Amphibienteiche Bonstetten

Unser Biotop in Bonstetten ist ein schönes Beispiel dafür, was privates Engagement verbunden mit einer gewissen Hartnäckigkeit bewirken kann. Unser Mitglied Doris Beischler wollte sich Mitte der 70er Jahre nicht damit abfinden, dass im Zuge der Flurbereinigung ein kleines Wasserloch, in dem Teichmolche abgelaicht hatten, ersatzlos verlorengeht. Sie wandte sich an den Bürgermeister, der der Neuanlage eines größeren Froschteiches durchaus aufgeschlossen gegenüberstand.

 

Gesagt, getan.

 

1977 wurde der neue Teich angelegt, 1982 von unserer Kreisgruppe erworben und um einen zweiten Teich ergänzt. Wenn man heute zur richtigen Jahreszeit abends vorbeischaut, hört man schon von weitem das Konzert der Laubfrösche. Die Hecken bieten heute, wie es  früher in der Feldflur noch überall üblich war, Nahrung und Schutz für Feldvögel. Doris Beischler sorgt noch immer dafür, dass das Biotop auch jährlich gepflegt wird. Herzlichen Dank für diesen Einsatz und für die großzügige finanzielle Unterstützung!

Berichte und Aktivitäten

( 31.10.2019) Und täglich kommt der Waschbär

Auf dem LBV-Gelände in Bonstetten, das von Frau Doris Beischler betreut wird, ist auch ein Futterkasten angebracht. Er wird ganzjährig befüllt  und elektronisch mit Lichtschranken und  Kameras beobachtet. Im Oktober kamen nun vermehrt Eichelhäher an den Nistkasten und pickten die Erdnusskerne aus dem Streufutter, den überwiegenden Teil warfen sie zu Boden. Dort sammelte sich eine mehrere Zentimeter dicke Schicht aus Getreidekörner  und Sonnenblumenkerne an. Bis zu 3 kg Futter mussten täglich im Futterkasten nachgefüllt werden. Das Futter am Boden wurde tagsüber hauptsächlich auch von den Eichelhähern aufgenommen, bis zu fünf Vögel waren gleichzeitig zu sehen. Nachts waren es Mäuse, Steinmarder und Rehe, die das Futter am Boden verzehrten.

Seit 25. Oktober kommt nun jede Nacht ein bis zweimal ein Waschbär an den Futterplatz. Er hat auch das Futter am Boden entdeckt und nimmt sich für jede Mahlzeit bis zu einer Stunde Zeit, um das Futter zu genießen. Der Waschbär kommt im Naturpark Westliche Wälder noch selten vor und ist ein schön zu beobachtender Geselle, vor allem, wenn er das Futter genießt oder sich leidenschaftlich kratzt. Doch große Freude kommt bei der Betrachtung der Videos der Wildkamera nicht auf, denn es handelt sich um eine „invasive Art“, die eine ernste Gefahr für heimische Fledermäuse und gewisse Vogelarten darstellt.

 

Die Befüllung des Futterkastens wurde inzwischen eingestellt, weil der finanzielle Aufwand für das Futter (zwei 10kg-Säcke pro Woche) das geplante Budget das Befüllers übersteigt. Das Futter am Boden wird irgendwann aufgebraucht sein und der Waschbär muss sich dann eine andere Futterquelle suchen, wenn er nicht vorher vom Jäger entdeckt wird. (Klaus Stampfer)

 

Video vom Waschbärenbesuch:

Bilder vom Waschbärenbesuch: