Aktuelle Berichte und Informationen 2019

(20.01.2019) Die Feldlerche - der Vogel des Jahres 2019

Bereits ab Januar, Februar treffen die ersten Feldlerchen aus ihren Winterquartieren bei uns ein und erfreuen uns mit ihrem ausdauernden Gesang. Die Männchen steigen in einem Spiralflug bis 400 m hoch in die Luft, um ihren mit Imitationen angereicherten Fluggesang „stehend“ vorzutragen und sich anschließend mit ausgebreiteten Flügeln und gefächertem Schwanz Richtung Boden gleiten zu lassen. Leider können wir dieses Ereignis immer seltener genießen. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam es zu Bestandsrückgängen in ganz Mitteleuropa. Auch in Deutschland sank die Anzahl der Brutpaare, wobei nicht mit einer Trendwende zu rechnen ist. Der Vogel des Jahres steht deutschland- und bayernweit auf der Roten Liste als gefährdet.

 

Wie kam es zu dieser Entwicklung? Feldlerchen besiedeln offene Lebensräume wie Acker- und Grünlandflächen und sind dadurch eng an die Landwirtschaft gebunden. Im Ackerbau änderte sich in den letzten Jahrzehnten die Art der Flächennutzung. Es werden weniger Sommer-, dafür mehr Wintergetreide, Raps und Mais angebaut. Gleichzeitig gehen Brachen und Grünland zurück. Feldlerchen benötigen an ihren Brutplätzen eine Vegetationshöhe von 20 bis höchstens 50 cm, wobei lückige Flächen vorhanden sein sollten. Wintergetreide wächst im Frühjahr schnell dicht und hoch, so dass die Vögel nur eine Brut, ihre zweite und dritte jedoch an solchen Standorten nicht aufziehen können. Ein Umzug für die Zweitbrut auf Sommergetreide ist wegen fehlender Flächen meist nicht möglich. Zusätzlich vernichten Pestizide als Nahrung wichtige Wildkräuter und Insekten.

 

Was können wir für die Feldlerche tun? Die Förderung der extensiven Landwirtschaft, die Anlage von Saumbiotopen und von sogenannten „Lerchenfenstern“ in Getreidefeldern sind gute Möglichkeiten. Die Stadt Augsburg hat im Jahre 2009 in der Augsburger Biodiversitätsstrategie ihre besondere Verantwortung zum Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt dargelegt und Ziele auch für Ackerfluren aufgestellt. Die Ernennung der Feldlerche zum Vogel des Jahres 2019 rückt den gesamten Lebensraum Acker mit vielen charakteristischen Tier- und Pflanzenarten beispielsweise dem Rebhuhn und der Wachtel, dem Feldhasen, zahlreichen Ackerwildkräutern und Insekten wieder stärker ins Bewusstsein. Es bietet sich in diesem Jahr ein besonderer Anlass, Rückschau zu halten und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Welche Ziele haben wir in Augsburg bereits erreicht? Welche Maßnahmen können nicht nur im Stadtgebiet, sondern im gesamten Landkreis zur Förderung des Lebensraumes Feldflur und damit der Feldlerche noch umgesetzt werden? Es warten weiterhin zahlreiche Herausforderungen und Aufgaben auf uns, um in unserer Landschaft die biologische Vielfalt auf landwirtschaftlichen Flächen zu schützen und zu erhalten. (Christiane Gebauer)

(14.01.2019) Die LBV Musterfutterstelle im Botanischen Garten in Augsburg TV

Jetzt hat uns der Winter doch noch im Griff. Und prompt ist auch an den Futterstellen was los. Gute Chancen also, Buntspecht und Eichhörnchen mal ganz nah zu beobachten, ohne die warme Stube verlassen zu müssen.

 

Augsburg TV war zur Berichterstattung über die „Stunde der Wintervögel“  an unserer Musterfutterstelle im Botanischen Garten. Die Aufnahmen vom Buntspecht und den Erlenzeisigen sind dort entstanden:

 

www.augsburg.tv/mediathek/video/schwaben-stunde-der-wintervoegel/

 

Einen Großteil ihrer Zeit verbringen unsere Vögel nun aber aufgeplustert ohne sich groß zu bewegen. Energiesparen ist angesagt. Für den Grünspecht ist Schneebedeckung schon eher ein Problem. Um an seine Ameisen zu kommen, muss er den Schnee mit schlenkernden Schnabelbewegungen erst mal wegräumen.

(Martin Trapp)