wer in eine Windenergieanlage investiert – laut Windinvest verbucht der Betreiber einer 2 MW Anlage im Jahr Einnahmen von bis zu 410.000 EUR - der möchte seine Anlage natürlich amortisieren. Ein nur allzu verständliches Interesse, insbesondere für Mitinvestoren, die man im Handelsregister dann als Kommanditisten wiederfindet.

Deshalb ist für Naturschutzverbände das Vorfeld, die Arbeit vor dem Bau solcher Anlagen umso wichtiger. Wachsamkeit bei Planungsvorhaben, Meldung von Verstößen, sei es bei einer allzu nachlässigen Kartierung, sei es beim Kungeln von Interessenvertretern oder sei es nur beim „leisen“ Aufstellen einer Anlage an den Landkreisgrenzen, das zu melden und dann an der Sache dranzubleiben, das ist zukünftig wichtig – auch für einen ehrenamtlich tätigen Verein, dessen Motto der Artenschutz ist.

 

Eigenschelte

Wachsamkeit läßt sich leicht fordern, klingt auf jeden Fall gut. Nur: dafür benötigt man Leute, die sensibilisiert sind, Zuträger, die Planungsvorhaben mitteilen und das Wissen um die Gesetzeslage.

Das wichtigste aber, das ist die Datengrundlage. Denn: sind keine Nachweise in den amtlichen Dateisystemen bekannt, kann auch schwer etwas verboten werden, was amtlicherseits unbekannt ist. Die Folge sind meist rasch durchgeführten Kartierungen, die irgendwelchen Anforderungen genügen. Das alles dann womöglich noch in einem schlechtes Jahr, einem nassen Sommer oder sonst einer Kalamität. Der Greifvogel der dann im übernächsten Jahr wiederkommt, ein Vogel der bis zu 30 Jahre alt werden kann, stört sich nicht am Windrad. Die Wahrscheinlichkeit aber, später als Opfer unter einer der sogenannten „Windenergieanlagen“ tödlich getroffen zu enden, ist hoch.

Den Artikel in der Süddeutschen Zeitung kann man hier zumindest anlesen (der vollständige Artikel ist kostenpflichtig).

(Stefan Höpfel)


Neues Gerät für den Verein

Taifun steht drauf - Bison ist lediglich das baugleiche etwas einfachere Modell
Taifun steht drauf - Bison ist lediglich das baugleiche etwas einfachere Modell
Einführung....
hier sprechen zwei, die was von der Sache verstehen
hier sprechen zwei, die was von der Sache verstehen
ein Spitzenmodell - jedoch etwas für wirkliche Profis!
ein Spitzenmodell - jedoch etwas für wirkliche Profis!
Fragen über Fragen, der arme agria Vertreter mußte mehr als einmal bremsen
Fragen über Fragen, der arme agria Vertreter mußte mehr als einmal bremsen
Er hat 30 Jahre gemäht, er darf als erster ausprobieren - unser Andi!
Er hat 30 Jahre gemäht, er darf als erster ausprobieren - unser Andi!
Testurteil: erheiternd schön und angenehm!
Testurteil: erheiternd schön und angenehm!
Mittenrein ins hohe Schilf - ein Bison kennt's nicht anders!
Mittenrein ins hohe Schilf - ein Bison kennt's nicht anders!
Volle Konzentration, aber offensichtlich auch was für solche, denen die Maschinen bislang immer zu groß waren.
Preisliste Zubehör und allerhand sonstiges - meist die Preistreiber.
...und die Dezembersonne spiegelte sich im Weiher in Schwabaich
...und die Dezembersonne spiegelte sich im Weiher in Schwabaich
 

(18.12.15 / 05.01.16) Am Jahresende dreht sich das Karrussel bekannterweise immer noch schneller als sonst. Dennoch schafften wir es, das herrlich seltsame Dezemberwetter auszunutzen, um eine Demonstration der besonderen Art zu erleben

 

Unsere Balkenmäher sind in die Jahre gekommen

Unser Verein besitzt zwei Balkenmäher. Ein 25-jähriges Modell und eines das zehn Jahre weniger auf dem Buckel hat. Beide taten bis vorvoriges Jahr gut ihren Dienst, machten uns jedoch das gesamte letzte Jahr Sorgen und Probleme. 

Höhepunkt war im September beim Abmähen der Dämme in Schwabaich die Bergung eines scheintoten Balkenmähers. Der Ersatzteilmarkt sieht mittlerweile so aus, daß nichts mehr zu bekommen ist - "zu alt", die lapidare Antwort.

Unser Gerätewart, Willi Rottenegger, durfte im vergangenen Jahr beinahe nach jedem Einsatz ein Teil entweder neu fertigen lassen, eine Schlauchleitung organisieren, die Hydraulik überprüfen oder "nur" einen Seilzug reparieren. Insgesamt jedoch eine eher unerfreuliche Situation, da nicht einmal gewährleistet ist, daß die Maschine bis zum Ende des Einsatzes durchhält.


