Mit nur vier Worten kann man die die Arbeit der LBV-Kreisgruppe Augsburg zusammenfassen:
- Artenschutz
- Biotopschutz
- Öffentlichkeitsarbeit
- Umweltbildung und Jugendarbeit
Und doch steckt hinter diesen Begriffen so viel mehr: über 2.000 Mitglieder, davon 50 regelmäßig aktiv; mehr als 80 Hektar wertvolle Flächen; engagierte Arbeitsgruppen für Gebäudebrüter,
Wasseramsel & Co.; monatliche Vereinsabende mit Fachvorträgen, Bildern und Berichten; Arbeitseinsätze zum Mähen, Kartieren, Nistkasten kontrollieren und vieles vieles mehr.
Wir laden Sie gerne ein, uns, unsere Arbeit und aktuelle Themen auf der Homepage zu entdecken - oder noch besser: selbst aktiv zu werden.
Wir freuen uns auf Sie!
Haben Sie schon einmal eine Wechselkröte gesehen oder gehört? Vielleicht am ehesten im Urlaub, in Griechenland oder der Türkei beispielsweise. Bei uns ist diese Amphibienart leider inzwischen
eine Rarität. Das westlichste Vorkommen in Bayern, gleichzeitig das einzige in Bayrisch-Schwaben, befindet sich in unserer Tongrube Glon bei Baindlkirch. Das war auch der Grund,
warum wir dieses 13 ha große Gelände 2001 mit Unterstützung durch den Bayerischen Naturschutzfonds gekauft haben. Jahr für Jahr unternehmen wir vom LBV Augsburg große Anstrengungen, um den
Lebensraum passend herzurichten. Aber wenn der Bestand langfristig überleben soll, müssen unsere Kröten dringend Anschluss finden an die nächsten Vorkommen auf Fürstenfeldbrucker und Dachauer
Seite der Landkreisgrenze. Dazu gilt es, mittels Trittsteinen einen Biotopverbund zu schaffen. Oder anders gesagt: Mit Ihrer Hilfe spannen wir
ein Rettungsnetz für die letzten schwäbischen Wechselkröten.
Wechselkröten sind hübsche Tiere. Olivgrüne Flecken auf weißgrauer Haut, das ist unverwechselbar. Aber manchmal muss man schon genau hinsehen, bei dunkler gefärbten Exemplaren
fallen die grünen Flecken gar nicht so leicht auf. Und man muss die Tiere erst mal finden. Wechselkröten sind nachtaktiv. Ihr Tagesversteck, vielleicht ein Ast- oder Steinhaufen oder ein
Mausloch, verlassen sie erst im Schutz der Dunkelheit, um Jagd zu machen auf Ameisen, Spinnen, Käferlarven. Oder aber zur Fortpflanzung. Und dann kann man sie hören. Aber nicht etwa mit quaken,
sie trillern! Laut, langanhaltend, melodisch. Wer es zum ersten Mal hört, denkt vielleicht eher an eine Grille.
Wechselkröten sind wanderfreudige Tiere. Ein Austausch zwischen verschiedenen Vorkommen ist daher kein bloßes Wunschdenken. Aber dazu muss unsere Landschaft Trittsteinbiotope
bieten. Die können recht klein sein. Hier setzt unser Projekt an, hier kommen nun Sie ins Spiel.
Ist Ihnen im Gebiet zwischen den Orten Ried, Odelzhausen, Mammendorf ein Wechselkrötenvorkommen bekannt, von dem wir noch gar nicht wissen? Bitte teilen Sie Ihre Beobachtung mit uns: [email protected]. Falls möglich mit Handyfoto oder Tonaufnahme.
Wechselkröten leben auf karg bewachsenen Schotterflächen und Brachen und brauchen zur Fortpflanzung fischfreie Tümpel, die sich schnell erwärmen, etwa 3 Monate Wasser führen und dann wieder austrocknen. Das wäre ein ideales Trittsteinbiotop.
Gibt es das vielleicht bereits zwischen Ried, Odelzhausen, Mammendorf? Bitte geben Sie uns Bescheid.
Oder besitzen Sie zwischen den genannten Orten einen Acker, eine Weide, eine Brachfläche, wo wir als Trittstein eine kleine wasserführende
Mulde (etwa 100 Quadratmeter) anlegen dürften?
Bitte werfen Sie auch einen Blick auf unseren Flyer. Unser aktuelles Projekt zur Biotopvernetzung wird auch vom amtlichen Naturschutz sehr begrüßt und vom
Bayerischen Naturschutzfonds aus Mitteln der Glücksspirale gefördert. Vielleicht gelingt uns dank Ihrer Hilfe der entscheidende Schritt zur dauerhaften Rettung der schwäbischen
Wechselkröten.
Nachstehend weitere, detaillierte Informationen zu dem Projekt als Download und gerne zum weiterverteilen: