Tongrube Glon

Kennen Sie Wechselkröten? Es sind schöne Tiere mit grünen Flecken auf hellem Grund und einem überraschenden Paarungsruf: ein lang gezogenes melodisches Trillern wie es eher von einem Kanarienvogel zu erwarten wäre. Vielleicht haben Sie sie bei einem Urlaub in Osteuropa oder der Türkei entdeckt, wo sie noch häufiger vorkommen. In Bayern sind sie vom Aussterben bedroht.

Es war deshalb eine Überraschung, als Reinhold Krogull 1997 ein Wechselkrötenvorkommen in einer Tongrube bei Baindlkirch entdeckte und Anlass für den LBV Augsburg, diese Grube 2004 nach Beendigung des Abbaus mit staatlicher Unterstützung zu kaufen.

 

Wechselkröten mögen es warm und karg, eine Pionierart, die Rohbodenflächen besiedelt. Natürlicherweise gab es diese früher im Bereich von Flüssen, die ihren Wasserlauf noch regelmäßig verlagern durften. In unserer Grube hatte eine Ziegelei durch den Abbau der 10 m mächtigen Tonschicht einen fast 14 Hektar großen Ersatzlebensraum geschaffen. Diesen zu erhalten ist nicht einfach. Denn bereits die Düngung durch den Stickstoffeintrag aus der Luft reicht aus, dass die Böden zuwachsen und das Gelände verbuscht. Durch Maßnahmen wie Anlegen von Flachteichen und Abschieben von Boden musste daher in den letzten Jahren immer wieder so etwas wie ein kleinräumiger Abbau simuliert werden. Ziegen helfen den Sommer über, das Nachwachsen gering zu halten.

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