Vorführung durch die Firma agria

Dank der guten Beziehungen der Firma Wüst zu agria bekamen wir binnen Wochenfrist eine Zusage zur einer Maschinenvorführung. Die Vorführung fand in Schwabaich statt, eben an jenem Ort, wo der letzte Mäher liegenblieb und wo genau das stand, das wir testen wollten - hohes Schilf (denn Gras kann ja ein jeder Mäher).

 

Der Bison

Zur Auswahl standen zwei Geräte, gut gemeint, jedoch wer den Ausführungen von Thomas Wüst lauschte, dem wurde klar, es kann nur einen geben: den Bison. 

Das andere Gerät schied aus, da es eine Balkenmähervorrichtung hat, die zwar hervorragend mäht, jedoch im Schadensfall mit sofortigen EUR 1.000,-- dabei ist. So etwas können wir nicht gebrauchen!

Der neue Bison von agria ist zwar deutlich größer als unsere eigenen agria Balkenmäher, kann dafür aber viel mehr.

Seine Leistung beträgt 13 PS, er hat einen stufenlosen hydrostatischen Fahrantrieb und - das war der Höhepunkt - eine Servo-Holm Lenkung. Darunter versteht man die Tatsache, daß der Mäher sich von seinem Herrn und Meister willig in die entsprechende Richtung bugsieren läßt und nicht wie bislang der Herr und Meister überdenken mußte, welche außenschaltung er wie bedienen mußte um die Richtung zu verfolgen. 

Als eine Zusatzausstattung gibt es die Möglichkeit einer sogenannten "Portalachse". Das ist eine Achse, die man je nach Einsatz und Körpergröße einstellen kann und ermöglicht ein körperlich deutlich leichteres und einfacheres Bedienen der Maschine.


Entscheidung im Januar

Unsere Vereinsflächen umfassen immerhin mehr als 70 Hektar. Natürlich pflegen wir nur einen Teil davon. Allerdings bleibt selbst dann noch vieles übrig, das bearbeitet werden muß, wie z.B. Lechstau 21, Schwabaich, Biberbach, etc. Es sollte deshalb überlegt werden, ob wir derzeit nicht einen günstigen Zeitpunkt erleben, an dem eine Neuanschaffung Sinn macht, zumal der Zustand der alten Maschinen nicht besser zu werden verspricht.

So wird sich der Vorstand des Themas annehmen und im Jänner noch entscheiden.

(Stefan Höpfel)


Der Stieglitz - Vogel des Jahres 2016

Stieglitz - ein Stubenvogel
Stieglitz - ein Stubenvogel
Artikel Stieglitz in Fraktur
Artikel Stieglitz in Fraktur
Carduelis carduelis
Carduelis carduelis
 

(01.01.2016) Der Vogel des Jahres - Der Stieglitz - im Alter unverwechselbar, deutlich hörbar und ein lustiger Geselle ganz und gar. Was schrieb man über ihn vor 100 Jahren? 

 

Stieglitz, (Distelfink, Distelzeisig, Goldfink, Jupitersfink, Carduelis carduelis, siehe Tafel "Stubenvögel I"), Sperlingsvogel aus der Familie der Finken (Fringillidae) und der Unterfamilie der Gimpel (Pyrrhulinae), 13 cm lang, 22cm breit, mit langem, kegelförmigem, an der Spitze etwas gebogenem Schnabel, spitzigen Flügeln, mittellangem Schwanz und kurzen, starken, langzehigen Füßen.

Den Schnabel umgibt ein schwarzer und diesen ein breiter, karminroter Kreis; der Hinterkopf ist schwarz, die Wangen und der Unterkörper sind weiß, der Rücken ist braun; Flügel und Schwanz sind schwarz mit weißem Spiegel, die Schwingen an der Wurzelhälfte goldgelb.

Beide Geschlechter ähneln sich täuschend. Der S. findet sich fast in ganz Europa, nördlich bis etwa 63°, auf den Kanaren, Madeira, in Nordwestafrika, weitverbreitet in Asien, verwildert auf Kuba, überall in baum- und obstreichen Gegenden.

Im Herbst zieht er in Scharen weit umher, und im Winter trifft man ihn in kleineren Trupps. Er fliegt leicht und schnell, klettert wie eine Meise, nährt sich von allerlei Samen, besonders von Birken, Erlen, Disteln, frißt auch viele Kerbtiere, nistet auf Bäumen und legt im Mai 4-5 weiße oder blaugrünliche, sparsam violettgrau punktierte, am stumpfen Ende kranzartig gezeichnete Eier, die das Weibchen 13-14 Tage bebrütet.

Wegen seines anmutigen Gesanges wird er viel in der Gefangenschaft gehalten; er erzeugt leicht mit dem Kanarienvogel eigentümlich gefärbte Bastarde. Der Große Stieglitz (Carduelis major Tacz.) mit dunklerem und weiter ausgedehntem Rot am Kopf und reinerm Weiß an den Kopfseiten und der Unterseite bewohnt Rußland und Westsibirien und erscheint im Winter auf dem Strich in Ostpreußen.

Aus: Meyers Konversationslexikon, sechste Auflage, Leipzig und Wien, 1908

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